Was den einen der evangelische Kirchentag, ist den anderen dieses Jahr das World Culture Festival. Der esoterische Hauch von Yoga und Guru-Spiritualismus soll nach Schätzungen der Veranstalter jedenfalls spielend leicht 70.000 Menschen aus über 150 Ländern nach Berlin locken. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der Art of Living Foundation.
Für 2 Tage im Juli ist das Berliner Olympiastadion ausgebucht. Das internationale „Friedens- und Kulturereignis“, als das die Veranstalter das World Culture Festival beschreiben, wartet mit Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt auf. Wer dabei sein will, muss mit 18 Euro pro Tag gar nicht mal so tief in die Tasche greifen. [...mehr]
Ganz schön elefantös, was es seit dem 14. April in Bonn zu sehen gibt. Rund 200.000 Jahre alt sind die Überreste von 70 Eurasischen Altelefanen, die den Kern einer aktuellen Ausstellung bilden. Zu ihnen gesellen sich jede Menge Exponate, die einen Einblick in steinzeitliches Leben erlauben.
Was sich in Braunkohlegruben nicht so alles finden lässt, zum Beispiel im sachsen-anhaltlichen Neumarkt-Nord. Eine der bedeutendsten Fundstellen zur europäischen Altsteinzeit konnten Archäologen dort vor dem Eingriff der Schaufelradbagger bewahren. Die Ausstellung „Elefantenreich“ im Bonner LVR-Landesmuseum zeigt bis zum 6. November 2011, wie froh man darüber sein kann. [...mehr]
Darren Aronofsky wird die Jury der 68. Filmfestspiele von Venedig leiten. Bekannt geworden ist der Regisseur mit den Filmen „The Wrestler“ und „Black Swan“.
Vom 31. August bis zum 10. September finden wieder die diesjährigen Internationalen Filmsfestspiele von Venedig statt. Letztes Jahr nahm der Regisseur Darren Aronofsky noch selbst an den Filmfestspielen teil, dieses Jahr leitet er die Jury. [...mehr]
Mit manchen Ikonen aus den 80ern lässt sich offenbar weiterhin eine Menge Geld machen. Dass Janet Jackson im Jahr 2011 tatsächlich noch einmal eine Welttournee zustande bringen würde, hätte vor noch gar nicht allzu langer Zeit vermutlich kaum jemand geglaubt. Für ein einziges Konzert kommt sie im Juni nun auch nach Deutschland.
Daniel Küblböck, Matthias Reim und Janet Jackson haben eines gemein: Sie treten dieses Jahr im Berliner Tempodrom auf. Und auch die Tatsache, dass man alle drei eigentlich schon längst abgeschrieben hatte, teilen sie sich. Doch damit hören die Überschneidungen dann auch auf. Immerhin gehört das zweitberühmteste Mitglied des Jackson-Clans weiterhin zu den meistverkauften Künstlern der Musikbranche. [...mehr]
Für die diesjährige Ausgabe des Musikfests Berlin warten die Veranstalter mit Weltklasseorchestern aus Deutschland, England und den USA, sowie hochkarätigen internationalen Solisten auf. Zur Eröffnung der kommenden Konzertsaison der Hauptstadt lässt man sich also nicht lumpen.
Vom 2. bis 20. September bieten die Berliner Festspiele eines der größten Orchesterfestivals auf europäischem Boden. Schwerpunkte werden auf den Werke der Komponisten Franz Liszt und Wolfgang Rihm liegen. Insgesamt sind 23 Veranstaltungen über 60 Werke von mehr als 25 Komponisten angekündigt. [...mehr]
Ein runder Geburtstag ist es nicht gerade, denn 2011 wäre Robert Schumann genau 201 Jahre alt geworden. Trotzdem findet das seit 1847 bestehende Festival der Stadt Zwickau, das zu Ehren des Komponisten begangen wird, erstmals über einen Zeitraum von 3 Wochen statt. Das Konzertangebot ist reichhaltig.
Im vergangenen Jahr hatte das Beethovenfest Bonn dem Komponisten besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn schließlich galt es, den 200. Geburtstag Robert Schumanns gebührend zu feiern. Jetzt legt dessen Heimatstadt Zwickau nach und bietet vom 8. Juni bis 2. Juli echten Schumann-Overkill. [...mehr]
Keiner ist wie Walter Moers. Der Zeichner und Autor kann ganz kindgerecht arbeiten, aber auch in einem Maße politisch unkorrekt sein, dass er schon mal mit der Zensur hadern muss. Von Kapt’n Blaubär bis zum „Kleinen Arschloch“ ist alles dabei. Erstmals nun gibt es demnächst eine Ausstellung, die sich seinem Schaffen widmet.
Bloß nicht festlegen. Wer Walter Moers in eine bestimmte Schublade stecken will, wird Schwierigkeiten bei der Auswahl haben. Vom Kinderbuchautor bis zum Berufsprovokateur ist alles dabei. Niemand sonst schafft den Spagat zwischen der „Sendung mit der Maus“ und satirischen Hitler-Comics, ohne sich dabei selber zu verraten. Walter Moers hat damit überhaupt keine Probleme. [...mehr]
Zeichnen ist von jeher ein Bestandteil des Filmemachens, und zwar nicht nur im Animationsbereich. Den „Storyboards“, Previsualisierungen dessen, was später auf der Leinwand zu sehen ist, widmet die Kunsthalle Emden bis zum 17. Juli gar eine ganze Ausstellung.
Gerne auch als „optisches Drehbuch“ bezeichnet, geben Storybards im Vorhinein eine Idee davon, wie ein fertiger Film aussehen soll. Was eigentlich nur Mittel zum Zweck und reines Arbeitsmaterial für Regisseur, Kameramann und andere Beteiligte ist, kann aber auch durchaus einen eigenständigen künstlerischen Wert haben. [...mehr]
Zu den bekanntesten Wegbereitern der Moderne gehört der oftmals als Impressionist eingeordnete Maler und Kulturpolitiker Max Liebermann. Mit einer Auswahl von 100 Werken aus allen Schaffensphasen will die Bonner Bundeskunsthalle jetzt neue Akzente in der Rezeptionsgeschichte setzen.
In 14 chronologisch aufgeteilten Kapiteln präsentiert die Ausstellung „Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne“ das breite Spektrum an Stilen und Motiven, mit denen sich der Maler in Zeichnungen und Gemälden Zeit seines Lebens beschäftigt hat. Zu sehen gibt es unter anderem frühe Freilichtmalerei, Darstellungen der bäuerlichen Arbeitswelt, Szenen bürgerlicher Freizeitvergnügungen und Auftragsporträts. [...mehr]
Wer heute im deutschen Fernsehen nach experimentellen Formaten sucht, wird selbst bei Arte nur äußerst sporadisch fündig. Das war nicht immer so. In den 60er und 70er Jahren war das noch junge Medium für Künstler aller Art ein interessantes Spielfeld. Eine Ausstellung der Deutschen Kinemathek gibt hierzu ab Mitte Mai einen Überblick.
Die Sehgewohnheiten des Zuschauers zu provozieren, gehörte für eine ganze Reihe von Theatermachern, Komponisten und anderen Künstlern eine Weile lang zum Umgang mit dem Medium Fernsehen. Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren. Ein Grund mehr, sich die vielfältigen Experimente aus zwei Jahrzehnten bundesdeutscher TV-Geschichte buchstäblich einmal vor Augen zu führen. [...mehr]