Lange Zeit galt die Musik der geborenen Nigerianierin und ihres Ensembles als aalglatter Oberflächenjazz. Dabei muss verwundern, wie zeitlos ihre großen Hits bis heute geblieben sind. Nach einem ganzen Jahrzehnt erscheint nun mit „Soldier of Love“ ein neues Album, das erneut beweist, wie makellos die erfolgreichste Solomusikerin Englands immer noch klingt.
Unter ihrem Geburtsnamen Helen Folasade Adu wäre ihr vielleicht der stilsichere Erfolg, der ihre Arbeit seit dem Debütalbum „Diamond Life“ im Jahr 1984 konstant begleitet, nicht ganz so schlüssig beschieden gewesen. Unter Sade, der Kurzform ihres Mittelnamens jedoch, den sie für ihre Band wählte, verkaufte sie über ein Vierteljahrhundert hinweg mehr als 50 Millionen Tonträger. [...mehr]
Nichts ist so verstaubt, bierernst und mit hohem Gähnfaktor ausgestattet wie eine Ballettaufführung? Wer diese Auffassung vertritt, kann sich von der New Yorker Tanz-Compagnie hinter „Rock the Ballet“ eines Besseren belehren lassen. Ihre Show nimmt sich moderne Chart-Klassiker vor und setzt Entertainment an die Stelle bloßer Virtuosität. Derzeit ist die Truppe auf ausgedehnter Deutschland-Tour.
Es muss ja nicht gleich Pina Bausch sein. Wer Zugang zum Tanztheater finden will, sollte es erstmal mit der leichten Muße versuchen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet mit „Rock the Ballet“ eine spektakuläre Show zwischen Ballett, HipHip und Akrobatik. Sowas kommt natürlich aus den USA, denn dort sind die Berührungsängste zwischen U- und E-Musik bekanntlich gleich Null. [...mehr]
Zu den hartnäckigsten eurpäischen Mythen gehört die Geschichte von König Arthus, jenem sagenumwobenen keltischen Herrscher, der seinen Thron dem magischen Schwert Excalibur verdankte. Ganze Bibliotheken würden die Bücher füllen, die sich um ihn und die Ritter der Tafelrunde drehen. Jetzt tourt eine Rock Oper zum Thema durch Deutschland. 12 Termine und Spielorte sind anberaumt.
Nach einer umhubelten Premiere im AWD Dome Bremen können sich Gralsjäger deutschlandweit auf das spektakuläre Event aus der Feder des französischen Komponisten Alan Simon freuen. „Excalibur – The Celtic Rock Opera“ erzählt die Geschichte von König Arthur mit packenden Songs und einer aufwendigen Bühnenshow. [...mehr]
Die Schuluniform rausgesucht, und schon ist man bereit für eine gehörige Dosis ewig gleich klingenden Heavy-Rock mit schottischen Wurzeln. Am 31. Dezember ist 36. Bandgeburtstag von AC/DC – keine runde Zahl, aber für Millionen von Fans aus aller Welt dennoch Grund genug zum Feiern. In Deutschland gibt es dazu im kommenden Jahr gleich mehrere Gelegenheiten. Angus Young & Co schauen für insgesamt 6 Konzerte vorbei.
Dass der amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sich öffentlich als Fan der Hardrock-Pioniere bekannt hat, dürfte so manchem eingefleischten AC/DC-Fan die Petersilie verhagelt haben. Der stets gut geölte Sohn aus adligem Haus reduziert den Coolness-Faktor der Gitarrenquäler doch ganz erheblich. Ähnlich muss es der hieisigen Anhängerschaft von Mick Jagger und Keith Richards gegangen sein, als der damalige Bundesfinanzminister Hans Eichel zugab, schon als Jugendlicher auf Konzerte der Rolling Stones gegangen zu sein. [...mehr]
Mit seiner aktuellen CD „Silent Session“ im Gepäck zelebriert das Peter Materna Quartett in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Immer noch in der Ursprungsbesetzung von 1989 stehen die vier Musiker für ebenso konzentrierten wie emotionalen Jazz mit kammermusikalischem Einschlag. Ein Geburtstagskonzert gaben die Künstler im Kölner „Loft“.
Einer der profiliertesten deutschen Jazzsaxophonisten kann mit einem Projekt alleine nicht ausgelastet sein. Peter Materna jedenfalls ist in eine ganze Reihe von Formationen eingebunden und dabei auch dem Crossover nicht abgeneigt. 2005 stellte er etwa mit „The WAMP“ eine stilistische Synthese aus Rock, Pop, Jazz und Blues vor. Zuletzt spielte er ein Jazz-Album von Patricia Kelly ein, mit der er seit einer Weile erfolgreich auch live auftritt. [...mehr]
Immer für eine Überraschung gut: Peter Gabriel ist von jeher experimentierfreudig und nie an ausgetretenen Pfaden interessiert. Seit Jahren mit seinem Label „Real World“ Förderer der Weltmusik, geht er mit seinem nächsten Projekt erneut ungewohnte Wege. Zur Präsentation seines aktuellen Albums kommt er 2010 für gerade einmal ein Konzert nach Deutschland.
Wer am 25. Marz in der O2-World in Berlin dabei sein will, wenn Genesis-Mitbegründer Peter Gabriel einige seiner eigenen und verschiedene Songs anderer Musiker in völlig neuem Gewand präsentiert, muss sich sputen. Der Kartenvorverkauf hat begonnen, und da das Konzert das einzige in Deutschland bleiben wird, ist auch nicht von schleppenden Absatzzahlen auszugehen. [...mehr]
Während mit Zunahme der Downloadzahlen von MP3s immer weniger physische Musikalben verkauft werden, erinnert nun ein prächtig gestalteter Bildband an einen der Pioniere der Plattenindustrie. Alex Steinweiss erfand 1938 das künstlerisch gestaltete Cover und illustrierte selber über 2500 verschiedene Exemplare.
Schallplatten kaufen nur noch echte Hifi-Freaks mit gut gefülltem Geldbeutel, denn die Sammlerstücke sind alles andere als preisgünstig – von den Abspielgeräten ganz zu schweigen. Und selbst die CD als Nachfolgemedium befindet sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Pessimisten sehen bereits eine Generation heranwachsen, denen die Kunst des Musikalbums völlig fremd sein wird. [...mehr]
Im sechsten Jahr bereits findet in Frankfurt / Oder und Stubice das Europäische Festival für Lied- und Weltmusik unter dem Titel transVocale statt. Das Besondere dabei ist nicht nur die Auswahl der auftretenden Künstler, sondern vor allem die Tatsache, dass die Besucher für die einzelnen Veranstaltungen wortwörtlich eine Grenze überschreiten müssen – nämlich die zwischen Polen und Deutschland.
Ethnomusik aus der ganzen Welt gibt es auf der transVocale zu hören, und dass der Zuspruch groß ist, belegt die bereits eingespielte Tradition des Festivals. Die Zwillingsstadt Frankfurt / Oder hat zudem besonderen symbolischen Charakter und zeigt, dass Musik tatsächlich Grenzen überschreitet und Menschen verbindet. So jedenfalls lautet der konzeptionelle Grundgedanke. [...mehr]
Radiohead oder Sonic Youth wären ohne den Einfluss von Irmin Schmidt nicht denkbar. Am bekanntesten ist der Komponist für seine Arbeit mit der Band CAN, der er über ein Jahrzehnt zugehörte. Für seine Leistungen als Filmkomponist ehrt ihn jetzt die Kölner Filmmusik-Konferenz SoundTrack_Cologne 6.0 mit einem Ehrenpreis.
Stockhausen und Ligeti gehörten zu den großen Namen, bei denen Irmin Schmidt sein Musikstudium absolvierte. Komposition, Klavier, Dirigieren und Musikethnologie – Schmidt erlernte sein Handwerk gründlich und von allen Seiten. 1960 begann er als Pianist und Dirigent zu arbeiten. Zeitgenössische Musik stand dabei immer im Vordergrund, und rasch traten auch die ersten eigenen Werke hinzu. [...mehr]
Neben all den Musikpreisen, deren Vergabe immer unter dem Verdacht steht, von der Industrie gesteuert zu sein, hat die 1Live Krone eine echte Sonderstellung. Die Auszeichnung des Kölner Radiosenders richtet nämlich ausschließlich nach dem Willen des Publikums. Für die diesjährige Verleihung am 3. Dezember in der Jahrhunderthalle Bochum lässt sich jetzt bereits abstimmen.
Seit 2000 vergibt 1Live, das Jugendradioprogramm des Westdeutschen Rundfunks (früher WDR 1), einen hauseigenen Publikumspreis für die beliebtesten Musik-Acts eines Jahres. Wer abstimmt, hilft nicht nur seinem Lieblingsstar, die begehrte Auszeichnung zu erhalten, sondern kann auch jeweils 2 Tickets für die zugehörige Gala gewinnen – ein echter Ansporn, denn kaufen kann man die Platzkarten nicht. [...mehr]