Beiträge vom: Juni, 2011

Autor: Thomas

Am 4. Juli erscheint mit „Panic of Girls“ allen Ernstes ein neues Album von Blondie, jener legendären New Yorker Band mit der berühmtesten aller Frontfrauen: Debbie Harry. Die feiert 3 Tage zuvor ihren 66. Geburtstag – eine Tatsache, die man ihr weder ansieht noch anhört. Eine anschließende Live-Tour ist Ehrensache.

Echte Punk-Ikonen scheinen nie wirklich zu altern. Das gilt für Iggy Pop genauso wie für Debbie Harry. Dass beide 1990 mit „Well, did you evah“ einmal ein Duett aufgenommen haben, mag vielfach nicht mehr allzu präsent sein, damals jedoch trafen hier echte Ausnahmeerscheinungen der 70er aufeinander und sangen mit selbstverständlicher Gelassenheit Dinge, für die es heute einen „Parental Advisory“-Aufkleber gäbe.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zum 16. Mal ist Dortmund dieses Jahr Location des größten Electronic- und Independent-Music-Festivals in NRW. Juicy Beats hat seinen Namen von einer lustigen Logistik-Idee, der gemäß die unterschiedlichen Floors des Freiluft-Geländes mit jeweils einer Frucht gekennzeichnet werden. Headliner ist diesmal Beth Ditto.

Juicy Beats 2011

Über 40 Bands und rund 100 DJs lassen den Dortmunder Westfalenpark am 20. Juni wieder zum schick pulsierenden Party-Areal werden. Das Juicy Beats hat längst seinen Stammplatz im hiesigen Festival-Zirkus und belegt seine Unverzichtbarkeit auch diesmal wieder mit jeder Menge interessanter Acts für Freunde gepflegter Indie- und Electro-Musik.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Pottermore.com soll es ab Oktober erlauben, einer einzigartige Internet-Community rund um die Geschichte von Harry Potter, Hermine und Ron beizutreten. Eine literarische Fortsetzung von Rowling selbst ist nach dem siebten Teil des Werks nicht geplant, doch so soll es Potter-Fans jeglichen Alters und überall auf der Welt möglich sein, die Geschichte virtuell weiterzuführen.

Die Plattform „Pottermore“ ist ein weiterer Weg, die Welt rund um Harry Potter zu verkaufen. Laut Forbes-Liste gehört Rowling nach dem Erfolg von „Harry Potter“ zu den wohlhabendsten Frauen der britischen Insel und hat mit ihrem Reichtum mittlerweile die Queen selbst überholt. Über 500 Millionen Exemplare der siebenteiligen Fantasy-Reihe wurden weltweit verkauft und das Werk wurde in 67 Sprachen übersetzt. Ein literarischer Erfolg, der seines Gleichen sucht. „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist das am häufigsten hergestellte Buch in den Vereinigten Staaten.    [...mehr]


Autor: Thomas

2012 feiern die Filmstudios Babelsberg ihr 100-jähriges Bestehen. Die Deutsche Kinemathek bietet zu diesem Anlass ab 14. Dezember eine Ausstellung, die sich mit der Kunst der Set-Fotografie beschäftigt und letztes Jahr in der Cinémathèque française zu sehen war.

Jeff Bridges ist dafür bekannt, dass er seine Kamera mit ans Filmset bringt und das Geschehen vor Ort im Bild festhält – und das mit einer Kunstfertigkeit, die aufmerken lässt. Insgesamt ist die Blütezeit der Setfotografie jedoch vor allem in der Vergangenheit der großen Filmstudios zu finden. Unter dem Titel „Am Set. Paris – Babelsberg – Hollywood, 1910 bis 1939“ erlaubt das Berliner Museum für Film und Fernsehen demnächst einen Einblick in dieses oft übersehene Genre.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ausstellungen in historisch wertvollen Orten Brandenburgs, die im regulären Kunstbetrieb ansonsten keine Rolle spielen, sind das Thema von „Rohkunstbau“. Seit mittlerweile 16 Jahren gibt es das jährliche Event der Heinrich-Böll-Stiftung des Bundeslandes. Das Leitthema 2011 tritt unter dem Schlagwart „Macht“ ebenso provokativ wie plakativ auf.

Marc Brandenburg Untitled

Location des XVIII. Rohkunstbaus ist wie in den beiden Vorjahren erneut das Schloss Marquardt bei Potsdam. Eingebettet in einen von Peter Joseph Lenné gestalteten Landschaftsgarten, lässt sich eine umfangreiche Beschreibung des Ortes in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg” von Theodor Fontane finden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Tagsüber auf die Galopprennbahn, abends in den Club – was wie Neureichensport klingt, ist tatsächlich das Konzept des Open Source Festivals für aktuelle Musik. Zum mittlerweile 6. Mal findet das Event dieses Jahr bereits statt und erfreut sich nicht nachlassender Beliebtheit. Am 23. Juli geht es um 14 Uhr los und läuft bis in die Morgenstunden des nächsten Tages.

3 Open-Air-Bühnen machen die Galopprennbahn Düsseldorf im Grafenberger Wald für einen Tag zur Konzertlocation. Bis 22 Uhr gibt es Live-Musik von bekannten und gänzlich unbekannten Formationen zu hören. Danach geht es dann in 4 Clubs der Stadt, wo ausgiebig weiter gefeiert werden kann. Dass sich das Open Source Festival dabei als „Plattform für Zustände und Perspektiven aktueller Club- und Popkultur“ versteht, sollte man jedoch lieber nicht ganz so ernst nehmen.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Über die Grenzen der Stadt ist Berlin als multikulturelles Zentrum des Landes bekannt. So ist es zunächst erstaunlich, dass ein Filmfestival, wie die “Afrikamera” so jung ist. Abseits der europäischen Metropolen tritt die afrikanische Kultur und Lebensweise nur kaum in Erscheinung. Umso wichtiger ist es, dass sich das Wissen über den zweitgrößten Kontinent, der die dreifache Fläche Europas umfasst, nicht nur auf Hungersnöte, Krankheiten und andere, übliche Klischees beschränkt.

Seit 2007 wird die „Afrikamera“ vom Kulturverein „toucouleur e.V.“ ausgetragen und versucht so einen interkulturellen Dialog zwischen europäischem und afrikanischem Kontinent zu schaffen. So sollte ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents Bilanz gezogen, und der europäischen Öffentlichkeit die gesellschaftliche Entwicklung Afrikas der Vergangenheit und der Gegenwart vor Augen geführt werden. Aus diesem Grunde wurden letztes Jahr die Demokratisierungsprozesse in den afrikanischen Republiken thematisiert und beleuchtet. Frei von den üblichen Vorurteilen wurde bei einer Podiumsdiskussion über die Abhängigkeit des afrikanischen Kinos von den Industriestaaten in Nordamerika und Europa, und über den Film als Antrieb für die afrikanische Wirtschaft diskutiert.    [...mehr]


Autor: Thomas

Eine seiner berühmtesten Arbeiten zeigt eine Gabel, die mit den Zacken auf einem Tellerrand abgelegt ist und einen dunklen Schatten wirft. Mehr ist es nicht, doch für die Geschichte der fotografischen Kunst haben derartige Arbeiten von André Kertész bis heute entscheidende Bedeutung. In Berlin bietet eine umfangreiche Ausstellung des Jeu de Paume derzeit einen Einblick in das Schaffen des ungarischen Fotografen.

Rund 300 Arbeiten von André Kertész sind noch bis zum 11. September im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Im Zentrum stehen zwei bislang weniger bekannte Werkgruppen. Sie umfassen frühe Aufnahmen, die während der Militärzeit des Künstlers im Ersten Weltkrieg entstanden, sowie späte Polaroidbilder aus seiner Wahlheimat New York.    [...mehr]


Autor: Thomas

In der internationalen Wahrnehmung ist das Filmfest München eher irrelevant und verschwindet ganz im Schatten der Berlinale. Die Programmauswahl ist nicht uninteressant, und der betriebene Aufwand merklich bemüht, aber auch im 29. Jahr fehlen die ganz großen internationalen Premieren immer noch.

Vermutlich wollte man sich ein bisschen Relevanz verschaffen, indem man es den Verantwortlichen in Cannes gleich tat und einem Filmemacher Hausverbot erteilte. An der Isar allerdings waren die Gründe noch mal eine Stufe provinzieller. Der österreichische Regisseur Peter Kern hatte für seinen neuen Film nach einem größeren Aufführungssaal verlangt. Als er sich darüber beschwerte, gab es von der Festivalleitung den Rausschmiss.    [...mehr]


Autor: Thomas

Seit 2001 ist die 400 km lange „Route der Industriekultur“ zwischen Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund einen Tag lang Spielstätte für ein vielgestaltiges Event, das die „Metropole Ruhr“ in den Mittelpunkt rückt. Unter dem Titel „ExtraSchicht“ stehen am 9. Juli in einer einzigen Nacht ganze 200 Veranstaltungen auf dem Programm.

ExtraSchicht 2011

Wer die Homepage der „ExtraSchicht“ besucht, um sich einen Eindruck von dem festivalähnlichen Ruhr-Event zu verschaffen, läuft Gefahr, schnell vor Überforderung zu kapitulieren. Womit man es da eigentlich zu tun hat, wird auf den ersten Blick nicht wirklich klar, und die Fülle an Infos erschlägt einen fast. Die Zahlen alleine sind bereits beeindruckend: 47 Spielorte, 5 Erlebnisareale, 160 Shuttle-Busse und 200 Veranstaltungen – wer soll das an einem einzigen Abend bewältigen?    [...mehr]


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