Beiträge vom: Dezember, 2008

Autor: Hendrik

Christoph Schlingensief bat ihm Januar 2007 zur Aufzeichnung einer unechten Talkshow. Cordula Kablitz-Post hat die Aktion begleitet und präsentiert nun den Film darüber.

Der Regisseur verwischt bei seinen Kunstaktionen Grenzen - zwischen Kunst und Politik beispielsweise, aber auch zwischen Realität und Inszenierung. In “Die Piloten - eine Talkshow in 6 Folgen, die nie ausgestrahlt wird” in der Akademie der Künste wollte er den Medienbetrieb ad absurdum führen und präsentierte eine Talkrunde, die sich vor allem durch Konzeptlosigkeit auszeichnen sollte. Das Gesprächsthema sollte im Nachhinein durch Schnitte herausgearbeitet werden.

Doch genau diese angebliche Konzeptlosigkeit war durchgeplant, wie der Film jetzt beweist. Der Provokationskünstler, der Filme gedreht hat, Talkmaster war und am Theater und in Bayreuth inszenierte, wollte mit dem Hinweis auf die Montagetechniken die Manipulation durch die Medien zeigen. In seiner Show entblößte er seine Gäste, die teils aus eingeweihten Schauspielern und teils aus unwissenden Partizipienten bestanden, und sich selbst. Schlingensief, der zu dieser Zeit mit der Erkrankung seines Vaters zu kämpfen hatte, ließ die Inszenierung mit dem Privatleben verschmelzen und wagte einen Blick auf die Mechanismen der Selbstdarstellung in den Medien - der seiner Gäste, im Allgemeinen und vor allem seiner eigenen.

Cordula Kablitz-Post hat mit Schlingensief bereits den legendären “Talk 2000″ entwickelt und ist eine der Regisseurinnen und Produzentinnen der Arte-Reihe “Durch die Nacht mit…”, in der zwei Prominente sich treffen und im Gespräch gemeinsam die nächtliche Stadt erfahren. Auch in dieser Sendung steht der private Blick hinter die Kulisse der Selbstdarstellung im Vordergrund.

Am ersten Januar 2009 kommt “Christoph Schlingensief - Die Piloten” in die Kinos.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg widmet sich einem der berühmtesten Generäle des zweiten Weltkrieges in einer Sonderausstellung.

Erwin Rommel © Wikipedia/Deutsches BundesarchivUm Generalfeldmarschall Erwin Rommel entstanden schon vor seinem Tod Legenden und Mythen. Von den Nazis wurde er wissentlich und willentlich für deren Propaganda- Maschinerie eingespannt, von den Alliierten wurde er als exzellenter Gegner geschätzt und nach dem Krieg von den Siegern wie von den Besiegten als Vertreter des Widerstandes und einen der bemerkenswertesten Generäle der Geschichte aufgebaut. Diesen mehreren Seiten von Rommels Medaille sollen in der Ausstellung “Mythos Rommel” nun beleuchtet werden.

In der Tat ist der “Wüstenfuchs” genannte General eine zutiefst ambivalente Figur mit einer vielschichtigen Biographie: Er war von der Person Hitlers fasziniert und ihm treu ergeben, verweigerte aber Befehle, die für den Berufssoldaten nichts mit ordentlicher Kriegsführung zu tun hatten. Er war listenreich im Krieg, wollte aber die Westfront öffnen, um ihn schneller beenden zu können, nachdem er sah, dass Hitlers Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Als Ikone des faschistischen Regimes wurde er von eben diesem in den Selbstmord getrieben.

Die Ausstellung im Haus der Geschichte direkt an der Stuttgarter Museumsmeile will dem Besucher keine Meinung aufdrängen, sondern zeigt die verschiedenen Aspekte, die sich durch die ausgestellten Memorabilien, die Begleittexte und den Katalog vor ihm ausbreiten. Dabei präsentieren zum Teil noch nie gezeigte Stücke sowohl den Feldherren als auch den privaten Rommel. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. August 2009 zu sehen.

Öffnungszeiten:

  • Dienstag, Mittwoch und Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
  • Donnerstag 10 bis 21 Uhr
  • Montag geschlossen

Eintritt:

  • Erwachsene 2,50 Euro
  • ermäßigt 1,50 Euro
  • Familien 4,00 Euro
  • Schüler frei
  • Freitags ist der Besuch ebenfalls frei



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Autor: Effi

Der heilige Abend naht. Nicht jedermensch’s Sache, denn Weihnachten ist ja nicht immer und unbedingt das Fest der Liebe. Schnell kann das Ganze auch in das Fest des Stresses und der handfesten Streitigkeiten ausarten. Manch einer der “nach Hause” zu den Eltern fährt, schläft im alten Kinderzimmer, wo die Füße aus dem einst passenden Jugendbett herausschauen; der Stress mit den Eltern ist vorprogrammiert, vor allem dann wenn man immer noch keinen festen Job hat und sein Geld im Internet verdient. Da würde man doch gern zu Hause bleiben, einfach gut essen gehen und anschließend tanzen und sich ordentlich betrinken.

Geht alles, geht sogar wunderbar, vorausgesetzt man lebt in Berlin und hat 45,- Euro auf Tasche, die jedoch garantiert gut investiert sind. Das französische Restaurant “La Cocotte” in Schöneberg bietet Heiligabend eine französische Weihnacht mit 5 Gängen feinstem französischen Essen, Live-Musik und ganz wundervoller Atmosphäre. Auf der Terrasse des “La Cocotte” steht Berlins ältester Mirabellenbaum. 100 Jahre ist er alt und verkörpert laut Besitzer Phillip Claudel eine alte Schöneberger Tradition: das Pflanzen von Obstbäumen im Vorgarten, die leider verlorengegangen ist.

Für die französische Weihnacht hat sich der Küchenchef etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

Frisée aux filets de lapereau (Kaninchenfilets auf Friseesalat mit Walnüssen und Croutons)
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Coquille Saint-Jacques gratinée (Gratinierte Jakobsmuscheln in den eigenen Muscheln)
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Magret de canette sauvage (Wildentenbrust auf gerüffelten Wirsingkohlroulade)
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Assiette de fromages (3 Rohmilchkäse Platte)
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Wer hier immernoch nicht auf den Geschmack gekommen ist, dem sei verraten, dass zwischen den Gängen Sekt und Champagner verlost wird. Prickelt schön! Ach ja, unbedingt reservieren, sonst wird das nichts mit französischer Weihnacht…    [...mehr]


Autor: Effi

Noch eine Woche, na ja ein bisschen länger. Noch eine Woche und dann ist Weihnachten. Die ersten Plätzchen sind gebacken, die ersten Geschenke besorgt. Damit das Fest der Liebe nicht doch in einem Fest des hysterischen Geschenkeauspackens und anschließendem Blockbuster-Guckens ausartet, gibt es hier ein paar Literaturhinweise. Denn Lesen und Vorlesen ist nicht nur für Kinder, und es muss ja auch nciht immer gleich die Original-Weihnachtsgeschichte aus der Bibel sein. Hier also ein paar kleine Tipps:

1. Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens:

Was wäre Eeihnachten ohne die Weihnachtsgeschichte von Dickens, in der es um fogendes geht: Der herzlose Srooge ist ein skupelloser Geschäftsmann, dem es nur um Profit geht. Doch in derNacht vor Weihnachten erscheinen ihm die drei Geister Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Diese Begegnung verändert Scrooges Leben von Grund auf…

2. Die Gabe der Weisen von O. Henry:

Die schönste und gleichzeitig traurigste Weihnachtsgeschichte der Welt. Della und James lieben sich, sind aber bettelarm und habe kein Geld Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Dewegen verkaufen sie ihre liebsten, persönlichen Kostbarkeiten, um davon Weihnachtsgeschenke zu kaufen. O. Henry beschreibt die Armut in den großen amerikanischen Städten um die Jahrhundertwende und zieht damit auch einen aktuellen Bogen zur aktuellen Lage in den USA.

3. Truman Capote’s Weihnachtserinnerungen

Der kleine Buddy und seine Freundin Sook läuten die Weihnachtszeit mit Früchtekuchen ein. Sie backen, kochen, sammeln, damit alles perfekt ist für den Weihnachtsabend. Dabei muss alles herhalten, was sich kreativ verarbeiten lässt. Denn Sook möchte, dass das Fenster des Wohnzimmers leuchten, “wie ein Baptistenfenster”. Goldengel werden aus Aluminiumpapier gebastelt, das schon monatelang von alten Hershey’s Riegeln gesammelt wurde; Capotes Weihnachtsgeschichten gehen unter die Haut.

Weihnachtsbaum am Heiligabend

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Autor: Hendrik

Die Musical-Version des Disney-Zeichentrickfilms “Tarzan” begeistert in Hamburg mit überragender Technik, glanzvollen Darstellungen und großartiger Musik.

Das neue Musical von Disney läuft seit Oktober 2008 im Theater “Neue Flora” in Hamburg. Die überwältigende Technik des Hauses hatte schon das “Phantom der Oper” zu einem spektakulären Erlebnis gemacht. Nun wird sie eingesetzt, um das Theater in einen Dschungel zu verwandeln.

Bereits vor Beginn der eigentlichen Aufführungen erklingt atmosphärische Musik und man hört das Knarzen eines Schiffes. Auf dem Vorhang hebt und senkt sich passend dazu die Projektion eben jenes Schiffes und der Zuschauer wird auf das Musical eingestimmt. Urplötzlich beginnt es und die Bühne wird atemberaubend in kürzester Zeit in eine Unterwasserwelt, einen Strand und den Regenwald transformiert. Die Bühnentechnik selbst bleibt die knappen drei Stunden, die “Tarzan” dauert, aufregend und bezieht den gesamten Saal mit ein. Die Darsteller schwingen sich an Lianen über den Köpfen des Publikums und scheinen zum Greifen nah. Die Technik allein ist schon den Besuch des Musicals wert.

Tarzan Musical © Flickr/dawvon

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Autor: Hendrik

Mit Spannung wird der dritte Band um Professor Robert Langdon erwartet, der sich dieses Mal mit Verschwörungstheorien der amerikanischen Geschichte beschäftigen soll.

Bereits zweimal tappte Robert Langdon in kirchliche Verschwörungen, die an der Basis der christlichen Religion ansetzten. In “Iluminati” (Original: “Angels & Demons”) musste er ein Komplott aufdecken, in dem der totgeglaubte Geheimbund der Iluminaten angeblich Rache üben will an der katholischen Kirche. Doch in Wahrheit ging es dem Drahtzieher darum, die Annäherung von Wissenschaft und Religion zu verhindern. Nach dem filmischen Erfolg des zweiten Bandes wird nun der erste auch verfilmt und im Mai 2009 in den Kinos erwartet.

Da Vinci Code © Flickr/Adonis ChenIn dem zweiten Band um den Professor, der auf deutsch “Sakrileg” heisst und gleichzeitig unter seinem englischen Titel “The Da Vinci Code” ebenso bekannt ist, geht es wieder um eine religiöse Verschwörungstheorie. Diesmal ist nichts geringeres als der Heilige Gral Dreh- und Angelpunkt der Story und wieder wartet der Autor Dan Brown mit einer Fülle von alternativen Lesarten der Kirchengeschichte auf. Dieser Band stellte für ihne den ersehnten Durchbruch dar und Dan Brown führte damit über Jahre die Spiegel Bestsellerliste an. Im Jahr 2006 folgte die Verfilmung des zweiten Bandes durch Ron Howard mit Tom Hanks, Jean Reno, Ian McKellen und Audrey Tautou.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Johann Wolfgang von Goethe ist unbestritten der größte deutsche Dichter. Seine Gedichte faszinieren und bewegen auch noch nach 180 Jahren.

An Goethe kommt wohl kein Schüler vorbei, seine Stücke werden so häufig aufgeführt, wie es ansonsten nur von Shakespeare bekannt ist. In seiner bewegten Geschichte, dass ihn von Frankfurt über Straßburg und Leipzig nach Weimar führte (nicht zu vergessen seine berühmte Italien-Reise), war er ursprünglich Dichter, Dramatiker, Naturwissenschaftler, Jurist, Theaterleiter, Kunsthistoriker und Minister - ein Allround-Talent in beinhahe schon der Tradition der Renaissance.

Goethe-Statue in Leipzig © Flickr/motograf

Neben den allseits bekannten Dramen, wie dem “Faust” oder “Götz von Berlichingen” und den ebenfalls vielbekannten Romanen “Die Leiden des jungen Werthers” und denen um Wilhelm Meister schrieb Goethe viele hundert Gedichte und Balladen, die Liste scheint schier unendlich.

Er schrieb einen Epilog zum “Lied von der Glocke” von Friedrich Schiller, mit dem er befreundet war. Seine beiden wohl bekanntesten Gedichte sind jedoch der “Erlkönig” und natürlich “Der Zauberlehrling”. Wem ist nicht “Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?” im Ohr oder “Walle! walle/Manche Strecke,/Daß, zum Zwecke,/Wasser fließe/Und mit reichem,/vollem Schwalle/Zu dem Bade sich ergieße”? Er widmete sich dem “König in Thule” und dem “Totentanz”, er gemahnte ” Laßt fahren hin das allzu Flüchtige” und befand: “Gedichte sind gemalte Fensterscheiben”.

Die Auswahl seiner Gedichte zeigt deutlich Goethes Geschick im Umgang mit Sprache und das er zu Recht das unerreichbare Ideal in der deutschen Literatur bleibt.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Jedes Jahr gibt die “Bank des Chinesischen Volkes” Sondermünzen heraus. Die Panda-Münzen sind sowohl finanziell als auch kulturell hoch begehrt.

Bereits seit 1982 gibt es die Anlagemünzen aus der Volkrepublik China. Auf der Vorderseite befindet sich immer die Prägung der Himmelspagode, auf der Rückseite jedoch sind jährlich wechselnde Bilder von Pandas zu sehen. Es gibt sie in Gold, Silber und Platin, in den ersten Jahren wurden zudem auch Kupfermünzen geprägt.

Bi-Metallmünzen und sogar solche aus Palladium lassen das Sammlerherz höher schlagen. Beim Kauf der Panda-Münzen sollte man allerdings aufpassen: Etliche Plagiate sind unterwegs und dadurch, dass einige Jahrgänge ohne Nominalangaben geprägt wurden, werden diese häufig für Fälschungen gehalten.

Panda Münze © Flickr/sirqitous

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