Beiträge vom: Juni, 2008

Autor: Effi

Theater ist seit jeher eine Kunst. Eine Kunst vor allem, weil Theater eine ganze besondere Form ist auf die Welt mit all ihren politischen, sozialen und gesellschaftlichen Facetten in einer Weise zu antworten, die es nicht nur den Zuschauenden sondern auch den Schauspielenden möglich macht, sich selbst und die Welt besser zu verstehen.

Genau das hat sich auch das Theaterprojekt aufBruch gedacht. Seit mehr als zehn Jahren inszeniert aufBruch in Kooperation mit der Volksbühne Berlin zusammen mit den Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Tegel.

“Die Institution Gefängnis gilt aufBruch als Beispiel par excellence: Indem sie den Gefangenen aus der Gesellschaft ausschliesst, schafft sie innerhalb ihrer Mauern selbige unter Ausschluss der Öffentlichkeit neu. Dies ist der Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung aufBruchs”, heißt es auf der Webseite von aufBruch.

Noch bis zum 11.07.08 spielt das Ensemble des Gefangenentheaters im Freiganghof der JVA Tegel jeweils mittwochs und freitags “Spartacus”. Dabei bedient sich Regisseur Peter Atanassow verschiedenen Versionen der Spartacus-Saga und vereint Texte von Arthur Koestler, Brecht und Heiner Müller miteinander, die er von drei verschiedenen Spartacus-Protagonisten seines Ensembles interpretieren lässt.

Gerade die Legende um den Gladiatoren Spartacus, der gegen das römische Establishment kämpft und eine Befreiung der Sklaven will, erscheint umso imposanter, weil sie von Gefangenen in einem Gefängnis gespielt wird. Die Erfahrung wird durch den bespielten Raum, der Freiganghof der JVA umso beeindruckender.

Nimand sollte sich diese großartige Insezienierung entgehen lassen. Allerdings gibt es keine Karten im Vorverkauf, sondern nur direkt bei der Volksbühne Berlin unter Vorlage des Personalausweises. Der Aufwand lohnt sich auf alle Fälle.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Kultur pur - der Christopher Street Day in Köln wird einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation des schwulen Kulturgefühls beitragen können. Ähnlich wie das Ladyfest ist der CSD ursprünglich aus Amerika nach Deutschland gekommen, wo er in den Großstädten Hamburg, Berlin und Köln ein fester Bestandteil des Festival-Kalenders geworden ist.

Momentan 76 Gruppen werden am Sonntag den 6. Juli an der Abschlussparade durch die Kölner Innenstadt teilnehmen. Eine Abschlusskundgebung ist am Heumarkt geplant.

CSD in Köln © flickr / norbert_blech

Der Umzug mag manche Menschen stören, da die schrillen Kostüme und teils aufdringlichen Menschen nicht jedermanns Sache sind, gerade Deutschland hat so eine Parade meiner Meinung nach bitter nötig. Es hat sich einiges in Sachen Toleranz gebessert, seit die Globalisierung Deutschland überrollte und die alten Ansichten zwangsreformiert wurden (das ist nicht pauschal “gut”, aber hat hier geholfen), trotzdem ist es noch nicht soweit, als dass man von einer offenen Gesellschaft sprechen könnte.

Der mediale Fokus verschiebt sich mittlerweile von dem Hype der Schwulenbewegung von vor ein paar Jahren wieder Richtung anderer Themen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass sich diese in Teilen Deutschlands immer noch nicht akzeptierte Minderheit bemerkbar macht.

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Autor: Hendrik

Fête de la Musique in Berlin flickr ©claytron

Aus 600 Bands und 70 Bühnen setzt sich in diesem Jahr das Programm von Fête de la Musique in Berlin zusammen. Während die einen Zuhörer die diesjährige Sommer-Sonnen-Wende feiern, wollen andere einfach nur die Musikkultur der Hauptstadt genießen.

An diesem Tag hat man als Zuhörer endlich einmal das Gefühl, dass Musik zurückfindet zu ihren Ursprüngen, denn beim Fête de la Musique wird Amateuren und Berufsmusiker gleichermaßen eine Plattform geboten. Junge, aufstrebende Bands haben zum ersten Mal die Gelegenheit ihre Musik vor einem größeren Publikum zu präsentieren und die Hoffnung auf Entdeckung schwingt bei jedem Künstler insgeheim mit. Für die Besucher lohnt sich das Fête de la Musique allemal, enthält es doch alle Facetten des multikulturellen Berlins.

Die Veranstaltung hat am 21. Juni 1982 dank des französischen Kulturministers Jack Lang seinen Anfang gefunden, der das Event damals ins Leben rief. Inzwischen gehört es seit Jahren zum Kulturkalender der Hauptstadt und begeistert Tausende von begeisterten Zuhörern. Wer dann immer noch nicht genug vom Musik hören hat, kann beim Fête de la Nuit in den Clubs weiterfeiern.

Fête de la Musique in Berlin

21. Juni 2008    [...mehr]


Autor: Sandra

Candy Girls, by Ben Wolf, myspace.com

Hot, Cool & Bitchy - So zeigen sich seit dem 19. Mai die 4 Candy Girls: Kira, Soffy, Clementine und Lola auf einer eigens für die Soap erstellten My Space Seite. Sie sind jung, sexy und leben in Berlin. Ihr gemeinsamer Lebensmittelpunkt ist der Club 103 in Kreuzberg. Da arbeiten sie und hängen rum. Jede von ihnen bedient einen gewissen Typus, ob naiv/unschuldig oder tough und rotzig. Die Episoden sind nie länger als fünf Minunten und handeln vom Nachtleben, Stress in der Liebe, Drogen, Sex und dem ganz normalen Wahnsinn. Das alles ist eigens für das Internet konzipiert und produziert worden. Diese “Webisode”, wie sie in den USA genannt werden, haben das Ziel vor allem die Internetaffine Jugend anzusprechen und dabei spielt vor allem die Interaktivität bei My Space eine große Rolle.

Candy Girls, by Ben Wolf, myspace.comJede der Schauspielerinnen hat ein eigenes Profil und kann mit ihren Fans oder Kriktikern direkt kommunitieren. Für die Regisseurin Miriam Dehne bedeutete dieses Format allerdings eine besondere filmische Herausforderung. Sie muss innerhalb von sehr kurzer Zeit, Geschichten entwickeln und den Charaktären Raum für ihre Darstellung geben. Ihr war es wichtig “in Sprache und Ästhetik an der Lebenswirklichkeit junger Menschen” dran zu sein. Unterstützend sind dabei die harten und schnellen Schnitte, unterlegt von Electro-Beats oder den wunderbaren melancholischen Songs von Kat Frankie. Die Musik verhilft dazu, einen in den Rausch der Nacht und den dazugehörigen Blues am Tag zu versetzen. Das wirkt durchaus gelungen. Wenn die Mädchen am hellichten Tag zusammen in das große Matrazenlager fallen, wirre und absurde Gespräche führen, dabei albern und aggressiv sind, erinnert das durchaus an die Stimmung während und nach der ein oder anderen durchgemachten NCandy Logo, by myspace.comacht.

Allerdings wird der Internet-Soap nicht nur Gutes nachgesagt. Ihre Kritiker, in der Regel sind das die My Space Nutzer selbst, halten die Aufmachung des Formats für billig und die Mädchen für oberflächlich. Sogar die Ausdrucksform findet keine Freunde. Zu pornografisch und prollig…es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, dass ausgerechnet die 7. Folge mit dem Gastauftritt von Lady Bitch Ray aufgrund zu obszöner Ausdrücke von My Space gesperrt worden ist. Ob sich die Candy Girls als Gegenentwurf zu den Ladies von Sex & the City eignen bleibt abzuwarten. Zumindest droht der Stoff für ein kurzweiliges Online-Amusement nicht auszugehen.    [...mehr]


Autor: Sandra

Galata Brücke, by Kavinc, flickr.com

Die diesjährige Biennale in Bonn steht ganz im Zeichen des Halbmonds. Das Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bildenden und darstellende Künste aus der Türkei zu präsentieren. Vom 14. bis zum 22. Juni sind in unterschiedlichen Spielstätten Bonns, wie dem Schauspiel Beuel, der Bundeskunsthalle oder dem Kunstverein, Theater-, Tanz- und Musikaufführungen, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen zu sehen. Ein Anliegen war es dabei der Türkei als Brücke zwischen dem Abend- und dem Morgenland, in all seinen Facetten und künstlerischen Entwicklungen gerecht zu werden und “einen Blick über die gängigen Klischees hinaus zu verschaffen”, heißt es in dem Festivalkonzept. Das dürfte wohl gelingen, denn das sowohl vielseitige, wie auch reichhaltige Programm bietet einem Gelegenheit einen Eindruck von dem zeitgenössischen türkischen Kunstszene zu verschaffen.

Kuppel, by Saad.Akthar, flickr.comEingeladen sind neben dem türkischen Staatstheater und Staatsballett auch eine Vielzahl von freischaffenden Künstlern, Musikern und Filmemachern, die über ihre Heimatgrenze hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Die Theateraufführungen werden meist simultan übersetzt und Filme mit deutschen Untertiteln gezeigt, so dass mangelnde Türkischkenntnisse kein Hindernis darstellen sollten. Als ein weiterer Programmpunkt fanden im Vorlauf zu der Biennale Veranstaltungen in Bildungsstätten, wie Bonner Schulen und der Universität statt. Vor dem Hintergrund der immer noch kontroversen Frage, um den EU-Beitritt der Türkei, wurde sich auf diesem Wege darum bemüht, ein tatsächliches Bild von dem Leben in der Türkei zu zeichnen und den möglichen kulturellen Zugewinn für Europa aufzuzeigen.

So zeigt zum Beispiel das Rheinische Landesmuseum in einer Sonderausstellung Schwarzweiß Bilder von Ara Güler, einem Fotografen von internationalen Rang, der als einer der bedeutendsten Chronisten der Türkei gilt. In seiner Heimatstadt wird er liebevoll “das Auge Istanbuls” genannt. Seine Fotografien zeigen auf bemerkenswert intensive Weise, das alltägliche Leben der Menschen in Istanbul und der Türkei. Er selbst bezeichnet sich als einen “visuellen Historiker”, dessen Portraits Geschichten von den Menschen erzählen. Also, für welche Veranstaltung man sich auch entscheiden mag, sehens- und hörenswert werden sie allemal sein. Schließlich hat Türkei hat neben Fußball noch so einiges zu bieten…

Kiosk, by eyeofeinstein, flickr.com

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Autor: Sandra


fliegender Ball, by rolu dsgn, flickr.com

Massimo Furlan trägt auf seinem Trikot die Nummer 9. Er rennt über das Spielfeld, jagt zum Tor, dribbelt, hebt die Arme, schießt, schwitzt und jubelt. Und das ganze über 90 Minuten- so lange wie ein Fußballspiel mindestens halt dauert.

Soweit scheint das ganze auch Sinn zu machen. In diesem Fall fehlt allerdings etwas entscheidendes. Der Spieler bewegt sich allein auf dem Fußballfeld und auch noch ohne einen Ball. Was wie eine Parodie auf ein Fußballspiel aussieht, stellt tatsächlich eine Performance des Künstlers Massimo Furlan dar. Auf Einladung der Wiener Festwochen, die vom 09. Mai bis zum 15. Juni stattfinden, tritt der Schweizer in der Rolle des damaligen Torschützen Hans Krankl in Aktion. Er spielt die Begegnung zwischen Deutschland und Österreich zur WM 1978 in Argentinien nach.

Anhand von Videoaufzeichnungen hat er sämtliche Bewegungen des Vorbilds studiert und vollführt diese wie eine Choreographie vor dem Publikum. Sogar die Kommentare werden mit Original-Aufnahmen und denen des Sohnes von dem einstigen Kommentator zusammengeschnitten. Deutschland unterlag damals mit 2:3 und Österreich hat den Mittelstürmer Krankl wochenlang als Nationalhelden gefeiert. Sportlich anzusehen ist der Künstler dagegen eher nicht, also wird mit seiner Performance weder ästhetischen noch sportlichen Ansprüchen genügt. Doch um was geht es dann dem Italo-Schweizer Furlan bei dieser Inszenierung? Nach seiner eigenen Aussage fasziniert ihn Fußball schon seit seiner Kindheit. Bei diesem Spiel sei alles vorhanden, was auch für das Theater so bedeutend sei: “So ein Match ist etwas sehr theatralisches. Da sind eine Dramaturgie, Emotionen, Symbolik.”

Wie recht er damit hat, dürfte sich wohl auch am Montag zeigen. Dann stehen sich wieder einmal die beiden Mannschaften gegenüber. Doch dieses Mal kennen den Ausgang von Österreich vs. Deutschland wohl nur die Götter…

Fußballfieber, by Seeding-Chaos, flickr.com

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Autor: Effi

Was ist ein Yuppie? Ein Yuppie ist ein Yuppie, also: Einer der sich zu fein ist in Neukölln eine Currywurst zu essen. Ein Yuppie ist jemand, der darauf steht Kohle zu haben, aber selten weiß, was Stil ist. Ein Yuppie ist meistens ein schnöseliger Anzugträger, der eine Freundin hat, die über und über mit protzigem völlig unsubtilen Schmuck behangen ist und außerdem zuviel ins Sonnenstudio geht, was der Yuppie im übrigen auch tut.

Der Begriff Yuppie, also “Young Urban Professionell”, stammt aus den 80er Jahren. Er wird vor allem auf den Journalisten Joseph Epstein zurückgeführt, der mit dem Yuppie eine neue, amerikanische kulturelle Klasse beschreiben wollte: Die des jungen aufstrebenden, sozial zwar liberalen, aber trotzdem konservativen Bürgers. Doch der Yuppie gehört zu einer austerbenden Spezies, aus dem einfachen Grund, dass sich Gesellschaften verändern, und somit auch gesellschaftliche Klassen. In letzter Zeit schwirren aber neue Abkürzungen durch die Medien, die versuchen neu soziologische Klassen zu beschreiben.

Eine davon sind die sogenannten LoHaS. LoHaS steht für “Life of Health and Sustainibility”. Der Begriff beschreibt eine neue Klasse von Menschen, die versuchen gesundes Leben mit dem Leitbild der Nachhaltigkeit zu verbinden, sich aber vom klassischen “Öko” abgrenzen. So werden zum Beispiel Leonardo di Caprio und Natalie Portman zu dieser Gruppierung gezählt. Di Caprio, der sich für den Klimaschutz einsetzt, propagiert diesen Lebensstil auf seiner Webseite. Ebenso vertritt Natalie Portman diese Leitbilder und wirbt für eine vegane Schuhkollektion. Sie selbst ist überzeugte Vegetarierin.

Mit dem Begriff des BoBo beschreibt man eine weitere kulturelle Gruppierung. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern “bourgeois” und “bohemian” zusammen und beschreibt damit eine neue kreative Oberschicht, die die Werte der Bohemes mit denen des Bürgertum verbindet. Der JournalistDavid Brooks beschreibt in seinem Buch “Bobo’s in Paradise”,was genau mit diesem Begriff gemeint ist und welche Menschen dazu gezählt werden.

In vielen Großstädten spricht man inzwischen schon von BoBo-Bezirken. Prenzlauer Berg in Berlin, das Viertel um den Naschmarkt in Wien oder Williamsburg in New York gehören zu sogenannten BoBo-Bezirken. BoBos arbeiten meist in sogenannten kreativen Berufen und teilen damit Elemente, die man früher der klassischen Bohème zugesprochen hat. Im Gegensatz zu diesen sind BoBos aber selten arm, und teilen außerdem die manchmal sehr konservativen Haltungen des klassischen Bürgertums und der Mittelschicht, wählen nicht selten konservative Parteien und pflegen einen bürgerlichen Lebensstil, der mit den oft am Existenzminimum kratzenden klassischen Bohème nichts gemein hat.



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Autor: Sandra

Prince, by kulture.culte, www.flickr.com

Ein halbes Jahrhundert ist er nun alt. Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen. Der meiner Meinung nach einzig überlebende Superstar der 80er Jahre- na, meinetwegen noch David Bowie - feierte am 07. Juni seinen 50. Geburtstag.

Die runden Geburtstage, die ich so miterlebt habe, dürften dieser Party wohl kaum das Wasser reichen. Wie auch immer, Prince ist unbestritten eine Stilikone und ein phantastischer Musiker, dessen Diskografie auf Wikipedia eine eigene Seite erfordert. Nur damit man eine Vorstellung von der außergewöhnlichen Produktivität dieses Musikers erhält. Er ist ein wirklich Multitalent, alle Instrumentals auf seinen Alben werden von ihm selbst eingespielt, ebenso schreibt er die Texte und ist auch für das Arrangement und die Produktion alleine verantwortlich. Vor allem seine Selbstdarstellung hat mich schon immer fasziniert. Sein androgynes Aussehen, gepaart mit seinen schrillen Outfits und den gerne lasziven Auftritten- ein echter Genuß.

Symbol, by Nico3000, www.flickr.comDie Liste seiner Auszeichnungen ist lang, mehr als 100 Preise soll er erhalten haben. 2004 wurde er mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame geehrt und zwei Jahre später war es dann auch in der UK Music Hall of Fame soweit. Auf der Liste derer, mit denen er zusammen gearbeitet hat, finden sich Namen von den ganz Großen aus jedem Genre: Miles Davis, Maceo Parker, George Benson, Madonna, Earth Wind & Fire, Carlos Santana u.v.a. Prince gehört zu den Musikern, die sich in nahezu jedem Stil- Rock, Pop, R’nB, Funk, Jazz - bewegen und nach wie vor einen großen Einfluß auf heutige Künstler, wie zum Beispiel Alicia Keys hat. Also, auf ihn und weitere Jahre der musikalischen Erquickung.




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Autor: Hendrik

Ein aus den USA importiertes Musikphänomen hat sich seit gut 10 Jahren auch in Deutschland etabliert. (20 Jahre, je nachdem, wie man “etablieren” definiert) Klar, jeder kennt 50 Cent und mit ein bisschen Nachdenken auch Azad (Prison Break Song) - aber wer praktiziert / hört hierzulande eigentlich ernsthaft deutschen Rap?

Image-Utensil Nr. 1 © flickr / themesbVerwöhnte Kids - Niemand! - verwöhnte Kids - Die Unterschicht! - verwöhnte … : HipHop/Rap als Sprachrohr der Unterdrückten und vom Staat Verlassenen, und als Mittel der Mittelstandskids, gegen die spießigen Eltern zu rebellieren - diese Formen gibt es in den USA und die gibt es auch hier.

Die Musikrichtung “deutscher Rap” auf diese zwei Klischees zu reduzieren, ist einfach, aber… blöd.    [...mehr]


Autor: Effi

Vor zwölf Jahren fand in Berlin die 1. Lange Nacht der Museen statt. Rückblickend berichtet Volker Hassemer in der Jubiläumsausgabe des Museumsjournals folgendes:

“Die erste lange Nacht kam, und der Himmel brach auf – nasskalt, und doch herrlich. Alle ließen sich mitreißen von der Lust am Erfolg: die Mitarbeiter der Museen, die Fahrer der hoffnungslos überlasteten Busse (»wer konnte denn ahnen, dass so viele…«), vor allem natürlich die Besucher. So tief die Temperaturen, so lang waren die Schlangen vor den Museen. Und die Gesichter der Wartenden freundlich, voller Erwartung. »Ins Museum nach Schließung«, das reizte. Das durchschlagende Erlebnis: Besucherschlangen!”

by jmaximo flickr

Dieses Jahr dürften die Temperaturen nicht ganz so eisig sein, wie damals. Schließlich findet die 23. Lange Nacht der Museen in Berlin dieses Jahr am 30. August sein, wo die Temperaturen noch erträglich sein dürften. An diesem Tag sind in Berlin wieder über 110 Museen, Archive und Gedenkstätten für das Publikum außerhalb der regulären Öffnungszeiten geöffnet und bietem mit einem kulturellen und kulinarischen Sonderprogramm etwas an, was der herkömmliche Museumbesuch nicht bietet.

Die diesjährige Lange Nacht der Museen steht unter dem Motto “Schlösser, Parks und Gärten”. Doch aufgepasst, denn tatsächlich lockt die “Loveparade der schönen Künste”, wie man die “Lange Nacht…” in Berlin inzwischen nennt, sehr viele Besucher an; durchschnittlich 150 000. Allerdings ist man mit Shuttle-Bussen gut auf den Besucherandrang vorbereitet, der insegsamt 60 Museen anfahren wird.

Am 30. August sollte man sich also nichts vornehmen, sondern stattdessen ins Museum gehen. Ein kleiner Trost für alle, die an diesem Tag nicht können: Alle Museen der Stadt sind auch an alles weiteren Tagen des Jahres geöffnet und können ganz in Ruhe besichtigt werden;-)

by jurek d. flickr

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