Beiträge vom: November, 2009

Autor: Thomas

Gegenständliche Malerei erlaubt vor allem dem Laien einen leichteren Zugang zur Kunst. Die Porträts des in Essen geborenen Künstlers Oliver Jordan bilden zudem nicht selten prominente Köpfe ab. Eine Ausstellung in der Mülheimer Galerie Ricarda Fox erlaubt noch bis zum 15. Januar einen Einblick in das Werk des Malers.

Keith Richards, Bob Dylan, Iggy Pop, Mick Jagger, aber auch klassische Musiker wie Anne Sophie Mutter und Kent Nagano haben ihr Abbild schon von Oliver Jordan erhalten. Politiker wie der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Norbert Burger oder der Industrielle Berthold Beitz ließen sich von ihm porträtieren. Farbenfroh und ausdrucksstark geraten seine Bilder dabei jederzeit.    [...mehr]


Autor: Thomas

Die Grenzen zwischen Kommerz und Kunst sind manchmal durchaus fließend. In den 1950er Jahren gehörte der Schweizer Godi Leiser zu den bedeutendsten Grafikern in der Automobilwerbung. Das Motor-Erlebniszenturm „autobau“ in Romanhorn würdigt den Künstler nun zum ersten Mal mit einer Ausstellung seiner Arbeiten von 1927 bis 1977.

Mercedes-Benz, Renault, BMW, Chrysler, Rolls Royce – kaum eine Automarke, die nicht irgendwann einmal von der Zeichenkunst Godi Leisers profitiert hätte. Der an der Kunstgewerbeschule St. Gallen ausgebildete Werbegrafiker war schon als Kind ein großer Autofan, und so lag es nahe, sich nach dem Studium auf das Thema zu spezialisieren.    [...mehr]


Autor: Thomas

Im sechsten Jahr bereits findet in Frankfurt / Oder und Stubice das Europäische Festival für Lied- und Weltmusik unter dem Titel transVocale statt. Das Besondere dabei ist nicht nur die Auswahl der auftretenden Künstler, sondern vor allem die Tatsache, dass die Besucher für die einzelnen Veranstaltungen wortwörtlich eine Grenze überschreiten müssen – nämlich die zwischen Polen und Deutschland.

Ethnomusik aus der ganzen Welt gibt es auf der transVocale zu hören, und dass der Zuspruch groß ist, belegt die bereits eingespielte Tradition des Festivals. Die Zwillingsstadt Frankfurt / Oder hat zudem besonderen symbolischen Charakter und zeigt, dass Musik tatsächlich Grenzen überschreitet und Menschen verbindet. So jedenfalls lautet der konzeptionelle Grundgedanke.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der ehemalige Wimbledon-Gewinner als Fotograf? Wohl kaum. Hinter der Namensgleichheit verbirgt sich einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Fotografieszene. Zum Jahresende kann man seine Arbeiten gleich in zwei Kölner Ausstellungen kennenlernen. Die größere der beiden zeigt die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur.

Rund 90 Exponate wollen eine Werksübersicht des in Köln lebenden Fotografen bieten. Den Serien Hochbunker, Wohnhäuser, Konstruktionen, Felder und Landschaften, Fakes und Artefakte gilt dabei das Hauptaugenmerk.    [...mehr]


Autor: Thomas

Radiohead oder Sonic Youth wären ohne den Einfluss von Irmin Schmidt nicht denkbar. Am bekanntesten ist der Komponist für seine Arbeit mit der Band CAN, der er über ein Jahrzehnt zugehörte. Für seine Leistungen als Filmkomponist ehrt ihn jetzt die Kölner Filmmusik-Konferenz SoundTrack_Cologne 6.0 mit einem Ehrenpreis.

Stockhausen und Ligeti gehörten zu den großen Namen, bei denen Irmin Schmidt sein Musikstudium absolvierte. Komposition, Klavier, Dirigieren und Musikethnologie – Schmidt erlernte sein Handwerk gründlich und von allen Seiten. 1960 begann er als Pianist und Dirigent zu arbeiten. Zeitgenössische Musik stand dabei immer im Vordergrund, und rasch traten auch die ersten eigenen Werke hinzu.    [...mehr]


Autor: Thomas

Es gab Zeiten, da arbeitete der amerikanische Medien- und Performance-Künstler Matthew Barney bevorzugt mit Vaseline. Aber auch sonst ist das, was er so macht, durchweg merkwürdig, gewagt und vor allem ziemlich monumental. Derzeit arbeitet er an einer Interpretation eine Romans von Norman Mailer. Erst sollte es eine Oper werden, jetzt eine siebenteilige Performance.

Kein Werk der modernen Videokunst ist so gewaltig und ausufernd wie Matthew Barneys 5-teiliger Cremaster-Zyklus. Weder im Museum noch im Kino ist das Mammutwerk wirklich richtig zuhause, aber Barney setzt sich nunmal gerne zwischen alle Stühle. Nicht anders verhält es sich bei seinem aktuellen Projekt, das sich um den Roman „Ancient Evenings (dt.: Frühe Nächte)“ von Norman Mailer dreht.    [...mehr]


Autor: Thomas

Stephen King, Die Arena (Quelle: www.randomhouse.de)Eine Stadt in Maine ist durch ein rätselhaftes Kraftfeld von der einen Sekunde zur anderen von der Außenwelt abgeschlossen – in der Welt von Stephen King nicht ungewöhnlich. Auf über 1200 Seiten schildert der Bestsellerautor die Folgen, die das unerklärliche Szenario auf die Menschen hat und geht dabei erwartungsgemäß alles andere als zurückhaltend vor. Mancher Kritiker glaubt, ein Psychogramm des heutigen Amerika erkennen zu können.

Ohne Vorwarnung ist Chester´s Mill, eine gewöhnliche Kleinstadt an der Westküste der USA, nicht mehr das, was es einmal war. Ein unsichtbares Kraftfeld legt sich über den Ort und schottet ihn von der Außenwelt ab, und alles, was sich im falschen Augenblick auf der Grenze befindet, wird einfach in zwei Hälften geteilt. Ursache unbekannt – vor allem aber stellt sich die Frage: Gibt es jemals wieder einen Weg nach draußen?    [...mehr]


Autor: Thomas

Licht ist das zentrale Mittel des Fotografen. Michael Schnabel macht sich diese Tatsache zunutze, indem er weitestgehend darauf verzichtet. Seine Fotografien sind Studien des Nichtsichtbaren, und das machte ihn 2004 zu einem echten Erneuerer seiner Zunft. Eine Ausstellung in Wiesbaden erlaubt nun bis zum 27. Februar 2010 einen Einblick in seine Kunst der Dunkelheit.

Michael Schnabel, Senckenberg-Museum II - Bildnachweis: the artist and photonet galerie

„Stille Berge“ nannte Michael Schnabel eine Werkserie von 2003, und sie zeigte genau das, was ihr Titel versprach. Der Unterschied zur traditionellen Landschaftsfotografie hätte jedoch nicht bestechender sein können. Die westeuropäischen Bergmassive, die es dort zu sehen gab, waren nämlich nicht von Licht, sondern fast vollständig von Dunkelheit bestimmt. Der bewußte Verzicht auf das zentrale Mittel des Fotografen eröffnete eine neue Perspektive auf ein millionenfach abgebildetes Motiv.    [...mehr]


Autor: Thomas

Nichts für schwache Nerven sind die Thriller von Frankreichs beliebtem Spannungsautor. Mit seinem aktuellen Roman „Choral des Todes (OT: Miserere)“ kehrt Jean-Christophe Grangé erneut zu seinen Lieblingsthemen zurück: Religion, Mystik, grausame Ritualmorde und Gesetzeshüter, die selber moralisch eher fragwürdig sind. Neben der Printausgabe gibt es auch eine deutsche Hörbuchfassung mit der markanten Stimme von Synchronsprecher Wolfgang Pampel (Harrison Ford).

Ein wahnsinniger Serienkiller oder eine politische Intrige? Mit dem grausamen Tod des Chorleiters einer Pariser Kirche beginnt dieser Mystery-Krimi, und wer den einen oder anderen von Grangés früheren Romanen kennt, weiß, dass sich der Leser auf einiges gefasst machen sollte. So muss es wenig wundern, dass die Verstrickung französischer Militärs in die Folterpraxis des Pinochet-Regimes (keine Erfindung des Autors) ebenso eine Rolle spielt wie eine geheimnisvolle Gruppe von Kindern, die sich als Ausgeburt des Bösen entpuppt.    [...mehr]


Autor: Thomas

Nicht zufällig fühlt man sich bei Betrachtung von Bildern eines der bedeutendsten figurativen Malers der Gegenwart an moderne Verktorgrafiken erinnert, wie sie heute zum Standard in der Illustration gehören. Flächigkeit bestimmte schon immer den Stil von Alex Katz. Eine Ausstellung in Kleve erlaubt noch bis zum 21. Februar 2010 einen Einblick in sein Werk.

Ebenso dekorativ wie belanglos können die Arbeiten von Alex Katz auf den ersten Blick wirken. Porträts, Gruppenbilder, Stillleben und Landschaften definieren seine bevorzugten Motive, und sie tauchen alle im gleichen Look auf. Auf zweierlei wird jederzeit strengstens verzichtet: Räumliche Tiefe und fließende Übergänge.    [...mehr]


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