Europas größtes For-Free-Festival macht die Ruhrstadt Bochum dieses Jahr vom 15. bis 18. Juli unsicher. Im sogenannten Bermudadreieck gelegen, einem Areal mit besonders dichter gastronomischer Bestückung, präsentieren sich erneut zahlreiche Musikacts mit großen, kleinen und zum Teil auch (noch) gar keinem Namen.
Gerade mal zwei Bühnen hatte das Festival in seinem Geburtsjahr 1986. Die Idee dahinter war damals die kulturelle Bereicherung der Innenstadt, und so wurde das Event auch bereitwillig vom Kulturamt der Stadt unterstützt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Ausmaße allerdings sind längst ganz andere, und zu den festen Partnern gehört seit 1998 zudem 1Live, der Jugendradiosender des WDR. [...mehr]
In ihrer Heimat eine echte Nationalheilige, ist Frida Kahlo für die Kunstwelt vor allem eine der bekanntesten und sicher auch faszinierendsten Malerinnen überhaupt. Die mit 150 Exponaten wohl umfangreichste Werkschau der Künstlerin wird es vom 30. April bis zum 9. August im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen geben.
Einem breiten Publikum ist Frida Kahlo vermutlich vor allem durch die bekannte Filmbiografie „Frida“ mit Salma Hayek in der Titelrolle bekannt. In Mexiko jedoch ziert sie vom Kronkorken bis zur Kaffeetasse so ziemlich alles, was einen Aufdruck erlaubt. Dafür gibt es eine Menge Gründe, und einige davon lassen sich in der Berliner Retrospektive auf unterschiedliche Weise nachvollziehen. [...mehr]
Früher eine der interessantesten Open-Air-Locations der Region, scheint der Vorplatz der Bonner Bundeskunsthalle nach internem Betreiberwechsel langsam aber sicher zur Absteige für zweitklassige Comeback-Versuche zu werden. Trotz einer bereits fragwürdigen Saison in 2009 scheint dieses Jahr noch peinlicher zu werden. Oder halten die Betreiber Billy Idol und Foreigner tatsächlich für heiße Acts?
Nachdem sich die Pläne zum neuen Festspielhaus erledigt haben und das einst vollmundig angekündigte World Conference Center droht, als Bauruine zu enden, hat man in Bonn allen Grund, die gescheiterten Neubaupläne des Kölner Schauspielhauses besser mit Schweigen zu kommentieren, will man sich nicht selber noch lächerlicher machen als ohnehin schon. Kulturell sieht es in der Bundesstadt jedenfalls finster aus. Jüngstes Beispiel: Die „Solarworld Summer Stage“. [...mehr]
In ihrer Heimat England ist Ellie Goulding bereits eine echte Sensation. Hierzulande zählt sie eher noch zu den Geheimtipps. Es muss also wenig wundern, dass ihr Debütalbum am 7. Mai fast einen ganzen Monat verspätet den deutschen Markt erreicht. Ob sie einen ähnlichen Status wie auf der britischen Insel erreicht, wird sich noch zu zeigen haben.
Praktisch im Jahrestakt scheint die britische Musikszene junge Singer-Songwriterinnen hervorzubringen, die im Gegensatz zu den meisten ihrer Kolleginnen den ersten, für die Musikpresse in England typischen Hype gut überstehen und sich auch längerfristig behaupten können. Lily Allen, Kate Nash und Amy MacDonald gehören dazu, und auch wenn sie alle einen anderen Typus repräsentieren, decken sie doch mit Leichtigkeit ein breites Publikum ab. Die gerade einmal 23-jährige Ellie Goulding reiht sich hier nahtlos ein. [...mehr]
Achtung , Achtung an alle Festivalfans!
Am 28. August wird die Bodenseestadion wieder mal in einen Ausnahmezustand versetzt!
Rock am See gehört zu den größten eintägigen Open Airs in Süddeutschland und zieht Jahr um Jahr an die 25.000 Besucher an.
Wie der Name schon verrät liegt das Festival der besonderen Art an einem See, und zwar dem wunderschönen Bodensee, nahe bei Konstanz. Für [...mehr]
Rund 50 Mal ist bis heute das von Myriam Thyes ins Leben gerufene Partizipationsprojekt „Flag Methamorphoses“ auf die eine oder andere Weise ausgestellt worden, zuletzt als Multi-Screen-Installation in Köln. Das Ziel ist ehrgeizig: Am Ende sollen alle rund 200 Nationalflaggen weltweit Gegenstand eigens erstellter Animationen geworden sein.
Die Symbolträchtigkeit von Nationalflaggen hat oftmals eine weit zurückreichende Geschichte, die nur noch wenig mit den gegenwärtigen Verhältnissen des betreffenden Landes übereinstimmt. Nicht selten fließen Elemente anderer Staaten oder Volksgemeinschaften ein, die einmal zu einem Verbund gehörten, der längst nicht mehr existiert. Oft auch gleichen sich Flaggen unterschiedlichster Nationen wie ein Ei dem anderen. Für den Künstler ein durchaus interessantes Thema. [...mehr]
Erstmalig ist dem Engländer Liam Gillick auf deutschem Boden eine Einzelausstellung gewidmet, mit der die Entwicklung seiner Arbeit nachvollziehbar werden soll. Die Kunst- und Ausstellungshalle Bonn übernahm diese Aufgabe und präsentiert bis zum 8. August rund 60 Werke dieses einflussreichen Gegenwartskünstlers.
1964 im englischen Aylesbury geboren, ist Liam Gillick heute nicht nur einer der bekanntesten Weiterentwickler moderner Konzeptkunst, sondern auch ein echtes Multitalent. Neben der Malerei und Objektkunst tritt er ab und an auch als Kurator, Autor und Filmkomponist (für eine Dokumentarfilmreihe seiner Künstlerkollegin und Ehefrau Sarah Morris) in Erscheinung. Die Ausstellung „Ein langer Spaziergang … zwei kurze Stege“ in der Bonner Bundeskunsthalle zeigen die große Vielfalt seines Schaffens. [...mehr]
Auch in diesem Jahr wird sich die führende Riege der Klassik auf dem “Classic Open Air - Festival”, in der imposanten Kulisse des Berliner Gendarmenmarkts versammeln, um uns durch die bezaubernden Töne klassischer Musik in eine andere Welt eintauchen zu lassen.
Wer bereit ist, am 27. April Sitzfleisch für rund 5 Stunden aufzubringen, kann in der Deutschen Oper Berlin Zeuge eines historischen Ereignisses werden. Dann wird dort nämlich zum ersten Mal die rekonstruierte Fassung von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Die Nibelungen“ aufgeführt. Karten kosten 35 Euro.
Ganze vier Jahre lang hat Anke Wilkening, Restauratorin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung an der Wiederherstellung eines der bedeutendsten Klassikers der Filmgeschichte gearbeitet. Das zweiteilige Epos „Die Nibelungen“ war zur Uraufführung 1924 nicht nur die teuerste Produktion der deutschen Ufa, sondern auch ein Meilenstein in der Entwicklung der Tricktechnik. Tarnkappen, versteinerte Zwerge, aber vor allem ein animierter Drache zeigten die damalige deutsche Filmlandschaft auf dem Höhepunkt ihres Könnens. [...mehr]
Einem der bedeutendsten deutschen Maler der Gegenwart ist genau einen Tag nach seinem 50. Geburtstag eine umfassende Werkschau gewidmet, die nahezu zeitgleich an zwei Orten stattfindet. In Leipzig und München lässt sich vom 18. bzw. 20. April bis zum 15. August ein umfassender Einblick in das Schaffen von Neo Rauch gewinnen.
Auf der 40. Art Basel griff Brad Pitt tief in die Tasche, um sich ein Bild des bekanntesten Vertreters der Leipziger Schule zuzulegen. Neo Rauch ist längst ein Künstler für Anlageobjekte geworden, und so verkaufen sich eine Arbeiten auch wie geschnittenes Brot. Unter dem Titel „Begleiter“ bieten jetzt sowohl das Museum der bildenden Künste in Leipzig als auch die Pinakothek der Moderne in München eine Retrospektive des vieldiskutierten deutschen Malers. [...mehr]