Beiträge vom: Februar, 2010

Autor: Thomas

Nicht wenige US-Schauspieler leisten sich den Luxus, nebenher auch noch Musik zu machen. In den meisten Fällen jedoch ist das Talent eher mäßig, und so ernsthaft die Absichten auch sein mögen, die Erfolge sind es nicht. Mit erstaunlicher Beharrlichkeit verfolgt mit Kevin Costner ein fast vergessener ehemaliger Superstar derzeit seine musikalischen Ambitionen. Ab März ist er mit seiner Country-Band „Modern West“ sogar auf Deutschland-Tournee.

Ende der 80er und Anfang der 90er war Kevin Costner so etwas wie das gute Gewissen des US-Kinos, geradlinig und immer für die gute Sache engagiert - eine Rolle, die heute in erster Linie George Clooney ausfüllt. Irgendwann muss ihm die ganze Sache massiv zu Kopf gestiegen sein. Katastrophale Millionenflops, Filme, die niemand sehen wollte, und schon war der einstige Superstar aus dem Rennen. Rollen blieben aus, und Costner verschwand lange Zeit fast ganz aus dem öffentlichen Bewußtsein.    [...mehr]


Autor: Thomas

Auf eine wirklich lange Tradition blickt sie zurück, die „Große Kunstausstellung Düsseldorf“, die unter diesem Namen seit 1906 zumeist alle 2 Jahre stattfindet. 157 Künstler stellen dieses Jahr ihre Werke vor und ermöglichen so einen Überblick zum bildküstlerischen Schaffen in NRW. Die Ausstellung findet bis zum 14. März im Museum Kunst Palast statt.

Rund 300 Werke aus den Bereichen Malerei, Graphik, Plastik, Objekt, Installation, Photo und Video gibt es auf der diesjährigen „Großen Kunstausstellung NRW“ im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen. Die Schau wird von den Künstlern selbst betrieben und hat keinen eigenen Kurator. Eine ausgewogene Mischung zeigt bekannte und bisher unbekannte Namen, darunter auch einige Vertreter aus den benachbarten Bundesländern und den Niederlanden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Keine Sorge, Scooter haben hiermit nichts zu tun, auch wenn ihr Schlachtruf im Titel auftaucht. Seit 2003 wird das Musical über die Hexen von Oz am Broadway gespielt und gehört weltweit zu den erfolgreichsten Bühnenproduktionen überhaupt. Wer bisher noch nicht zu den Millionen von Zuschauern gehört, die dem Komponisten Stephen Schwarz Unsummen von Dollars in die Taschen gespielt haben, kann das ab dem 8. März im Oberhausener Metronom Theater nachholen.

Die Geschichte des Mädchens Dorothy, das sich in ein Land über dem Regenbogen träumt, hat seinen festen Platz im kollektiven amerikanischen Bewußtsein. „The Wizard of Oz“ gehört zu den beliebtesten Klassikern des US-Kinos, und selbst eine misslungene Fortsetzung konnte dem Original nichts anhaben. Der Film von 1939 hatte bereits eine ganze Reihe von Gesangseinlagen, von denen einige echte Evergreens wurden. Was lag also näher als eine Musical-Fassung?    [...mehr]


Autor: Hendrik

Seit 2008 betreibt die (Kunst)historikerin Dr. Gerhild H. M. Komander das Forschungsprojekt Frauen in Berlin und beschäftigt sich intensiv mit dem Stellenwert und den Leistungen, die sie innerhalb und außerhalb der Frauenbewegung für die Stadt erbracht haben. Regelmäßig bietet sie auch Führungen und Stadtspaziergänge zu dem Thema an – nicht nur für interessierte Frauen!

Viktoria auf der Siegessäule ©Flickr.com/Eichental

Frauenleben in Berlin – ein Streifzug am Internationalen Frauentag

Frauen im Stadtbild Berlins findet man eher selten, sieht man mal von Göttinnen und Heiligen wie der Viktoria auf dem Sockel der Siegessäule ab. Ganz genau 3 Frauen widmete man für ihre besonderen Leistungen ein Bildnis: Königin Luise, Rosa Luxemburg und Käthe Kollwitz.

Doch wo waren die anderen Frauen? All die Königinnen und Prinzessinnen, Künstlerinnen und Intellektuellen? In der Mitte der Hauptstadt lebten sie nebeneinander und mussten doch auch miteinander in Berührung kommen? Auf einem geführten Stadtspaziergang im Frühling durch den Bezirk Mitte rund um den Hackeschen Markt, Spandauer Straße und Unter den Linden veranschaulicht Dr. Gerhild Komander die Frauengeschichte der Stadt, die in ihren frühen Jahren eher eine untergeordnete Rolle spielte. Die Leben von Komponistin Anna Amalie - Prinzessin von Preußen, Kurfürstin Dorothea und Louise Henriette oder aber Pianistin Fanny Hensel, deren Bruder Felix Mendelssohn Barholdy als Komponist in die Geschichte einging, eine Karriere, die ihr verwehrt blieb.

Die Stadtführung Frauenleben in Berlin – Ein Streifzug durch Berlin findet passend zum Internationalen Weltfrauentag am 7. März statt und dauert ca. 2 Stunden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Warum bloß eine gewöhnliche Lesereise veranstalten, wenn es auch größer geht? Wo andere Autoren lediglich damit glänzen, dass sie ihre aktuellen Bücher live zu Gehör bringen, setzt Frank Schätzing gleich auf eine Multimedia-Show und tourt damit durch die Republik. Angesetzt sind 15 Termine ab dem 24. Februar.

Der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing macht kein Geheimnis daraus, dass bei einem neuen Buch das Schreiben für ihn eher Pflichterfüllung ist. Das eigentliche Vergnügen sei die Recherche, und die fällt bei dem ehemaligen Inhaber einer Werbeagentur durchaus umfangreich aus. Im Fall von „Der Schwarm“ flossen die Ergebnisse gar in ein eigenes Sachbuch ein, das auf den Roman folgte. Im Fall von „Limit“ verarbeitet Schätzing seine Vorarbeiten zu einer Multimedia-Show.    [...mehr]


Autor: Thomas

Als der Gitarrist Lee Smith 1988 in einem Musikladen in Adelaide nach einem Keyboarder und Sänger suchte, die zusammen mit ihm ausschließlich Titel des britischen Kultensembles Pink Floyd covern würden, hätte er wohl kaum gedacht, dass er auf dem besten Weg war, die erfolgreichste Tribute-Band seiner Idole ins Leben zu rufen. Inzwischen tourt „The Australian Pink Floyd Show“ regelmäßig um den ganzen Erdball. Im März steht auch Deutschland wieder auf dem Spielplan.

Tribute-Bands sind nicht selten kostengünstige Ersatzversionen der Originale, die in den allermeisten Fällen ihr Leben lang als Hauptattraktor auf Stadtfesten und ähnlichen Lokalveranstaltungen auftreten. Ganz wenige nur schaffen es auch in die großen Hallen und erhalten den Segen eingefleischter Hardcore-Fans. Noch seltener aber werden sie gar mit dem Gütesiegel ihrer Vorbilder versehen. Zu den seltenen Ausnahmen gehört seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten „The Australian Pink Floyd Show“.    [...mehr]


Autor: Thomas

Im Zweijahresrhythmus zieht es prominente Autoren in die Eifel, wo ein Literaturfestival der besonderen Art auf sie wartet. Zum mittlerweile 9. Mal werden auch 2010 wieder Lesungen mit hochkarätigen Namen an ungewöhnlichen Orten stattfinden und die gut etablierte Tradition des Eifel Literatur Festivals fortführen. Beginn ist der 23. April.

Dass die Ursprünge der größten Literaturveranstaltung von Rheinland-Pfalz im Schalterraum einer Bank liegen, würde man wohl eher nicht vermuten. Der Germanist Josef Zierden hatte dort 1994 die Idee und wollte eigentlich nur ein bescheidenes Begleitprogramm zu seinem Buch „Die Eifel in der Literatur“ ins Leben rufen. Heute ist die Veranstaltung das größte ehrenamtlich organisierte Festival des Bundeslandes.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Kunsthalle in Tübingen ist aus der privaten Initiative der Industriellen-Familie Bosch entstanden. Das lichtdurchflutete Gebäude bietet heute einem Bestand aus zeitgenössischer und moderner Kunst, die in einem erfrischenden Konzept miteinander in Szene gesetzt wird, einen Raum und gilt als Geheimtipp in der Kunst- und Kulturszene.

Mel Ramos: Heidi Heinz Plastik ©Flickr.com/16 Miles of String

Kunsthalle Tübingen: Ort des Lichtes

Die Kunsthalle Tübingen am Nordrand der Universitätsstadt fällt von der Außenansicht her erstmal nicht besonders ins Auge. Keine prunkvolle Fassade, kein Stuck oder historistisches Eingangsportal. Der Neubau aus den 70er Jahren hat ein bisschen was von einer Schulaula. Und doch gilt er längst als Geheimtipp, der sich paradoxerweise rumgesprochen hat.

Das eingeschössige Gebäude mit Oberlicht, heller Glasfassade und dem minimalistischen Interieur bietet den perfekten Präsentationsraum, um zeitgenössische und Moderne Kunst nicht platt und chronologisch auszustellen, sondern in wechselseitiger Wirkung miteinander in Szene zu setzen.

Entstanden ist dieses Konzept mit Kunst lebendig umzugehen unter der Leitung von Kunsthistoriker Götz Adriani, der bis zu seinem Tod 2005 die Leitung der Kunsthalle in Tübingen inne hatte. Und noch heute wird dieser Umgang gepflegt, was die Kunsthalle zu einer festen Institution der Stadt Tübingen macht.    [...mehr]


Autor: Thomas

Lange Zeit galt die Musik der geborenen Nigerianierin und ihres Ensembles als aalglatter Oberflächenjazz. Dabei muss verwundern, wie zeitlos ihre großen Hits bis heute geblieben sind. Nach einem ganzen Jahrzehnt erscheint nun mit „Soldier of Love“ ein neues Album, das erneut beweist, wie makellos die erfolgreichste Solomusikerin Englands immer noch klingt.

Unter ihrem Geburtsnamen Helen Folasade Adu wäre ihr vielleicht der stilsichere Erfolg, der ihre Arbeit seit dem Debütalbum „Diamond Life“ im Jahr 1984 konstant begleitet, nicht ganz so schlüssig beschieden gewesen. Unter Sade, der Kurzform ihres Mittelnamens jedoch, den sie für ihre Band wählte, verkaufte sie über ein Vierteljahrhundert hinweg mehr als 50 Millionen Tonträger.    [...mehr]


Autor: Thomas

Das Zusammentreffen von Schönheit und Vergänglichkeit findet für den Künstler von jeher sein ideals Symbol in der Blume. Auch in der modernen Kunst hat das Motiv nichts von seiner Bedeutung verloren. Ein neuer Bildband mit dem Titel „Flower Power“ war Anlass für eine Ausstellung mit Blumenfotografien des in Berlin lebenden Künstlers Christian Rothmann. Zu sehen in der Münchner Galerie artThiess bis zum 25. März.

Wer Blumendarstellungen in der Kunst für langweilige Stillleben hält, verkennt die Bedeutung des Ausdrucks, den Künstler über die Jahrhunderte und Epochen hinweg darin gesehen haben. Heute haben Blumen ihren Weg vor allem in die Fotografie gefunden, und Robert Mapplethorpe etwa stellte ihnen ganz direkt die Abbildung männlicher Geschlechtsorgane gegenüber.    [...mehr]


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