Beiträge vom: März, 2010

Autor: Thomas

Ganz schön plakativ erscheint auf den ersten Blick so manches Bild aus dem Atelier des bekanntesten deutschen Pop-Art-Künstlers. Denn Jörg Döring nimmt sich in aller Regel Ikonen aus Musik, Film und Comics vor, um sie in seinen Werken collagenartig zu verarbeiten. „Bad Girls & Good Guys“ heißt bis zum 29. Mai eine ungewöhnlich vielfältig angelegte Ausstellung seiner Arbeiten in der Kölner Galerie 30Works.

Als Comiczeichner hat er einst angefangen, und Spuren davon lassen sich in seiner Kunst bis heute immer noch finden – und das ganz bewusst und offensichtlich. Denn menschliches Federvieh wie Donald Duck und Tweety stehen genauso mal im Zentrum von Jörg Dörings bunter Pop-Art wie Steve McQueen, Marilyn Monroe, Clint Eastwood oder Sean Connery.    [...mehr]


Autor: Thomas

Alles ist Skulptur, wenn man nur will. So in etwa könnte man das Werk von Erwin Wurm, einem der erfolgreichsten österreichischen Künstler,  ebenso vorsichtig wie augenzwinkernd beschreiben. Das Bonner Kunstmuseum zeigt derzeit bis zum 6. Juni eine Ausstellung mit ausgewählten Werken aus den frühen 90ern bis zur Gegenwart.

Im Videoclip „Can’t Stop“ der Red Hot Chili Peppers machen die Musiker seltsame Sachen. Mal laufen sie mit einem Umzugskarton über dem Kopf herum, mal pressen sie sich leere Plastikflaschen unter die Arme und zwischen die Beine. Was genau soll das, fragt man sich? „One Minute Sculptures“ heißen die seltsamen Aktionen, und ihr Erfinder ist der österreichische Künstler Erwin Wurm.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Durch den Kinoerfolg ‘Twilight’ ist das Thema ‘Vampire’ wieder hoch im Kurs. Auf Pro Sieben läuft einmal wöchentlich eine Vampir-Serie und Oscar-Preisträger Roman Polanski hatte bereits 1967 eine Spürnase für dieses Genre. Sein bekannter Film ‘Tanz der Vampire’, das mittlerweile als Kultmusical Erfolge verzeichnet hat, ist weiterhin im Palladium Theater in Stuttgart zu sehen.

Tanz der Vampire evil nickname©Flickr

Das Musical ‘Tanz der Vampire‘ hat es einer Zuschauer-Abstimmung zu verdanken, dass sein Erfolg auch dieses Jahr nicht abreißt, sondern eine Verlängerung der Aufführung bis Januar 2011 erreichte. Dabei hat es Klassiker wie ‘Miss Saigon‘, ‘Die Schöne und das Biest‘, ‘Mamma Mia!‘, ‘Phantom der Oper‘ oder ‘Cats‘ weit hinter sich gelassen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Man wolle aufhören, bevor es peinlich wird, begründeten die Scorpions den Entschluss, ihrer musikalischen Karriere den Rücken zu kehren. Mancher mag sich da denken, die Peinlichkeit hätte eigentlich schon mit der Bandgründung begonnen, doch das sehen vor allem im Ausland Millionen von Fans ganz anders. Das aktuelle Album „Sting in the Tail“ jedenfalls soll das Kapitel Hannover-Rock erst mal schließen.

Frontmann Klaus Meine ist bekanntlich Tennispartner von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, und auch sonst fällt einem auf Anhieb nichts ein, was die Scorpions zu einem Projekt macht, das in irgend einer Weise Coolness ausstrahlt. Altmännerrock mit übertriebenen Poser-Gesten und Bohlen-tauglichem Bastel-Englisch. Doch dann könnte einem einfallen, dass die Metaller aus Niedersachsen 1984 tatsächlich dreimal hintereinander den restlos ausverkauften Madison Square Garden bespielt haben. Irgendwas stimmt da also nicht.    [...mehr]


Autor: Thomas

Von Konrad Adenauer bis Angela Merkel hat er alle Regierungschefs der Bundesrepublik vor der Linse gehabt. Doch ausdrücklich Gutes hat er vor allem über Willy Brandt zu sagen. Eine Ausstellung in Rheinischen Landesmuseum Bonn zeigt bis zum 30. Mai die berühmten Kanzlerfotos von Konrad Rufus Müller, aber auch eine ganze Menge weniger bekannte Werke, die nicht weniger spannend sind.

Von Gerhard Schröder zeigt er sich eher enttäuscht, auch Angela Merkel kommt bei ihm nicht allzu gut weg. Dabei wollten alle vor seine Kamera, denn Konrad Rufus Müller ist seit Konrad Adenauer bis heute der wichtigste Chronist aller deutschen Regierungschefs. Seine Markenzeichen: kein künstliches Licht und ausschließlich schwarz-weiß.    [...mehr]


Autor: Thomas

Als man in den Marketingabteilungen der Musikverlage erkannte, dass sich Musiker mit attraktivem Äußeren auch im Klassikbereich besser verkaufen, begann man, seine Solo-Künstler verstärkt nach ihrem optischen Attraktivitätswert auszuwählen. Die junge Pianistin Olga Scheps gehört fraglos zu den Beispielen dieser Strategie, und so schickt ihr Management sie gerne auch mal zu Stefan Raab.

Anna Netrebko und Anne-Sophie Mutter gehören längst zu den etabliertesten Vertreterinnen der neuen Covergirl/boy-Generation unter den klassischen Solisten. Attraktive Menschen lassen sich eben besser vermarkten, und so muss man bei Exemplaren dieser Gattung wie David Garrett und Lang Lang nicht sonderlich viel darüber nachdenken, ob hier Talent und handwerkliche Meisterschaft alleine oder nicht eher die Kombination mit dem optischen Verkaufswert dazu beigetragen haben, dass die jeweiligen Plattenfirmen frühzeitig zur Bereitstellung immenser Marketingbudgets bereit waren. Mit der gerade mal 24-jährigen Olga Scheps setzt man fraglos auf eine ähnliche Karte.    [...mehr]


Autor: Thomas

Einmal im Jahr überzieht der Kölner Radiosender 1Live eine Sektorstadt mit Konzerten, Comedy, Partys und Kultur. Im vergangenen Jahr musste Münster dran glauben, diesmal ist Essen dran. Auf den Kopf gestellt wird das Nachtleben der Ruhrpottmetropole am 7. Mai. Der Vorverkauf hat begonnen.

Xavier Naidoo war schneller ausverkauft als man reagieren konnte, aber auch die anderen 1Live-Radiokonzerte, die der Kölner Jugendsender für die diesjährige „Nacht in Essen“ organisiert, können sich sehen lassen. Am interessantesten gerät vielleicht das Kombikonzert von Delphic und Ellie Goulding, zwei der aktuell am meisten gehypten britischen Newcomer-Acts. Ansonsten spielen die australische Band „The Temper Track“ in der Zeche Zollverein, sowie die hiesige Combo „Madsen“ im Delta Musik Park.    [...mehr]


Autor: Thomas

Überzeugt Bruder Joey vor allem durch spektakuläre Leistungen bei Stefan Raabs Sportevents, sind einige der anderen Mitglieder der ehemaligen Kelly-Family weiterhin der Musik verbunden. Jetzt erscheint unter dem Titel „It is Essential“ das erste Solo-Album der zweitältesten Schwester Patricia Kelly.

Während Maite derzeit mit ihrer Hauptrolle im Kölner Musical „Hairspray“ in der Öffentlichkeit steht, ist es um andere Kellys eher stiller geworden. Die meisten jedoch machen immer noch Musik, auch wenn selbstverständlich keine Stadien mehr gefüllt werden wie zu den Erfolgszeiten der Familienband in den 80er Jahren. Patricia Kelly ist seit einer Weile mit zwei ganz unterschiedlichen Stilen live unterwegs. Aus einem dieser beiden ist nun ein erstes Solo-Album entstanden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ein heißes Thema oder nur wohlkalkulierte Provokation? In seinem Stück „Punk Rock“ schildert der britische Autor Simon Stephens die Vorgeschichte eines Amoklaufs von Schülern der englischen Upper Middleclass. Zu sehen gibt es den Balanceakt derzeit am Schauspielhaus Hamburg.

Das Theater muss sich heute schon sehr weit aus dem Fenster hängen, um überhaupt noch provozieren und Reaktionen hervorrufen zu können. Ein Publikum, das bereits alles gesehen hat, verlässt eher gelangweilt den Saal als sich ernsthaft aufzuregen. Im Fall von Tilman Knabes Inszenierung der Saint-Saens-Oper „Samson et Dalila“ im vergangenen Jahr in Köln schlugen die Wogen eher nur im Vorhinein hoch. Nach der Premiere war alle Aufregung hingegen schnell verpufft.    [...mehr]


Autor: Thomas

Die Enten leben unter uns – und das bereits seit Jahrhunderten. So zumindest sieht es die Künstlergruppe interDuck. Unter dem Titel „Duckomenta“ zeigt sie seit Jahren, dass Maler wie Caspar David Friedrich oder Carl Spitzweg offenbar zu ihrer Zeit vorübergehend Gäste in Entenhausen waren. Die augenzwinkernde Ausstellung mit Disney-Versionen bekannter Klassiker der Kunstgeschichte geht nun in die zweite Runde. Bis zum 13. Juni sind alte und neue Meisterwerke im Schloss Neuhardenberg bei Berlin zu bestaunen.

„Die Ver-Entung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten!“ behaupten die Mitglieder von interDuck. Seit 1984 legen sie Zeugnis davon ab, dass die Kunstgeschichte möglicherweise reicher gewesen wäre, hätten die großen Maler vergangener Epoche bereits Donald und seine Comic-Artgenossen gekannt.    [...mehr]


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