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Autor: Hendrik

Im Fokus dieser 23. Langen Nacht der Museen am Samstag, den 30. August stehen die Schlösser, Parks und Gärten. Zwischen 18 Uhr und 2 Uhr öffnen sich, neben etlichen Galerien und Museen, auch Schlösser und Gärten der Öffentlichkeit.
Zur Auswahl gehören das Schloss Charlottenburg mit einem verwunschen Zaubergarten, das DDR Museum mit der Frage über den Freizeit - Gehalt des Palastes der Republik oder das Museum der Kommunikation, die eine historische Postkutschenfahrt anbietet. Aber auch Britz oder Köpenick werden zur Besichtigung offen stehen.
Durch ganze Stadtgebiet ziehen sich die Besichtigungsmöglichkeiten. Mittels eines eigens eingerichteten Busshuttle - Service lassen sich auch die entfernteren Attraktionen erreichen. Der zentrale Anlaufpunkt und Eröffnungsort ist der Lustgarten in Berlin - Mitte. Hier wird am Samstag um 18 Uhr der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit diese Lange Nacht eröffnen.
Ein besonderen kulturellen Leckerbissen, stellt die Italienische Gartennacht dar, die neben dem Botanischen Museum am Gartendenkmal des Botanischen Gartens gefeiert wird.

Berlin Dom Lustgarten © Flickr /froutes
Die Tickets für diesen Event können entweder im Vorverkauf, direkt am Lustgarten oder im Internet erworben werden. Mit dem Kombiticket können nicht nur die Museen besichtigt, sondern auch die Shuttles und der öffentliche Nahverkehr (ABC) genutzt werden.
Mit 12 Euro im Vorverkauf (ermäßigt 8 Euro) und 15 Euro am Veranstaltungstag (ermäßigt 10 Euro) ist man dabei und erlebt die Besonderheiten der hiesigen Kultur. Viel Spaß bei der Langen Nacht der Museen

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Autor: Hendrik

Am 16. Juli wird Köln wie jedes Jahr in ein buntes Farbenspiel eintauchen. Denn zu diesem Zeitpunkt finden in der Stadt am Rhein die “Kölner Lichter” statt.

Das bedeutet nicht, dass alle Ampeln anfangen zu blinken, oder die Beleuchtungen der Hochhäuser in choreographierten Leuchtkaskaden geheime Botschaften Richtung Orbit funken. Das wäre … auch cool, aber die Kölner Lichter legen wohl eher den Schwerpunkt auf Kultur denn auf Kryptografie. Wobei man natürlich argumentieren könnte, dass Kultur nichts anderes ist, als eine für Außenstehende verschlüsselte Serie von Codes, die nur Eingeweihten die Verbindungen untereinander erlaubt.

Feuerwerk © flickr / Bob Jagendorf

Was wohl Außerirdische von unserer geistigen Gesundheit denken würden, besuchten sie die Erde und ertappten die Veranstalter dabei, wie sie massenweise Raketen in den Nachthimmel über der Rheinstadt ballerten? Wahrscheinlich ist das schon mal passiert, nur wurde das UFO getroffen und schmierte nach rasanter Irrfahrt hinter der Lorelei ab.

Jetzt liegt auf Hagens Schatz noch etwas blinkender Schrott aus einem anderen Universum, während über Köln am 16. Juli (ich erwähnte das bereits) massenhaft Raketen für eine angenehme Atmosphäre sorgen werden. Die Kölner Lichter brauchen sich vor ähnlichen Veranstaltungen in Berlin nicht zu verstecken - da demonstriert die Rheinstadt mal wieder, dass Düsseldorf die falsche Landeshauptstadt ist…    [...mehr]


Autor: Sandra

Candy Girls, by Ben Wolf, myspace.com

Hot, Cool & Bitchy - So zeigen sich seit dem 19. Mai die 4 Candy Girls: Kira, Soffy, Clementine und Lola auf einer eigens für die Soap erstellten My Space Seite. Sie sind jung, sexy und leben in Berlin. Ihr gemeinsamer Lebensmittelpunkt ist der Club 103 in Kreuzberg. Da arbeiten sie und hängen rum. Jede von ihnen bedient einen gewissen Typus, ob naiv/unschuldig oder tough und rotzig. Die Episoden sind nie länger als fünf Minunten und handeln vom Nachtleben, Stress in der Liebe, Drogen, Sex und dem ganz normalen Wahnsinn. Das alles ist eigens für das Internet konzipiert und produziert worden. Diese “Webisode”, wie sie in den USA genannt werden, haben das Ziel vor allem die Internetaffine Jugend anzusprechen und dabei spielt vor allem die Interaktivität bei My Space eine große Rolle.

Candy Girls, by Ben Wolf, myspace.comJede der Schauspielerinnen hat ein eigenes Profil und kann mit ihren Fans oder Kriktikern direkt kommunitieren. Für die Regisseurin Miriam Dehne bedeutete dieses Format allerdings eine besondere filmische Herausforderung. Sie muss innerhalb von sehr kurzer Zeit, Geschichten entwickeln und den Charaktären Raum für ihre Darstellung geben. Ihr war es wichtig “in Sprache und Ästhetik an der Lebenswirklichkeit junger Menschen” dran zu sein. Unterstützend sind dabei die harten und schnellen Schnitte, unterlegt von Electro-Beats oder den wunderbaren melancholischen Songs von Kat Frankie. Die Musik verhilft dazu, einen in den Rausch der Nacht und den dazugehörigen Blues am Tag zu versetzen. Das wirkt durchaus gelungen. Wenn die Mädchen am hellichten Tag zusammen in das große Matrazenlager fallen, wirre und absurde Gespräche führen, dabei albern und aggressiv sind, erinnert das durchaus an die Stimmung während und nach der ein oder anderen durchgemachten NCandy Logo, by myspace.comacht.

Allerdings wird der Internet-Soap nicht nur Gutes nachgesagt. Ihre Kritiker, in der Regel sind das die My Space Nutzer selbst, halten die Aufmachung des Formats für billig und die Mädchen für oberflächlich. Sogar die Ausdrucksform findet keine Freunde. Zu pornografisch und prollig…es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, dass ausgerechnet die 7. Folge mit dem Gastauftritt von Lady Bitch Ray aufgrund zu obszöner Ausdrücke von My Space gesperrt worden ist. Ob sich die Candy Girls als Gegenentwurf zu den Ladies von Sex & the City eignen bleibt abzuwarten. Zumindest droht der Stoff für ein kurzweiliges Online-Amusement nicht auszugehen.    [...mehr]


Autor: Sandra


fliegender Ball, by rolu dsgn, flickr.com

Massimo Furlan trägt auf seinem Trikot die Nummer 9. Er rennt über das Spielfeld, jagt zum Tor, dribbelt, hebt die Arme, schießt, schwitzt und jubelt. Und das ganze über 90 Minuten- so lange wie ein Fußballspiel mindestens halt dauert.

Soweit scheint das ganze auch Sinn zu machen. In diesem Fall fehlt allerdings etwas entscheidendes. Der Spieler bewegt sich allein auf dem Fußballfeld und auch noch ohne einen Ball. Was wie eine Parodie auf ein Fußballspiel aussieht, stellt tatsächlich eine Performance des Künstlers Massimo Furlan dar. Auf Einladung der Wiener Festwochen, die vom 09. Mai bis zum 15. Juni stattfinden, tritt der Schweizer in der Rolle des damaligen Torschützen Hans Krankl in Aktion. Er spielt die Begegnung zwischen Deutschland und Österreich zur WM 1978 in Argentinien nach.

Anhand von Videoaufzeichnungen hat er sämtliche Bewegungen des Vorbilds studiert und vollführt diese wie eine Choreographie vor dem Publikum. Sogar die Kommentare werden mit Original-Aufnahmen und denen des Sohnes von dem einstigen Kommentator zusammengeschnitten. Deutschland unterlag damals mit 2:3 und Österreich hat den Mittelstürmer Krankl wochenlang als Nationalhelden gefeiert. Sportlich anzusehen ist der Künstler dagegen eher nicht, also wird mit seiner Performance weder ästhetischen noch sportlichen Ansprüchen genügt. Doch um was geht es dann dem Italo-Schweizer Furlan bei dieser Inszenierung? Nach seiner eigenen Aussage fasziniert ihn Fußball schon seit seiner Kindheit. Bei diesem Spiel sei alles vorhanden, was auch für das Theater so bedeutend sei: “So ein Match ist etwas sehr theatralisches. Da sind eine Dramaturgie, Emotionen, Symbolik.”

Wie recht er damit hat, dürfte sich wohl auch am Montag zeigen. Dann stehen sich wieder einmal die beiden Mannschaften gegenüber. Doch dieses Mal kennen den Ausgang von Österreich vs. Deutschland wohl nur die Götter…

Fußballfieber, by Seeding-Chaos, flickr.com

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Autor: Effi

Was ist ein Yuppie? Ein Yuppie ist ein Yuppie, also: Einer der sich zu fein ist in Neukölln eine Currywurst zu essen. Ein Yuppie ist jemand, der darauf steht Kohle zu haben, aber selten weiß, was Stil ist. Ein Yuppie ist meistens ein schnöseliger Anzugträger, der eine Freundin hat, die über und über mit protzigem völlig unsubtilen Schmuck behangen ist und außerdem zuviel ins Sonnenstudio geht, was der Yuppie im übrigen auch tut.

Der Begriff Yuppie, also “Young Urban Professionell”, stammt aus den 80er Jahren. Er wird vor allem auf den Journalisten Joseph Epstein zurückgeführt, der mit dem Yuppie eine neue, amerikanische kulturelle Klasse beschreiben wollte: Die des jungen aufstrebenden, sozial zwar liberalen, aber trotzdem konservativen Bürgers. Doch der Yuppie gehört zu einer austerbenden Spezies, aus dem einfachen Grund, dass sich Gesellschaften verändern, und somit auch gesellschaftliche Klassen. In letzter Zeit schwirren aber neue Abkürzungen durch die Medien, die versuchen neu soziologische Klassen zu beschreiben.

Eine davon sind die sogenannten LoHaS. LoHaS steht für “Life of Health and Sustainibility”. Der Begriff beschreibt eine neue Klasse von Menschen, die versuchen gesundes Leben mit dem Leitbild der Nachhaltigkeit zu verbinden, sich aber vom klassischen “Öko” abgrenzen. So werden zum Beispiel Leonardo di Caprio und Natalie Portman zu dieser Gruppierung gezählt. Di Caprio, der sich für den Klimaschutz einsetzt, propagiert diesen Lebensstil auf seiner Webseite. Ebenso vertritt Natalie Portman diese Leitbilder und wirbt für eine vegane Schuhkollektion. Sie selbst ist überzeugte Vegetarierin.

Mit dem Begriff des BoBo beschreibt man eine weitere kulturelle Gruppierung. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern “bourgeois” und “bohemian” zusammen und beschreibt damit eine neue kreative Oberschicht, die die Werte der Bohemes mit denen des Bürgertum verbindet. Der JournalistDavid Brooks beschreibt in seinem Buch “Bobo’s in Paradise”,was genau mit diesem Begriff gemeint ist und welche Menschen dazu gezählt werden.

In vielen Großstädten spricht man inzwischen schon von BoBo-Bezirken. Prenzlauer Berg in Berlin, das Viertel um den Naschmarkt in Wien oder Williamsburg in New York gehören zu sogenannten BoBo-Bezirken. BoBos arbeiten meist in sogenannten kreativen Berufen und teilen damit Elemente, die man früher der klassischen Bohème zugesprochen hat. Im Gegensatz zu diesen sind BoBos aber selten arm, und teilen außerdem die manchmal sehr konservativen Haltungen des klassischen Bürgertums und der Mittelschicht, wählen nicht selten konservative Parteien und pflegen einen bürgerlichen Lebensstil, der mit den oft am Existenzminimum kratzenden klassischen Bohème nichts gemein hat.



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Autor: Sandra

Hausfrau, krisandapril, www.flickr.com

Lila Latzhosen trägt heute keine Frau mehr, genauso wenig braucht man seinen BH zu verbrennen, um als kritische und selbstbewußte Frau anerkannt zu werden.

Stattdessen arbeiten Frauen, machen Karriere, führen ein Familienleben und wollen in dem öffentlichen Bewußtsein auch so wahrgenommen werden. Wann hat es jemals soviele weibliche Führungskräfte oder Amtsinhaberinnen gegeben wie in diesem Jahrtausend? Mitnichten bedeutet das eine Sicherstellung der weiblichen Rechten an dem großen Kuchen, doch beginnt das patriarchalische System von den Frauen selbst aufgebrochen zu werden.

In der jüngsten Vergangenheit machen unter anderem auch Publikationen wie das Erstlingswerk “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche von sich reden, das selbstverständlich und schamlos die Körperlichkeiten des weiblichen Körpers thematisiert, wie man es sonst nur aus dem Pornogenre kennt. Selbstbestimmt aufzutreten und sich ihrer Körperlichkeit bewußt und darauf stolz zu sein, dafür gibt es derzeit so einige weibliche Beispiele. Sicher ist vielen noch der provokative Auftritt von Lady Bitch Ray bei Schmidt & Pocher in Erinnerung. Ob es einem nun gefällt oder nicht, diese Frau beansprucht für sich das Recht auf verbale Obszönität, die in Zeiten von Top-Model Casting Shows , mehr als schockierend auf die meisten in unserer Gesellschaft wirkt. Da prallen Welten aufeinander und den jungen Mädchen wird es nicht leichter gemacht, sich losgelöst vom Körperkult und Modediktat zu Frauen zu entwickeln, die sich in ihrer Haut wohl fühlen. Eine Gebrauchsanweisung gibt es nicht, doch finden sich in jeder Stadt Initiativen, die Mädchen und Frauen Angebote machen, sich kreativ und politisch auszudrücken, ohne dabei die Klischeevorstellungen von der frustrierten Emanze zu bedienen.

Junge Frau, by s-t-r-a-n-g-e, www.flickr.com

Wer sich jenseits von gängigen Rollenzuschreibungen für feminstische Kultur, Musik und Politik interessiert, ist herzlich eingeladen, vom 06. bis zum 08.06. in Bonn zum 1. Ladyfest zu kommen. Ladyfeste entspringen der Riot-Grrrl Bewegung, die in den 90er Jahren aus der US-amerikanischen Hardcore-Punk Szene entstand und verstehen sich als unabhängiges Festival, das Menschen aller Geschlechtsidentitäten offen steht. Das dreitägige Festival bietet ausreichend Gelegenheit mit gleichgesinnten Männern und Frauen an Workshops, wie zum Beispiel Tontechnik teilzunehmen, Vorträge oder Konzerte zu hören, Ausstellungen zu sehen, und auch selbst kreativ tätig zu werden. Die Gründe dafür, nennen die Veranstalterinnen des Ladyfestes selbst: ” Warum? Weil wir es uns nicht gefallen lassen, nur die Hintergrundrolle zu spielen. Weil wir uns jetzt unsere Räume selber nehmen, unsere Bühne selber schaffen.”




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Autor: Sandra

Thailändischer Junge, by babasteve, www.flickr.com

Gesang und Tanz aus Bangladesh, kongolesische Trommeln und kulinarische Spezialitäten aus Peru- die kulturelle Vielfalt dieser Welt, zeigt sich an diesem Wochenende auf dem Marktplatz in Bonn.

Wie klein die Welt sein kann, erfährt man vor allem bei internationalen Veranstaltungen. Das Zusammenwachsen der Welt stellt das gleichermaßen eine Herausforderung dar, wie es auch großes Potential in sich birgt, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen in einem Land zu beherbergen. Schon seit 30 Jahren wird zum Sommerbeginn das Fest der interkulturellen Begegnung in Bonn gefeiert. Als ehemalige Hauptstadt bot es sich schließlich an, der Bonner Bevölkerung einen Eindruck von den verschiedenen Kulturen zu vermitteln, die in Bonn vertreten waren. Doch auch nach dem Umzug der Regierung, wurde diese Tradition beibehalten und an diesem 01. Juni zeigt sich Bonn wieder von seiner internationalen Seite. 42 Vereine aus 17 Nationen werden den ganzen Tag über an verschiedenen Ständen präsentieren, indem sie ihre traditionellen Gerichte anbieten, Volkslieder und Tänze aufführen und für Fragen und Gespräche über ihr Land offen sein.

 Tänzer, by babasteve, www.flickr.com

 Die vielen Gerüche in der Luft und der Mix aus verschiedenen Sprachen, verwandeln die gemütliche Stadt am Rhein in eine Weltstadt. Doch vor allem die beeindruckenden Tanz- und Musikaufführungen der unterschiedlichen Nationen sind ein Genuß. Vom Vormittag bis zum Abend treten z.B. Trommler aus dem Kongo, Tänzer aus Bangladesh, Musiker aus Eritrea, oder eine Flamenco Gruppe sowie viele andere auf. Das Fest ist in Bonn schon seit langem eine Institution und bis in den Abend hinein wird vor der Bühne zu arabischer, asiatischer oder afrikanischer Musik getanzt und gefeiert. Dass Musik verbindet ist kein Geheimnis, und die Gelegenheit dies unter Beweis zu stellen, steht an diesem Sonntag vor der Tür. Come in and find out!

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Autor: Sandra

Graffiti © Nickolette22 /flickr border=

Bunt, schwarz-weiß, ironisch, einfach amüsant oder politisch- jedem Stadtbewohner sind die Bilder und Plakate in gesprühter Form bekannt. Dem einen sind sie ein Dorn im Auge, dem anderen eine tägliche Freude. Hier soll nun der Auftakt zu einer Reihe für die Straßen-Kunst gemacht werden.

Stencil, by Switch1010, www.flickr.comOb Graffiti und Stencils (gesprühte Bilder nach einer Vorlage) als Kunst anerkannt werden können, führte in der Vergangenheit und der Gegenwart immer wieder zu Kontroversen. Die einen meinen, das fiele unter Beschädigung und Verschmutzung von öffentlichem Eigentum. Die anderen erwidern, von Beschädigung könne keine Rede sein, vielmehr gehe es um künstlerische Äußerungen im öffentlichen Raum. Seit dem Export der Graffiti-Kultur während der 70 er Jahre aus den USA, entwickelten sich vor allem in den Großstädten wie Paris, London, Berlin völlig neue Ausdrucksformen. Weltweit jedoch ist Graffiti mit all seinen weiteren Erscheinungsformen aus der urbanen Jugendkultur nicht mehr wegzudenken. Neben dem Writing, bei dem die Gestaltung des Namens die eigentliche Komposition bestimmt, trat stärker noch die Ausarbeitung eines bildlichen Motivs in den Vordergrund. Doch welcher dieser Richtungen die Graffiti-Künstler auch angehören, ihre Bilder prägen entscheidend das Stadtbild. Ob nun in Bahnunterführungen, oder auf Zügen, Wänden oder anderen Oberflächen, überall finden sich Graffitis und Stencils und betimmen damit unsere Wahrnehmung des öffentlichen Raums.

Da jedoch das Anbringen von Graffitis strafrechtlich verfolgt wird, birgt dies für die Akteure hohe Risiken. Möglicherweise vor diesem Hintergrund hat sich eine verwandte, jedoch in der Gestaltungsform andere Gattung heraus entwickelt, das Paste-Up oder Sticker, die gemeinsam mit den Stencils, der Streetart zugerechnet werden. Dabei handelt es sich um Motive, die auf Papier gedruckt oder gemalt werden und schließlich mit Kleister auf öffentliche Flächen angebracht werden. Da sich diese rückstandslos wieder entfernen lassen, macht man sich dabei höchstens Feinde, begeht aber keine illegale Handlung. Die oftmals kritischen Sticker nehmen gerne Bezug zu dem entsprechendem Umraum und Untergrund und sind aufgrund der praktikableren Größe auch flexibler anzubringen. Also, Augen auf!

Sticker, by Glutnix, www.flickr.com

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Autor: Sandra

Wald, by viewoftheworld,www.flickr.com

Endlich macht es wieder Spaß draußen zu sein. Spaziergänge, Rad fahren oder einfach nur mal wieder im Park zu liegen und es sich gut gehen lassen. An diesem Wochenende, sollte das Wetter es gut mit uns meinen, sollte man genau dies tun und dabei den “europäischen Tag der Parke” feierlich begehen.
Noch nie von dem Tag der Parke gehört? Ich bis vor kurzem auch nicht, doch schon seit 1999 feiert man diesen Tag. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von der Organisation EuroParc, die sich für den Schutz der europäischen Naturschutzgebiete einsetzt. Das Datum geht auf den Gründungstag des 1. europäischen Nationalpark am 24. Mai 1909 in Schweden zurück und seitdem finden in 34 europäischen Ländern unterschiedliche Aktivitäten rund um die Natur statt.
Dieses Jahr feiert der europäische Tag der Parke sein 10-jähriges Jubiläum, was natürlich besonders Anlaß gibt, sich dieses Wochenende auf ins Grüne zu machen. Europaweit wurden Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate von EuroParc dazu aufgerufen, mit kreativen Ideen Besucher auf die Besonderheit ihrer Landschaft aufmerksam zu machen und sie gleichzeitig für die bedrohliche Situation der Tier- und Pflanzenwelt zu sensibilisieren. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um den Klimawandel, stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Artenvielfalt der heimischen Wälder und Naturlandschaften zu erhalten.

Derzeit gibt es in Deutschland 14 Nationalparks, 14 Biosphärenreservate und 94 Naturparke, die bemüht sindEichhörnchen, by mandj98,www.flickr.com bei den Bürgern Interesse zu wecken. Das scheint ihnen auch zu gelingen zu können, denn die Besucher erwarten Naturerlebnisse der besonderen Art. Neben Ausflügen und Wanderungen, finden sich auch viele Kreativangebote, die vor allem für Familien geeignet sind. Das Wochenende ist wohl gerettet, und mit etwas mehr Engagement von unserer Seite könnte das die Umwelt auch sein. Informationen über Aktionen in Naturparken findet man u.a. auf der Homepage der Föderation Europarc oder den Internetseiten der Naturparke aus der eigenen Region, wie zum Beispiel der Eifel.    [...mehr]


Autor: Sandra

Anthem Heart@Still in Style, by Karlfrankowski, www.flickr.com

“Früher ja, da war das alles noch anders…” Wie oft hat man das schon von den Verwandten zu hören bekommen. Doch was meinen sie eigentlich damit? Dass die Jugend von damals tatsächlich netter gewesen ist? Oder dass vielleicht eher die Mode ansprechender war? Wie auch immer: Früher war alles besser, das ist ja schon mal klar. Und wie ist es heute?

Die Jugendkultur unseres Jahrzehnts läßt sich schwierig benennen, geschweige denn noch interpretieren. Dafür sind die Erscheinungsformen zu vielseitig, und kaum noch voneinander abzugrenzen. Die Jugend fällt gerne auf. Auf welche Art auch immer. Das war schon zu meinen Zeiten so. Nicht weiter verwerflich, schließlich bedeutet der eigene Stil ja auch damit der Öffentlichkeit einen Teil von sich preiszugeben. Die Art sich zu kleiden, feiern zu gehen oder auch Subkultur zu zelebrierenStreet Style 5, by Wahaba, www.flickr.com gehorcht mittlerweile keinen starren Regeln mehr. Die soziale Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe scheint weitestgehend aufgelöst zu sein. Damals war man “Punk” oder “Hippie” und das bezog sich auf die gesamte Erscheinung. Mittlerweile kann man beides zur gleichen Zeit sein, ohne danach auch nur auszusehen. Selbst politische Symbole vereinnahmt die Modeindustrie und verkauft Palästinensertücher ohne dass die Träger, von deren identifikationsstiftenden Bedeutung wissen.

Die Mode greift in weit mehr ein, als nur in die Entscheidung, welches Oberteil gut zur Hose passt. Die Kombination aus Chucks, Röhrenjeans und Totenkopf - Shirt zum Beispiel lässt einen neuen Stil entstehen, der den älteren Generationen zwar vertraut scheint, die Kids sich jedoch durchaus Neu erfunden haben. Ihr Stil ist es in erster Linie, keinem eindeutigen Stil zugeordnet zu werden. Auch Mode- Lables, haben es sich zum Ziel gemacht, dem Markenfetischismus und damit einer einzigen Richtung abzuschwören. “Aus der Szene für die Szene” ist zum Beispiel das Motto von “A better Tomorrow”, einem jungen Designer Label. Alles ist erlaubt. Hauptsache es hat Style. Inwiefern damit auch die Haltung austauschbar und variierbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Red Fanatic, by Kalandrakas, www.flickr.com

 

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