Warum es ausgerechnet im Umfeld von Duisburg, Emmerich, Moers, Krefeld und Wesel eine gewichtige Auszeichnung für Kabarett-Nachwuchs gibt, hat einen einfachen Grund, und der heißt Hanns Dieter Hüsch. Er selber hatte zusammen mit Martina Linn 1999 den Preis ins Leben gerufen und ihn in Anlehnung an seinen eigenen Spitznamen („Das schwarze Schaf vom Niederrhein“) getauft. Prominente Juroren zeichnen seitdem für die Vergabe verantwortlich - dieses Jahr unter anderem Harald Schmidt.
Preisgelder von insgesamt 12.000 Euro warten auf junge Talente, die sich auf der Kabarettbühne bewährt haben. Ein bisschen enger als beim ähnlich gelagerten „Prix Pantheon“ sind die Kriterien zwar, im Grundsatz geht es aber um Nachwuchsförderung in der Kleinkunst – wenn auch mit der Beschränkung auf Wortkabarett. Unterstützt von der Stiftung Mercator vergibt der Förderverein Niederrheinischer Kabarettpreis e.V. den Preis alle zwei Jahre. [...mehr]
Joachim Sartorius, Intendant der Berliner Festspiele, verspricht ein „gigantisches Theaterspektakel“. Da ist sicher etwas dran, denn vom 1. bis 4. Oktober erinnert die französische Straßentheater-Compagnie „Royal de Luxe“ mit einem Live-Event an die friedliche Revolution der DDR-Bürger von 1989. Mit riesigen Puppen als Protagonisten macht die Truppe Berlin vier Tage lang zu ihrer Bühne.
Eigens zur Erinnerung an den Mauerfall vor mittlerweile zwei Jahrzehnten hat Jean Luc Courcoult, künstlerischer Leiter und Gründer von „Royal de Luxe“, mit „Le rendez-vous de Berlin – Das Wiedersehen von Berlin“ ein Open-Air-Spektakel entworfen, das wahrhaft riesige Ausmaße hat. Das Event verwandelt die Hauptstadt in eine lebendige Kulisse. [...mehr]
Man mag ja von Deutschlands Schauspiel-Export mit hohem Nuschelfaktor halten, was man will, eine gute Hand für Selbstvermarktung hat Til Schweiger allemal. Nicht nur, dass er mit seinen eigenen Kinoproduktionen fast immer ins Schwarze trifft, er hat auch das Prinzip des Merchandisings ganz gut verinnerlicht. Auf seinem bisher größten Filmerfolg basierend, erscheint jetzt gar sein erstes Kinderbuch.
Mit der RTL-Castingshow „Mission Hollywood“, in der eine Reihe von Nachwuchsschauspielerinnen offenbar bereit war, für eine winzige Rolle in „Twilight: New Moon“ so ziemlich jede Peinlichkeit mitzumachen, legte Til Schweiger einen der schmerzhaftesten Flops seiner Karriere hin. Wegen fehlender Zuschauer ins Nachmittagsprogramm verbannt, fand die trashige Altherrenfantasie mehr oder weniger unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. [...mehr]
Das Festival of Lights lässt auch dieses Jahr wieder die Bundeshauptstadt an der Spree in schillernden Lichtern schimmern. Ein breites kulturelles Angebot sorgt für Abwechslung zwischen den stimmungsvoll beleuchteten historischen Bauwerken und einem Prisma an Eindrücken - nicht nur für’s Auge!
Vom 14. bis 25. Oktober wird auch dieses Jahr wieder das Festival of Lights Berlin in ein ganz besonderes Licht rücken. Ca. 40 Bauwerke und Wahrzeichen der Stadt werden mit einem breiten kulturellem Programm unter bezaubernder Beleuchtung aufwarten. Zwischen Brandenburger Tor, Fernsehturm, Humboldt Universität und der Prachtstraße Unter den Linden werden kunstvolle Projektionen und Lichtinstallationen Anwohner und Touristen verzaubern.
Festival of Lights 2009
Ab Einbruch der Dunkelheit hat man die Möglichkeit die Stadt auf einer der zahlreichen Light-Touren z.B. per Schiff, Bus, Velotaxi, Limousine oder unter der speziellen Führung von Mike’s SightRunning joggend zu erkunden. Oder aber man begibt sich auf eigener Faust auf die Erlebnisreise durch die Stadt.
Noch bis zum 1. November lässt sich auf 1000 Quadratmetern das bisher größte Werk des bulgarischen Künstlers Nedko Solakov bestaunen. Ursprünglich sollte „Emotions (without masks)“ nur die dritte Station seiner aktuellen Ausstellungstournee werden. Herausgekommen ist dann aber doch eine gänzlich neue Totalinstallation, eigens entwickelt für die Mathildenhöhe Darmstadt.
„Top Secret“ nannte Solakov 1989/90 eine Sammlung von Aufzeichnungen, welche die Spitzeltätigkeit des Künstlers für den bulgarischen Geheimdienst belegen sollten. Bis heute weiß niemand so genau, wie es um den Wahrheitsgehalt der Schriftstücke bestellt ist, denn der vermeintliche Auftraggeber hielt sich sowohl mit Bestätigungen wie Dementi auffällig zurück. Sokalov provoziert eben gern und verzichtet dabei vorzugsweise auf Sicherheit bietendes Netz und doppelten Boden. [...mehr]
Kaum jemand kennt sie nicht, die Geschichte des jüdischen Prinzen, der als vermeintlicher Mörder in Skalverei gerät, Jesus von Nazareth begegnet und schließlich in einem sektakulären Wagenrennen seinem Widersacher gegenübersteht. Nach dem Roman des US-Generals Lew Wallace und der Hollywood-Verfilmung von 1959 tourt jetzt auch eine Live-Show durch die großen Arenen Europas. Erste Station ist die Hamburger Color Line Arena.
Für Insider ist „Ben Hur“ vor allem mit der berühmtesten Unachtsamkeit der Filmgeschichte verbunden: In einer Einstellung der legendären Wagenrennen-Sequenz (wohlgemerkt spielt die Geschichte anfang des ersten Jahrhunderts n. Chr.) sieht man doch tatsächlich, wie Hauptdarsteller Charlton Heston eine Armbanduhr trägt. Solche Details dürften in der überlebensgroßen Arena-Show, die den klassischen Stoff jetzt hautnah nacherleben lässt, zum Glück kaum auffallen. [...mehr]
Insgeheim gilt der „Weltkulturpreis zum Gedenken an seine Hoheit Prinz Takamatsu“, wie der Praemium Imperiale Award im Originalwortlaut heißt, als Gegenstück zum Literaturnobelpreis. Die hochdotierte Auszeichnung wird einmal pro Jahr an 5 Künstler vergeben. Zu den jüngst bekannt gegebenen Preisträgern von 2009 gehören unter anderem der Pianist Alfred Brendel, der Dramatiker Tom Stoppard, sowie der japanische Künstler und Fotograf Hiroshi Sugimoto.
Ursprünglich initiiert vom japanischen Kaiserhaus, gehört der 1989 gestiftete Kunstpreis Praemium Imperiale zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen für Kulturschaffende. Nicht nur der Reputationsgewinn ist dabei von Vorteil. Bei einem Preisgeld von umgerechnet über 100.000 Euro hat die Entscheidung für einen bestimmten Gewinner auch durchaus relevante ökonomische Folgen. Zudem ist die durchaus stolze Summe eine der weltweit höchsten Dotierungen für vergleichbare Ehrungen. [...mehr]
Der Berliner Kunstherbst hält dieses Jahr viele bunte Überraschungen bereit. Wo sich die Blätter an den Bäumen so langsam Rot, Geld und Orange färben, bleibt der Himmel strahlend blau. Das gute Wetter hält an und so können Kunst- und Kulturinteressierte rund um das Berliner Art Forum an diesem Wochenende die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen und gleichzeitig internationale Kunst bestaunen.
Vom 24. bis 27. September lockt der Berliner Kunstherbst Besucher in und um das Art Forum am Messegelände. Zum vierzehnten Mal wird ein breites Spektrum der internationalen Kunstszene an einem Ort präsentiert.
Zur internationale Kunstmesse werden bekannte Stars und Newcomer ihre Werke ausstellen. Erstmals wird allerdings im Sektor galleries, neben den Galerien für zeitgenössische Kunst, eine Anzahl von Galerien zugelassen, die Kunst seit den 60er Jahren zeigt. ‘Mit dieser Erweiterung des Ausstellungsangebotes wird die internationale Kunstmesse vielfältiger und für die Besucher attraktiver und interessanter.’, verspricht der Veranstalter.
Berliner Kunstherbst 2009 – Moderne Kunst Open Air
Im Sektor focus sind besonders junge Projekte gefragt. Galerien, welche nicht älter als 5 Jahre sind, finden hier einen viel beachteten Auftritt. Open Air, unter freien Himmel, werden im Sektor plein air Installationen und Skulpturen im Sommergarten des Palais am Funkturm präsentiert. Ergänzend werden Podiumsdiskussionen mit führenden Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstwelt veranstaltet.
Rund um das Art Forum Berlin – Ausstellungen und Programm
Während in den Hallen 18-20, sowie 11.2 im Messegelände Berlin die internationale Kunstmesse tagt, präsentieren sich kulturellen Institutionen mit einem vielfältigen Programm. Berlins Museen, Galerien und private Kunstinstitutionen legen ihren Schwerpunkt auf hochkarätige Ausstellungen. So zeigt die Neue Nationalgalerie die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, der Hamburger Bahnhof widmet sich den Preisträgern der Nationalgalerie für Junge Kunst 2009 und die Deutsche Guggenheim Stiftung bietet eine Ausstellung zum Thema Utopia Matters. Die Messehallen am Hammarskjöldplatz sind jeweils von 12:00 – 19:00 Uhr geöffnet, während die Museen und Galerien ihr eigenen Öffnungszeiten pflegen. [...mehr]
„Bitte sagen Sie jetzt nichts, Hildegard“ – Menschliche Kommunikationsstörungen waren immer ein zentrales Thema im Humor des Vicco von Bülow. Den Namen „Loriot“ wählte er sich nach dem Wappentier seiner Familie, und unter diesem ist er bis heute bekannt. Die umfangreichste Ausstellung zu seinem über 50-jährigen Schaffen ist nun nach Berlin und Hamburg auch in Bonn zu sehen. Bis zum 28. Februar 2010 zeigt das Haus der Geschichte rund 300 Exponate.
Feingeistiger als Loriot hat niemand den deutschen Humor geprägt. Seine Figuren mit den Knollennasen kennt jeder, seine Sketche gehören zum unvermeidlichen Kulturgut, und selbst die beiden Kinofilme „Ödipussi“ und „Pappa ante Portas“, deren Format immer ein bisschen zu groß war für von Bülows konzentrierte Pointen, haben im Wiederholungsprogramm der TV-Sender ihren angestammten Platz. [...mehr]
Cover-Bands gibt es wie Sand am Meer, doch nur wenige schaffen eine offizielle Anerkennung seitens ihrer Vorbilder. Bei „The Musical Box“ bestätigt die Ausnahme die Regel. Die Genesis-Tribute-Formation leistet aber auch weitaus mehr, als lediglich die Hits der legendären Band nachzuspielen. Stattdessen rekonstuiert sie ganze Live-Shows und holte dazu sogar schon Phil Collins mit auf die Bühne. Mit neuem Programm ist die Band jetzt auf Deutschland-Tour.
Selten schafft es eine Tribute-Formation, die Royal Albert Hall in London zu füllen. Im Fall von „The Musical Box“ gelang das jedoch mühelos. Seit 1993 präsentiert die kanadische Formation originalgetreue Nachinszenierungen von Bühnenshows der britischen Artrock-Band Genesis. Konzentriert hat man sich dabei bisher auf die Jahre 1972 bis 1974, in denen Peter Gabriel als Frontmann und Mastermind fungierte. Nach dem Ausstieg des charismatischen Sängers übernahm Drummer Phil Collins das Ruder und führte die Band bis in die 90er Jahre hinein zu immensen Erfolgen. [...mehr]