Wer glaubt, Zombies seien Erfindungen der Filmindustrie, wird im Überlebensseminar der beiden Untoten-Experten Till Rigmor und Frank Hartmann eines Besseren belehrt. Jahrelange Auseinandersetzung mit dem Thema hat sie zu Experten gemacht. Jetzt wollen sie ihr Wissen zum Überleben der Menschheit nutzen: in speziellen Zombie-Überlebens-Seminaren. Und ja, das ist natürlich reinste Comedy.
Die Invasion im Kino ist längst vorbereitet: Zombies, wohin man blickt. Doch die Popularität des Genres hat einen ernsten Hintergrund. Das meinen jedenfalls die beiden Experten hinter „Post-Mortale Lebensformen“, dem weltweit (vermutlich) ersten Anti-Zombie-Seminar. Hier lernt man endlich, wie man sich richtig gegen die nervigen Untoten zur Wehr setzt. [...mehr]
In Deutschland ist der aus Frankreich stammende jüdische Künstler Sam Szafran derzeit noch praktisch unbekannt. Dies dürfte sich jedoch bald schlagartig ändern. Ab dem 7. November nämlich zeigt das Max Ernst Museum Brühl erstmals eine Ausstellung mit seinen Werken auf deutschem Boden.
Vielleicht ist es die Unangepasstheit, mit der er jeglichen Zeitgeist und alle modischen Strömungen der Kunst vermieden hat, die den 1934 in Paris geborenen Sam Szafran so auffällig aus der öffentlichen Wahrnehmung herausgehalten hat. Umso überraschender die Ankündigung des Max Ernst Museums, im Spätherbst erstmalig eine Ausstellung mit Werken des Künstlers in Deutschland zu organisieren. [...mehr]
Dass Schafe alles andere als dumm sind und keineswegs nur blökend auf der Weide stehen, belegte 2005 der erste aller Schaf-Krimis „Glennkill“. Clever gingen dort die Wolllieferanten dem Mord an ihrem Schäfer nach. Jetzt schließt die Autorin Leonie Swann an ihren Erfolgsroman an und konfrontiert ihre Herde diesmal mit einem Werwolf.
Einen Krimi, dessen Protagonisten Schafe sind, würde so mancher Verleger vermutlich am ehesten dem hauseigenen Kinderbuchprogramm zuordnen. Bei „Glennkill“ sah das jedoch ganz anders aus. Die Spannungslektüre für Erwachsene aus Sicht der eher genügsamen Vierbeiner entwickelte sich schnell zum beachtlichen Bestseller. Mittlerweile ist das Buch in 30 Sprachen übersetzt und wird weltweit gelesen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung auf den Markt kommen würde. [...mehr]
Eine virtuelle Ausstellung entlang der Zeitlinie eines Horrorfilmklassikers – was kompliziert klingt, erweist sich in der Ausführung als faszinierendes Videokunstprojekt. Rund 150 bildende Künstler unterschiedlichster Ausrichtung haben sich vereint, um „Night of the Living Dead“, den Urvater aller Zombie-Filme, auf ihre Weise ganz neu zu erfinden.
Das Resultat ist eine Stilcollage ganz eigener Art, die alle postmodernen Mash-Ups geradezu altmodisch aussehen lässt. Dabei war die Idee von Anfang an äußerst ungewöhnlich. Künstler aus aller Welt wurden dazu eingeladen, sich je eine kurze Szene auszuwählen, und diese dann mit beliebigen Mitteln neu zu visualisieren. [...mehr]
Filmmusik im Konzertsaal ist schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Und damit ist keineswegs in erster Linie die Live-Vertonung von Stummfilmen gemeint. In der kommenden Saison 2010/11 widmet die Kölner Philharmonie eine dreiteilige Konzertreihe der Zusammenarbeit von Filmemachern und ihren Komponisten.
Lange Zeit haben die Vertreter der konzertanten E-Musik eher verächtlich auf die Filmmusik und ihre Komponisten herabgeschaut. Selbst die Tatsache, dass Anfang des 20. Jahrhunderts Namen wie Erich Wolfgang Korngold und Sergej Prokofjew im Kino eine ganz eigene Form des musikalischen Ausdrucks erkannten und sich deshalb auch ausgiebig dort umtaten, änderte daran nichts. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, doch der Vorwurf der künstlerischen Minderwertigkeit schwebt vielfach immer noch im Raum. [...mehr]
Das 7. indische Filmfest in Stuttgart findet vom 21. Juli bis 25. Juli 2010 statt. Es lässt die Besucher in eine Traumwelt abtauchen und verzaubert mit Charme, Tanz und Gesang.
Kunst und Kommerz verbindet nicht nur in Gestalt monströser Verkaufserlöse ein enges Band. Vielfach findet die Formensprache einzelner Meister auch direkt ihren Weg in reine Konsumprodukte, ohne dass dem Laien die Ursprünge bewusst wären. Welche Auswüchse solche Praktiken nehmen können, zeigt eine Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst am Beispiel des Niederländers Piet Mondrian.
Als Vertreter der klassischen Moderne gilt der unter dem Namen Pieter Cornelis Mondriaan geborene Spitzenvertreter des Konstruktivismus als Mitbegründer der abstrakten Malerei. Nachdem er den Impressionismus und Neoimpressionismus Mitte des vergangenen Jahrhunderts hinter sich gelassen hatte, verschwand die gegenständliche Malerei ganz aus seinem Kunstschaffen. Mondrian selber bezeichnete seinen Stil als Neoplastizismus. Heute ist sein Ansatz vor allem als Designmuster bekannt. [...mehr]
Als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart hat der Oldenburger Thomas Schütte schon „Ferienhäuser für Terroristen“ gebaut – und das selbstverständlich nicht ernst gemeint. Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn widmet sich jetzt bis zum 1. November unter dem Titel „Big Buildings – Modelle und Ansichten“ seinen vielgestaltigen Werken zwischen Skulptur, Architektur, Aquarell und Radierung.
2005 gewann Thomas Schütte den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig als bester Einzelkünstler. Dreimal war er an der documenta in Kassel beteiligt, wurde gerade aktuell zum Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises 2010 und kann auch sonst auf jede Menge Anerkennung in der Szene zurückblicken. Einem breiten Publikum ist er allerdings weniger bekannt. Daran wird vermutlich auch die aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle wenig ändern. [...mehr]
Das Melt! Festival findet in diesem Jahr am 16. Juli bis zum 18. Juli 2010 wieder in Ferropolis – Die Stadt aus Eisen statt. Eine gigantische Kulisse unter freiem Himmel, die jedes Jahr wieder tausende junge Menschen anzieht.
Aus der Ferne betrachtet, sieht das Melt! Festivalgelände aus wie eine kleine Stadt, in der die Jugend friedlich feiert und den Klängen ihrer Lieblingsmusik lauscht. Ferropolis – Die Stadt aus Eisen in Sachsen-Anhalt ist normalerweise ein Freilichtmuseum für Braunkohletagebau, aber auch Veranstaltungsort für verschiedene Events, wie zum Beispiel das alljährliche Melt! Festival.
Melt! Festival 2010 – Die Geschichte
Das Melt! Festival gehört zu den Top-Veranstaltungen in jedem Jahr und kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Das erste Melt! Festival fand 1997 mit 12 Acts am Bernsteinsee Velten in Brandenburg statt. Im zweiten Jahr wurde es auf dem Flugplatz Lärz in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet. Ab 1999 fand das Event in Ferropolis in Gräfenhainichen statt und ist seit dem in jedem Festivalsommer ein Ereignis.
2003 musste das Festival eine Zwangspause einlegen, denn die wirtschaftliche Lage nötigten die Veranstalter dazu. Doch das Muikmagazin Intro wolltet dieses Event nicht aussterben lassen und rettet es, so dass es im Jahr 2004 wieder stattfand und sich zu einer festen Institution etabliert hat. Selbst bekannte Künstler wie Tocotronic, 2Raumwohnung, Booka Shade und Oliver Koletzki sind schon mehrmals dort aufgetreten.
Das Festivalprogramm 2010
Auf drei Bühnen und vier Floors beginnt das Festival am 16. Juli 2010 und endet offiziell am 18. Juli 2010, aber für alle Partypeople gibt es noch bis Montag 6 Uhr eine Afterhour. Erwartet werden rund 20.000 Besucher, die ein ganz Wochenende zu Elektro- und Gitarrensounds feiern werden.
Auf der offiziellen Hompage des Melt! finden Sie das Programm.
Headliner in diesem Jahr sind Tocotronic, Massive Attack, Booka Shade, Goldfrapp und noch viele mehr. Außerdem werden einige Djs das Vinyl auf ihren Plattentellern drehen und die Menschenmassen zum Tanzen bringen. [...mehr]
Nach zweijähriger Renovierungsphase wurde eine der wichtigsten hiesigen Kunstsammlungen mit Werken des 20. Jahrhunderts am 10. Juli jetzt wiedereröffnet. Um dem Publikum Gelegenheit zu geben, die sanierten Bereiche, sowie die beiden neuen Hallen ausgiebig zu besichtigen, ist der Eintritt in das K20 sowie ins benachbarte Ständehaus K21 bis zum 25. Juli kostenlos.
Gerade einmal 50 Jahre alt, versammelt die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen einige der größten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Dabei ist der Umfang vergleichsweise überschaubar. Die Qualität siegt eben über die bloße Menge, und so finden sich im Bestand viele bedeutende Namen der bildenden Kunst aus den letzten 100 Jahren wie Klee, Pollock, Magritte, Max Ernst und Beuys. [...mehr]