Seit 2002 lotet die ungewöhnliche Mischung aus Festival und Ausstellung die Grenzen zwischen Kunst und Kino aus. Unterschiedliche Spielstätten und Galerien in Köln und Bonn zeigen Experimentelles und Gewagtes aus der Schnittmenge, und Preise werden selbstverständlich auch vergeben. Jurypräsident in diesem Jahr ist der Filmemacher Gus Van Sant.
Längst sind die Grenzen zwischen Videokunst und klassischem Erzählkino fließender geworden. Prominente Vertreter beider Seiten wechseln mittlerweile die Fronten und zeigen dabei keine Berührungsängste. Vor allem die bildende Kunst hat das Kino für sich entdeckt und leistete in den vergangenen Jahren interessante Beiträge. Matthew Barney brachte seine Ehefrau Björk auf die Leinwand und Julian Schnabel erhielt 2008 gar eine Oscarnominierung. [...mehr]
Der Weltkindertag 2009 ist die bereits 55. Ausgabe des 1954 von der UNO ins Leben gerufenen Veranstaltung. In Deutschland wird das weltweit veranstaltete Event traditionell am 20. September gefeiert, in Berlin findet mit der deutschen Hauptveranstaltung von 10 bis 18 Uhr das grösste nicht-kommerzielle Kinder- und Familienfest statt, aber auch in mehr als 400 anderen deutschen Städten und Gemeinden finden Feste statt, die die Kinder zum Mittelpunkt haben und vor allem auf ihre Rechte aufmerksam machen sollen und wollen. Natürlich kommt der Spass dabei nicht zu kurz.
In Berlin findet das Weltkindertagsfest zum 20. Mal statt, nachdem der Weltkindertag bis zur Wiedervereinigung kaum Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gefunden hatte, sondern eher als offizieller Termin, denn als Anlass zu einem Fest wahrgenommen wurde.
Heute wird am Weltkindertag verstärkt auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht, und das Weltkindertagsfest 2009 in Berlin ist nur ein Teil der weltweit unterstützten Kampagne, die auf Unterdrückung, Armut, Sport, Bildung und weitere wichtige Aspekte im Zusammenhang mit den Kleinen hinweisen will.
Wo in Berlin findet das Weltkindertagsfest 2009 statt?
Zelebriert wird der Weltkindertag in Berlin im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum FEZ in der Wuhlheide. Kleine, grosse und ganz grosse Kinder haben die Möglichkeit, an über 200 Mitmach-Aktionen teilzunehmen und Stars wie die No Angels oder den Mundharmonika-Star Michael Hirte live statt im Fernsehen zu erleben, natürlich bei freiem Eintritt. [...mehr]
Dass die türkische Metropole bereits ein Jahrzehnt lang Stätte eines periodisch wiederkehrenden Kunstfestivals ist, mag hierzulande nur wenigen bekannt sein. Das könnte sich nun ändern. Das Motto des diesjährigen Events nämlich entstammt Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“.
„Wovon lebt der Mensch?“ – Diese existenzielle Frage beantwortet Mackie Messer mit einer klaren Aussage: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Provokativ genug, um auch die eigene Haltung einmal zu überprüfen. „What keeps Mankind alive“, fragt deshalb auch die 11. Internationale Biennale Istanbul dieses Jahr und stellt sich bewußt in Brecht´sche Tradition. [...mehr]
In der Stadt, die niemals schläft, können Schatten schnell mal zu Figuren werden. Das Tempo, die Hektik und die vielgestaltige Farbigkeit New Yorks finden ihren Niederschlag jederzeit in den Bildern des amerikanischen Malers Tom Christopher. Die Frankfurter Galerie von Stechow zeigt derzeit eine Auswahl seiner Arbeiten – sehenswert nicht nur für Big-Apple-Fans.
Wo Chaos und Ordnung zusammentreffen, hat das geschäftige Treiben der berühmtesten Großstadt der Welt seinen Platz. Der 1952 in Hollywood geborene Tom Christopher hat sich ganz diesem Thema verschrieben. In greller Farblichkeit überhöht er die ungeheure Hektik des urbanen Lebens gerne und lässt es dabei auch schon einmal grell erleuchten. Wer die Stadt in den Bildern des Wahl-New-Yorkers wahrnimmt, kann die raunenden Motoren, tönenden Autohupen und eilenden Schritte auf dem Apsphalt förmlich hören. [...mehr]
Was viele andere Kabarettbühnen zum hauseigenen guten Ton zählen, hat jetzt auch das traditionsreiche Bonner Pantheon-Theater ins Leben gerufen: Ein eigenes Ensemble. Vier Comedians bilden das neugegründete Spassteam, das sich am 09. September erstmalig einem durchweg zufriedenen Publikum vorstellte. „Fahrerflucht – Wege aus der Verantwortung“ heißt ihr erstes abendfüllendes Programm. Zu den Gästen im Saal gehörte unter anderem Ingolf Lück.
14 Rollen, aber nur 4 Darsteller – das fordert einiges an Wandlungsfähigkeit. Autor Thomas Lienenlüke und Regisseur Hans Kieseier haben sich für die Premiere des brandneuen Pantheon-Ensembles einiges einfallen lassen. Statt klassischer Nummernrevue, wie sie für das Abendprogramm einer Kabarettbühne Standard ist, bietet „Fahrerflucht“ im Grunde Boulevardtheater mit leichten Anklängen an die politische Farce. [...mehr]
Gerichtszeichnerin Cony Theis ist eine vielseitig begabte Künstlerin. Die 48-Jährige ist Vielen zwar durch ihre Gerichtszeichnungen bekannt, jedoch nicht namentlich, obwohl sie Gerichtszeichnungen nur als Auftragsarbeiten durchführt und eigentlich ihre eigene Kunst produziert: Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde auf Haut, Fotografien und Installationen.
Aus Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Internet kennt man die Zeichnungen, die Cony Theis bei zahlreichen Gerichtsverhandlungen gemacht hat, in denen weder Fotos noch Filmaufnahmen gemacht werden dürfen, so wie es in vielen Ländern der Fall ist.
Noch bis zum 1. November ist im Landesmuseum Bonn Kunst von Cony Theis zu sehen, die im Rahmen der gerade eröffneten Ausstellung einen Querschnitt der Werke der Künstlerin darstellen. Mit Vorliebe zeichnet und malt Theis, die an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Prof. Rolf Crummenauer studiert hat, auf dünnem Pergament.
Theis, die in Köln wohnt und arbeitet, schätzt daran insbesondere, dass das Papier sich durch das Wasser bei Aquarellmalerei wellt, denn im Mittelpunkt ihrer Kunst steht der Mensch, und so spiegelt das gewellte Material die Unebenheiten und Imperfektionen der Personen wider, die sie nicht nur im Gerichtssaal porträtiert.
Vor allem durch die Auftragsarbeiten für Gerichtszeichnungen, mit denen sie 1988 als 30-Jährige begann, hat Cony Theis im Laufe der Zeit zahlreiche Menschen kennengelernt, darunter auch viele Prominente wie Boris Becker oder Josef Ackermann, wovon man sich bei der Bonner Ausstellung “See me 2″ überzeugen kann. [...mehr]
Mit dem Tod von Ted Kennedy ging in den Augen vieler die Ära einer Dynastie zuende. Den belgischen Theaterregisseur Luk Perceval hingegen zwang dieses Ereignis vor allem dazu, das Ende eines collagenhaften Bühnenwerkes über eine der berühmtesten Familien der politischen Gegenwart noch einmal umzuschreiben – und das wenige Tage vor der Uraufführung am Hamburger Thalia-Theater. Geschadet hat es dem Stück aber offensichtlich nicht. Die Reaktionen des Premierenpublikums fielen weitestgehend positiv aus.
Mit einem zwölfstündigen Shakespeare-Event hatte Luk Perceval Ende der 90er vom Zuschauer einiges an Sitzfleisch und Durchhaltevermögen verlangt. Nicht ganz so anstrengend ist seine aktuelle Produktion geraten, wenn sie auch durchaus den Geist der berühmten Königsdramen des englischen Dichters mit sich bringt. „The Truth about the Kennedys“ ist dem Titel gemäß selbstverständlich ein uneinlösbares Versprechen und bewußt arg hoch gegriffen. Erhellende Einblicke in die Strukturen der irischstämmigen Dynastie bietet das vierstündige Bühnenwerk jedoch allemal. [...mehr]
Gerade mal die ersten 22 Jahre seines Lebens brachte das bekannteste Kind der ehemaligen Hauptstadt an seinem Geburtsort zu. Für Bonn kein Grund, Ludwig van Beethoven nicht ausgiebig vor sich herzutragen. Bereits seit 1999 findet aus diesem Grund jedes Jahr im Herbst das vierwöchige Beethovenfest statt. Vom 4.9. bis zum 3.10. lassen sich unter dem Titel „Im Licht“ aber nicht nur Konzerte mit Werken des berühmten Namengebers besuchen.
Das Beethovenfest hat eine lange Tradition und reicht bis ins Jahr 1845 zurück, als auf dem Bonner Münsterplatz anlässlich der Einweihung eines Denkmals für den Komponisten drei Tage lang musiziert wurde. Heute hat das Festival einen institutionellen Rahmen und wird unter anderem von der Deutschen Welle mitgetragen, die für die internationale Wahrnehmung des vielschichtigen Musikevents sorgt. [...mehr]