Erstmals in diesem Jahr werden der Tag der deutschen Einheit und der NRW-Tag zusammen gefeiert. Vom 1. bis 3. Oktober herrscht deshalb in der ehemaligen Bundeshauptstadt echter Ausnahmezustand. Ein kaum überschaubares Angebot an Veranstaltungen macht es praktisch unmöglich, sich dem Event vor Ort zu entziehen.
Das gesamte Bonner Stadtgebiet wird für drei Tage zum Festgelände umfunktioniert. Vom Zentrum über das Rheinufer bis zum UN-Campus wird jede Menge geboten, darunter vor allem zahlreiche Konzerte für jeden Musikgeschmack. Soviel war in der verschlafenen Provinzmetropole schon lange nicht mehr los. Umso mehr Wert legt man also auch in der öffentlichen Darstellung auf Sicherheitsmaßnahmen. [...mehr]
Bereits zum 32. Mal findet dieses Jahr vom 5. bis 13. November eines der renommiertesten Jazzfestivals Europas statt. Für zwei Wochen wird Leverkusen zur Musikhochburg und kann vermutlich erneut mit deutlich mehr als 20.000 Besuchern rechnen. Zu den Acts gehört unter anderem Clint Eastwoods Sohn Kyle.
Pünktlich zum damaligen 50. Geburtstag der Stadt wurden 1980 erstmals die Leverkusener Jazztage abgehalten. Zunächst war nur ein einmaliges Event angedacht, doch durchweg positive Reaktionen und überraschend hohe Besucherzahlen machten die Veranstaltung umgehend zur jährlichen Institution. Längst hat sie sich einen internationalen Ruf erworben, auch wenn Konkurrenzveranstaltungen wie das Bonner Jazzfest dem Platzhirsch inzwischen durchaus die Stirn bieten. [...mehr]
Wer sich einen Überblick zum Genre-Kino des Abseitigen und nicht so ganz politisch Korrekten verschaffen will, hat mittlerweile eine ganze Menge Filmfestivals zur Auswahl. Das war nicht immer so. Eines der renommiertesten Beispiele ist das seit 2011 jährlich einmal in Los Angeles abgehaltene Screamfest. Auch 2011 gibt es hier wieder einiges zu entdecken.
Von vielen als „Sundance of Horror“ gefeiert, kann das seit einem Jahrzehnt bestehende Event auf eine Menge Filme zurückblicken, die erst durch ihre Aufführung beim Screamfest L.A. öffentliche Aufmerksamkeit erlangten und schließlich einen Verleiher finden konnten, darunter auch spätere Kassenschlager wie „Paranormal Activity“. [...mehr]
Einmal im Jahr zieht der Jugendsender des WDR für eine Nacht in eine Stadt in NRW und sorgt mit Konzerten, Lesungen und Partys für jede Menge gute Laune und Feierstimmung. Diesmal muss Aachen dran glauben. Am 7. Oktober ist die Stadt ganz in der Hand von 1Live.
Bereits zum zweiten Mal findet das beliebte Event-Format „Eine Nacht in“ an der holländischen Grenze statt. Aachen ist 2011 der Nachfolger von Essen, wo 1Live im vergangenen Jahr zu Gast war. 20 Veranstaltungen in 14 Locations stehen mit jeder Menge Musik, Kultur und Comedy auf dem Programm. [...mehr]
Im dritten und zugleich letzten Jahr der Ruhrtriennale unter Intendant Willy Decker lautet das etwas arg prätentiös anmutende Motto „Ankunft – Suche nach dem Jetzt“. Nach der Auseinandersetzung mit monotheistischen Religionen in den beiden vergangenen Jahren wolle man sich jetzt dem Denken des Buddhismus widmen. Doch das Programm 2011 kann sich auch ohne einen derartigen Überbau sehen lassen.
Wenn Kulturfestivals sich einen besonderen Anspruch verschaffen wollen, suchen sie gerne einen roten Faden, über den sich ausgiebig klug daherreden lässt. Bisweilen kann eine solche intellektuelle Nabelschau ausgesprochen nerven und einem die Lust auf eine Menge interessanter Veranstaltungen verderben. Im Fall der diesjährigen Ruhrtriennale ist das nicht anders. [...mehr]
Eines der wichtigsten europäischen Filmfestivals für internationales Independent-Kino findet jährlich zum mittlerweile 18. Mal nicht etwa in einer der deutschen Filmmetropolen Berlin, München oder Köln, sondern tatsächlich in Oldenburg statt. Erneut konnte Festivalleiter Torsten Neumann ein sehenswertes und überraschendes Programm zusammenstellen, in dem sich bekannte Namen ebenso wiederfinden wie absolute Newcomer.
Ein bisschen übertrieben mag es klingen, wenn das Filmfest Oldenburg immer mal wieder als deutsches Sundance bezeichnet wird, doch was das norddeutsche Cineastentreffen in jedem Fall mit dem großen Bruder gemein hat, ist der ungetrübte Fokus auf qualitativ hochwertige Independent-Filme. Erste Highlights der diesjährigen Ausgabe sind bereits bekannt. [...mehr]
Neben der Berlinale gehen so ziemlich alle sonstigen deutschen Filmfestivals ein Stück weit unter. Dabei bieten eine Reihe hiesiger Großstädte interessante Angebote, die zwar kein vergleichbares internationales Renommee haben, aber nichts desto trotz den Besuch lohnen. Hamburg etwa wartet dieses Jahr bereits zum 19. Mal mit einer umfangreichen Programm aus rund 120 nationalen und internationalen Filmen auf.
Das Spektrum der auf dem Filmfest Hamburg gezeigten Produktionen ist vielgestaltig und reicht vom Arthouse über den Mainstream bis hin zu Arbeiten, die eigentlich für eine TV-Auswertung gedacht sind. Neben Spielfilmen gibt es auch Dokumentationen zu sehen, und das alles in deutscher, europäischer oder gar internationaler Erstaufführung. [...mehr]
Vom 16. August bis zum 7. September werden auch dieses Jahr wieder sieben deutsche Städte von Filmen heimgesucht, die zarter besaiteten Gemütern das Fürchten lehren könnten. Das Fantasy Filmfest besteht 2011 zudem bereits ein Vierteljahrhundert. Grund genug, auf ein paar Überraschungen zu hoffen.
Was einst als überschaubare Liebhaberei einiger Fans des eher abseitigen Filmvergnügens begann, ist längst eine echte Marke auf dem hiesigen Festivalmarkt. Mittlerweile hat dafür aber auch der Mainstream seinen Platz auf dem Fantasy Filmfest gefunden und zieht zumindest hier und da Besucher an, die sich eher nicht als echte Hardcore-Fans von Horror und anverwandten Genres begreifen würden. Sie bekommen dieses Jahr unter anderem die hochkarätig besetzte Comic-Verfilmung „Cowboys & Aliens“ geboten. [...mehr]
Zum 16. Mal ist Dortmund dieses Jahr Location des größten Electronic- und Independent-Music-Festivals in NRW. Juicy Beats hat seinen Namen von einer lustigen Logistik-Idee, der gemäß die unterschiedlichen Floors des Freiluft-Geländes mit jeweils einer Frucht gekennzeichnet werden. Headliner ist diesmal Beth Ditto.
Über 40 Bands und rund 100 DJs lassen den Dortmunder Westfalenpark am 20. Juni wieder zum schick pulsierenden Party-Areal werden. Das Juicy Beats hat längst seinen Stammplatz im hiesigen Festival-Zirkus und belegt seine Unverzichtbarkeit auch diesmal wieder mit jeder Menge interessanter Acts für Freunde gepflegter Indie- und Electro-Musik. [...mehr]
Tagsüber auf die Galopprennbahn, abends in den Club – was wie Neureichensport klingt, ist tatsächlich das Konzept des Open Source Festivals für aktuelle Musik. Zum mittlerweile 6. Mal findet das Event dieses Jahr bereits statt und erfreut sich nicht nachlassender Beliebtheit. Am 23. Juli geht es um 14 Uhr los und läuft bis in die Morgenstunden des nächsten Tages.
3 Open-Air-Bühnen machen die Galopprennbahn Düsseldorf im Grafenberger Wald für einen Tag zur Konzertlocation. Bis 22 Uhr gibt es Live-Musik von bekannten und gänzlich unbekannten Formationen zu hören. Danach geht es dann in 4 Clubs der Stadt, wo ausgiebig weiter gefeiert werden kann. Dass sich das Open Source Festival dabei als „Plattform für Zustände und Perspektiven aktueller Club- und Popkultur“ versteht, sollte man jedoch lieber nicht ganz so ernst nehmen. [...mehr]