Als im Jahr 1209 der Grundstein für den Magdeburger Dom gelegt wurde, hielt damit zugleich die Gotik in Deutschland Einzug. Zum 800-jährigen Jubiläum dieses Ereignisses rief das Kulturhistorische Museum der Stadt nun eine Ausstellung über das frühe 13. Jahrhundert ins Leben. Vom 31. August bis zum 6. Dezember lässt sich auf rund 1000 qm Fläche in eine beeindruckende Epoche eintauchen.
Das Mittelalter hat eine Menge Spuren hinterlassen: Unter dem Titel „Aufbruch in die Gotik. Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit“ zeigt das Kulturhistorische Museum Magdeburg zum ersten Mal Funde der umfangreichen archäologischen Ausgrabungen, die bis ins laufende Jahr hinein im Magdeburger Dom vorgenommen wurden. Auch neu gewonnene Erkenntnisse über die Vorgängerbauten des Kathedralenbaus werden in diesem Zusammenhang einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. [...mehr]
Die Südsee entdecken. Was heute eher nach dem Lockruf eines Reiseveranstalters klingt, war für den Seefahrer und Entdecker James Cook zwischen 1768 und 1780 eine Aufgabe von historischer Bedeutung. Seinen Reisen durch den Pazifischen Ozean widmet die Bonner Bundeskunsthalle jetzt eine umfangreiche, sechsmonatige Ausstellung.
Die Materialmenge ist enorm: 550 Exponate konnten in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der Universität Göttingen, dem Kunsthistorischen Museum / Museum für Völkerkunde Wien und dem Historischen Museum Bern zusammengetragen werden. Nie zuvor wurde eine derartig große Anzahl jener ethnographischen und naturhistorischen Objekte, die Cook von seinen drei Expeditionen mitgebracht hatte, in einer gemeinsamen Ausstellung gezeigt. Schon früh waren sie auf die ersten völker- und naturkundlichen Museen in Europa aufgeteilt worden. In der Bundeskunsthalle finden sie nun erstmals zusammen. [...mehr]
Kein Thema, aus dem sich nicht Musiktheater zimmern ließe. An der Oper Halle erlebte jetzt ein Musical über den Urvater der modernen Horror-Literatur seine Welturaufführung: „Edgar Allan Poe“ von Eric Woolfson spielte vor ausverkauftem Haus und wurde zudem live im Internet übertragen.
Wer sich schon immer gefragt hat, wo die Titelmelodie des ARD-Magazins „Monitor“ herkommt, hier ist die Antwort: „Lucifer“ heißt das Stück eigentlich und stammt vom Album „Eve“ der britischen Formation „The Alan Parsons Project“. Gegründet vom namengebenden ehemaligen Tontechniker der Beatles und Songschreiber Eric Woolfson, wurde das APP vor allem mit seinem Konzeptalbum „Tales of Mystery and Imagination – Edgar Allan Poe“ bekannt, für das sich immerhin Orson Welles als Sprecher einiger Parts gewonnen anheuren ließ. [...mehr]
Mittlerweile im vierten Jahr ist Gießen Anlaufstelle für Krimifans. Fast einen ganzen Monat lang wird unter dem Motto „Ich war´s nicht“ auf insgesamt 38 Veranstaltungen ausführlich gemordet, ermittelt und aufgedeckt. Spannend geht es bei den Lesungen allemal zu. Dafür sorgt auch die eine oder andere prominente Unterstützung - zum Beispiel Schauspieler Axel Milberg.
Gleich zur Eröffnung trumpft das diesjährige Gießener Krimifestival mit einem Höhepunkt auf. Henning Mankell, seit kurzem Botschafter des Europäischen Literaturpreises, gehört zu den erfolgreichsten skandinavischen Spannungsautoren, und sein Kommissar Wallander ist derzeit einer der populärsten Ermittler der internationalen Krimiszene. Mankells deutsche Stimme ist Axel Milberg. Fast alle Wallander-Hörbücher wurden bislang von dem beliebten Schauspieler eingesprochen. Einem breiteren Publikum ist Milberg ansonsten vor allem als Kieler Tatort-Kommissar Klaus Borowski bekannt. In Gießen liest er am 2. Oktober live aus einem Mankell-Krimi. Und damit es auch stilecht skandinavisch gerät, werden zudem Smörrebröd, Lachsvariationen und Köttbullar serviert. [...mehr]
Einen Monat hatte der Staatsbesuch gedauert, den der dänische König Frederik IV. am Hofe August des Starken im Jahr 1709 absolvierte. Zugleich bildete dieses Ereignis den Höhepunkt einer politischen Allianz zwischen Sachsen und Dänemark. Eine Ausstellung im Dresdener Residenzschloss erinnert hieran und zeigt rund 250 Exponate.
1548 begründete die Heirat von Herzog August, dem späteren Kürfürsten von Sachsen, mit der dänischen Prinzessin Anna eine fast zwei Jahrhunderte andauernde Verbundenheit der beiden damals wichtigsten protestantischen Höfe Europas. Drei weitere Hochzeiten folgten und hielten den politischen wie kulturellen Austausch zwischen Dresden und Kopenhagen aufrecht. [...mehr]
Im Rahmen der Präsentation “Dänische Kunst und Kultur zu Gast in Sachsen” zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz vom 23. August bis zum 15. November Skulpturen von Bjoern Noergaard, der zu den bedeutsndsten zeitgenössischen Bildhauern Dänemarks gehört. Königin Margrethe II. übernahm die Schirmherrschaft der Ausstellung.
Über 1000 Skulpturen hat Bjoern Noergaard bis heute geschaffen. Unter dem Titel “Mythos und Morphologie” gibt es nun zum ersten Mal auf deutschem Boden eine Ausstellung zu sehen, die sich ausschließlich dieser einen Seite seines insgesamt recht vielfältigen Schaffens widmet. [...mehr]
Immerhin hat schon Herbert Grönemeyer über sie gesungen. Die Currywurst gehört halt ganz und gar zum deutschen Kulturgut. Kein Grund also, sich zu wundern, dass der beliebte Imbissbuden-Standard jetzt auch sein eigenes Museum bekommen hat. Dass dieses allerdings in Berlin steht, und nicht im Ruhrgebiet, ist ein echter Fall von Hauptstadtbonus.
„Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt? ´Ne Currywurst“, dichtete Dieter Krebs einst für Grönemeyer. Präziser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Ein typischeres deutsches Fastfood-Produkt gibt es nicht. Vor Jahren hätte ein Rechtsstreit um die Bezeichnung fast dazu geführt, dass die scharfe Zwischenmahlzeit einen neuen Namen hätte bekommen müssen. Dazu kam es jedoch nicht. Currywurst ist eben Currywurst. [...mehr]
Das Naturkundemuseum oder – wie es offiziell heisst – Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart bietet allen Bewunderern der Natur, ob klein, ob gross, ein schier unerschöpfliches Arsenal an Exponaten und Informationen, die erahnen lassen, wie vielfältig die Natur war, ist und sein wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich nun bilden will oder einfach den Einfallsreichtum der Natur bestaunen und sich verzaubern lassen.
Das Museum ist in zwei Bereiche unterteilt: während sich die Ausstellung „Am Löwentor“ der Vergangenheit in Form von Paläontologie und Geologie widmet, ist in der Ausstellung im „Schloss Rosenstein“ eher die Biologie als Wissenschaft des Lebens im wahrsten Sinne aufbereitet, auch wenn hier keine lebenden Lebewesen zu finden sein werden, ausser den Besuchern selbst. Sonderausstellungen ergänzen die biologische Sammlung, die zu den bedeutendsten in Europa gehört.
Auf drei Ebenen präsentiert die Dauerausstellung „Am Löwentor“ Fossilienfunde aus Südwestdeutschland, einem der am stärksten mit Funden gesegneten Region der Erde. Aber auch [...mehr]
Alljährlich vergibt der Kölner „Kongress für Musik in Film und Medien“ mit dem gewöhnungsbedürftig geschriebenen Titel „SoundTrack_Cologne” einen der wichtigsten Nachwuchspreise zur Förderung junger Filmmusikkomponisten. Hauptpreis: Eine Recording-Session mit dem WDR-Rundfunkorchester.
Die „European Talent Competition“ ist eine einzigartige Chance für bisher unbekannte Talente im Bereich der Filmmusik, sich einen Namen zu machen. Teilnehmen können Studierende der Fachbereiche Musik und Ton an europäischen Hochschulen, aber auch jeder, der unabhängig von einer spezifischen Ausbildung filmkompositorische Ambitionen hegt. Wer allerdings bereits älter als 30 ist, fällt automatisch durchs Raster. [...mehr]
Die figürliche Darstellung war schon immer ein Leitthema der Frankfurter Galerie mit dem ebenso schlichten wie programmatischen Namen „Die Galerie“. Erst kürzlich eröffnete das Traditionshaus vom Main seine erste Dependance in Seoul und legte damit den Grundstein zur Annäherung an den asiatischen Markt. Zum 30-jährigen Bestehen eröffnet am 2. September eine umfangreiche Jubiläumsausstellung, bei der die visuelle Auseinandersetzung mit dem Thema „Mensch“ ganz im Mittelpunkt stehen wird.
Arbeiten von allen rund 40 Künstlern, die in 3 Jahrzehnten von der Gesellschaft für Kunsthandel „Die Galerie“ vertreten wurden, bilden das Programm der knapp zweimonatigen Geburtstagsfeier in den Ausstellungsräumen im Frankfurter Westend. 80 Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen und Original-Grafiken wird es zu sehen geben – darunter nicht wenige illustre Namen. [...mehr]