Wer heute im deutschen Fernsehen nach experimentellen Formaten sucht, wird selbst bei Arte nur äußerst sporadisch fündig. Das war nicht immer so. In den 60er und 70er Jahren war das noch junge Medium für Künstler aller Art ein interessantes Spielfeld. Eine Ausstellung der Deutschen Kinemathek gibt hierzu ab Mitte Mai einen Überblick.
Die Sehgewohnheiten des Zuschauers zu provozieren, gehörte für eine ganze Reihe von Theatermachern, Komponisten und anderen Künstlern eine Weile lang zum Umgang mit dem Medium Fernsehen. Heute ist davon nicht mehr viel zu spüren. Ein Grund mehr, sich die vielfältigen Experimente aus zwei Jahrzehnten bundesdeutscher TV-Geschichte buchstäblich einmal vor Augen zu führen. [...mehr]
Sascha Grammel ist der wohl erfolgreichste deutsche Puppet-Comedian. Mit seinem Programm „Hetz mich nicht“ ist er gerade auf großer Deutschland-Tour und am 5. Februar auf RTL zu sehen. Seine DVD erreichte kürzlich Goldstatus.
„Hetz mich nicht!“, ist nicht nur der Lieblingsspruch von Puppet Frederic Freiherr von Furchensumpf, sondern auch der Titel der Tour seiner sozusagen rechten Hand. Sascha Grammel hat sich mit seiner Puppet-Comedy-Show rund um das verrückte Vogelvieh und seine Gefährten Josie die Schildkröte und Prof. Dr. Peter Hacke, den Hamburger, schon lange in die Herzen des deutschen Publikums gespielt. Der gebürtige Berliner ist gerade auf Tour quer durch Deutschland und wird noch das gesamte Jahr über auf großen Bühnen stehen. [...mehr]
Disney Stars fangen ganz früh an und kommen meist ganz groß raus! Als Kinderstars begeisterten Miley Cyrus, Britney Spears, Zac Efron und Co. bereits Jung und Alt auf dem Disney Channel, heute sind sie auch darüber hinaus zu bekannten Größen des Showgeschäfts geworden.
Wer beim Disney Channel seine Samen richtig säht, der kann sich schon bald über sein sprießendes Karriere-Pflänzchen freuen. Die meisten, die als Disney Stars ganz klein angefangen haben, sind heute ganz groß im Musik- und Filmgeschäft vertreten. [...mehr]
Joachim Sartorius, Intendant der Berliner Festspiele, verspricht ein „gigantisches Theaterspektakel“. Da ist sicher etwas dran, denn vom 1. bis 4. Oktober erinnert die französische Straßentheater-Compagnie „Royal de Luxe“ mit einem Live-Event an die friedliche Revolution der DDR-Bürger von 1989. Mit riesigen Puppen als Protagonisten macht die Truppe Berlin vier Tage lang zu ihrer Bühne.
Eigens zur Erinnerung an den Mauerfall vor mittlerweile zwei Jahrzehnten hat Jean Luc Courcoult, künstlerischer Leiter und Gründer von „Royal de Luxe“, mit „Le rendez-vous de Berlin – Das Wiedersehen von Berlin“ ein Open-Air-Spektakel entworfen, das wahrhaft riesige Ausmaße hat. Das Event verwandelt die Hauptstadt in eine lebendige Kulisse. [...mehr]
Die New York Times nannte sie einen „Outlaw Writer“ und traf damit ziemlich genau das, was Kathy Acker Zeit ihres Lebens war. Bevor eine breite Öffentlichkeit ihre von radikalen Tabubrüchen bestimmten Romane überhaupt wahrnahm, galt sie im Underground bereits als „Queen of Punk“. Skandalös, direkt und obszön waren ihre Auftritte jederzeit, und auch 12 Jahre nach ihrem frühen Tod ist ihre Arbeit immer noch unbequem. 2007 zeichnete die Dokumentarfilmerin Barbara Caspar ein vielschichtiges Porträt der Künstlerin.
Dichter seien die „weißen Nigger dieser Zeit“, konstatierte Kathy Acker einmal. Bedenkt man, dass derzeit kein einziges ihrer Bücher mehr auf dem deutschen Markt erhältlich ist, muss man ihr wohl zustimmen. Ihr berühmtester Roman „Blood and Guts in High School“ (dt.: „Harte Mädchen weinen nicht“) landete 1985 hierzulande gar auf dem Index. Sexsucht, Inzest, Versklavung von Frauen und Zwangsprostitution – das war der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften einfach zuviel. Dabei gehört dieser Titel bei weitem nicht zu den provokantesten der stets rebellischen Amerikanerin. [...mehr]
Zum mittlerweile 21. Mal finden sich in Köln derzeit Medienmacher, Manager, Publizisten und Politiker zusammen, um die aktuelle Lage der Branche unter die Lupe zu nehmen. Doch das medienforum.nrw kann mehr als bloßer Fachkongress sein. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist etwa das Medienfest, auf dem sich junge Leute über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen informieren können. Für Laien wie Profis gleichermaßen interessant: Das TV-Festival „Großes Fernsehen“, das neue Produktionen zum ersten Mal auf der großen Leinwand zeigt.
„Medien in Bewegung“ lautet das offizielle Motto des diesjährigen Medienforums. Bis zum 24. Juni diskutieren Branchenkenner in der Rheinparkhalle der Kölner Messe über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen ihres Wirkumfeldes. Unter dem Schirm der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und gefördert mit Mitteln des Landes, referieren hochkarätige Namen wie Regisseur Tom Tykwer, Fernsehmacher Holm Dressler, Ex-Viva-Chef Dieter Gorny (jetzt bei der Ruhr.2010), RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, WDR-Intendantin Monika Piel und viele andere mehr. [...mehr]
Bereits zum 15. Mal wird dieses Jahr mit dem Prix Pantheon einer der wichtigsten deutschen Kleinkunstpreise vergeben. Im Rahmen des „German-Spass-und-Satire-Open“ stellen sich 12 Künstler und Ensembles in einem offenen Wettkampf dem Urteil einer ausgewählten Jury. Der Westdeutsche Rundfunk überträgt alle Auftritte, sowie die zugehörige Gala auf dem Bonner Museumsplatz ab dem 17. Mai. Sonderpreisträger in diesem Jahr: Dieter Hallervorden.
Mittlerweile ist der Prix Pantheon bundesweit eine echte Institution geworden. Bekannte Namen der hiesigen Kleinkunstszene haben mit dem Bonner Wettkampf um die größten Lacher ihrer Karriere den entscheidenden Kick verpasst. Im vergangenen Jahr etwa konnten René Marik (bekannt für sein Handpuppenkabarett) und Carolin Kebekus (bekam auf Pro7 mit „Die Hochzeitscrasher“ einen merklichen Popularitätsschub) überzeugen. [...mehr]