Das weltweit größte Museum für Kunst und Design befindet sich in London und blickt auf eine reiche Historie zurück. Artefakte aus über 3000 Jahren Menschheitsgeschichte lassen sich hier finden. Eine zwar kleinere, aber immer noch umfangreiche Auswahl von Exponaten des Victoria and Albert Museums ist ab dem 18. November in Bonn zu sehen.
1857 eröffnete Queen Victoria das South Kensington und spätere Victoria and Albert Museum als Reaktion auf den Erfolg der „Great Exhibition of All Nations“, die sechs Jahre zuvor in London stattgefunden hatte. Die britische Großmacht hatte sich auf dieser ersten Weltausstellung als fortschrittliche Industrienation darstellen wollen und war damit auf fruchtbaren Boden gestoßen. Die heute bekannte Form der musealen Präsentation hatte hier ihren Ausgangspunkt genommen. [...mehr]
Wer heute aktuelle Bilder aus Krisenregionen und Brandherden sehen will, muss nur den Fernseher einschalten oder einen Blick ins Internet werfen. Nicht selten jedoch bringt das, was es da zu sehen gibt, einen negativen Beigeschmack von Sensationslust und Voyeurismus mit sich. Nichts davon wollten die Gründer der Photoagentur Magnum bedienen. Eine Auswahl von Arbeiten aus ihrem Fundus von den 40er Jahren bis heute gibt es derzeit im NRW-Forum zu sehen.
Zu den bekanntesten und schockierendsten Kriegsfotos gehört bis heute jenes von Robert Capa 1936 im Spanischen Bürgerkrieg aufgenommene Motiv eines Soldaten im Moment, da ihn eine tödliche Kugel trifft. Viel ist über die Authentizität dieser Aufnahme spekuliert worden, doch ihrer Wirkung hat das keinen Abbruch getan. Im Rahmen der Ausstellung „Frontline“ kann man sich davon nun selber überzeugen. [...mehr]
Erstmals in diesem Jahr werden der Tag der deutschen Einheit und der NRW-Tag zusammen gefeiert. Vom 1. bis 3. Oktober herrscht deshalb in der ehemaligen Bundeshauptstadt echter Ausnahmezustand. Ein kaum überschaubares Angebot an Veranstaltungen macht es praktisch unmöglich, sich dem Event vor Ort zu entziehen.
Das gesamte Bonner Stadtgebiet wird für drei Tage zum Festgelände umfunktioniert. Vom Zentrum über das Rheinufer bis zum UN-Campus wird jede Menge geboten, darunter vor allem zahlreiche Konzerte für jeden Musikgeschmack. Soviel war in der verschlafenen Provinzmetropole schon lange nicht mehr los. Umso mehr Wert legt man also auch in der öffentlichen Darstellung auf Sicherheitsmaßnahmen. [...mehr]
Spätestens mit ihrer Bilderserie „The Innocents“ über unschuldig zum Tode Verurteilte wurde die New Yorker Fotokünstlerin Taryn Simon zu einer der wichtigsten Vertreterin ihrer Zunft. Mit der skandalösen Hinrichtung von Troy Davis bekommen gerade diese Arbeiten derzeit eine besondere Aktualität. Die Neue Nationalgalerie Berlin stellt derzeit ihr neuestes Projekt vor.
Unter dem langen und etwa sperrigen Titel „A living man declared dead and other chapters I – XVIII“ verbirgt sich eine ambitionierte Fotoserie, für die Taryn Simon in den Jahren von 2008 bis 2011 rund um den Globus gereist ist. In 18 Kapiteln werden Geschichten von Menschen erzählt, die auf ungewöhnliche und schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. [...mehr]
Bereits zum 32. Mal findet dieses Jahr vom 5. bis 13. November eines der renommiertesten Jazzfestivals Europas statt. Für zwei Wochen wird Leverkusen zur Musikhochburg und kann vermutlich erneut mit deutlich mehr als 20.000 Besuchern rechnen. Zu den Acts gehört unter anderem Clint Eastwoods Sohn Kyle.
Pünktlich zum damaligen 50. Geburtstag der Stadt wurden 1980 erstmals die Leverkusener Jazztage abgehalten. Zunächst war nur ein einmaliges Event angedacht, doch durchweg positive Reaktionen und überraschend hohe Besucherzahlen machten die Veranstaltung umgehend zur jährlichen Institution. Längst hat sie sich einen internationalen Ruf erworben, auch wenn Konkurrenzveranstaltungen wie das Bonner Jazzfest dem Platzhirsch inzwischen durchaus die Stirn bieten. [...mehr]
So einen Konzertfilm hat es bisher noch nicht gegeben – jedenfalls nicht für klassische Musik. Bei einem Auftritt in Singapur haben sich die stets experimentierfreudigen Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle erstmals im 3D-Format filmen lassen. Das Ergebnis kommt am 20. Oktober ins Kino.
Für technische Neuerungen war eines der bedeutendsten Orchester der Gegenwart schon immer zu haben. Schon bei der Einführung der CD ließen sich die Berliner Philharmoniker nicht zweimal fragen, und die Digital Concert Hall gehört längst zum Standard. Auch live-Streams ihrer Konzerte im Kino hat es schon gegeben. Jetzt kommen sie erneut auf die große Leinwand, und das gleich in 3D. [...mehr]
Wer sich einen Überblick zum Genre-Kino des Abseitigen und nicht so ganz politisch Korrekten verschaffen will, hat mittlerweile eine ganze Menge Filmfestivals zur Auswahl. Das war nicht immer so. Eines der renommiertesten Beispiele ist das seit 2011 jährlich einmal in Los Angeles abgehaltene Screamfest. Auch 2011 gibt es hier wieder einiges zu entdecken.
Von vielen als „Sundance of Horror“ gefeiert, kann das seit einem Jahrzehnt bestehende Event auf eine Menge Filme zurückblicken, die erst durch ihre Aufführung beim Screamfest L.A. öffentliche Aufmerksamkeit erlangten und schließlich einen Verleiher finden konnten, darunter auch spätere Kassenschlager wie „Paranormal Activity“. [...mehr]
Den Kunstmarkt revolutionieren, das wolle man, nicht mehr und nicht weniger. So jedenfalls formuliert es mit einiger Selbstsicherheit Marco Schwalbe, Creative Director der Stroke.Artfair, die vom 14. bis 16. Oktober zum zweiten Mal in Berlin stattfindet. Workshops, Präsentationen, Live-Paintings und Parties machen die Kunstmesse zu einem bunten Event für jedermann.
Einen „unkonventionellen und erlebnisreichen Umgang mit Kunst“ will man bieten und sich damit von allen anderen Messen abheben. Immerhin: Ein Jahr Pause war nötig, doch jetzt präsentiert sich die Berliner Stroke.Artfair mit umso größerem Willen zum Besonderen. Insgesamt nehmen 30 nationale und internationale Galerien teil, sowie jede Menge Einzelkünstler. Location ist der Postbahnhof. [...mehr]
Einem der bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart über die Schultern blicken zu dürfen, ist schon an sich eine Sensation. Ihn aber auch noch bei der Arbeit filmen zu können, das war bislang gerade im Fall von Gerhard Richter kaum vorstellbar. Dokumentarfilmerin Corinna Belz ist das Kunststück gelungen, und das Resultat ist von geradezu historischer Relevanz.
Erstmals für Gerhard Richter interessiert habe sich Corinna Belz im Jahr 2005, als sie in der Zeitung eine Abbildung der Musterscheiben für das Südfenster des Kölner Doms gesehen hatte. Spontan rief sie im Atelier des Künstlers an, um die Möglichkeit einer filmischen Dokumentation des Werks anzufragen. Richter möchte die Idee, stand aber nicht für Weiteres zur Verfügung. Doch Belz blieb am Ball. Jetzt legt sie einen knapp 100-minütigen Film vor, bei dem sie dem Künstler näher kam als man es für möglich halten würde. [...mehr]
Mit George Grosz ist einer der bedeutendsten Vertreter der Berliner Dada-Bewegung ab dem 11. September Gegenstand einer umfangreichen Ausstellung des Brühler Max Ernst Museums. Schwerpunktmäßig werden dabei Aquarelle, Zeichnungen und Collagen aus dem Zeitraum von 1908 bis 1958 vorgestellt. Begleitend erscheint umfangreicher Katalog.
Beim Ausstellungstitel „Deutschland, ein Wintermärchen“ wird man in aller Regel zunächst an Heinrich Heine denken, und die Konnotation wurde wohl auch bewusst so gewählt. Tatsächlich aber ist zugleich auch ein verschollenes Hauptwerk bezeichnet, das George Grosz 1918 fertig stellte, und zu dem letztes Jahr eine Vorstudie in Aquarell aufgetaucht ist, die es im Max Ernst Museum jetzt erstmals zu sehen gibt. [...mehr]