Beiträge vom: Mai, 2011

Autor: Thomas

Man braucht nicht bis zur Entdeckung Amerikas zurückzublicken, um Beispiele für die Ausrottung von Naturvölkern zu finden. Bis heute kämpfen Menschen gegen Zwangszivilisierung, Missionierung und den völligen Verlust ihrer kulturellen Identität. Die Fotografin Dana Gluck porträtiert im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte seit über 3 Jahrzehnten Vertreter indigener Völker. Eine Ausstellung in Hamburg zeigt noch bis zum 29. Juni eine Auswahl ihrer Arbeiten.

Umsiedlung, Enteignung und Vertreibung ganzer Völker ist keinesfalls ein Phänomen vergangener Zeiten. Indigene Menschen kämpfen weltweit um den Erhalt ihrer Traditionen und Sprachen. Nicht selten geht es gar um das eigene Land, das ihnen einfach weggenommen wird. Dana Gluckstein gibt ihnen ein Gesicht. Ihre Ureinwohner-Porträtfotos wollen fremde Kulturen nahe bringen und westlicher Arroganz Einhalt gebieten.    [...mehr]


Autor: Thomas

Keiner trägt seine Tolle so stilvoll und zugleich gänzlich ironisch wie Götz Alsmann. Wer den promovierten Musikwissenschaftler in erster Linie als Teil des Moderatorenteams der WDR-Produktion „Zimmer frei“ kennt, hat jetzt Gelegenheit, ihn auch als Allzweck-Entertainer mit Hang zu skurrilem Retro zu entdecken. Sein aktuelles Bühnenprogramm „Herrenabend“ dreht sich um Bückware der Printindustrie aus den 40er und 50er Jahren.

„Paprika“, „Gondel“ oder auch „Neue Wiener Melange“ hießen jene Magazine, die im Deutschland der Nachkriegszeit und des Wirtschaftswunders in erster Linie hinter vorgehaltener Hand gekauft wurden. Klein genug, um sie in einem Buch versteckt unbemerkt in der Straßenbahn lesen zu können, boten sie Anrüchiges für den Mann von Welt. Oder auch nicht. Götz Alsmann präsentiert die heute ausgesprochen harmlos wirkenden Hefte im Rahmen eines bunten Abendprogramms.    [...mehr]


Autor: Thomas

Mit dem Begriff der Anthropophagie können vermutlich nur die wenigsten etwas anfangen. Doch dabei ist er nur die griechische Bezeichnung für Kannibalismus. Dass dieser in der Kunstgeschichte ein durchaus wiederkehrendes Thema darstellt, beweist jetzt eine Ausstellung in Berlin.

Pressebild der Ausstellung

Vom 28. Mai bis 21. August stellt sich der me Collectors Room die ziemlich ergebnisoffene Frage „Alles Kannibalen?“. Die Idee dahinter zielt auf die These der grundsätzlichen kannibalistischen Natur des Menschen ab – wobei das nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist. Und so sind die Exponate aus unterschiedlichen Epochen der Kunstgeschichte auch mal eher metaphorisch, mal ironisch gemeint, aber eben manchmal auch todernst.    [...mehr]


Autor: Thomas

Am 23. Mai war es soweit: Nach einer Umbauphase von ganzen 8 Monaten eröffnete Bundespräsident Christian Wulff die neue, gänzlich überarbeitete Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland nach 1945“ im Bonner Haus der Geschichte. Zu den Höhepunkten unter den Exponaten gehört ein sowjetischer Panzer.

Sowjetischer Panzer vom Typ T34

Historische Ereignisse stärker in den internationalen Kontext zu rücken, war ein Leitfaden der Umgestaltung. Mehr als die Hälfte der insgesamt 4000 qm großen Ausstellungsfläche ist von der Runderneuerung betroffen, und ganze 3000 von insgesamt 7000 Exponaten stehen nun in einem anderen Kontext.    [...mehr]


Autor: Thomas

Die spinnen, die Briten. So hätte es wohl Obelix beim Anblick der „Urethra Postcard Art“ des englischen Künstlerpaars Gilbert & George formuliert. In immer gleicher Anordnung werden da 13 identische Postkartenmotive zu einem geometrisch exakt geordneten Bild zusammengestellt. 52 Beispiele dieses Typs gibt es derzeit noch bis zum 27. August in Berlin zu sehen.

Vier Jahrzehnte ist es her, dass Gilbert & George erstmals ihre Postcard Art der Öffentlichkeit präsentierten, und vor 20 Jahren war die bis dato letzte Werkgruppe Thema einer Ausstellung. Bei Arndt in Berlin gibt es jetzt jede Menge neue Exponate zu sehen. Ob sich das Warten gelohnt hat, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Erstmals treffen Arbeiten des deutschen Künstlers Kurt Schwitters und des Amerikaners Ray Johnson in einer gemeinsamen Ausstellung aufeinander. Was beide verbindet, aber auch trennt, lässt sich vom 26. Mai bis 21. August im Max Ernst Museum Brühl anhand von insgesamt rund 70 Werken nachvollziehen.

Ray Johnson, Ohne Titel

In Ray Johnsons Geburtsjahr zieht die „Große Merzausstellung“ von Kurt Schwitters gerade durch Deutschland, und als letzterer 1948 das Zeitliche segnet, beendet der Amerikaner gerade einmal sein Studium am Black Mountain College in North Carolina. Begegnet sind sich die beiden nie, und so muss eine gemeinsame Ausstellung besonders wundern.    [...mehr]


Autor: Thomas

Seit mittlerweile 2 Jahrzehnten zeigt das Theaterfestival Impulse des NRW-Kultursekretariats interessante und relevante Theaterproduktionen aus dem deutschsprachigen Off-Segment. Erstmals findet das Event dieses Jahr im Sommer statt. Vom 29. Juni bis 10. Juli zeigen 4 Städte über 50 Aufführungen.

She She Pop und ihre Väter

Für Bochum, Düsseldorf, Köln und Mülheim an der Ruhr heißt Impulse 2011 nicht weniger als Theater satt. 25 Bühnen sind beteiligt und werden mehrfach am Tag bespielt. Zu sehen sind insgesamt 9 Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von einer Jury aus über 300 Bewerbungen ausgewählt wurden.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Beim Internationalen Filmfestival in Cannes äußerte sich der dänische Regisseur und Provokateur Lars von Trier fragwürdig auf der Pressekonferenz seines neuen Films „Melancholia“: Er sympathisiere mit den Nazis und verstehe Hitler. Seine kontroverse Aussage führte zu viel Aufregung und bösen Blicken von Kirsten Dunst und der Festivalleitung.

Mal wieder hat es Lars von Trier auf die Spitze getrieben. Er hat sich unbedacht in etwas hinein geredet, wo er nicht mehr raus kam. Da hilft am Ende auch keine offizielle Entschuldigung und Negation der leichtsinnigen Provokation.

Das nennt man schlechte Kinderstube – schlimmer an dem ganzen Skandal ist allerdings der Skandal selbst. Anstatt eine inhaltliche Diskussion zu entfachen, plustern sich Cannes und die Medien auf, weil Lars von Trier „Hitler“ gesagt hat.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Familie Flöz ist eine internationale Theatergruppe, die mit Masken, Magie und Artistik ihren eigenen kleinen Kosmos geschaffen hat. Seit 15 Jahren sind sie mit 5 verschiedenen Programmen auf Welttournee und unterrichten ihre außergewöhnliche Theater-Pädagogik an europäischen Hochschulen.


Die internationale Company aus Theaterschaffenden mit Hauptsitz in Berlin entwickelt in kollektiven Arbeitsprozessen ein Theatererlebnis der besonderen Art. Jahrhundertealte Disziplinen wie Schauspielkunst, Maskenspiel, Tanz, Clown, Artistik, Magie und Improvisation werden ständig neu entdeckt und zu bezaubernden Inszenierungen entwickelt. Die Familie Flöz haucht der traditionellen Commedia dell’arte neues Leben ein und erschafft eine einzigartige Poesie.    [...mehr]


Autor: Thomas

Während ihre Schwester Maite bei RTL gerade im Finale von „Let’s Dance“ steht und dort Publikum wie Jury gleichermaßen begeistert, geht Patricia Kelly mit einem neuen Programm auf Konzerttour. Im Zentrum stehen eigene Songs aus Gegenwart und Vergangenheit, präsentiert in behutsamen Acoustic-Arrangements.

Patricia Kelly

Erinnerungen an die immensen Erfolge der Kelly-Family und den großen Hype um die ehemaligen Straßenmusiker haben die meisten bis heute, auch wenn die einzelnen Mitglieder längst eigene Wege gehen. Patricia, die drittälteste Schwester, ist seit längerem mit unterschiedlichen Programmen solo unterwegs und wagt gelegentlich auch schon einmal einen Ausflug ins Jazz-Genre oder auf die Musical-Bühne.    [...mehr]


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