Beiträge vom: März, 2009

Autor: Hendrik

Das Bild von Amerika wurde in den vergangenen Jahren durch miserable Politiker und Finanz-Hasardeure geprägt. Mit Barack Obama kommt uns Amerika wieder näher - politisch und emotional. Weitere neue Einsichten bieten jetzt Künstler aus den Vereinigten Staaten auf dem Berliner Festival Discover US!

Ein großes Projekt ist dieses Festival mit dem doppelsinnigen Titel “Discover US!” Auf drei Säulen ruht oder vielmehr bewegt sich die Veranstaltungsreihe - auf Ausstellung, Jazz und Literatur.

Jasper Johns Flag © flickr/procsilas

Aus den Tiefen des Wedding sendet seit einiger Zeit ein neues Kulturzentrum wichtige Signale: die UferHallen. Hier präsentieren sich nun seit dem 27.3. 2009 amerikanische Künstler, die was zu melden haben zur Lage der wankenden Nation. Hier eine kleine Übersicht zum großen Programm:

Ausstellung: Carnival Within. An Exhibition Made in America

Diese Ausstellung widmet sich dem Phänomen des Karnevals. Allerdings ist damit nicht unbedingt der rheinische oder alemannische Budenzauber gemeint, sondern ein kulturtheoretisches Modell. Es beschreibt das Prinzip des Grenzüberschreitens, den gesellschaftlichen Ausnahmezustandes als Subversion gegen das “System.” Skulpturen, Installationen, Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Videos (u.a. von Janine Antoni, Joe Amrhein, Tracey Baran) dokumentieren die Geschichte des amerikanischen Karnevals von den Freakshows des 19. Jahrhunderts bis zu den Abgründen Disneylands.

Musik: Across the Border. American Jazz Now

Namhafte amerikanische Jazz-Musiker (Marc Ribot Solo, Hermann Keller Solo, Elliott Sharp Solo) spielen in Berlin auf und zeigen, wie sich das Mutterland des Jazz in den letzten Jahren entwickelt hat. Insbesondere jüdische und europäische Einflüsse machen sich verstärkt bemerkbar. Eine Reihe von ganz besonderen Life-Konzerten machen das Festival “Discover US!” zusätzlich zu einem echten musikalischen Geheimtipp.

Literatur: Conceptual Writing & Its Environs. New Strategies in American Poetry

Und wohin steuert die Literatur in Zeiten des digitalen Textüberflusses? Ein Symposium mit amerikanische Autor/innen (Robert Fitterman, Kenneth Goldsmith, Kim Rosenfield, Vanessa Place) und Literaturwissenschaftler/innen des John-F.-Kennedy-Instituts für Nordamerikastudien gibt mögliche Antworten und stellt neue, alte Konzepte poetischen Schreibens vor.

  • Discover US! - noch bis 2. Mai 2009
  • Ort: Uferhallen, Uferstraße 8-11, 13357 Berlin
  • Festival-Homepage



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Autor: Anvar

Willy Vlautin begeistert in Berlin mit einer grandiosen Mischung aus Lesung und Konzert

Las Vegas bei Nacht - hier spielt der neue Roman von Willy Vlautin. Es ist die “Stadt der Glücksspieler und einsamen Trinker, der Nutten und Hochzeitstouristen in der Wüste Nevadas.”

Lesungen können ja zuweilen ein wenig ermüdend und langatmig sein; in dämmerigem Licht und Heizungswärme, eingelullt vom monotonen Rhythmus des Autors, der in den seltensten Fällen ein wirklich guter Vorleser ist. Da kann man schon mal wegnicken.
Ganz anders war dies als der Berlin Verlag am 18. März in die angesagte Club-Restaurant-Kombi White Trash Fastfood lud und dort den neuen Roman von Willy Vlautin präsentierte. Vlautin, aus Reno/Nevada, ist nämlich nicht nur ein begnadeter Schreiberling, sondern auch der gefühlvolle, virtuose und hochsympathische Sänger und Songwriter der Alternative-Country Band Richmond Fontaine. So hatte Vlautin dann auch, nebst der ebenfalls anwesenden, zauberhaften Regisseurin und Schauspielerin Nicolette Krebitz, der deutschen Stimme seines neuen und zweiten Romans Northline, seinen Gitarristen Dan Eccles mitgebracht. Die drei gestalteten einen extrem kurzweiligen, witzigen und hochpoetischen Abend in einer Mischung aus englischer und deutscher Lesung, immer stimmungsvoll von Eccles auf der Gitarre begleitet. Zwischendurch gaben die beiden Musiker noch Lieder der Band zum Besten.
Die zahlreichen Zuhörer zogen dementsprechend beseelt von dannen, nicht aber ohne vorher am Büchertisch vorbeizuschauen. Vlautin hatte seinen ersten Roman Motel Life, das aktuelle Northline und CDs von Richmond Fontaine dabei. Northline ist die tieftraurige Geschichte von Allison Johnson, 20. Sie schlägt sich so durch in Las Vegas, kann die Finger nicht vom Alkohol lassen, fühlt sich schrecklich allein gelassen und flüchtet, nachdem sie erfährt, dass sie schwanger ist, vor ihrem gewalttätigen Freund immer weiter in den Norden der USA. Sie ist kurz davor ihr Leben wegzuwerfen, aber am Ende ist da doch ein wenig Hoffnung. Vlautin erzählt die Geschichte absolut authentisch, in einem klaren Stil, einfühlsam und hoch literarisch. Dem Buch liegt eine CD mit Musik bei, die Vlautin parallel zum Schreibprozess aufgenommen hat und die die Stimmung noch intensiviert.

 Northline im Berlin Verlag

Willy Vlautins Autorenwebsite

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Autor: Hendrik

Den Mythos und die Geschichte der Antike bevölkern zahlreiche kämpferische Frauengestalten. In den Staatlichen Antikensammlungen München sind noch bis 2. August 2009 Darstellungen von “starken Frauen” zu sehen.

„Fromm, züchtig und im Hause tüchtig – das war die ideale Frau“, so heißt es in einer Pressemitteilung zur Ausstellung. Die historische Realität der Antike hat also nichts mit den Lebensläufen der mythologischen „starken Frauen“ zu tun. Hier stürzten sie sich in waghalsige Abenteuer, kämpften bis aufs Blut, mordeten in blinder Raserei und liebten bis zur Verzweiflung.

Antike Kunst © flickr/clairity

Die bekanntesten mythologischen Frauenfiguren sind sicher die Amazonen. Und so widmet sich auch der größte Abschnitt der Ausstellung diesen Weibsbildern. Die Amazonen waren kampflustige Furien, die Männer lediglich zur Fortpflanzung benutzen.

Ein anderer Ausstellungsteil befasst sich mit den verrückten Geschichten der Heldinnen wie Atalante, Omphale, Iphigenie, Alkestis, Antigone, Daphne und Marpessa. Ein besondere Spezies der antiken Frauenmythen bilden die tragischen Mörderinnen wie Klytämnestra und Medea. Beide töteten aus Eifersucht und enttäuschter Liebe und leiden bis heute auf den Theater-Bühnen weltweit.

Die literarische Verarbeitung dieser Frauenfiguren spielt in der Münchner Ausstellung freilich keine Rolle. Hier werden die “starken Frauen” durch Darstellungen auf antike Vasen, Münzen und Skulpturen plastisch und präsent.

Öffnungszeiten Sonderausstellung:

  • Di. - So. 10:00 - 17:00 Uhr
  • Mi. 10:00 - 20:00 Uhr
  • Eintritt: 3,50 € / 2,50 € (Sonntag: 1 €)



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Autor: Hendrik

Spannende Sonderausstellungen und eine der größten naturkundlichen Sammlungen der Welt macht einen Besuch im Naturkunde Museum Berlin zu einem besonderen Erlebnis.

Mit seiner Sammlung von 30 Millionen Objekten ist das Naturkunde Museum Berlin das größte deutsche Naturkundemuseum und gehört zu den fünf größten der Welt! Auf 6600 Quadratmetern werden mineralogische, geologische, paläontologische und zoologische Exponate ausgestellt und nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Evolution.

Dinosaurier © flickr / azrael74

Der sicherlich spektakulärste Teil der Ausstellung im Naturkunde Museum Berlin ist die Saurierwelt mit dem größten aufgestellten Skelett eines Dinosauriers der Welt. Neben dem gigantischen Brachiosaurus brancai aus Tansania sind noch sechs weitere Dinosaurier-Skelette zu bestaunen.

Neben den Dinosauriern sind im Naturkundemuseum Berlin noch viele weitere spannende Themengebiete aus der Geschichte unserer Erde zu entdecken: Kosmos und Sonnensystem, Mineralien oder Menschwerdung sind nur einige Bereiche.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Wühlmäuse sind eine Berliner Institution. Seit nunmehr 49 Jahren wuseln sie unermüdlich über die Kabarett-Bühne. Ihr Gründer, Dieter Hallervorden, ist nach wie vor mit dabei.

Es begann alles mit einer Maus. Während der ersten Proben im Jahr 1960 saß ein kleiner Nager auf dem Klavier. Was er hörte und sah, schien ihm zu gefallen, denn er blieb dort eine Weile sitzen. Ihm zu Ehren nannte sich die Kabarettgruppe fortan “Die Wühlmäuse”.

Maus © flickr/coxy Seit einem halben Jahrhundert prägen “Die Wühlmäuse” inzwischen schon die Berliner Kabarett-Szene. Zu Beginn residierten sie in der ehemaligen Schöneberger Scala, später folgte ein Umzug in das “Theater am Lietzenburger” und seit  März 2000 wühlen die Mäuse am Theodor-Heuss-Platz im vormaligem Amerikahaus.

Didi

Dieter Hallervorden revolutionierte in den Siebziger Jahren das Kabarett, indem er von den bis dato üblichen Einzelszenen abwich und als erster ein Kabarettprogramm als Theaterstück entwickelte.

Zu Popularität über Berlin hinaus gelangte Dieter Hallervorden ab 1974 mit seiner Didi-Figur in der humoristischen Fernsehserie Nonstop Nonsens.  Seither galt auch Die Wühlmäuse als erste Adresse für renommierte Kabarettisten, Komiker und seit den Neunzigern auch für Comedians. Inzwischen in die Jahren gekommen, unterhält Dieter Hallervorden nach wie vor sein Publikum mit ausgebufften Kabarett-Stücken.

Und die anderen

Heute finden in dem Kabaretttheater beinah täglich Auftritte von hochkarätigen Stars der Comedy-Szene statt: Dieter Nuhr, Urban Priol, Arnulf Rating, Volker Pispers, Horst Schroth, Martin Buchholz, Bruno Jonas, Mathias Richling, Georg Schramm, Frank Lüdecke, Kurt Krömer, Andreas Rebers, Robert Louis Griesbach, Irmgard Knef, Richard Rogler - und als Spezialtipp: Rainald Grebe.

Wer also mal wieder lachen möchte bis die Tränen fließen, der sollte sich unbedingt Karten für die Wühlmäuse sichern.

  • Pommernallee 2-4, 14052 Berlin
  • Tel: 30 67 30 11
  • Website



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Autor: Stephanie

Am Hockenheimring wird es dieses Jahr wieder auf besondere Art und Weise sehr laut: es wird gerockt!

Metallica © flickr / wonker

Metallica ist Headliner. Diese Band ist eine der erfolgreichsten Metaller allerzeiten. Sie haben bereits über 100 Millionen CDs verkauft. Aber dem noch nicht genug. Dieses Jahr treten bei Sonisphere zudem deutsche Künstler auf. Dabei sind die Toten Hosen, außerdem die Teilnehmer des Eurovision Song Contest In Extremo, welche seither die Karriere richtig ankurbeln konnten. Dazu kommen noch Mastodon und Lamb of God.

Letztere begeisterten ihre Fans mit dem Album “Wrath” und lässt vorausahnen wie extrem laut auch dieses Festival wird. Mastodon hat verschiedene Specials angekündigt, doch mehr wird noch nicht verraten. Man kann also einiges erwarten von dieser grammy-nominierten Band.

Sonisphere ist ein besondere Art von Festival. Mit der Auswahl der gespielten Musik / Live Konzerte stellen sie so manches größeres Geschehen in den Schatten. Die Künstler werden besonnen ausgewählt und alle Künstler kommen gerne, weil eben gerade nur zwei Bühnen vorhanden sind, wodurch die Fans keine Kilometermärsche von Auftritt zu Auftritt hinter sich bringen müssen. Das besondere Rock-Feeling wird unterstützt durch Stände, Feuerschlucker, Jongleuere und Fahrgeschäfte, ein Festivaltraum.

Träumen Sie ihn mit, Karten gibt es bei eventim.de

87€/Stk.
04.07.2009, 12:30h - Hockenheimring    [...mehr]


Autor: Hendrik

Wer jetzt von einem Déjà-vu heimgesucht wird, hat Recht: Das letzte große Schiller-Jubiläum liegt nur vier Jahre zurück, damals ehrte man den Nationaldichter zu dessen 200. Todestag. Dieses Jahr feiert man ihn anlässlich seines 250. Geburtstages. Verdient hat er es. Nach wie vor!

Friedrich Schiller © Wikipedia

Als Europäer-Kind begleitet sie einen zeitlebens. Die Vertonung folgender Verse: “Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium/ Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligthum…”. Ludwig van Beethoven schrieb die Musik zu der Ode an die Freude aus der Feder Friedrich Schillers. Seit 1985 ist sie die offizielle Hymne der Europäischen Union.

Damit ist Schiller also immer irgendwie präsent - auch wenn man nicht in Weimar wohnt. Und falls man zufällig das Glück hat in der Klassiker-Perle zu leben, dann kommt man dieses Jahr an dem rothaarigen wilden Poeten erst recht nicht vorbei. Und wenn man nicht dort wohnt, dann sollte man dieses Ereignis zum Anlass nehmen für einen Aufenthalt in dieser geschichtsträchtigen Stadt.

Wenn es um ihre großen Söhne geht - woran es in Weimar wahrlich nicht mangelt - dann lassen sich die Weimarer nicht lumpen. Denn obwohl die gesamte Region 2009 zum Bauhausjahr erklärt ist und sich die Stadt der Erinnerung an die Konstituierung der Weimarer Nationalversammlung vor 90 Jahren verpflichtet fühlt, wird der 250. Geburtstags von Friedrich Schiller gebührend begangen.

Zahlreiche Ausstellungen, Tagungen, Theateraufführungen und Lesungen sorgen für ein lebendiges und durchaus kritisches Gedenken. Hier eine Vorschlagsliste:

  • Ausstellungen 2009: Schillers Wohnhaus, Schiller in Thüringen
  • Schillermuseum: Schillers Schädel - Die Physiognomie einer fixen Idee vom 15.8. bis 11.10. 2009
  • Deutsches Nationaltheater: “Der Verbrecher aus Verlorener Ehre - eine wahre Geschichte. Szenische Lesung, Foyer III, Premiere: 22. Januar 2009
  • Außerdem im Deutschen Nationaltheater: “Die Verschwörung des Fiesco zu Genua”, Schauspiel, Großes Haus, Premiere: 24. April 2009
  • Karten und weitere Informationen gibt es hier.

Und für alle, die gar nicht genug bekommen können: Im August jährt sich der Geburtstags Johann Wolfgang von Goethes zum 260. Mal.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Sie ist zurück. Nach 15 Jahren Abstinenz fegt das Schlager-Luder wieder über die Bühnen zwischen Grevenbroich und Dormagen. Dass sich hinter Uschi Blum der Komiker Hape Kerkeling verbirgt, halte ich für ein Gerücht.

15 Jahre nach ihrem grandiosen Auftritt in Hape Kerkelings Film “Kein Pardon” stürmt die rothaarige, vollschlanke Sängerin die Hitparaden mit ihrem erotischen Bekenntnissong “Sklavin der Liebe”. Wie aber ist dieses fulminante Comeback zu erklären?

Ganz einfach: Kerkeling verschaffte ihr einen Auftritt in seinem Norwegen-Film “Ein Mann, ein Fjord” und Uschi Blum sang sich zurück in Hirne und Herzen des Publikums. Ihre Musik strotzt mehr denn ja nach frivolem Sex, ungezügelter Lust und purer Weiblichkeit. Mit dem Song “Sklavin der Liebe” macht Uschi ganz nebenbei das Tabu-Thema BDSM endlich salonfähig.

Die wilde Uschi wurde irgendwann zwischen 1949 und 1968 als Hildegard Sterczinski in Dinslaken geboren. Kindheit und Jugend verbrachte sie singend im Mädchenchor Sankt Hedwig. Sie brach Ausbildungen als Kosmetikerin, Nageldesignerin und Hundefachpflegerin ab, weil sie stets nur ein Ziel hatte: die Schlagerbühnen dieser Republik.

Zunächst aber erreichte sie mit dem Song “Gefühl pur” lediglich in der Luxemburger Hitparade und als “Emotioneli purski” auch in den albanischen Charts mäßige Platzierungen. Dennoch war Uschi über Jahre hinweg berühmt und berüchtigt für ihre heißen Bühnenauftritte. Es folgten einige Erfolge im Filmgeschäft bis sich Uschi in den 90er Jahren aus dem Show-Biz zurückzog. Ungebrochen blieb aber Uschis kreativer Input. Sie eröffnete ein Hunde-Nagelstudio und meißelte Figuren aus Ytong-Steinen.

Die MilvaDiva hat bereits fünf Ehemänner verschlissen und neuerdings geht das Gerücht, dass sie mit dem unvergleichlichen Horst Schlämmer angebandelt hat. Das Jahr hat also gut begonnen für die dralle Sängerin. Ihr neuer Hit “Mittsommerblues” hat wieder das Zeug zum Senkrechtstarter.    [...mehr]


Autor: Hendrik

„Luxus und Dekadenz - Römisches Leben am Golf von Neapel“: Noch bis zum 30. August 2009 wird die Ausstellung über das Luxusleben der alten Römer am Fuße des Vesuvs in der archäologischen Staatssammlung München zu sehen sein.

Römische Skulptur © flickr / seier+seier+seier

Gerade die prunkvollen Wandgemälde, Goldschmuck und Silberbesteck sind Spiegelbild des einstigen Lebens der reichen Römer am Golf von Neapel, dem „Wonnekessel“ Italiens. Die spannende Ausstellung dokumentiert das unbeschwerte Leben der Oberschicht um das Jahr null.

Man war reich und das zeigte man auch: Große Landsitze, kostbare Kleidung, Bronzestatuen und andere Relikte sind Zeitzeugen und erzählen die Geschichte des Lebens in Luxus und Dekadenz der römischen Freizeitgesellschaft nach. Die Ausstellung Luxus und Dekadenz in der Staatssammlung München zeigt ein einzigartiges Privatbad aus Marmor mitsamt erhaltenem Kesselsystem zur Warmwasserbereitung.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Zur Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen wird “alles” aus den Schränken geholt. Die gesamte Sammlung wird ab Freitag im Museum zu sehen sein.

Normalerweise erfordert eine Ausstellungseröffnung viel Zeit und eine ausgeklügelte Anordnung, damit Licht und Schatten stimmen, es wird thematisch sortiert, die Beleuchtung wird optimiert. Diesmal nicht!

“alles”© flickr / Gregory Bastien

Das Wilhelm-Hack-Museum zeigt nun einfach fast alle seiner 9000 Exponate. Dicht an dicht wird man eine wahre Flut von Kunst zu sehen bekommen. So eine massige Präsenz von Werken bekommt man sonst nur in der Dauerausstellung des Louvres zu sehen.

Ohne erkennbare Ordnung werden die Bilder an den Wänden hängen, so berichtet morgenweb.de. Gleichzeitig feiert das Museum sein 30-jähriges Jubiläum. Das Museum entstand aus einer Schenkung des Kölner Kaufmanns Wilhelm Hack, der eine beachtliche Sammlung bedeutender Kunstwerke sein Eigen nennen konnte. Zusammen mit der städtischen Sammlung wurden die Ausstellungsstücke in ein eigens errichtetes Museumsgebäude gebracht.

Kunst aus dem Gondorfer Fund, sakrale mittelalterliche Kunst und Werke aus dem 20. Jahrhundert werden nun zusammen in der Ausstellung zu sehen sein. An der Südostseite des Museums sieht man eine Keramikfassade von Miró, das Museum selbst ist also schon angewandte Kunst.

Dann hängen Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein und Mel Ramos neben August Macke, Jackson Pollock und ein paar fränkischen S-Fiebeln.

In den bald wieder stattfindenden Führungen wird auch Kultur für Kinder nachvollziehbar und Veranstaltungen wie Lesungen bringen auch die Literatur in das Museum.

Ausstellung “alles”
ab dem 06.März 2009, 18h

Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen /Dienstag, Mittwoch und Freitag 11 - 18h / Donnerstag 11 - 20h / Samstag und Sonntag 10 - 18h    [...mehr]


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