Die erste große Einzelausstellung der in New York lebenden korsischen Künstlerin Agathe Snow gibt es bis zum 30. März in der Berliner Deutsche Guggenheim zu sehen. Zum Konzept gehört eine fiktive Organisation, die Denkmäler und Wahrzeichen zu Konsumobjekten umfunktioniert.
„Feed the Troops“ nannte Agathe Snow eine Reihe von Happenings, zu denen sie als Braut verkleidet an den unterschiedlichsten Orten einfach zum Essen einlud. Auch sonst ist sie gerne im Alltag behilflich. In einem Tanzvideo lässt sie eine Gruppe junger Frauen in Aerobic-Anzügen zeigen, wie man sich mit wenigen gut einstudierten Bewegungsabläufen aus der Affäre zieht, wenn man von seinem Partner in flagranti erwischt wird. Ernst geht anders. [...mehr]
Warum nach Bielefeld reisen, wenn man auch nach Bonn kann? So jedenfalls darf man derzeit wohl denken, will man eine wenig bekannte Sammlung der Kunsthalle Bielefeld sehen will. Zahlreiche Meisterwerke der klassischen Moderne gibt es bis zum 27. März in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle zu sehen.
1968 hatte Rudolf-August Oetker den Bau der Kunsthalle Bielefeld gestiftet, und damit das einzige Museum ins Leben gerufen, das von dem amerikanischen Star-Architekten Philip Johnson entworfen wurde. Zum Bestand gehört eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken des 20. und 21. Jahrhunderts. [...mehr]
Wer sich die Bildhauerei autodidaktisch aneignet, obwohl er eigentlich Maler ist, und dann auch noch eine Perfektion erreicht, die Ihresgleichen sucht, kann schon als echtes Wunderkind bezeichnet werden. Nicht umsonst galt Max Klinger bereits zu Lebzeiten als Genie. Eine Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum zeigt aktuell eine Retrospektive.
Namen wie Max Beckmann, Käthe Kollwitz oder Alfred Kubin müssten auftauchen, wenn man eine Liste derer erstellen wollte, die maßgeblich von Max Klinger beeinflusst worden sind. Die aktuelle Duisburger Retrospektive stellt ihn einem anderen Künstler gegenüber, der zwar Zeitgenosse war, jedoch nie auch nur ansatzweise einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad erlangen konnte: Wilhelm Lehmbruck. [...mehr]
Für viele seiner Kollegen und Bewunderer gilt er als einer der bedeutendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts. Doch nicht immer war Ingmar Bergman unumstritten. Zahlreiche Skandale begleiteten Filme wie „Das Schweigen“ oder „Die Jungfrauenquelle“. Die Deutsche Kinemathek in Berlin zeigt jetzt eine umfangreiche Ausstellung mit Material aus dem Nachlass.
Dass Ingmar Bergman einem streng protestantischen Elternhaus entstammte, konnte man seinem Schaffen ein Leben lang ansehen. Fragen nach Ethik, Tod und Religion begleiteten den Schweden wie nur wenige Filmemacher. In 130 Theaterproduktionen, 23 Fernsehspielen und 39 Kinofilmen kehren diese und andere typische Bergman-Themen immer wieder. [...mehr]
Das Wortspiel ist selbstverständlich gewollt. VIP hat nichts mit Eliten zu tun, sondern steht in diesem Fall einfach für „Viewing in Private“. Denn genau darum geht es bei dieser bislang beispiellosen Online-Kunstmesse: Kunstwerke in aller Ruhe von zuhause betrachten – und natürlich bestenfalls kaufen. Vom 22. bis 30. Januar gibt es kostenlosen Zugang für jedermann.
Längst wird das Überangebot an Kunstmessen von Sammlern wie Ausstellern gleichermaßen beklagt. Art Cologne, Art Basel, Armory New York und die ganzen anderen Großevents – wer soll das alles bewältigen? Wie viel einfacher könnte es sein, einen Messebesuch bequem vom Schreibtisch oder Sofa aus zu absolvieren? So dachten sich wohl auch die Macher der „VIP Art Fair“. Aber würde das auch jemanden interessieren? [...mehr]
Immer noch einer der populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts, gilt Roy Lichtenstein neben Andy Warhol als zentrale Figur der Pop Art. Wie wichtig das Plakat als künstlerisches Medium für ihn war, zeigt vom 23. Februar bis 1. Mai eine Ausstellung der Ludwigsgalerie im Schloss Oberhausen.
Punkteraster, Comics, fehlende Zwischentöne – für manchen streift Lichtensteins Kunst die Grenze zur Dekoration und ist nicht selten plakativ. Doch das muss niemanden wundern, denn gerade er war einer der ersten US-Amerikaner, die das Künstlerplakat für sich als Medium entdeckten. [...mehr]
Wer jetzt gerade „World of Warcraft“ spielt, kann diesen Beitrag leider nicht lesen. Dabei könnte er zur idealen Zielgruppe gehören. Denn nicht immer sahen Computerspiele so perfekt gestylt und fast lebensecht aus wie heute. Das am heutigen 21. Januar wiedereröffnete Computerspielemuseum in Berlin erlaubt allen Nerds, Geeks, On- und Offline-Zockern, aber auch Normalsterblichen einen Einblick in die Geschichte des Mediums.
Ein ganzes Jahrzehnt Stillstand herrschte über das Berliner Computerspielemuseum. Jetzt hat es in neuen Räumlichkeiten, dem ehemaligen Café Warschau, wieder einen Platz gefunden, um die ebenso spannende wie oft skurrile Historie der Bits, Bytes und Sprites, der Joysticks und Konsolen, der Super Marios und Donkey Kongs vor einem interessierten Publikum auszubreiten. [...mehr]
Plácido Domingo wird am heutigen Tage 70 Jahre alt und feiert selbst seinen Geburtstag auf der großen Bühne. In seiner Heimatstadt Madrid singt er den Orest in Glucks „Iphigenie auf Tauris“. Wir gratulieren!
Selbst im stolzenAlter von 70 Jahrendenkt der Startenor noch nicht ans Aufhören. Plácido Domingo, der vor allem als einer der Drei Tenöre neben José Carreras und Luciano Pavarotti weltweiten Ruhm erlangte, feiert heute seinen Ehrentag auf der Bühne der Oper in Madrid. In seiner langjährigen Karriere als Opernsänger überzeugte er in erster Linie durch seine Vielseitigkeit und Wandelbarkeit. Neben Tenorpartien übernimmt er heute noch gern einmal den Bariton und trällert neben klassischen Arien durchaus auch Schlager. [...mehr]
Mit dem 200. Geburtstag von Franz Liszt und dem 100. Todestag von Gustav Mahler nehmen gleich zwei runde Jahrestage bedeutender Komponisten Einfluss auf das Programm des Bonner Beethovenfests 2011. Unter anderem wird es ein Sonderkonzert des Philharmonia Orchestra London unter Lorin Maazel geben.
Zwar sind noch einige Monate hin, bis das Beethovenfest ab dem 9. September wieder für 10 Tage Musikliebhaber aus aller Welt in die ehemalige Bundeshauptstadt lockt, doch die ersten Ankündigungen lassen jetzt bereits erkennen, dass man sich vom abrissreifen Zustand der Beethovenhalle und dem aufs Eis gelegten Bau eines Festspielhauses nicht abschrecken lässt. [...mehr]
Dass Japan eine bewegte Filmkultur hat, belegt der ungeheure Ausstoß an neuen Produktionen, die jährlich ins Kino und ins Fernsehen kommen. Wenig davon schwappt allerdings nach Europa herüber, obwohl sich längst ein ständig wachsendes Nischenpublikum gefunden hat. Vom 5. bis 13. Februar finden jetzt zum bereits 5. Mal die Japanischen Filmwochen in Düsseldorf statt.
Mit dem japanischen Kino verbindet man in der Regel vor allem akrobatische Schwertkämpfe und Anime. Das Spektrum ist natürlich breiter, doch sind dies durchaus entscheidende Eckpfeiler. Und so haben sie selbstverständlich auch ihren Platz im Programm der diesjährigen Japanischen Filmwoche, das insgesamt 23 Vorstellungen mit 10 Filmen umfasst. [...mehr]