Ohne die „Guess“-Kampagne von 1989 wäre Claudia Schiffer möglicherweise nie das Topmodel geworden, als das sie heute bekannt ist. Ihre Fotografin und Entdeckerin damals war die Frankfurterin Ellen von Unwerth. Ihr widmet das NRW-Forum Düsseldorf derzeit eine eigene Ausstellung.
33 Exponate verbergen sich hinter dem Titel „Berlin bei Nacht“, der als Erläuterung vor allem deshalb so wichtig ist, weil es von der Stadt selber eigentlich auf keinem der Bilder etwas zu sehen gibt. Ellen von Unwerth fotografierte ihre Models im legendären „Tresor“-Club, der seit 2007 in einem ehemaligen Heizkraftwerk residiert. [...mehr]
Am 3. Oktober 1986 eröffnete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker das von Henri Nannen gestiftete Museum in der Seehafenstadt. Doch die Planungen hatten bereits 3 Jahre zuvor begonnen. Mittlerweile zählt es zu den wichtigsten europäischen Anlaufstellen für moderne Kunst. Ihr Jubiläum feiert die Kunsthalle Emden mit einer Reihe spannender Ausstellungen.
Sein gesamtes Vermögen und eine eigene Kunstsammlung hatte der ehemalige Stern-Chef Henri Nannen in das neu gegründete Museum eingebracht. Vor allem den Arbeiten des Expressionismus gehörte sein Interesse, und so sollte hier wie bei den Künstlern der Neuen Sachlichkeit auch der Sammelschwerpunkt der Kunsthalle Emden liegen. [...mehr]
Es gab Zeiten, da war es für Woody Allen eine Horrorvorstellung, sein geliebtes New York auch nur vorübergehend einmal zu verlassen. Inzwischen dreht er seine Filme vor allem in Europa und spielt hier auch gelegentlich live mit seiner New Orleans Jazz Band. 2011 kommt er für 3 Termine nach Deutschland.
Eine ganze Weile schien es so, als habe Woody Allen seine Relevanz als einer der wichtigsten unabhängigen Kulturschaffenden der Gegenwart verloren. Seine Filme erreichten bei weitem nicht mehr die Klasse früherer Jahre, und sein Privatleben geriet zunehmend in die Klatschpresse. 2005 sorgte er mit „Matchpoint“ jedoch für eine echte Überraschung und zeigte sich zynisch und gemein wie selten zuvor. Kritik wie Publikum dankten es ihm. [...mehr]
Manche halten ihn für ein Relikt der 80er, andere betrachten ihn immer noch als eine der wichtigsten literarischen Stimmen der amerikanischen Gegenwart. Bret Easton Ellis polarisiert, seitdem er Bücher schreibt, und das hat sich auch mit seinem aktuellen Werk nicht geändert. „Imperial Bedrooms“ ist zudem eine Fortsetzung seines Erstlings.
In „Unter Null“ geht es der Upperclass im L.A. der 80er ziemlich gut. Man hängt auf Partys ab, fährt teure Autos und konsumiert Drogen und Sex auf identische Weise – nämlich ebenso maßlos wie gleichgültig. Moralische Werte gibt es keine. Was mag aus dieser Generation heute geworden sein? US-Skandalautor Bret Easton Ellis bietet da seine ganz eigene Antwort: Es hat sich wenig geändert. [...mehr]
Lange Zeit führte das Musikvideo ein seltsames Schattendasein zwischen abgefilmter Konserve und Marketingtool. Dann entdeckte man den seltsamen Hybriden als Kunstform, doch auch diese Phase scheint heute weitestgehend wieder vorbei zu sein. Eine Ausstellung zur Geschichte des Musikvideos zeigt das Kölner Museum für angewandte Kunst im April 2011.
Die von Richard Lester inszenierten Beatles-Filme gelten vielfach als erste Formen des Musikvideos, doch das ist Ansichtssache. Klassische Hollywood-Musicals entwickelten bereits Inszenierungsmuster, die bis heute Gültigkeit haben. Und was ist mit den frühen Avantgarde-Filmen der Surrealisten? [...mehr]
Der Freischütz kommt als Film auf deutsche Leinwände. Ein Versuch das traditionelle Musiktheater zu entstauben und für ein breiteres Publikum zu öffnen?
Der Freischütz? Ist das nicht eine Oper!? Sie haben völlig Recht! Carl Maria von Weber brachte seine romantische Oper bereits im Jahre 1821 im Schauspielhaus Berlinzur Uraufführung. Als die erste deutsche Nationaloper gefeiert, erfreut sich der Stoff rund um Jäger Max, der beim Zielschießen um seine Geliebte mit magisch erschaffenen Kugeln ein wenig nachhelfen will, noch heute regem Interesse. Aktuellstes Zeugnis der Beliebtheit dieser Oper: der Film „Der Freischütz“ von Regisseur Jens Neubert. Am heutigen 23. Dezember kommt er in die deutschen Kinos. [...mehr]
Längst gehört das Medium Film nicht mehr alleine auf die Leinwand oder den heimischen Fernseher. Gerade mit den Möglichkeiten digitaler Technik hat es auch im allgemeinen Kunstbetrieb längst eine bedeutende Stellung. Das Dortmunder Museum Ostwall zeigt jetzt bis zum 25. April 2011 eine Sonderausstellung über das Verhältnis von Film und zeitgenössischer Kunst.
Der Spagat zwischen Erzählkino und klassischeren Kunstformen ist für viele bedeutende Namen ihres Fachs heute kein Sonderfall mehr. David Lynch etwa, der ursprünglich von der Malerei kommt, ist vor allem durch sein Filmschaffen bekannt, besinnt sich aber mittlerweile wieder zunehmend auf seine Wurzeln und zieht von einer Ausstellung zur anderen. Andere Namen wie Steve McQueen oder Julian Schnabel fallen einem ein, doch sind sie nur die bekanntesten unter den vielen, die hier keine Berührungsängste kennen. [...mehr]
In der U-Bahn sind alle gleich. Das jedenfalls gilt für die Verhältnisse extremer Überfüllung in Tokyo. Der vielfach preisgekrönte Fotograf Michael Wolf hat dieses Phänomen zum Thema einer gesamten Werkserie gemacht, die jetzt sowohl in Buchform als auch im Rahmen einer Wanderausstellung zu betrachten ist. Am 9. Januar gastiert sie etwa im Kölner Forum für Fotografie.
Bekannt ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf vor allem für seine großformatigen Architekturfotografien aus Chicago und Hongkong, der Stadt, in der er seit über 15 Jahren auch lebt. Für sein Projekt „Tokyo Compression“ hat er sich ins Zentrum eines ganz speziellen urbanen Irrsinns begeben: Das Tokyoter U-Bahn-System. [...mehr]
Seine „Geburt der Venus“ gehört zu den bekanntesten Werken der bildenden Kunst überhaupt, doch im allgemeinen Bewußtsein ist der Name Alexandre Cabanel keineswegs so tief verankert, wie es seiner Bedeutung angemessen wäre. Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum zeigt im Februar 2011 erstmals eine eigene Ausstellung mit Werken des Franzosen.
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Musée Fabre in Montpellier, zeigt „Alexandre Cabanel: Die Tradition des Schönen“ über 60 Werke eines der wichtigsten französischen Künstler des 19. Jahrhunderts. Doch die Ausstellung verspricht weit mehr zu werden als eine schlichte Präsentation der Bilder. Modeschöpfer und Stardesigner Christian Lacroix wurde vom Museum Wallraf-Richartz beauftragt, eigens für die Sonderschau eine spezielle Ausstellungsarchitektur zu entwerfen. [...mehr]
Bei seinem ersten Besuch in Bonn fiel Napoleon kopfüber vom Pferd. Ob es ihm wohl gefallen hätte, 200 Jahre später ausgerechnet in dieser Stadt eine umfangreiche Ausstellung gewidmet zu bekommen? Die Bundeskunsthalle zeigt „Napoleon und Europa“ bis zum 25. April 2011 in Kooperation mit dem Musée de l’Armée.
Ursprünglich hatte Beethoven seine 3. Symphonie dem großen Korsen widmen wollen. Doch nachdem dieser sich mal eben selber die französische Kaiserkrone aufgesetzt hatte, war die Bewunderung dahin: „Also ist Napoleon auch nur ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er nur für seinen Ehrgeiz leben und ein Tyrann werden“ – womit der berühmteste Sohn Bonns recht behalten sollte. [...mehr]