Autor: Thomas
Wenn der Beobachter selber zum Objekt der Betrachtung wird, ergeben sich gänzlich neue Perspektiven. Diese Idee durchzieht das Werk der Fotokünstlerin Ulrike Bohlender, die sich die Betrachtung des Museumsbesuchers zum Thema gemacht hat. Eine Ausstellung in Karlsruhe erlaubt einen Einblick in ihr Schaffen.

Die „vierte Wand“ lautet in der Theaterwissenschaft die Bezeichnung für die offene, dem Publikum zugewendete Seite der Guckkastenbühne. Für die Figuren des fiktiven Stücks existiert sie nicht, dem Zuschauer erlaubt sie hingegen den ungestörten Blick auf die handelnden Personen. Relevanter Bestandteil eines dramatischen Werkes wird sie allerdings erst, wenn sie als das, was sie ist, in das Spiel mit einbezogen wird. In dem Moment, da innerhalb des jeweiligen Werkes dessen Natur als Werk oder Fiktion thematisiert wird, gilt die vierte Wand als „durchbrochen“. [...mehr]
7. November 2009

Loading ...
Autor: Thomas
Als sie noch Norma Jean Baker hieß, waren Fotografien mit ihrem Abbild zwar noch nicht sonderlich viel wert, die ungemeine Ausstrahlung jedoch, die sie vor der Kamera bereits damals entwickelte, lässt sich kaum leugnen. Erst kürzlich holte das amerikanische TIME-Magazin unbekannte Fotos aus dem Archiv, die das blondierte Mädchen zeigen, bevor es Marilyn Monroe wurde. Eine Ausstellung der Kölner Galerie „in focus“ zeigt die Ikone nun durch die Linse dreier großer Fotografen.

Bruno Bernard begegnete der jungen Norma Jean der Legende nach 1946 auf dem Sunset Boulevard und erkannte gleich ihr Starpotential. Der Fotograf nahm sie umgehend vor seine Kamera und arrangierte sowohl ihr erstes Magazin-Cover als auch ihre erste Filmrolle. Der Rest ist Geschichte. Aus dem unbekannten Mädchen wurde ein überlebensgroßes Phänomen und gefeiertes Sex-Symbol der prüden 50er Jahre. [...mehr]
6. November 2009

Loading ...
Autor: Thomas
Zwischen Kino und Museum bewegt sich die künstlerische Arbeit des gebürtigen Tschechen Harun Farocki. Für den deutschen Regisseur Christian Petzold schrieb er unter anderem das Drehbuch zu dessen Film „Gespenster“, doch bekannt wurde er vor allem durch die Medieninstallation „Deep Play“ für die Documenta XII. Das Kölner Museum Ludwig widmet Farocki jetzt bis zum 7. März 2010 eine umfassende Ausstellung mit begleitendem Filmprogramm.

Über 90 Filme hat der ehemalige Redakteur der Zeitschrift „Filmkritik“ bis heute realisiert. Farockis Spezialgebiet ist dabei allerdings nicht der Spiel-, sondern der Essayfilm, eine besondere Spielart der Dokumentation, bei welcher der Off-Kommentar ohne objektive Autorität eingesetzt wird. Beispiele dieser bemerkenswerten Sonderform zeigt das Kölner Museum Ludwig im Rahmen einer Werkschau des Künstlers. [...mehr]
1. November 2009

Loading ...