Zur Feier ihres 20-jährigen Bestehens veranstaltet die Musikzeitschrift Intro zusammen mit Melt! Booking eine Reihe von Live-Events. Bis Februar finden sie bunt verstreut in ganz Deutschland statt, bevor es im März in Köln und Berlin zu prominent besetzten Abschlussveranstaltungen kommt.
Melle-Dratum kennen wohl nur echte Insider oder die Gründer der Musikzeitschrift Intro. In der kleinen Ortschaft bei Osnabrück liegen nämlich dessen Wurzeln. Das damals noch sehr überschaubare Fanprojekt ist zwei Jahrzehnte später mit Redaktionen in Köln und Berlin eine echte Institution. Die Geburtstagsfeier auf einen einzigen Abend zu beschränken, wäre da der Sache wenig angemessen. [...mehr]
Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente in einer Ausstellung zu vereinen, ist durchaus ein reizvoller Gedanke. Die Gemeinsamkeiten der drei Künstlerpersönlichkeiten lassen sich vor allem an einigen gemeinsam verfertigten Werken nachvollziehen. Zu sehen gibt es die „Ménage à trois“ ab dem 10. Februar 2012.
Es ist schon die zweite größere Ausstellung innerhalb kürzester Zeit, die sich der Kunst von Andy Warhol widmet. Doch während sich im MMK Frankfurt unter dem Titel „Headlines“ ab dem 11. Februar alles alleine um ihn dreht, steht er eine Woche später in der Bundeskunsthalle Bonn zusammen mit zwei weiteren bedeutenden Künstlern seiner Zeit im Fokus. [...mehr]
Als Frontmann der Punkrockband Black Flag mag er bekannt geworden sein, doch Henry Rollins hat sich von der Schauspielerei über Moderation, Blogging und politisches Engagement immer wieder in allem Möglichen versucht. Jetzt erscheint sein erster Fotoband mit ungewöhnlichen Aufnahmen aus Ländern wie Thailand, Indonesien oder Nordkorea.
Henry Rollins ist kein professioneller Fotograf, und das behauptet er auch nicht. Doch er kommt viel herum und drückt gerne auf den Auslöser. Irgendwann sei ihm die Idee gekommen, seinen Landsleuten in Form eines Bildbandes einige der Erdteile näher zu bringen, die er in den vergangenen 25 Jahren bereist hat – wenn auch auf seine Art. [...mehr]
Als der französische Chansonnier Serge Gainsbourg 1971 sein gerade mal 28-minütiges Konzeptalbum „Histoire de Melody Nelson“ veröffentlichte, interessierte das kaum jemanden. Erst mit den Jahren und der Einflussnahme auf die Musik von Jarvis Cocker, Beck oder Portishead erlangte das nicht unumstrittene Werk echten Klassikerstatus. Zum 40-jährigen Jubiläum erschien es jetzt in prächtiger Neuauflage.
Das heute legendäre Cover mit der halbnackten Jane Birkin reichte eigentlich bereits für einen Skandal aus, doch die Geschichte selber, die Serge Gainsbourg zusammen mit ihr mehr spricht als singt, setzte selbstverständlich noch eins drauf. Die romantisch-skandalöse Affäre des mittelalten reichen Mannes mit der wesentlich jüngeren Melody Nelson ist unverblümt von Nabokovs „Lolita“ beeinflusst und entsprach ganz dem Image, das Gainsbourg gerne vor sich her trug. [...mehr]
Keiner trägt auf der Bühnestilvoller Anzug als Bryan Ferry. Das britische Modehaus Marks & Spencer fand seinen Look 2006 so wirksam, dass man den damals bereits 60-jährigen Sänger zum Testimonial einer Werbekampagne machte. Eine Ausstellung in Berlin erlaubt derzeit noch bis zum 8. Januar einen Einblick in sein Schaffen.
Dass Bryan Ferry ursprünglich als Kunstlehrer tätig war und auch schon als Restaurator gearbeitet hat, ist nicht unbedingt das erste, was man mit dem Musiker verbinden würde. Wer sich jedoch seine teils kontrovers aufgenommenen Plattencover ins Gedächtnis ruft, wird den Hang zur Kunst sofort vor Augen haben. Ferry ist zudem begeisterter Sammler. Das HBC Berlin macht ihn aktuell selbst zum Gegenstand von insgesamt rund 100 Exponaten. [...mehr]
Einer der populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass er Popularität selber zum Thema gemacht hat. Eine Ausstellung in Frankfurt zeigt vom 11. Februar bis 13. Mai erstmals alle Arbeiten von Andy Warhol, in deren Zentrum die modernen Massenmedien stehen.
„Daily News“ ist nicht nur der Name einer New Yorker Tageszeitung, sondern auch eines von Warhols Hauptwerken. Seit 1981 befindet sich das Bild im Besitz des MMK Frankfurt und bildet nun den Ausgangspunkt der Ausstellung „Warhol: Headlines“, die zeitversetzt auch in Washington, Rom und Pittsburgh zu sehen ist. [...mehr]
Gerade einmal zehn Jahre umfasst das künstlerische Schaffen von Michel Majerus. 2002 kam er im Alter von nur 35 Jahren bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Als umfangreich und vielschichtig präsentiert jetzt eine Ausstellung des Kunstmuseums Stuttgart sein Werk mit über 100 Gemälden und Installationen.
Sampling ist Kunst, zumindest wenn man die Arbeiten von Michel Majerus betrachtet. Denn dort wird zitiert, was das Zeug hält – von PopArt und Minimal Art über Werbung, Comics, Computerspiele und Alltagskultur ist alles vorhanden und besteht unhierarchisch nebeneinander. [...mehr]
Im Grunde ideal zu Weihnachten, aber daran hat man bei der Konzeption der aktuellen Hamburger Ausstellung zum Thema „Wunder“ vermutlich nur am Rande gedacht. In einer einzigartigen Zusammenstellung aus Kunstwerken und wissenschaftlichen Exponaten wird das Phänomen aus vielerlei Hinsicht beleuchtet.
Unter dem Titel „Wunder – Kunst, Wissenschaft und Religion vom 4. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ zeigen die Deichtorhallen Hamburg noch bis zum 5. Februar eine umfangreiche, vielgestaltige, aber auch arg theorielastige Ausstellung, die sich dem Phänomen des Wunders in der abendländischen, vor allem christlichen Kultur widmet. [...mehr]
Zeitweise schien es so, als würden die drei Bücher der sogenannten „Millennium“-Trilogie überhaupt nicht mehr aus den Top-Ten der Bestseller-Listen verschwinden. Auf die erste Welle des Erfolgs folgte die schwedische Verfilmung, und schon stiegen die Verkaufszahlen erneut. Nicht anders wird es sich wohl verhalten, wenn ab Januar die amerikanische Fassung in die deutschen Kinos kommt.
Eigentlich war Stieg Larsson ja nur nebenberuflich Thriller-Autor. Bekannt wurde er zunächst vor allem als Journalist und anerkannter Faschismus-Experte. Die Veröffentlichung oder gar den weltweiten Erfolg seiner einzigen drei vollendeten Romane erlebte er nicht mehr. 2005, ein Jahr nach seinem Tod, erschien der erste einer auf 10 Teile angelegten Reihe um den Reporter Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander. Mittlerweile ist bereits die zweite Verfilmung fertig. [...mehr]
Einer der großen Fantasy-Klassiker für Kinder ist jetzt, Jahre nach seiner Adaption fürs Kino, auch auf der Bühne zu sehen – und das als Musical. Doch die Fassung kommt ausnahmsweise einmal nicht aus England oder den USA. „Das letzte Einhorn“ ist eine durchweg deutsche Produktion.
Bereits 1968 veröffentlichte Peter S. Beagle seinen beliebte Geschichte vom Einhorn, das sich in ein Mädchen verwandeln muss, um seine Artgenossen aus der Gefangenschaft zu retten. Bis heute wird „Das letzte Einhorn“ gern gelesen, und das nicht nur von dem jungen Publikum, für das es ursprünglich gedacht war. Die Musical-Fassung am Theater für Niedersachsen (TfN) zielt jedoch eher auf Kinder und Jugendliche ab, und dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. [...mehr]