Neben all den Musikpreisen, deren Vergabe immer unter dem Verdacht steht, von der Industrie gesteuert zu sein, hat die 1Live Krone eine echte Sonderstellung. Die Auszeichnung des Kölner Radiosenders richtet nämlich ausschließlich nach dem Willen des Publikums. Für die diesjährige Verleihung am 3. Dezember in der Jahrhunderthalle Bochum lässt sich jetzt bereits abstimmen.
Seit 2000 vergibt 1Live, das Jugendradioprogramm des Westdeutschen Rundfunks (früher WDR 1), einen hauseigenen Publikumspreis für die beliebtesten Musik-Acts eines Jahres. Wer abstimmt, hilft nicht nur seinem Lieblingsstar, die begehrte Auszeichnung zu erhalten, sondern kann auch jeweils 2 Tickets für die zugehörige Gala gewinnen – ein echter Ansporn, denn kaufen kann man die Platzkarten nicht. [...mehr]
Über 150 Cover der „Vogue“ wurden von ihm gestaltet, und so einflussreich wie das Magazin für die Wahrnehmung von Mode war, so bedeutsam fiel dabei auch der Anteil von Irving Penn aus. Am 7. Oktober starb der große Fotograf und ältere Bruder des Hollywood-Regisseurs Arthur Penn im Alter von 92 Jahren.
Vermutlich das bekannteste Bild Irving Penns ist sein ikonisches Picasso-Porträt, das den Maler mit Hut, halb verdecktem Gesicht und eindringlichem Blick direkt ins Auge des Betrachters zeigt. Zugleich belegt diese Aufnahme Penns archetypischen Stil in Vollendung. Scharfe Kontraste waren dem Meister jederzeit fremd, überflüssige Deko gibt es nicht. Seine Inszenierungen sind ebenso nüchtern wie detailliert. Bekannt wurde der Fotograf aber vor allem durch seine prägenden Modeaufnahmen. [...mehr]
Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Bekanntlich nein. Ein kleines, nie namentlich genanntes Dorf leistet beharrlich Widerstand und sorgt bei den Invasoren Caesars regelmäßig für zünftige Prügeleien. Am 29.10. jährt sich zum 50. Mal jener Tag, an dem der gewitzte Krieger das Licht der Comic-Welt erblickte. Asterix ist tatsächlich schon ein halbes Jahrhundert alt und feiert seinen Geburtstag gebührend mit einem Jubiläumsband.
Eigentlich wollten Autor René Goscinny und Zeichner Alberto Uderzo einen ganz anderen Helden kreieren. Doch Reineke Fuchs hatte sich gerade schon jemand anders vorgenommen, und so erfanden die beiden stattdessen mal schnell den kleinen Gallier mit dem gelben Schnauzbart. So jedenfalls will es die Legende. [...mehr]
„Fremd im eigenen Land“ heißt die Ausstellung über das Schicksal der niedersächsischen Sinti und Roma nach dem Holocaust, die vom 24. Oktober bis 31. Januar im Historischen Museum in Hannover stattfindet und mit vielen Text- und Bildquellen das sensible Thema angeht.
Fremd im eigenen Land
In der Zeit von 1938 bis 1945 wurden unzählige Sinti und Roma in Vernichtungslagern deportiert, davon mindestens 17.000 im KZ Ausschwitz von den Nazis ermordet, insgesamt schätzt man die Höhe der Opfer auf ca. 500.000. Grausige Zahlen, die jedoch nichts an der ablehnenden und rassistischen Haltung der Bevölkerung gegenüber „den Zigeunern“ nach Ende des dritten Reichs veränderte. Nur wenige tausend Sinti und Roma überlebten den Porajmos, das ist der Romanes-Name für den Holocaust, und kehrten nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern in ihre niedersächsische Heimat zurück. Dort wurden sie weiterhin ob ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert, ausgegrenzt, polizeilich überwacht sowie von der Bevölkerung schikaniert. Viele erlangten nach der Deportation die Staatsbürgerschaft nicht zurück. Ergreifend und aufschlussreich dokumentiert das Historische Museum in Hannover diese Missstände unter dem passenden Titel „Fremd im eigenen Land“. [...mehr]
Beim bereits 14. Berliner Chansonfest heisst es mal wieder „Alles Chanson“. Drei Tage lang, vom 9. bis 11. Oktober, spielen in der Berliner Bar jeder Vernunft 12 verschiedene Formationen, die sich dem Genre Chanson verschrieben haben, wobei Chanson nicht so sehr im engeren, sondern eher im Sinne von akustischer, melodiöser und zum Teil hoffentlich auch dramatischer und ergreifender Popmusik zu verstehen ist.
Je vier Künstler oder Gruppen treten an den drei Tagen auf, den Anfang am Freitagabend machen Kitty Hoff, Michael von der Heide, KiKi Brunner und ein noch zu ermittelnder Gewinner des Nachwuchspreises 2009. Am 3. Oktober treten im Aufsturz in der Oranienburger Strasse Marlen Pelny, Jan Koch, Schwarz un Schmitz, Jan Frisch und Julia Luis auf und auch gegeneinander an, um die Jury zu überzeugen. Schon diese Veranstaltung ist vermutlich für viele Berliner längst kein Tipp mehr.
Jan Böttcher trat im letzten Jahr beim Berliner Chanson-Fest auf.
Immerhin geht es dabei nicht nur um die Teilnahme am Berliner Chansonfest, Alles Chanson heisst es für den Gewinner auch in Heidelberger, denn die Berliner kooperieren in diesem Jahr mit dem dortigen Chansonfest „schöner lügen“, bei dem der überzeugendste Künstler im Frühjahr 2010 auch noch auftreten darf.
Auch am Samstag und Sonntag treten beim Berliner Chanson-Fest bekannte Künstler auf:
Zu den bereits profilierten Künstlern am Samstag gehören Niels Frevert, Katrin Sass, Adwoa Hackmann und Bukowski waits for you, am Sonntag spielen Montmorensy, nachtlüx, [...mehr]