Beiträge vom: Juli, 2009

Autor: Thomas

Gerade erst haben sie vor 60.000 Fans ihr 20jähriges Bandjubiläum gefeiert und trotz Soundschwierigkeiten vor Ort eine ihrem Namen gemäße fantastische Show abgeliefert, da kündigen die Wortakrobaten um Thomas D., Smudo, Michi Beck und And. Ypsilon bereits ihr nächstes Maxi-Event an: Ein Sylvesterkonzert im Kölner RheinEnergie-Stadion. Natürlich Open-Air und mit Feuerwerk.

Wer bisher noch nicht über seine Pläne für den nächsten Jahreswechsel nachgedacht hat, bekommt jetzt einen guten Grund geliefert, dies schleunigst zu ändern. Die einzig wahren Veteranen des deutschsprachigen HipHop packen nämlich ihr Geburtstags-Set samt Symphonieorchester noch einmal aus und bereiten einen garantiert unlangweiligen Sylvesterabend. Pflichttermin also für alle Fanta-isten: 31.12., Rheinenergie-Stadion Köln.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer als Kind schon nicht die Bücher von Michael Ende gelesen hat, der kennt den kleinen farbigen Jungen und seinen Freund Lukas, den Lokomotivführer, ganz sicher zumindest aus der Augsburger Puppenkiste. Dass sich die Geschichten aus Lummerland auch nach einem halben Jahrhundert noch größter Beliebtheit erfreuen, beweist jetzt ein Kindermusical, das es bis zum 9. August im Deutschen Schauspielhaus Hamburg zu sehen gibt.

Wer hierzulande noch nie etwas vom Scheinriesen gehört hat, dem Mann, der größer und größer zu werden scheint, je weiter man sich von ihm entfernt, der muss seine Kindheit wohl verschlafen haben. Zumindest in Deutschland sind die Abenteuer von Jim Knopf praktisch Pflichtprogramm. Die Lokomotive Emma, der Drache Frau Mahlzahn und König Alfons, der Viertel-vor-Zwölfte, sind in hiesigen Kinderzimmern auch heute noch mindestens so zuhause wie Janoschs Tigerente.    [...mehr]


Autor: Thomas

Nach 15 Jahren kommt das schwule Künstlerpaar Pierre Commoy und Gilles Blanchard wieder mit einer Ausstellung nach Deutschland. Ganze 80 großformatige Exponate zeigt die Galerie C/O Berlin bis zum 4. Oktober. Dass bei den beiden Franzosen Kitsch und Kunst Hand in Hand gehen, gehört zum Konzept.

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, wie es bei Walter Benjamin heißt, benötigt den künstlerischen Eingriff, um wieder zum Unikat zu werden. Das französische Künstlerduo Pierre et Gilles macht sich genau diese Notwendigkeit zunutze, um seine großformatigen Fotografien in einzigartige Kalorienbomben für die Augen zu verwandeln. Pierre fotografiert, Gilles retuschiert und koloriert – so arbeiten die optischen Zuckerbäcker von jeher.    [...mehr]


Autor: Thomas

Malerei und Pixeltechnik müssen sich nicht ausschließen. Welchen immensen Zugewinn das digitale Abbild klassischer Meister für eine interessierte Öffentlichkeit ausmachen kann, beweist jetzt ein Forschungsprojekt in Köln. Nie zuvor hatte man in vergleichbarer Weise online die Möglichkeit, selber die Maltechniken bedeutender Maler des Impressionismus zu studieren, ohne dabei vor Ort sein zu müssen. Hier genügt ein simpler Mausklick.

Die umfangreichste Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Malerei in Deutschland hat ihre Heimat in Köln. Führende Epochenvertreter wie Cézanne, Gaugin, Monet, Renoir, Sisley und van Gogh sind hier ebenso zu finden wie die Pointillisten Signac, Luce oder Dubois-Pillet als Beispiele postimpressionistischer Strömungen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Immer schön Zunge zeigen: Echte Hardcore-Kiss-Fans tun es ihrem großen Vorbild Gene Simmons gleich, wenn jetzt der zweite Teil der DVD-Kollektion „Kissology“ auf dem deutschen Markt erscheint, denn in den USA ist der Spaß schon lange zu haben. Wer nicht ganz so besessen ist von den alten Schminke-Rockern, kann sich trotzdem über die hiesige Veröffentlichung der randvollen Materialsammlung freuen.

Kaum vorstellbar, dass Riesenzunge Gene Simmons einmal Grundschullehrer war. Andererseits sind Kiss-Fans in gewisser Weise ja auch eine wilde Horde Kinder, die sich gerne mal die Gesichter bemalen und Spielzeugfiguren ihrer musikalischen Superhelden ins Regal stellen. So ganz ernst sollte man die ganze Sache nicht nehmen, denn das Vergnügen liegt bei Kiss immer auch im Augenzwinkern. Blutfontänen aus Joghurt und Lebensmittelfarbe gehören einfach dazu.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zwischen zwei Stahlplatten als lebender Glockenschwengel das neue Jahr einläuten oder sich von emsigen Kommunalpolitikern mit Dartpfeilen bewerfen lassen – für den österreichischen Performance-Künstler Wolfgang Flatz leichte Übungen. Jetzt erhält der oft und gerne missverstandene Berufsprovokateur am 25. Juli ein eigenes Museum in seiner Heimatstadt Dornbirn.

Softkiller“ hieß der erste offiziell kaufbare Computervirus. Wer allerdings glaubte, die Sache sei lediglich ein Scherz des allzeit umstrittenen Autoaggressors aus Vorarlberg, musste sich spätestens dann einen fatalen Fehler eingestehen, als plötzlich die eigene Festplatte gelöscht wurde und der Virus sich selbst zerstörte. Bei Wolfgang Flatz kommt man eben nicht mit heiler Haut davon – und das gilt zumeist vor allem für den Künstler selber.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Das Kunstmuseum Stuttgart gibt es erst seit 2005, dennoch hat es sich nicht zuletzt aufgrund seines extravaganten Äußeren bereits inner-, aber auch außerhalb Stuttgarts einen Ruf gemacht. Dauerausstellungen und jährlich etwa vier zusätzliche Sonderausstellungen ziehen pro Jahr Hunderttausende in das mittlerweile erfolgreichste Stuttgarter Museum.

Aber die in der Dauerausstellungen des Kunstmuseums zu sehenden Kunstwerke wurden natürlich nicht erst ab 2005 gesammelt, sondern gehen auf die Sammlung der „Galerie der Stadt Stuttgart“ zurück, die wiederum von Graf Silvio della Valle di Casanova initiiert wurde, der seine private Sammlung 1924 übereignete. Die Galerie musste danach noch mehrmals umziehen und hat nun im von den Berliner Architekten Hascher und Jehle entworfenen Gebäude endlich eine langfristige Heimat gefunden.

Blickfang des heutigen Kunstmuseums Stuttgart ist    [...mehr]


Autor: Hendrik

Genau 2000 Jahre nach der berühmten „Varusschlacht“ ist im LWL-Römermuseum in Haltern am See eine von drei Sonderausstellung zu genau diesem Thema zu sehen: „Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht“ – noch bis zum 11. Oktober – widmet sich eben diesem Thema an gleich drei Standorten. Neben Haltern am See, das sich mit dem Imperium auseinander setzt, behandelt die Fundregion Kalkriese den Konflikt, während man sich in Detmold mit dem Mythos beschäftigt.

Allen voran zeigt das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 1993 gegründete Römermuseum römische Geschichte in Westfalen auf anschauliche und interaktive Weise, nicht nur in der jetzt stattfindenden Sonderausstellung. Zahlreiche archäologische Fundstücke und Rekonstruktionen, aber auch in Videos und Audioaufnahmen aufbereitete Informationen, sowie klassische Texte der Zeit lassen das 28-jährige westfälische Intermezzo der Römer aufleben.

Römermuseum, Varusschlacht, Haltern am See, Westfalen

Bekanntlich endete der Versuch der Römer, sich hier – entlang der Lippe – zu etablieren und das Römische Reich weiter in den Norden zu vergrößern , im Jahre 9 nach Christus mit der vernichtenden Niederlage    [...mehr]


Autor: Thomas

Vom 5. bis zum 15. August werden im Tessin wieder jede Menge Cineasten, Filmemacher, Branchenvertreter und Fachjournalisten zusammentreffen, um inmitten einer Auswahl von 100 Festivalbeiträgen die Gewinner des Goldenen Leoparden zu feiern. Ganze 21 Produktionen treten dieses Jahr mit deutscher Beteiligung an.

Seit 1946 hat die Schweiz ihr eigenes Filmfestival von Weltrang, und sein Fokus liegt, mehr noch als in Cannes und Venedig, vor allem auf dem internationalen Autorenfilm. Die große Besonderheit dieser jährlichen Veranstaltung ist jedoch die Aufführungspraxis. Ein Teil der gezeigten Beiträge flimmert nämlich über eine Freiluftleinwand auf der Piazza Grande in Locarnos Altstadt. Ganze 8.000 Zuschauer haben hier Platz und bekommen echtes Open-Air-Kino mit kulturellem Anspruch geboten.    [...mehr]


Autor: Thomas

2007 belegte die Berliner Künstlerin Isa Genzken im jährlichen Künstler-Ranking des Monopol-Magazins den ersten Platz. Jetzt zeigt das Kölner Museum Ludwig zum ersten Mal eine Ausstellung ihrer Arbeiten, die sich nicht auf einzelne Werkgruppen beschränkt, sondern mit insgesamt 70 Exponaten einen komplexen Überblick ihres mehr als 3 Jahrzehnte umfassenden Schaffens ermöglicht.

In der breiteren Wahrnehmung ist die 1948 geborene Künstlerin vor allem als Ehefrau von Gerhard Richter bekannt. Dass Isa Genzken jedoch über 30 Jahre hinweg ein ungemein vielfältiges Oeuvre geschaffen hat, gilt es vielfach erst noch zu entdecken. Dabei genießt die stets gesellschaftskritische studierte Malerin, Fotografin und Grafikerin in der internationalen Kunstszene einen exzellenten Ruf.    [...mehr]


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