Beiträge vom: Mai, 2008

Autor: Sandra

Graffiti © Nickolette22 /flickr border=

Bunt, schwarz-weiß, ironisch, einfach amüsant oder politisch- jedem Stadtbewohner sind die Bilder und Plakate in gesprühter Form bekannt. Dem einen sind sie ein Dorn im Auge, dem anderen eine tägliche Freude. Hier soll nun der Auftakt zu einer Reihe für die Straßen-Kunst gemacht werden.

Stencil, by Switch1010, www.flickr.comOb Graffiti und Stencils (gesprühte Bilder nach einer Vorlage) als Kunst anerkannt werden können, führte in der Vergangenheit und der Gegenwart immer wieder zu Kontroversen. Die einen meinen, das fiele unter Beschädigung und Verschmutzung von öffentlichem Eigentum. Die anderen erwidern, von Beschädigung könne keine Rede sein, vielmehr gehe es um künstlerische Äußerungen im öffentlichen Raum. Seit dem Export der Graffiti-Kultur während der 70 er Jahre aus den USA, entwickelten sich vor allem in den Großstädten wie Paris, London, Berlin völlig neue Ausdrucksformen. Weltweit jedoch ist Graffiti mit all seinen weiteren Erscheinungsformen aus der urbanen Jugendkultur nicht mehr wegzudenken. Neben dem Writing, bei dem die Gestaltung des Namens die eigentliche Komposition bestimmt, trat stärker noch die Ausarbeitung eines bildlichen Motivs in den Vordergrund. Doch welcher dieser Richtungen die Graffiti-Künstler auch angehören, ihre Bilder prägen entscheidend das Stadtbild. Ob nun in Bahnunterführungen, oder auf Zügen, Wänden oder anderen Oberflächen, überall finden sich Graffitis und Stencils und betimmen damit unsere Wahrnehmung des öffentlichen Raums.

Da jedoch das Anbringen von Graffitis strafrechtlich verfolgt wird, birgt dies für die Akteure hohe Risiken. Möglicherweise vor diesem Hintergrund hat sich eine verwandte, jedoch in der Gestaltungsform andere Gattung heraus entwickelt, das Paste-Up oder Sticker, die gemeinsam mit den Stencils, der Streetart zugerechnet werden. Dabei handelt es sich um Motive, die auf Papier gedruckt oder gemalt werden und schließlich mit Kleister auf öffentliche Flächen angebracht werden. Da sich diese rückstandslos wieder entfernen lassen, macht man sich dabei höchstens Feinde, begeht aber keine illegale Handlung. Die oftmals kritischen Sticker nehmen gerne Bezug zu dem entsprechendem Umraum und Untergrund und sind aufgrund der praktikableren Größe auch flexibler anzubringen. Also, Augen auf!

Sticker, by Glutnix, www.flickr.com

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Autor: Sandra

Wald, by viewoftheworld,www.flickr.com

Endlich macht es wieder Spaß draußen zu sein. Spaziergänge, Rad fahren oder einfach nur mal wieder im Park zu liegen und es sich gut gehen lassen. An diesem Wochenende, sollte das Wetter es gut mit uns meinen, sollte man genau dies tun und dabei den “europäischen Tag der Parke” feierlich begehen.
Noch nie von dem Tag der Parke gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht, doch schon seit 1999 feiert man diesen Tag. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von der Organisation EuroParc, die sich für den Schutz der europäischen Naturschutzgebiete einsetzt. Das Datum geht auf den Gründungstag des 1. europäischen Nationalpark am 24. Mai 1909 in Schweden zurück und seitdem finden in 34 europäischen Ländern unterschiedliche Aktivitäten rund um die Natur statt.
Dieses Jahr feiert der europäische Tag der Parke sein 10-jähriges Jubiläum, was natürlich besonders Anlaß gibt, sich dieses Wochenende auf ins Grüne zu machen. Europaweit wurden Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate von EuroParc dazu aufgerufen, mit kreativen Ideen Besucher auf die Besonderheit ihrer Landschaft aufmerksam zu machen und sie gleichzeitig für die bedrohliche Situation der Tier- und Pflanzenwelt zu sensibilisieren. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um den Klimawandel, stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Artenvielfalt der heimischen Wälder und Naturlandschaften zu erhalten.

Derzeit gibt es in Deutschland 14 Nationalparks, 14 Biosphärenreservate und 94 Naturparke, die bemüht sindEichhörnchen, by mandj98,www.flickr.com bei den Bürgern Interesse zu wecken. Das scheint ihnen auch zu gelingen zu können, denn die Besucher erwarten Naturerlebnisse der besonderen Art. Neben Ausflügen und Wanderungen, finden sich auch viele Kreativangebote, die vor allem für Familien geeignet sind. Das Wochenende ist wohl gerettet, und mit etwas mehr Engagement von unserer Seite könnte das die Umwelt auch sein. Informationen über Aktionen in Naturparken findet man u.a. auf der Homepage der Föderation Europarc oder den Internetseiten der Naturparke aus der eigenen Region, wie zum Beispiel der Eifel.    [...mehr]


Autor: Sandra

 

U-Bahn, by chaosinjune, www.flickr.com

Die “Linie 1″- das erfolgreichste deutsche Rock- Musical fährt nach Aachen. Vom 02. bis zum 25. Mai führt das Ensemble des Aachener Das Da Theaters Die Linie 1 im Theater in der Liebigstraße wieder auf. Im April 1986 wurde die musikalische Revue vom legendären Kinder- und Jugendtheater GRIPS aus Berlin uraufgeführt und wird seitdem von vielen Theaterbühnen und vor allem Theater-AG’s immer wieder gern gespielt. Die Musik zu dem Stück wurde von Birger Heymann gemeinsam mit der Rock Band “No Ticket” geschrieben und sorgte für den authentischen Sound Großstadt zur Zeit der 80er Jahre. Beatsteak haben sogar einen Song aus dem Stück gecovert.

U-Bahnhof, by *solarikon*, www.flickr.com

Die Geschichte des Musicals erzählt von einem Mädchen vom Land, das sich während eines Konzerts in ihrer Heimatstadt unsterblich in den Frontmann Johnnie verliebt. Kurz darauf reißt sie von zu Hause auf, und macht sich in der Hoffnung ihren Schwarm zu finden, auf nach Berlin. Das Stück spielt größtenteils im Inneren der U- Bahnlinie 1, die damals noch durch den Westteil der Stadt verlief und nach der das Musical auch benannt ist. Dem Mädchen begegnen während der Fahrt die unterschiedlichsten Menschen, die durch ihr naives Wesen teilweise aus ihrem Großstadttrott aufgerüttelt werden. Sie schließt Freundschaften, erlebt dramatische Momente und muss mit einiger Enttäuschung feststellen, dass ihr Johnnie wohl doch kein Märchenprinz ist. Doch auch wenn die Geschichte etwas kitschig anmutet, gelang es der Inszenierung des GRIPS-Theater durchaus ein lebendiges Bild von der Jugendlichen auf die Bühne zu bringen, die sich in der Großstadtwelt verloren fühlen. Gerade mit Kreuzberg, dem Viertel durch das die Linie 1 zur Zeit der Uraufführung fuhr, bot sich in dem Bahnwagon eine spannende Mischung der Kiezbewohner. Das GRIPS-Theater ist nicht zuletzt bekannt für seinen sozialpolitischen Ansatz. Es entwickelt Stücke, “in denen die Zuschauer sich wiedererkennen und die ihnen helfen sollen, ihre soziale Phantasie zu entwickeln, ihre Umwelt besser zu durchschauen und verändern.” (www.grips-theater.de)    [...mehr]


Autor: Sandra

Anthem Heart@Still in Style, by Karlfrankowski, www.flickr.com

“Früher ja, da war das alles noch anders…” Wie oft hat man das schon von den Verwandten zu hören bekommen. Doch was meinen sie eigentlich damit? Dass die Jugend von damals tatsächlich netter gewesen ist? Oder dass vielleicht eher die Mode ansprechender war? Wie auch immer: Früher war alles besser, das ist ja schon mal klar. Und wie ist es heute?

Die Jugendkultur unseres Jahrzehnts läßt sich schwierig benennen, geschweige denn noch interpretieren. Dafür sind die Erscheinungsformen zu vielseitig, und kaum noch voneinander abzugrenzen. Die Jugend fällt gerne auf. Auf welche Art auch immer. Das war schon zu meinen Zeiten so. Nicht weiter verwerflich, schließlich bedeutet der eigene Stil ja auch damit der Öffentlichkeit einen Teil von sich preiszugeben. Die Art sich zu kleiden, feiern zu gehen oder auch Subkultur zu zelebrierenStreet Style 5, by Wahaba, www.flickr.com gehorcht mittlerweile keinen starren Regeln mehr. Die soziale Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe scheint weitestgehend aufgelöst zu sein. Damals war man “Punk” oder “Hippie” und das bezog sich auf die gesamte Erscheinung. Mittlerweile kann man beides zur gleichen Zeit sein, ohne danach auch nur auszusehen. Selbst politische Symbole vereinnahmt die Modeindustrie und verkauft Palästinensertücher ohne dass die Träger, von deren identifikationsstiftenden Bedeutung wissen.

Die Mode greift in weit mehr ein, als nur in die Entscheidung, welches Oberteil gut zur Hose passt. Die Kombination aus Chucks, Röhrenjeans und Totenkopf - Shirt zum Beispiel lässt einen neuen Stil entstehen, der den älteren Generationen zwar vertraut scheint, die Kids sich jedoch durchaus Neu erfunden haben. Ihr Stil ist es in erster Linie, keinem eindeutigen Stil zugeordnet zu werden. Auch Mode- Lables, haben es sich zum Ziel gemacht, dem Markenfetischismus und damit einer einzigen Richtung abzuschwören. “Aus der Szene für die Szene” ist zum Beispiel das Motto von “A better Tomorrow”, einem jungen Designer Label. Alles ist erlaubt. Hauptsache es hat Style. Inwiefern damit auch die Haltung austauschbar und variierbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Red Fanatic, by Kalandrakas, www.flickr.com

 

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Autor: Hendrik

Deutschland ist geistreich und erfinderisch, aber auch kulturell. Daher begeht Deutschland am 18. Mai den Internationalen Museumstag. Die Museen sind bundesweit aufgerufen, am internationalen Museumstag unter dem Motto „Museen und gesellschaftlicher Wandel“ teilzunehmen. Denn insbesondere die Museen prägen die deutsche Kulturlandschaft. Sie sind das kulturelle Erbe der Menschheit. Sie sind der Einblick in die Zeitgeschichte.

Tag der Museen © Flickr srboisvert

Der Internationale Museumstag misst den deutschen Museen eine Bedeutung bei. Eine Bedeutung, die sie in der Kultur und der Gesellschaft einnehmen sollen. Dabei ist die deutsche Museumslandschaft mit über 6.000 Museen vielfältig. Und die Menschen sollen ermutigt werden, die historischen Schätze der Zeitgeschichte zu entdecken. Denn Geschichte wird in den Museen geschrieben.

Der Internationale Museumstag beleuchtet in diesem Jahr die Beziehung zwischen den Museen und den Menschen. Denn die Museen werden zunehmend personalisiert. Der persönliche Dialog zwischen Museen und deren Besuchern steht im Vordergrund. Denn auch die Ansprüche an einem Museumsbesuch unterliegen dem Wandel der Zeit.

Die Museen und deren Bestände machen die kulturelle Vielfalt greifbar. Und am 18. Mai kann in die Welt der Museen eingetaucht werden. Die bundesweiten Museumsaktionen und deren begleitenden Events sind unter http://www.museumstag.de/contenido/museumsaktionen/ zu finden.    [...mehr]


Autor: Sandra

Erykah Badu, New Amerykah

Erykah Badus neues Album New Amerykah Part One (4th World War) ist erschienen und ohne übertreiben zu wollen, setzt sie damit ein weiteres Mal neue Maßstäbe.

Abgesehen von ihrer nach wie vor schönen Erscheinung, zeigt sich die Musikerin seit ihrem letzten Album World Wide Underground vor 5 Jahren musikalisch in einem neuem Gewand. Folgte jene Platte eher dem Groove eines Jams, entstand das jetzige Album laut Aussage der Sängerin aufgrund ihrer intensiven Auseinandersetzung mit zahlreichen Mixtapes. Unter anderem konnte sie auf Material des legendären JDilla zurück greifen. Nicht schlecht, denkt man sich da, doch damit noch nicht genug. Die Queen des Neo-Souls sammelte zur musikalischen Unterstützung die Creme de la Creme von Produzenten und Musikern der Hip Hop Szene in ihrem Studio um sich. Es ist schlichtweg unvorstellbar, dass bei einer Kollaboration von Künstlern wie 9th Wonder, Madlib, Sa-Ra, Karriem Riggins oder James Poyser keine außergewöhnliches Album entsteht. Und so finden sich auf dieser Perle Anleihen an die Vergangenheit der Black Music wie auch äußerst avantgardistischen Klangwelten, meisterhaft produziert und musikalisch dargeboten.

Inhaltlich geht Badu auf dem Konzeptalbum streng mit ihrem Heimatland ins Gericht. Der riesige Afro, den sie auf dem Cover trägt, besteht aus zahlreichen Symbolen der modernen Kultur, wie Waffen, Dollars, und Ketten, die ihrer Überzeugung nach den Zustand unserer Welt beschreiben. Sie thematisiert auf dem Album die alltäglichen Probleme schwarzer Jugendliche und ihrer Verstrickung in Drogensucht und Arbeitslosigkeit, für deren musikalischen Hoffnungsträger Badu den Hip Hop hält. Im Grunde vereint sie auf diesem Konzeptalbum den politischen und spirituellen Beitrag, den Musik zu leisten im Stande ist.

Erykah Badu in London, www.erykah-badu.com

Beeindruckt hat mich vor allem ihr ganz praktisches Engagement:”I try not to preach, but to reach…”, so die Musikerin. Aus dem Verkauf ihrer Konzerttickets fließt jeweils 1 $ an ihre Organisation B.L.I.N.D -Beautiful Love Incorporated Non-Profit Development. Ansässig in Dallas, dem Heimatort von Erykah Badu, hat sich B.L.I.N.D der Aufgabe verschrieben in dem Ort die kulturelle Szene wieder zu beleben. Das wird ihr wohl gelungen sein, denn sie lud namenhafte Freunde und Bekannte ein, wie Jill Scott, Prince, Snoop Dogg u.a. dazu ein, in dem Black Forrest Theater zu performen. FOR FREE! Darüber hinaus fördert B.L.I.N.D vor allem junge Leute, indem ihnen Instrumentalunterricht, Theater, Kunst- oder Tanzkurse angeboten werden. Möglicherweise entwickelt sich dort eine viel versprechende Taltentschmiede?

Wie auch immer, die europäischen Fans werden nicht allzu lange darauf warten müssen, Erykah Badu live sehen und hören zu können. Ab dem 25. Juni startet sie mit ihrer Europa-Tour, und ein wirkliches Sahnehäppchen dürften die Opener ihrer Show sein. Keine geringeren als die Roots, stellen bei der Gelegenheit ihr neues Album “Rising Down” vor. So schlägt man mindestens mal drei Fliegen mit einer Klappe und der Vereinigung von Soul & Hip Hop & Graswurzelrevolution darf freudig entgegen gesehen werden.

Erykah Badu Konzert in Moskau 2008, www.erykah-badu.com

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