Beiträge vom: Januar, 2010

Autor: Thomas

Gut würde es so manchem Fernsehkoch sicher gefallen, wenn er als Künstler durchginge. Unbestrittenermaßen kunstvoll ist so manches, was da zubereitet wird, durchaus. Dass Essbares seinen Platz in der Kunst hat, belegte der Schweizer Daniel Spoerri bereits in den frühen 70er Jahren. Jetzt widmet sich eine Wanderausstellung dem Thema und residiert noch bis zum 28. Februar in der Kunsthalle Düsseldorf.

„Eating the Universe“ betitelte Peter Kabelka, ehemaliger Professor für (man glaubt es kaum) Film und Kochen, ein TV-Format zum Thema Kochen als Kunstgattung. Ein gewisses Augenzwinkern ist wohl dabei, wenn jetzt eine Ausstellung zur sogenannten Eat Art auf diese Namensgebung zurückgreift.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Als Teil der Berliner Festspiele findet jährlich das MaerzMusik-Festival statt. Viele bekannte Komponisten verdanken dem Festival ihre Entdeckung.

MaerzMusik 2010 in Berlin ©Berliner Festspiele

MaerzMusik präsentiert vom 19. bis 28. März 2010 im Haus der Berliner Festspiele zeitgenössische Werke bekannter und entdeckungswürdiger Komponisten, wie Günter Kochan, Ruth Zechlin und Siegfried Matthus. Gespielt werden Orchesterkonzerte, Kammermusik, Musiktheater und andere ausdrucksstarke Formen aktueller Musik. Vorgestellt werden neue Werke unter anderem von Beat Furrer, Klaus Huber, Mela Meierhans, Salvatore Sciarrino, Isabel Mundry, Thomas Kessler, Olga Neuwirth und Johannes Schöllhorn. Künstlerischer Leiter ist Matthias Osterwold.    [...mehr]


Autor: Thomas

Es ist schon eine ganze Weile her, dass der Zusatz „Bürgerschreck“ an Jörg Buttgereit haftete wie eine Tätowierung. Heute produziert der Mann, der einst für einiges Entsetzen und öffentlichen Aufruhr sorgte, Hörspiele für den WDR. Buttgereits Arbeiten sind längst mit dem Kunst-Stempel versehen. Grund genug für das Filmmuseum Düsseldorf, ihm eine umfassende Retrospektive zu widmen.

Wie sich die Zeiten wandeln und auch die größten Schreckgespenster des Kulturbetriebs domestiziert werden, belegt der Fall des deutschen Filmemachers Jörg Buttgereit beispielhaft. 1991 landete eine seiner Arbeiten direkt mal auf dem Index und sorgte für jede Menge Empörung. Erst als richterlich entschieden wurde, dass „Necromancer 2“ tatsächlich Kunst ist (eine Frage also, die offenbar hierzulande Juristen entscheiden), konnte der Film wieder unter der Ladentheke hervorgeholt werden.    [...mehr]


Autor: Thomas

So manche Geschichtsstunden wären in der Schule mit mehr Aufmerksamkeit bedacht worden, hätten sie einmal einen Exkurs in die Historie der Verpackungskunst gewagt. Anna Zazzo vom Modemuseum Paris holt dies jetzt in einem umfangreichen Bildband nach. „Lingerie“ verfolgt die Entwicklung eben derselben vom Mittelalter bis heute.

Besser nackt sein als Pelz tragen wollen die Testimonials der Tierschutzorganisation PETA. Doch schon der zwanghafte Schürzenjäger Giacomo Casanova wusste zu berichten, dass ein bisschen Verpackung oftmals die bessere Wahl ist. Kein Wunder also, dass Dessous echte Kulturgüter sind und zudem seit dem Mittelalter eine Kunst für sich.    [...mehr]


Autor: Thomas

Am 9. Oktober reiht sich der amerikanische Filmemacher und Künstler David Lynch in eine illustre Riege von wichtigen Vertretern der modernen Kunst ein – jedenfalls nach Meinung der Initiatoren des Goslaer Kaiserrings, der ihm an diesem Datum offiziell verliehen wird. Ob man mit dieser Entscheidung nicht vor allem das eigene Renommée bestätigen will, steht auf einem anderen Blatt.

Kürzlich hatte David Lynch unter dem Titel „Dark Splendor“ die erste in Deutschland stattfindende Ausstellung mit eigenen Werken im Max Ernst Museum in Brühl eröffnet. Jetzt bekommt er eine Auszeichnung verliehen, die zuvor ebenfalls schon – wenn auch posthum – der Namensgeber dieses Hauses erhalten hatte.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Lange Nacht der Museen, zweimal im Jahr ein kultureller Höhepunkt in Berlin, wird dieses Jahr am 30. Januar 2010 um 18 Uhr vor dem Roten Rathaus eröffnet.

Tausende nehmen jedes Jahr die Gelegenheit wahr, günstig und umsorgt mit Bus-Shuttle und Glühweinservice die vielen Museen und andere Ausstellungsorte zu besuchen. Von 18 bis 2 Uhr bietet die 26. Nacht der Museen in Berlin ein umfangreiches Programm: Neben den Dauerausstellungen in den Museen werden neue Sammlungen und Installationen, Führungen, Lesungen, Konzerte und Theaterstücke geboten. Motto der Museumsnacht lautet „Wissenschaft 2010“.

Bus-Shuttle ©Sergej Horovitz/Kulturprojekte Berlin

Lange Nacht der Museen: Wissenschaft, Kunst und Kultur in einem Festival vereint

Ganz im Sinne des Jahres der Wissenschaft 2010 präsentieren rund 60 Einrichtungen ihre Forschungsprojekte und stellen ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Besonders das Thema Restaurierung steht beim diesjährigen Berliner Festival im Mittelpunkt, so wird zum Beispiel der Museumsdirektor des Deutschen Historischen Museums persönlich beliebte Exponate kulturgeschichtlich einordnen. Das Rathgen-Forschungslabor wird den Besuchern zeigen, wie Kunstwerke mit modernster Technik restauriert und konserviert werden können. Das berühmte Tagebuch der Anne Frank wird im gleichnamigen Zentrum in einem Vortrag vorgestellt und diskutiert, inwiefern es authentisch ist. Forscher sammelten auf ihren Expeditionen neben Erfahrungen auch Flora und Fauna, welche das Museum für Naturkunde zeigt.



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Autor: Thomas

Zu den hartnäckigsten eurpäischen Mythen gehört die Geschichte von König Arthus, jenem sagenumwobenen keltischen Herrscher, der seinen Thron dem magischen Schwert Excalibur verdankte. Ganze Bibliotheken würden die Bücher füllen, die sich um ihn und die Ritter der Tafelrunde drehen. Jetzt tourt eine Rock Oper zum Thema durch Deutschland. 12 Termine und Spielorte sind anberaumt.

Nach einer umhubelten Premiere im AWD Dome Bremen können sich Gralsjäger deutschlandweit auf das spektakuläre Event aus der Feder des französischen Komponisten Alan Simon freuen. „Excalibur – The Celtic Rock Opera“ erzählt die Geschichte von König Arthur mit packenden Songs und einer aufwendigen Bühnenshow.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ohne den Einsatz privater Sammler würden so manche Museen alt aussehen, bzw. genauer: leer. Eine Ausstellung, die ausschließlich und dezidiert Exponate aus dieser überaus wichtigen Quelle für das Kunstgeschehen vereint, soll dazu dienen, dies auch einem breiteren Publikum einmal bewußt zu machen. Die Bundeskunsthalle Bonn hatte diesen Gedanken und präsentiert ihn nun vom 29. Januar bis 2. Mai 2010.

145 Werke von 57 Künstlern aus 15 privaten Sammlungen bestimmen die Ausstellung der Bundeskunsthalle, die unter dem Titel „Neugierig“ ebendies machen will, und zwar auf neue Kunst des 21. Jahrhunderts. Zugleich mag sich aber auch Neugier einstellen im Hinblick auf die Frage, was Menschen dazu bewegt, Kunst zu sammeln und bestenfalls ab und an einem Museum zur Verfügung zu stellen. Denn kostengünstig ist das keineswegs.    [...mehr]


Autor: Thomas

Deutsche Comic-Autoren, die auch einem breiteren Publikum bekannt sind? Neben Walter Moers und Brösel fällt einem da nur Ralf König ein. Der gelernte Tischler ist nicht nur ein begnadeter Humorist, sondern auch in fast allen seinen Arbeiten augenzwinkernder Chronist schwulen Lebens. Die Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen zeigt noch bis zum 31. Januar die erste umfassende Ausstellung des Zeichners.

1986 wurde Ralf König quasi über Nacht zur Berühmtheit jenseits der Fan-Szene, für die er schon längst ein vielgelesener Autor war. Die Verfilmung seines Comics „Der bewegte Mann“ verhalf zugleich auch noch Til Schweiger und Regisseur Sönke Wortmann zum endgültigen Durchbruch.    [...mehr]


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