Beiträge vom: April, 2009

Autor: Thomas

Vom 13. bis 24. Mai konkurrieren insgesamt 20 Wettbewerbsfilme um einen der renommiertesten Branchenpreise – die Goldene Palme. Die Jury unter Leitung der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert wird dabei vor allem europäisches Autorenkino sichten müssen. Aber auch Cannes-Veterane Quentin Tarantino (Gewinner 1994 mit „Pulp Fiction“) ist dabei.

Ein einziger deutscher Beitrag hat es in den 62. Wettbewerb des berühmtesten europäischen Filmfestivals geschafft, und das auch nur unter der Regie eines Österreichers. Michael Haneke („Funny Games“) ist in Cannes zudem kein unbeschriebenes Blatt. Für „Die Klavierspielerin“ erhielt er 2001 den Großen Preis der Jury, und für „Caché“ wurde er 2005 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Sein aktueller Film „Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte“ wurde in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gedreht und erzählt von rituellen Bestrafungen in einem kleinen Dorf kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.    [...mehr]


Autor: Thomas

Eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz kommt nach Bonn. Vom 24. April bis zum 23. August präsentiert die Bundeskunsthalle ausgewählte Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus dem Kunstmuseum Winterthur. Die Ausstellung unter dem Titel „Gipfeltreffen der Moderne“ zeigt herausragende Werkgruppen vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart und bietet ein umfassenden Rahmenprogramm.

Vor einem runden Jahrhundert von privaten Kunstfreunden ins Leben gerufen, verfügt das Kunstmuseum Winterthur neben dem Museum of Modern Art und dem Guggenheim über eine Auswahl der bedeutendsten Werke der Moderne. Gerhard Richter hat Winterthur zu seinem Lieblingsmuseum erklärt, und das hat seinen guten Grund. Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen buchstabieren die Namen von 96 internationalen Künstlern von A wie Arp bis Z wie Zeniuk. Die französische Kunst des 19. Jahrhunderts und die klassische Moderne - Kandinsky, Klee, Monet, Picasso, Rodin, van Gogh – Winterthur hat sie alle.    [...mehr]


Autor: Thomas

Die Premiere ist trotz anhaltender Skandalberichte nicht gefährdet. Am 2. Mai hebt sich an der Kölner Oper der Vorhang für Tilman Knabes Inszenierung von „Samson und Dalila“. Reihenweise hatten sich Chormitglieder mit der Begründung krank gemeldet, das Geschehen auf der Bühne psychisch nicht ertragen zu können. Auch mehrere Solisten müssten bereits ersetzt werden.

Eine „Altersempfehlung“ spricht man aus und folgt damit dem Beispiel der Bonner Oper. Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in der Interpretation von Markus Dietz sollte erst von Besuchern über 14 Jahren besucht werden. Die Kölner legen direkt noch einmal 2 Jahre drauf. Eine FSK wie in der Filmwirtschaft gibt es für die Bühne allerdings nicht, weshalb derartige Vorgaben nicht mehr sind als kulturelle Beschwichtigungspolitik.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Goethes Gartenhaus in Weimar kennt eigentlich jeder. Dass Schiller auch in einem Gartenhaus dichtete und lebte, ist weniger bekannt. In Jena kann man dieses Kleinod deutschen Dichterlebens besichtigen.

Schillers Gartenhaus ist die einzige in Jena erhaltene Wohnstätte des Nationaldichters. Hier lebte er mit seiner Familie in den Sommern der Jahre 1797 bis 1799. Danach übersiedelte die Familie nach Weimar. Heute ist das Haus im Besitz der Friedrich-Schiller-Universität, die hier auch ein Museum unterhält.

Schillers Gartenhaus in Jena. © flickr/froutes

Friedrich Schillers Umzug in das Gartenhaus war seiner stark angeschlagenen Gesundheit geschuldet. Zeitlebens wurde der Dichter von schweren Krankheiten geplagt, deren Hauptursache vermutlich eine Tuberkulose war. Im Gartenhaus und der grünen Umgebung sollte der Dichter genesen. Tatsächlich würde er an diesem Ort von Kreativitätsschüben erfasst. In seinem Gartenhaus entstanden z.B. große Teile vom Wallenstein und von Maria Stuart, sowie zahlreiche Balladen.

Obwohl in den vergangenen 200 Jahren die Zeitläufte über das Haus hinwegstrich, gibt es hier noch folgendes zu sehen:

Die Dielen sind haargenau dieselben, über die auch schon Schiller in seinen Pantoffeln schlurfte.

Im Erdgeschoss gab es eine Veranda und das Kinderzimmer für die beiden Söhne Carl und Ernst. Daneben hatten die beiden Mägde ihre Kammer.

Im ersten Obergeschoss richtete sich Charlotte Schiller einen kleinen Salon ein, in dem oft genug hoher Besuch empfangen wurde. Charlotte hatte darüber hinaus ihr eigenes Zimmer, da ihr Mann oft nächtens von Einfällen aus dem Bett getrieben wurde.

Schillers Arbeitszimmer befindet sich im Obergeschoss. Vom Schreibpult aus konnte er in den blühenden Garten blicken. Hier bewahrte der Dichter auch seine Bibliothek auf, die noch im Original-Zustand erhalten ist.

Im Garten gibt es noch den massiven Steintisch, an dem er oft mit seinem Freund Johann Wolfgang Goethe beisamen saß, nicht nur um zu dichten und zu denken, sondern auch um das eine oder andere Gläschen zu trinken.

Friedrich Schiller konnte Essensgerüche nicht ertragen, daher gab es ein Extra-Küchenhaus, dass man natürlich auch betreten kann. Ja, so ein Literat ist eben eine empfindliche Seele.

Wer also mal in der Nähe ist: Gerade auch im Zusammenhang des Schillerjahres 2009 lohnt sich ein Besuch.

  • Öffnungszeiten: 01. April bis 31. Oktober Dienstag-Sonntag 11-17 Uhr, 01. November bis 31. März Dienstag-Sonnabend 11-17 Uhr
  • Eintritt: 2,50 Euro (ermäßigt 1,30 Euro)
  • Adresse: Schillers Gartenhaus, 07745 Jena,  Schillergäßchen 2, Telefon: (03641) 931188



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Autor: Hendrik

“Mensch, wo bist Du?” - mit diesem Zitat aus 1. Moses 3,9 wirbt der Kirchentag, der dieses Jahr in Bremen stattfinden wird. Vom 20. - 24. Mai 2009 ist die Stadt an der Weser Schauplatz des größten Treffens deutscher Protestanten.

Alle zwei Jahre gibt es das große christliche Spektakel, bei dem jung und alt und schwarz und weiß zusammenkommen um ein Festival des Glaubens zu feiern.

Logo Kirchentag Bremen 2009 © flickr/www_ekd_de

Nachdem 2007 der Deutsche Evangelische Kirchentag in Köln stattfand, ist dieses Jahr Bremen der Schauplatz. Rund 3000 Veranstaltungen sind angekündigt und ein Versprechen gibt es auf der Seite des Kirchentages vorab: “Der erste Kirchentag an der Weser wird bunt. Und maritim.” Auf jeden Fall wird er wie immer gut besucht, denn es werden bis zu 100.000 Gläubige erwartet.

Neben dem fröhlichen Zusammentreffen und ausgelassenen Feiern gibt es natürlich auch immer aktuelle oder zeitlose Themen, die die Veranstalter bewegen. In Diskussionen, auf Podien und Bühnen werden die zentralen Fragen “nach dem Menschsein im Kontext von Glauben, Gesellschaft und Welt” gestellt.

Natürlich gehören zu einem Kirchentag auch Gebete, liturgische Abende und Begehung von Feiertagen, so sie in den Zeitraum fallen. Dieses Mal ist es Christi Himmelfahrt.

Bremen selbst freut sich auf diese - auch logistische - Herausforderung. Die Hansestadt wirbt damit “traditionsbewusst und innovativ, hanseatisch und kosmopolitisch, protestantisch und weltoffen” zu sein. Beste Voraussetzungen also für ein gelingen des 32. Deutschen Kirchentages.    [...mehr]


Autor: Stephanie

Dieses Jahr findet im Botanischen Garten der Technischen Universität in Darmstadt eine Design und Kunstausstellung statt, die auf jedenfall sehenswert ist!

Art of Eden © flickr / mysza831

Ausgestellt werden Einzelstücke, Objekte, vor allem jedoch Skulpturen für den Garten.

Das besondere an dieser Freiluftvernisage wird sein, dass die Künstler jederzeit für ein Gespräch rund um das Thema ihrer gerne Werke zur Verfügung stehen.

Wer seinen Garten mit ganz besonderen Stücken schmücken möchte oder einfach nur Interesse an Gartenkunst und Bildhauerei hat, der wird im Art of Eden nicht zu kurz kommen.

Der besondere Charme bietet die Artenfülle des Botanischen Gartens, der neben seinen Gewächshäusern nach Kontinenten und Ländern thematisch sortiert ist und mit vielen kleinen Wegen ein besonders schönes Ambiente bei sonnigem Wetter bietet. Da kommen Museen kaum mehr mit!

Die Ausstellung ist am:

16. und 17. Mai 2009
10h - 19h

Eintritt: 5€ für Erwachsene, Kinder frei

Anfahrt:

Botanischer Garten der TU Darmstadt
Schnittsphanstr.5
64287 Darmstadt    [...mehr]


Autor: Hendrik

Alle Jahre wieder im Mai findet das Berliner Theatertreffen statt. Auch dieses Jahr sind wieder erstklassige Inszenierungen zu sehen.

Maxim-Gorki-Theater Berlin © flickr/Lorkan

Es ist das bedeutendste deutsche Theaterfestival. Beim Berliner Theatertreffen versammeln sich Theaterschaffende aus aller Welt in der Hauptstadt.

Die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ werden alljährlich von einer unabhängigen Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen der laufenden Saison ausgewählt, die dann auf Berliner Bühnen gezeigt werden.

Um die Inszenierungen herum gibt es auf dem Berliner Theatertreffen ein vielfältiges Rahmenprogramm, das immer auch der Standortbestimmung des deutschsprachigen Gegenwartstheaters dient.

So finden Diskussionen mit namhaften Gästen aus Kultur, Politik und Wirtschaft statt, es werden Preise verliehen, und Publikumsgespräche abgehalten. Und natürlich kommt das Feiern nicht zu kurz: auf Premierenpartys und Konzerten im Haus der Berliner Festspiele können Gäste und Macher gemeinsam gesellig sein.

Der dramatische Nachwuchs präsentiert sich beim Berliner Theatertreffen wie immer auf dem “Stückemarkt”. Auf dem „Festival im Festival“ werden junge, begabte europäischer Theater-Autoren vorgestellt.

Im Theatertreffen Blog kann man die jüngsten Entwicklungen mitverfolgen.

  • Berliner Theatertreffen 1.-18. 05.09
  • Weitere Infos hier.



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Autor: Hendrik

Vom 16. Mai bis zum 11. Oktober wird die große Schau “Imperium” im Römermuseum Haltern am See, in Kalkriese und Detmold gezeigt.

Die Ausstellung “IMPERIUM” ist Teil des umfassenden Austellungsprojektes “IMPERIUM - KONFLIKT - MYTHOS”.  “Imperium” erzählt vom Verlierer der Varusschlacht vor 2.000 Jahren.

Augustus Imperator flickr/antmoose

Die Ausstellung zeigt den unaufhaltsamen Aufstieg von Kaiser Augustus (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.), einem der bedeutendsten römischen Kaiser der Geschichte. Dem Publikum werden rund 300 Exponate rund um die kulturelle Blüte des Kaisers präsentiert.

Herzstück ist die Statue “Togatus Barberini”, die den römischen Adel und dessen Ahnen darstellt. Außerdem gibt es eine originalgetreue Reproduktion der Varus-Inschrift, deren Original als verschollen gilt. Man geht davon aus, dass sie ein Opfer des im 2. Weltkrieges zerstörten Museums in Haltern geworden ist.

In Haltern gab es vor 2.000 Jahren die bedeutendsten römischen Militäranlagen in Germanien. Hier waren die Legionen stationiert, die 9 n. Chr. in der Varusschlacht vernichtend geschlagen wurden. Die Ausstellung “Imperium” macht greifbar, wie die römischen Legionäre und auch Varus selbst in Haltern lebten.

Jedenfalls ließen sie es sich mitunter auch ziemlich gut gehen. Überliefert ist, dass auf der Lippe Tausende Tonnen Getreide und selbst Wein und Austern zu den hungrigen Truppen in Germanien transportiert worden.

  • 16. Mai (ab 15 Uhr) bis 11. Oktober 2009
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-18 Uhr, Samstag 10-20 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr
  • Weitere Infos hier.



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Autor: Hendrik

Kino-Fans aufgepasst: Vom 16. bis 22. April kann man in 18 Städten nochmals alle Filme sehen, die für den Deutschen Filmpreis 2009 nominiert sind. Neu in diesem Jahr: das Lola-Mobil.

Das Lola-Festival gilt als Warm-up zum Deutschen Filmpreis. Die besten Filme des Kinojahres 2008/2009 werden in 18 deutschen Städten nochmals auf Großleinwand präsentiert.

Kino © flickr/decafinata

Vom 16. bis 22. April kommen alle nominierten Filme in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Kinder- und Jugendfilm“ noch mal in die Kinos. Dieses Jahr hat sich die Deutsche Filmakademie etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Das Lola-Mobil.

Mit dem Lola-Mobil touren Filmschaffende quer durchs Land mit dem Ziel, dem Publikum in den Festival-Städten die nominierten Filme zu präsentieren und der Film-Jugend eine Initiative der Deutschen Filmakademie, das Projekt vierundzwanzig.de vorzustellen.

Doch während das Festival von 18 deutschen Städten in wenigstens drei ostdeutschen Städten stattfindet, fährt das Lola-Mobil ausschließlich westdeutsche Städte an.

Und das im 20. Jahr der Wiedervereinigung.

  • Alle weiteren Infos auf der Seite des Festivals.



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Autor: Anvar

Mit einem gewitzten Plot, tollen Charakteren und geschmackvoller Musik begeister How I met your mother die Sitcom-Fans

ProSieben ist seit Jahren der Sender, der den guten neuen Sitcoms aus den USA auch im bundesdeutschen Fernsehprogramm eine Heimat bietet. Nach „Klassikern“ wie Friends, Seinfeld, Will&Grace oder den kongenialen Scrubs, heißt der neueste Geniestreich How I met your mother.Durchaus gewagt und experimentell ist die Ausgangsposition. Der mittlerweile 52-jährige Ted erzählt seinen Kindern im Jahr 2030 wie er 25 Jahre zuvor ihre Mutter kennenlernte, und diese Flashbacks lassen kein Detail aus. Der etwas tollpatschige Normalo und seine nicht minder verschrobenen Freunde sind typische Endzwanziger der Großstadt und teilen deren Freuden und Nöte: alles dreht sich um Liebe und Sex.
How I met your mother, oder HIMYM, wie die zahllosen Fans in den USA ihre Lieblingsserie  auch nennen, lebt vor allem von diesen Charakteren: Alyson Hannigan, bekannt aus Buffy und American Pie, ist die eiNeil Patrick Harris - er spielt den Frauenheld Barney, einen von vielen wunderbaren Charakteren © flickr / watchwithkristinne Hälfte von Lily und Marshall,des Pärchens, das seine gesamte Umgebung schamlos mit allen Details seiner Beziehung terrorisiert, oder Cobie Smulders als wunderschöne Fernsehreporterin Robin, in die sich Ted sofort verliebt. Den großartigsten Part spielt aber mit Sicherheit Neil Patrick Harris (Ex-Wunderkind-Doktor Doogie Howser!!): den Frauenheld Barney, den keiner so richtig sympathisch findet, aber den doch alle irgendwie gern haben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, ist aber natürlich ein typischer Fall von „harte Schale, weicher Kern“. Die liebevoll skurril gezeichneten Charaktere machen HIMYM zu einem Hit.Die Krönung ist dabei die unfassbar gute Musik, die das Gedudel aus anderen Serien um Längen schlägt: die ganze Bandbreite des geschmackvollen Indiepops von Belle and Sebastian bis hin zu Fountains of Wayne erfreut das Ohr des geneigten Serien-Junkies.
Davon wollen wir mehr! Zur Not auch auf einem recht stiefmütterlichen Sendeplatz im Samstagnachmittag-Kinderprogramm.    [...mehr]


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