Über 350.000 Besucher konnte „Vom Geist der Weihnacht“ seit der Uraufführung 2001 bereits begeistern. In diesem Jahr könnten noch ein paar mehr hinzukommen, übernimmt doch Patricia Kelly, ehemaliges Mitglied der Kelly-Family, eine der Hauptrollen. Als Engel macht sie aus dem Griesgram Ebenezer Scrooge einen besseren Menschen und damit sicher nicht nur ihre Fans glücklich. Ab dem 26. November gibt es das Musical nach Charles Dickens im Düsseldorfer Capitol-Theater zu sehen.
Zweifellos gehört „A Christmas Carol“ zu den bekanntesten Erzählungen überhaupt, und wer noch nie irgendeine Variante gesehen oder gehört hat, ist vermutlich mindestens so weihnachtsfeindlich wie die Hauptfigur. Ob in Gestalt eines Disney-Zeichentrickfilms, als Muppets-Märchen oder auch in diesem Jahr als 3D-Spielfilm mit Jim Carrey – die Geschichte von Charles Dickens ist unverwüstlich. [...mehr]
Einer allgemeinen Auffassung nach führte der Künstler im Mittelalter in erster Linie eine anonyme Existenz und hinterließ in seinen Werken keine Spur von Autorenschaft. Mittlerweile zeigen Forschungen, dass diese Sichtweise möglicherweise ein echter Irrtum ist. Anton Legner, ehemaliger Direktor des Kölner Schnütgen Museums, legt nun eine prachtvolle Anthologie mit fast 1000 Abbildungen zu diesem Thema vor.
Auch wenn man es auf den ersten Blick glauben könnte, aber der Artifex ist kein Comic-Gallier aus dem Asterix-Universum. Wortlich übersetzt bezeichnet der Begriff vielmehr denjenigen, der ein Kunstwerk verfertigt. Architekten, Steinmetze, Bildhauer, Maler, Goldschmiede, Bronzegießer, Büchmaler und Gewandmacher galten im Mittelalter als Künstler und wurden Artifex genannt. [...mehr]
Gewinnerin des Abends beim Deutschen Comedy Preis 2009 war Cindy aus Marzahn – schlechter bekannt unter ihrem bürgerlichen Namen Ilka Bessin. Bei drei Nominierungen konnte die gebürtige Luckenwalderin zwei Preise abräumen: als beste Komikerin und für das beste TV-Soloprogramm.
Die 37-Jährige, die seit rund fünf Jahren als Langzeitlose Cindy aus dem Berliner Plattenbaubezirk Marzahn auf sich aufmerksam macht, seit sie erstmals beim Quatsch Comedy Club auftrat, setzte sich gegen am vergangenen Freitag (22.10.09) gegen die nicht zu unterschätzende Konkurrenz durch und konnte so den bereit zweiten, beziehungsweise dritten Deutschen Comedypreis ihrer Karriere sichern. Damit ist endlich auch jemand auf dem besten Weg, Mario Barth langsam, aber sicher einzuholen. Wie gesagt: endlich. Egal wer.
Nachwuchspreis für Cindy mit 35 Jahren
Im Jahr 2007 hatte die bereits damals beleibte ehemalige Köchin im Alter von 35 Jahren den Deutschen Comedypreis als Bester Newcomer gewonnen. In diesem Jahr gewann Ilka alias Cindy aus Marzahn mit ihrem Programm „Schizophren – Ich wollte ‘ne Prinzessin sein“ die Jury für sich.
Ilka Bessin bei der Schillerstraße
Seit Anfang diesen Jahres spielt Ilka Bessin neben ihrem eigenen Programm [...mehr]
Als die weltberühmte Choreografin am 30. Juni unerwartet verstarb, sah es so aus, als würden die gemeinsamen Pläne für einen Tanzfilm, den Wim Wenders mit Pina Bausch drehen wollte, nun nicht mehr umgesetzt werden können. Mitte Oktober haben in Wuppertal die Dreharbeiten nun doch erneut begonnen. Das Bemerkenswerte an dieser Produktion: der fertige Film wird in 3D zu sehen sein.
Unter dem schlichten Titel „Pina“ soll 2010 eine ganz besondere Erinnerung an die große Choreografin in die Kinos kommen. Filmemacher Wim Wenders hatte zusammen mit Pina Bausch und dem Tanztheater Wuppertal bereits lange an dem Projekt gearbeitet, bevor Anfang des Jahres die erste Klappe fiel. Jetzt, knapp 4 Monate nach dem Tod der Künstlerin, zeichneten die (Digital-) Kameras wieder auf, zwar mit einem überarbeiteten Konzept, im Kern aber mit demselben Grundgedanken. [...mehr]
Mit dem bekanten Musical hat diese Ausstellung trotz des Titels nichts zu tun. Obwohl - in beiden Fällen geht es ja doch schließlich um Haare. Und dass diese durchaus zu Kunstobjekten taugen, beweist eine Sammlung von hochwertigen Fotografien, die demnächst in Buchform erhältlich, sowie als Originale bis zum 8.11. vorübergehend im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen sind. Zu den bekannten Namen, die sich mit der natürlichen Kopfbedeckung auseinandergesetzt haben, gehört unter anderem Zopfträger Karl Lagerfeld.
Was genau mag wohl „German Hair“ sein? Zusammen mit seiner Muse Baptiste Giabiconi hat Modezar und Hobbyfotograf Karl Lagerfeld versucht, hier eine Begriffsbestimmung zu wagen. Herausgekommen ist eine faszinierende Fotostrecke quer durch die Frisurenmode des 20. Jahrhunderts. Nicht umsonst taucht dabei auch der berühmte Scherenschnittkopf des Schwarzkopf-Konzerns auf. [...mehr]
Die geänderten politischen Vorgaben der 30er Jahre machten aus der jungen russischen Avantgarde zunehmend Propagandisten des sogenannten Sozialistischen Realismus. Eine besondere Rolle spielte hierbei die Fotografie, die vor allem den Analphabeten ideologisches Futter verschaffen sollte. Fanden sich bisher in kaum einer deutschen Sammlung Arbeiten aus dieser Zeit, so ermöglicht nun ein Ankauf des Kölner Museums Ludwig endlich eine umfangreiche Ausstellung.
Während in den 60er und 70er Jahren der Kalte Krieg im Westen wenig Interesse an künstlerischen Arbeiten aus der Sowjetunion hervorrief, entschloß sich die in Prag lebende Publizistin und Kuratorin Daniela Mrázkowá, ein Zeichen zu setzen und errichtete eine Sammlung fotografischer Arbeiten bedeutender Vertreter russischer Bildkunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. [...mehr]
Hairspray zählt zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Ab dem 19. November 2009 wird die schrille Story um einen pummeligen Teenager deutschlandweit zum ersten Mal in Köln gezeigt. Mit Uwe Ochsenknecht und Maite Kelly wartet das bunte Bühnenereignis mit prominenten Darstellern erster Klasse auf.
Hairspray -das Erfolgsmusical vom Broadway
Nach einer 7jährigen Erfolgsstory am Broadway kommt das Kult-Musical Hairspray nun endlich auch nach Deutschland. Seit Mai 2009 kann man bereits Karten für die Aufführung im Musical Dome in Köln kaufen.
Die bunte Geschichte des umjubelten Musicals ist im amerikanischen Baltimore der 60er Jahre angesiedelt. Der pummelige Teenager Tracy Turnblad qualifiziert sich zur Teilnahme an der TV-Sendung „The Corny Collins Show“. Hier tanzen weiße Kids bei der Wahl zur “Miss Teenage Hairspray ‘62“ zu schwarzen Soul-Rhythmen um die begehrte Auszeichnung. Afroamerikaner sind nicht zur Show zugelassen. Mit ihrer wilden Frisur und ihrem fröhlichen Temperament wird der übergewichtige Teenager schnell zum Publikumsliebling und setzt sich fortan für eine Kampagne gegen die rassistische Trennung von Schwarzen und Weißen in der TV-Sendung ein. [...mehr]
Noch eine Kunstmesse, möchte man angesichts des völlig übersättigten Marktes ausrufen. Doch die ART.Fair 21 in Köln ist vor allem dem Nachwuchs gewidmet und bietet zudem ein pralles Rahmenprogramm aus Live-Musik und Parties. Mit einem eigenen Award werden zudem interessante junge Fotografen in den Mittelpunkt gerückt.
Über 300 junge Künstler (fast ausschließlich ab Jahrgang 1960) aus rund 60 Galerien werden hier an 3 Ausstellungstagen gezeigt und einem interessierten Publikum zum Teil erstmalig in vergleichbarer Form präsentiert. Ziel der Veranstalung ist es vor allem, das allgemeine Networking der Branche anzukurbeln. Kunstsammler und Galeristen sollen mit vielversprechendem Nachwuchs konfroniert werden. Für viele ein echtes Sprungbrett – zumindest der Intention nach. [...mehr]
Wenn Schauspieler sich in anderen Kunstformen zu bewegen versuchen, ist der Wunsch oftmals eher de Vater des Gedankens als alles andere. Eine rühmliche Ausnahme bildet Dennis Hopper, US-Schauspieler und Regisseur. Der umtriebige Kunstsammler ist unter anderem auch ein höchst spannender Fotograf. Ein außergewöhnlich schöner Bildband aus dem Kölner Taschen-Verlag gibt nun Einblick in sein Werk.
Am ehesten identifiziert man Dennis Hopper mit dem motorradfahrenden Hippie aus „Easy Rider“ oder dem perversen Kleinkriminellen Frank aus David Lynchs „Blue Velvet“, doch seine Arbeit als Schauspieler war dem Pionier des amerikanischen Independent-Films nie genug. Als Regisseur und Autor feierte er einige bemerkenswerte Erfolge (etwa mit „Colors“), doch auch abseits vom Kinobetrieb hinterließ er Eindruck. Hopper, selbst begeisterter Kunstsammler, ist ganz nebenbei auch ein leidenschaftlicher Maler und Fotograf. [...mehr]
Für Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet – so klassifiziert das Max Ernst Museum die kommende Ausstellung mit Werken des amerikanischen Filmemachers David Lynch. Was genau man sich dabei gedacht hat, werden wohl erst die rund 160 Exponate selber zeigen. Ab dem 22. November kann man sich in Brühl bei Köln selber von der (vermeintlichen?) Sinnhaftigkeit der Altersbeschränkung überzeugen.
Verstörend, finster, abgründig. Vielen fallen zu den Filmen David Lynchs vor allem solche Attribute ein. Dass er auch ganz andere Seiten schon bedient hat, vergisst eine klischeelastige Wahrnehmung ganz gerne. „The Straight Story“ etwa erzählt die schlichte und anrührende Geschichte des 73-jährigen Alvin Straight, der gegen Ende seines Lebens noch einmal seinen Bruder besuchen will, mit dem er seit Jahren zerstritten ist. Und da er keine andere Reisemöglichkeit hat, setzt er sich einfach auf seinen Rasenmäher und durchquert halb Iowa und Wisconsin. Skurril ist das allemal, aber ansonsten scheint dieser Film so gar nicht in das dunkle Lynch-Universum zu passen. [...mehr]