Beiträge vom: Februar, 2011

Autor: Thomas

Glaubt man dem vollmundigen Selbstmarketing von Will.i.am, dann sind die Black Eyed Peas selbstverständlich die größte Band der Welt. Was die Verkaufszahlen angeht, ist das derzeit vielleicht auch gar nicht so falsch. Doch wer sich auch von den Live-Qualitäten des Quartetts ein Bild machen will, hat dafür am 28. Juni in Düsseldorf die Gelegenheit.

Gerade erst sorgten sie beim traditionellen Pausenkonzert des Super Balls für eine Kostprobe ihrer Bühnenshow, doch ob ihr Auftritt in der Esprit-Arena ähnlich bombastisch ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass eine Menge Hits im Programm sein werden, denn spätestens seit 2003 haben die Black Eyed Peas mit jeder Auskopplung eine Top-Charts-Platzierung sicher.    [...mehr]


Autor: Thomas

Übereifer ist vor allem im Rahmen sogenannter Political Correctness nicht immer sinnvoll. Die Grenze des Absurden streift gerade eine Diskussion um eine Formulierung in Astrid Lindgrens beliebten Kindergeschichten. Dass Pippi Langstrumpf ihren Vater „Negerkönig“ nennt, stößt im Bonner Integrationsrat auf Widerstand.

Gerade erst sorgte eine Diskussion in den USA hierzulande für Kopfschütteln. Ein Literaturprofessor hatte beschlossen, in einer von ihm besorgten Ausgabe der „Abenteuer von Tom Sawyer“ den „Nigger Jim“ in den „Sklaven Jim“ zu verwandeln. Jetzt macht eine ähnliche Diskussion auch in Deutschland die Runde. Anstelle von Mark Twain geht es allerdings um Astrid Lindgren.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zu den kulturellen Errungenschaften, die heute gänzlich in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie zu ihrer Zeit äußerst hip waren, gehört das klassische Papiertheater. Die Guckkastenbühne für Zuhause hat aber gerade deshalb auch einen besonderen historischen Reiz. Eine Ausstellung im Clemens-Sels-Museum in Neuss widmet sich derzeit diesem Thema.

Aschenbrödel: Märchenspiel-Figuren, Deutschland, 2. Hälfte 19. Jahrhundert - Quelle: www.clemens-sels-museum-neuss.de

Bekannt als „théatre en miniature“ erlebte das Papiertheater in den 1820er Jahren seine erste Blüte. Erst Anfang des Folgejahrhunderts kam die Heimbühne aus der Mode und musste vor allem den Reizen einer neumodischen Jahrmarktattraktion weichen, die sich Film nannte. Doch nicht nur das spielerische Element sorgte für große Beliebtheit. Hier war auch die Möglichkeit geboten, Kinder in die Welt von Oper und Theater einzuführen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Was soll an schlafenden Menschen schon so interessant sein, dass sie Thema eines ganzen Fotobandes werden könnten? Nichts, mag man sich zunächst denken. Doch die israelische Starfotografin Naomi Leshem sah das ganz anders. Heraus kam das 112-seitige Buch „Sleepers“, dessen Bilder derzeit auch im Rahmen einer schweizer Ausstellung zu sehen sind.

Keine bekannten Gesichter, keine Posen, keine Inszenierungen. Auf Naomi Leshems Fotoserie findet sich nichts außer schlafenden Menschen, ganz natürlich abfotografiert in den eigenen Schlafzimmern. Was will der Künstler damit sagen, fragt man sich nicht ganz zu Unrecht. Doch vielleicht ist es gerade der Verzicht auf alle Formen des Arrangements und Glamours, die hier den entscheidenden Unterschied machen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Kunst ist nicht nur das fertige Produkt, sondern auch bereits der Schaffensprozess. So jedenfalls wollte es der amerikanische Konzeptkünstler Sol LeWitt verstanden wissen. Mitte der 60er Jahre begann er, sich mit der Idee des Künstlerbuches auseinander zu setzen. Das Art Laboratory Berlin widmet dieser Seite seines Schaffens nun eine eigene Ausstellung, die noch bis zum 13. März zu sehen ist.

Dass die Idee wichtiger sein könnte als das Werk selber, ist im Rahmen eines klassischen Kunstbegriffs undenkbar. Sol LeWitt sah das völlig anders. Die von ihm geprägte Conceptual Art nimmt eine klare Umwertung vor und rückt den Schaffensprozess selber verstärkt in den Mittelpunkt. Zeugnisse dieses Gedankens sind unter anderem seine Künstlerbücher.    [...mehr]


Autor: Thomas

Im Regelfall kennt man Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone eher mit einer Waffe als einem Pinsel in der Hand. Doch auf sein Leinwand-Image will sich der Mann, der im Kino 4 Mal Rambo und 6 Mal Rocky war, nicht reduzieren lassen. Eine Ausstellung in St. Moritz zeigt ihn jetzt tatsächlich als Maler.

Mit 64 Jahren hat man als Action-Star eigentlich ausgedient, doch Stallone wollte das Gegenteil beweisen und legte mit „The Expendables“ im vergangenen Jahr eine kassenträchtige Beweisführung vor. So kennt man ihn. Dass er sich neben der Schauspielerei aber auch noch als Maler betätigt, ist eher unbekannt. 30 Exponate vermitteln davon nun einen Eindruck.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer an Pop Art denkt, hat vor allem männliche Vertreter dieser Kunstrichtung vor Augen. Dass Frauen hier aber genauso ihre Spuren hinterlassen haben, wird gerne übersehen. Eine Ausstellung in der Kunsthalle Wien unter dem Titel „Power Up“ will eine längst fällige Umgewichtung in Gang setzen.

Die populärsten Vertreter der Pop Art sind zwar unbestritten Warhol und Lichtenstein, doch selbst so manchem Laien fällt darüber hinaus auch noch der eine oder andere Name ein. Frauen sind darunter jedoch eher keine zu finden. Einzige Ausnahme: Niki de Saint Phalle. Was aber ist mit Dorothy Iannone, Kiki Kogelnik, Rosalyn Drexler oder Evelyne Axell? Und ist ihre Annäherung an die Pop Art vielleicht eine ganz andere?    [...mehr]


Autor: Thomas

Nach Ende des ersten Weltkrieges war die Kunst der Weimarer Republik vor allem eines: nüchtern. Unter dem Begriff der Neuen Sachlichkeit rückten soziale Themen in den Mittelpunkt und gaben der künstlerischen Arbeit einen politischen Anstrich. Eine Auswahl von Werken dieser Epoche gibt es vom 16. Februar bis 15. Mai im Bonner Kunstmuseum zu sehen.

„Gefühl ist Privatsache“ lautet der programmatische Titel dieser Ausstellung mit rund 130 Exponaten aus dem Berliner Kupferstichkabinett, darunter Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken. Hinzu kommen 35 Leihgaben, unter denen sich vor allem Gemälde finden lassen. Die große Auswahl soll die Vielfalt einer Kunstströmung zeigen, die im Allgemeinen gerne vereinheitlicht wird und doch wesentlich heterogen ausfällt.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der teuerste lebende Künstler der Gegenwart ist ein Deutscher. Dass Gerhard Richter sich vor diesem Hintergrund aber ungern hochleben lässt, spricht für ihn. Mit gleich 2 Ausstellungen feiert man in Hamburg jetzt bereits seinen 80. Geburtstag, obwohl dieser doch eigentlich erst im kommenden Jahr stattfindet.

Gerhard Richter bis zum Abwinken kann man derzeit an der Alster erleben. Im Bucerius Kunstforum gibt es unter dem Titel „Bilder einer Epoche“ eine Auswahl seiner Gemälde nach Fotografien aus den 60er und 80er Jahren zu sehen, und in der Hamburger Kunsthalle wird er als Vorreiter der unscharfen Malerei einer Auswahl von Künstlern gegenüber gestellt, die er wesentlich beeinflusst hat.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Ein Operndorf in Afrika war ein lange gehegter Traum des verstorbenen Regisseurs Christoph Schlingensief. Nun wird er postum doch noch Realität. Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz übernimmt die Geschäftsführung des Festspielhauses in Burkina Faso.

Ein Operndorf mitten in Afrika inklusive Festspielhaus, Opernschule, Tonstudio und Wohnhäusern war Christoph Schlingensiefs Vision. Schon im Januar 2010 begannen die Bauarbeiten für das schier unglaubliche Projekt in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Am 21. August 2010 verstarb Christoph Schlingensief an Lungenkrebs, seine Vision lebt weiter. Seine Witwe Aino Laberenz hat sich der Festspielhaus Afrika gGmbH angenommen und lässt seinen Traum endlich wahr werden.     [...mehr]


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