Ob Keith Haring wohl heute bei Twitter aktiv wäre? Vermutlich. Denn schließlich ist die Kurznachricht, wenn auch in visueller Form, sein ureigenstes Medium gewesen. Bis heute sind die bunten, einfach gestalteten Arbeiten Harings immens populär. Und selbst wer den Künstler selber nicht kennt, hat doch zumindest schon einmal eines seiner Bilder gesehen. Eine aktuelle Ausstellung im Schloss Oberhausen läuft noch bis zum 6. Mai.

Keith Haring

Sämtliche Plakatentwürfe, die Keith Haring zwischen 1982 und 1990 eigenhändig erstellt hat, sind derzeit in der Ludwiggalerie zu sehen. „Short Messages“ lautet der programmatische Titel der Ausstellung mit insgesamt 85 Exponaten. Die Inhalte decken dabei das gesamte Spektrum von Harings Schaffen ab und reichen von der politischen Botschaft bis zum kommerziellen Werbeplakat.    [...mehr]


Was kommt nach „Harry Potter“, haben sich die großen amerikanischen Filmstudios gefragt, und wie lässt sich auf den Erfolgszug aufspringen? Die Verlage freuten sich über das wachsende Interesse an Jugendliteratur mit Franchise-Potential, denn plötzlich verkauften sich die Filmrechte in diesem Umfeld viel leichter. Als sicherer Blockbuster gilt hierbei „Hunger Games“ nach den Bestsellern von Suzanne Collins.

So richtig funktioniert haben die Verfilmungen der „Narnia“-Bücher nicht, und „Der goldene Kompass“ wurde bereits nach dem ersten Teil wieder zu den Akten gelegt. Fantasy-Buchreihen für Jugendliche gibt es reichlich, doch im Kino schaffen nur wenige den echten Durchbruch. Ab dem 22. März könnte erneut eine Ausnahme die Regel bestätigen.    [...mehr]


Einer der bedeutendsten deutschen Maler der Renaissance ist Gegenstand eines Online-Kunstprojektes von beachtlichen Ausmaßen. Das gerade veröffentlichte Lucas-Cranach-Archiv hat es sich zum Ziel gemacht, langfristig alle noch erhaltenen Arbeiten des Künstlers inklusive Varianten und Vorstufen ins Netz zu stellen.

Das Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf und der Fachhochschule Köln, das jetzt unter lucascranach.org online gegangen ist, zeigt aktuell das Ergebnis von zwei Jahren Forschungsarbeit. Derzeit enthält das Online-Archiv rund 400 Gemälde und Tausende von zusätzlichen Abbildungen und Dokumenten.    [...mehr]


Kaum zu glauben, dass sich bislang weltweit nicht eine einzige Ausstellung mit einem der großen Pioniere des Zeichentrickfilms beschäftigt hat. Diese Lücke schließt jetzt das Museum Burg Wissem unter dem Titel „Winsor McCay: Comics, Filme, Träume“. Zu sehen gibt es Originalzeichnungen und Kurzfilme.

Kein Geringerer als Walt Disney zählte Winsor McCay zu seinen großen Vorbildern, und das hat seinen guten Grund. Ohne den 1869 geborenen Cartoonisten wäre die Geschichte des Zeichentrickfilms, aber auch des Comics vermutlich anders verlaufen. Bis heute gilt sein Klassiker „Gertie the Dinosaur“ als Urform des Animationskinos.    [...mehr]


Vor ein paar Jahren gab es in Berlin eine Ausstellung mit Arbeiten von Terry Richardson zu sehen, die den bezeichnenden Titel „Too much“ trug. Zuviel des Guten ist so ziemlich jedes seiner Motive, und das macht gerade auch den Reiz dieses Fotografen aus, der auch gerne selber in provokanten Posen vor die Kamera tritt. Jetzt veröffentlicht er einen Bildband mit Aufnahmen von Lady Gaga.

Eine passendere Paarung lässt sich kaum denken. Lady Gaga, das extrovertierte, schrill-bunte, meist halbnackte und nie geschmackssichere Pop-Kunstwesen und Terry Richardson, der spätpubertäre Brillenträger mit Vorliebe für „Jackass“ und triviale Provokationsszenarien erstellen einen gemeinsamen Fotoband mit Gaga vor und Richardson hinter der Kamera. Das Resultat ist entsprechend.    [...mehr]


Die sogenannten Nanas gehören sicherlich zu ihren bekanntesten Arbeiten, denn die großformatigen bunten Frauenskulpturen werden in der öffentlichen Wahrnehmung am ehesten mit Niki de Saint Phalle verbunden. Wie viel reicher ihr Schaffen darüber hinaus jedoch war, zeigt jetzt eine Ausstellung im Max Ernst Museum.

Ein Nervenzusammenbruch, den sie mit gerade einmal 23 Jahren erlitt, und die darauf folgende Therapie waren die eigentlichen Auslöser für Niki de Saint Phalles Wende zur Kunst. Anfangs orientierte sie sich noch an der naiven Malerei, später entwickelte sie ganz eigene Ausdrucksformen und Stile.    [...mehr]


Ob nun Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch der bekannteste und bedeutendste Schweizer Autor des 20. Jahrhunderts war, darüber lässt sich streiten. Letzterem ist jetzt eine umfangreiche multimediale Ausstellung gewidmet, die erstmals einen Einblick in das bislang unveröffentlicht gebliebene „Berliner Journal“ ermöglicht.

Die erste Begegnung mit Max Frisch hatten die meisten aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schule. „Andorra“, „Homo Faber“ oder „Biedermann und die Brandstifter“ gehören seit einer gefühlten Ewigkeit zum allgemeinen Kanon des Deutschunterrichts, und daran wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht viel ändern.    [...mehr]


Thriller aus nordischen Gefilden sind seit einer ganzen Weile echte Renner. Das Wetter ist ebenso kalt wie das moralische Empfinden der meisten Figuren, und so verbirgt sich hinter der Oberfläche aus Mord und Korruption oftmals ein ziemlich unangenehmes, aber ebenso zeitgemäßes Sittenbild. Jo Nesbo gehört zu den Stars der Szene. Jetzt kommt erstmals einer seiner Romane auch ins Kino.

Man muss eine Hauptfigur nicht mögen, um Vergnügen daran zu haben, sie über mehrere hundert Seiten oder Minuten hinweg zu begleiten. Roger Brown, der misanthrope Protagonist in Jo Nesbos Bestseller „Headhunter“ gehört zu diesem Typus. Doch wie der Zyniker vom Jäger zum Gejagten wird, ist allemal fesselnd und zudem echter Kinostoff.    [...mehr]


Einer der national wie international renommiertesten Kunstpreise geht dieses Jahr an den bereits 80-jährigen US-Amerikaner John Baldessari. Zuletzt war der Maler und Konzeptkünstler 2009 bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Wem moderne Kunst schon immer auf den Keks gegangen ist, für den hat John Baldessari genau das richtige Rezept. Als Basis der Installation „The Cremation Project“ hatte er 1970 alle seine Gemälde, die zwischen 1953 und 1966 entstanden waren, einfach verbrannt und ihre Asche zu Keksen verarbeitet. Das daraus resultierende Werk bestand aus einer Bronzeplakette, die Entstehungs- und Vernichtungsdatum aller Arbeiten listetet, sowie das Rezept zur Herstellung des Gebäcks.    [...mehr]


1996 fand Edvard Munch schlagartig Eingang in die Popkultur. Für seinen ironischen Horrorfilm „Scream“ hatte sich Regisseur Wes Craven den berühmten „Schrei“ des norwegischen Malers zum Vorbild für die Maske eines Serienkillers genommen. Seitdem kennt das verzerrte Gesicht jeder, und bis heute ist es ein beliebtes Kostüm an Halloween und Karneval. Wer den großen Expressionisten lieber ohne Umwege kennen lernen will, hat im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung ab dem 9. Februar Gelegenheit dazu.

Rund 140 Exponate kündigt die Kunsthalle Schirn an, darunter eine ganze Reihe von Gemälden, Fotografien, Stichen, Zeichnungen, Skulpturen und Filmen, die es in Deutschland zuvor noch nie zu sehen gegeben hat. Entstanden ist „Edvard Munch: Der moderne Blick“ in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou Musée National d’Art Moderne in Paris und dem Munch Museet in Oslo.    [...mehr]


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