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Autor: Thomas

Der echte Name des isländischen Künstlers Gudmundur Gudmundsson ist für Nicht-Isländer ein arger Zungenbrecher. Da geht einem „Erró“ schon leichter über die Lippen. Bekannt ist er hierzulande eher weniger, und das muss umso mehr wundern, als dass sein Werk bereits seit einem halben Jahrhundert irgendwo zwischen Surrealismus und Popart pendelt. Kennenlernen kann man ihn derzeit im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung in Frankfurt.

Errós Kunst ist figurativ und wirkt nicht selten auf den ersten Blick ziemlich platt. Doch der Eindruck täuscht, und zwar gewaltig. Seine Gemälde sind oft monumentale Collagen mit scheinbar trivialen Inhalten, den Wimmelbildern für Kinder im Stil nicht unähnlich. Die Wurzeln dafür liegen vermutlich in der Mosaikkunst, mit der er sich in frühen Jahren beschäftigt hat.    [...mehr]


Autor: Thomas

Provokant war sie schon immer, die Kunst von Edward und Nancy Reddin Kienholz. Und auch wenn heute vieles nicht mehr schocken kann, was seit den späten 50er Jahren immer wieder für Diskussionen sorgte, so ist die Sprengkraft vieler Werke doch weiterhin sichtbar. Eine umfangreiche Retrospektive in Frankfurt biete dazu bis zum 29. Januar ausgiebig Gelegenheit.

Als Edward Kienholz vor etwas über einem halben Jahrhundert damit begann, seltsame Installationen aus Alltagsgegenständen herzustellen, war das ein echtes Novum. Seine sogenannten „Tableaux“, in gewisser Weise szenische Darstellungen, suchte er sich auf Trödelmärkten und Mülldeponien zusammen und erstellte eigens Gipsabgüsse von Freunden und Verwandten. Das Resultat war jederzeit höchst provokativ.    [...mehr]


Autor: Thomas

Bis zu eintausend Jahre alte Holzfiguren lassen sich derzeit in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn bestaunen. Sie sind Exponate einer vom Musée du quai Branly konzipierten und dort auch erstmalig gezeigten Ausstellung über die Kunst der Dogon, eines Naturvolkes im heutigen Mali.

1989 erklärte die UNESCO das Felsplateau von Bandiagara und die Traditionen der dort lebenden Dogon zum Weltkulturerbe. Lange Zeit hatten die Menschen dort nahezu isoliert und frei von fremden Einflüssen gelebt. Heute jedoch ist die traditionelle Dogon-Kultur nahezu verschwunden. Alte Glaubensvorstellungen wurden vor allem in der jüngeren Generation durch Islam und Christentum ersetzt.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der Tod ist allgegenwärtig, erst recht in der Kunst. Von jeher ist die Sterblichkeit ein Thema künstlerischer Darstellung und im Rahmen der christlichen Auferstehungslehre ohnehin ein Standard-Topos. Wie der Sensenmann in der Gegenwart seinen kulturellen Ausdruck findet, welche Formen er annimmt, und wie er sich gerade in den westlichen Industrienationen im Bewusstsein hält, zeigt bis zum 14. Februar eine Ausstellung in Wuppertal.

DEAD_Lines

Unter dem arg prätentiös geschriebenen Titel „DEAD_Lines – Der Tod in Kunst – Medien – Alltag“ widmet sich die Van-der-Heydt-Kunsthalle Wuppertal-Barmen der Frage, mit welchen Kommunikationsstrategien heute über Tod und Sterblichkeit gesprochen wird. Die These dahinter: Die moderne globale Gesellschaft hat längst neue Rituale entwickelt, mit der eigenen Endlichkeit umzugehen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer die alptraumhaften Kreaturen aus der Feder von Alfred Kubin zum ersten Mal sieht, wird vielleicht an H. P. Lovecraft oder H. R. Giger denken und liegt dabei nicht falsch. Denn auch der österreichische Grafiker und Schriftsteller war sein Leben lang ein Chronist des Fantastischen. Eine Kölner Ausstellung zeigt aktuell eine Auswahl seiner Arbeiten.

Alfred Kubin: Die Stunde der Geburt

130 Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers gibt es unter dem Titel „Nebenwelten“ bis zum 4. Dezember im Käthe Kollwitz Museum zu sehen. Zentral sind dabei Zeichnungen aus dem Frühwerk zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen Kubins seltsam-unheimliche Mischwesen, androgyne Schreckensgestalten, die meistens in dunkler Umgebung auftauchen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Das weltweit größte Museum für Kunst und Design befindet sich in London und blickt auf eine reiche Historie zurück. Artefakte aus über 3000 Jahren Menschheitsgeschichte lassen sich hier finden. Eine zwar kleinere, aber immer noch umfangreiche Auswahl von Exponaten des Victoria and Albert Museums ist ab dem 18. November in Bonn zu sehen.

Art and Design for All

1857 eröffnete Queen Victoria das South Kensington und spätere Victoria and Albert Museum als Reaktion auf den Erfolg der „Great Exhibition of All Nations“, die sechs Jahre zuvor in London stattgefunden hatte. Die britische Großmacht hatte sich auf dieser ersten Weltausstellung als fortschrittliche Industrienation darstellen wollen und war damit auf fruchtbaren Boden gestoßen. Die heute bekannte Form der musealen Präsentation hatte hier ihren Ausgangspunkt genommen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer heute aktuelle Bilder aus Krisenregionen und Brandherden sehen will, muss nur den Fernseher einschalten oder einen Blick ins Internet werfen. Nicht selten jedoch bringt das, was es da zu sehen gibt, einen negativen Beigeschmack von Sensationslust und Voyeurismus mit sich. Nichts davon wollten die Gründer der Photoagentur Magnum bedienen. Eine Auswahl von Arbeiten aus ihrem Fundus von den 40er Jahren bis heute gibt es derzeit im NRW-Forum zu sehen.

Zu den bekanntesten und schockierendsten Kriegsfotos gehört bis heute jenes von Robert Capa 1936 im Spanischen Bürgerkrieg aufgenommene Motiv eines Soldaten im Moment, da ihn eine tödliche Kugel trifft. Viel ist über die Authentizität dieser Aufnahme spekuliert worden, doch ihrer Wirkung hat das keinen Abbruch getan. Im Rahmen der Ausstellung „Frontline“ kann man sich davon nun selber überzeugen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Spätestens mit ihrer Bilderserie „The Innocents“ über unschuldig zum Tode Verurteilte wurde die New Yorker Fotokünstlerin Taryn Simon zu einer der wichtigsten Vertreterin ihrer Zunft. Mit der skandalösen Hinrichtung von Troy Davis bekommen gerade diese Arbeiten derzeit eine besondere Aktualität. Die Neue Nationalgalerie Berlin stellt derzeit ihr neuestes Projekt vor.

Unter dem langen und etwa sperrigen Titel „A living man declared dead and other chapters I – XVIII“ verbirgt sich eine ambitionierte Fotoserie, für die Taryn Simon in den Jahren von 2008 bis 2011 rund um den Globus gereist ist. In 18 Kapiteln werden Geschichten von Menschen erzählt, die auf ungewöhnliche und schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.    [...mehr]


Autor: Thomas

Den Kunstmarkt revolutionieren, das wolle man, nicht mehr und nicht weniger. So jedenfalls formuliert es mit einiger Selbstsicherheit Marco Schwalbe, Creative Director der Stroke.Artfair, die vom 14. bis 16. Oktober zum zweiten Mal in Berlin stattfindet. Workshops, Präsentationen, Live-Paintings und Parties machen die Kunstmesse zu einem bunten Event für jedermann.

Einen „unkonventionellen und erlebnisreichen Umgang mit Kunst“ will man bieten und sich damit von allen anderen Messen abheben. Immerhin: Ein Jahr Pause war nötig, doch jetzt präsentiert sich die Berliner Stroke.Artfair mit umso größerem Willen zum Besonderen. Insgesamt nehmen 30 nationale und internationale Galerien teil, sowie jede Menge Einzelkünstler. Location ist der Postbahnhof.    [...mehr]


Autor: Thomas

Mit George Grosz ist einer der bedeutendsten Vertreter der Berliner Dada-Bewegung ab dem 11. September Gegenstand einer umfangreichen Ausstellung des Brühler Max Ernst Museums. Schwerpunktmäßig werden dabei Aquarelle, Zeichnungen und Collagen aus dem Zeitraum von 1908 bis 1958 vorgestellt. Begleitend erscheint umfangreicher Katalog.

George Grosz: Deutschland, ein Wintermärchen

Beim Ausstellungstitel „Deutschland, ein Wintermärchen“ wird man in aller Regel zunächst an Heinrich Heine denken, und die Konnotation wurde wohl auch bewusst so gewählt. Tatsächlich aber ist zugleich auch ein verschollenes Hauptwerk bezeichnet, das George Grosz 1918 fertig stellte, und zu dem letztes Jahr eine Vorstudie in Aquarell aufgetaucht ist, die es im Max Ernst Museum jetzt erstmals zu sehen gibt.    [...mehr]


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