Ob nun Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch der bekannteste und bedeutendste Schweizer Autor des 20. Jahrhunderts war, darüber lässt sich streiten. Letzterem ist jetzt eine umfangreiche multimediale Ausstellung gewidmet, die erstmals einen Einblick in das bislang unveröffentlicht gebliebene „Berliner Journal“ ermöglicht.
Die erste Begegnung mit Max Frisch hatten die meisten aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schule. „Andorra“, „Homo Faber“ oder „Biedermann und die Brandstifter“ gehören seit einer gefühlten Ewigkeit zum allgemeinen Kanon des Deutschunterrichts, und daran wird sich vermutlich auch in Zukunft nicht viel ändern. [...mehr]
Thriller aus nordischen Gefilden sind seit einer ganzen Weile echte Renner. Das Wetter ist ebenso kalt wie das moralische Empfinden der meisten Figuren, und so verbirgt sich hinter der Oberfläche aus Mord und Korruption oftmals ein ziemlich unangenehmes, aber ebenso zeitgemäßes Sittenbild. Jo Nesbo gehört zu den Stars der Szene. Jetzt kommt erstmals einer seiner Romane auch ins Kino.
Man muss eine Hauptfigur nicht mögen, um Vergnügen daran zu haben, sie über mehrere hundert Seiten oder Minuten hinweg zu begleiten. Roger Brown, der misanthrope Protagonist in Jo Nesbos Bestseller „Headhunter“ gehört zu diesem Typus. Doch wie der Zyniker vom Jäger zum Gejagten wird, ist allemal fesselnd und zudem echter Kinostoff. [...mehr]
Einer der national wie international renommiertesten Kunstpreise geht dieses Jahr an den bereits 80-jährigen US-Amerikaner John Baldessari. Zuletzt war der Maler und Konzeptkünstler 2009 bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Wem moderne Kunst schon immer auf den Keks gegangen ist, für den hat John Baldessari genau das richtige Rezept. Als Basis der Installation „The Cremation Project“ hatte er 1970 alle seine Gemälde, die zwischen 1953 und 1966 entstanden waren, einfach verbrannt und ihre Asche zu Keksen verarbeitet. Das daraus resultierende Werk bestand aus einer Bronzeplakette, die Entstehungs- und Vernichtungsdatum aller Arbeiten listetet, sowie das Rezept zur Herstellung des Gebäcks. [...mehr]
1996 fand Edvard Munch schlagartig Eingang in die Popkultur. Für seinen ironischen Horrorfilm „Scream“ hatte sich Regisseur Wes Craven den berühmten „Schrei“ des norwegischen Malers zum Vorbild für die Maske eines Serienkillers genommen. Seitdem kennt das verzerrte Gesicht jeder, und bis heute ist es ein beliebtes Kostüm an Halloween und Karneval. Wer den großen Expressionisten lieber ohne Umwege kennen lernen will, hat im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung ab dem 9. Februar Gelegenheit dazu.
Rund 140 Exponate kündigt die Kunsthalle Schirn an, darunter eine ganze Reihe von Gemälden, Fotografien, Stichen, Zeichnungen, Skulpturen und Filmen, die es in Deutschland zuvor noch nie zu sehen gegeben hat. Entstanden ist „Edvard Munch: Der moderne Blick“ in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou Musée National d’Art Moderne in Paris und dem Munch Museet in Oslo. [...mehr]