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Autor: Thomas

Der Bonner Theaterszene geht es nicht gerade gut, und die Diskussionen, ob die Nachbarschaft zu Köln den Betrieb eines eigenen Opernhauses noch rechtfertigt, tragen nicht gerade zur Aufmunterung bei. Mit der jährlichen Theaternacht wollen die Spielstättenbetreiber Werbung für ihre Häuser machen und Gelegenheit bieten, überall einmal kostengünstig vorbeizuschauen.

Wer auch immer für die Terminplanung der Bonner Theaternacht zuständig ist, er hat entweder geschlafen, nicht sonderlich weit über den eigenen Tellerrand geschaut oder schlichtweg Pech gehabt. Denn dass auf den 29. Mai ausgerechnet auch der Eurovision Song Contest fällt, bei dem sich ganz Deutschland im Lena-Taumel befindet, ist der Sache nicht unbedingt zuträglich.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer bereit ist, am 27. April Sitzfleisch für rund 5 Stunden aufzubringen, kann in der Deutschen Oper Berlin Zeuge eines historischen Ereignisses werden. Dann wird dort nämlich zum ersten Mal die rekonstruierte Fassung von Fritz Langs Stummfilmklassiker „Die Nibelungen“ aufgeführt. Karten kosten 35 Euro.

Ganze vier Jahre lang hat Anke Wilkening, Restauratorin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung an der Wiederherstellung eines der bedeutendsten Klassikers der Filmgeschichte gearbeitet. Das zweiteilige Epos „Die Nibelungen“ war zur Uraufführung 1924 nicht nur die teuerste Produktion der deutschen Ufa, sondern auch ein Meilenstein in der Entwicklung der Tricktechnik. Tarnkappen, versteinerte Zwerge, aber vor allem ein animierter Drache zeigten die damalige deutsche Filmlandschaft auf dem Höhepunkt ihres Könnens.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zu den hartnäckigsten eurpäischen Mythen gehört die Geschichte von König Arthus, jenem sagenumwobenen keltischen Herrscher, der seinen Thron dem magischen Schwert Excalibur verdankte. Ganze Bibliotheken würden die Bücher füllen, die sich um ihn und die Ritter der Tafelrunde drehen. Jetzt tourt eine Rock Oper zum Thema durch Deutschland. 12 Termine und Spielorte sind anberaumt.

Nach einer umhubelten Premiere im AWD Dome Bremen können sich Gralsjäger deutschlandweit auf das spektakuläre Event aus der Feder des französischen Komponisten Alan Simon freuen. „Excalibur – The Celtic Rock Opera“ erzählt die Geschichte von König Arthur mit packenden Songs und einer aufwendigen Bühnenshow.    [...mehr]


Autor: Thomas

Vom „amazonischen Schmerz“ spricht Peter Sloterdijk, wenn es um die Zerstörung der grünen Lunge des Planeten geht. Ein großangelegtes dreiteiliges Musiktheaterprojekt, angesiedelt irgendwo zwischen Oper und Multimedia-Show, nimmt sich des Themas an und erfährt seine Weltpremiere auf der Münchener Biennale 2010.

Drei relativ selbständige Teile umfasst das Projekt „Amazonas“, und das hat vor allem damit zu tun, dass Teil Eins und Zwei auf jeweils unterschiedlichen Kompositionsaufträgen beruhen. Überhaupt gibt es über weite Strecken nur inhaltlich einen roten Faden, der sich durch das musikalische Tryptichon zieht. Formal hingegen ist der Ansatz durchaus disparat.    [...mehr]


Autor: Thomas

Es gab Zeiten, da arbeitete der amerikanische Medien- und Performance-Künstler Matthew Barney bevorzugt mit Vaseline. Aber auch sonst ist das, was er so macht, durchweg merkwürdig, gewagt und vor allem ziemlich monumental. Derzeit arbeitet er an einer Interpretation eine Romans von Norman Mailer. Erst sollte es eine Oper werden, jetzt eine siebenteilige Performance.

Kein Werk der modernen Videokunst ist so gewaltig und ausufernd wie Matthew Barneys 5-teiliger Cremaster-Zyklus. Weder im Museum noch im Kino ist das Mammutwerk wirklich richtig zuhause, aber Barney setzt sich nunmal gerne zwischen alle Stühle. Nicht anders verhält es sich bei seinem aktuellen Projekt, das sich um den Roman „Ancient Evenings (dt.: Frühe Nächte)“ von Norman Mailer dreht.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Der Weltkindertag 2009 ist die bereits 55. Ausgabe des 1954 von der UNO ins Leben gerufenen Veranstaltung. In Deutschland wird das weltweit veranstaltete Event traditionell am 20. September gefeiert, in Berlin findet mit der deutschen Hauptveranstaltung von 10 bis 18 Uhr das grösste nicht-kommerzielle Kinder- und Familienfest statt, aber auch in mehr als 400 anderen deutschen Städten und Gemeinden finden Feste statt, die die Kinder zum Mittelpunkt haben und vor allem auf ihre Rechte aufmerksam machen sollen und wollen. Natürlich kommt der Spass dabei nicht zu kurz.

In Berlin findet das Weltkindertagsfest zum 20. Mal statt, nachdem der Weltkindertag bis zur Wiedervereinigung kaum Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gefunden hatte, sondern eher als offizieller Termin, denn als Anlass zu einem Fest wahrgenommen wurde.Weltkindertag 2009, Weltkindertagsfest, Familie, Kinder, Jugendliche, No Angels, Berlin, Köln

Heute wird am Weltkindertag verstärkt auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht, und das Weltkindertagsfest 2009 in Berlin ist nur ein Teil der weltweit unterstützten Kampagne, die auf Unterdrückung, Armut, Sport, Bildung und weitere wichtige Aspekte im Zusammenhang mit den Kleinen hinweisen will.

Wo in Berlin findet das Weltkindertagsfest 2009 statt?

Zelebriert wird der Weltkindertag in Berlin im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum FEZ in der Wuhlheide. Kleine, grosse und ganz grosse Kinder haben die Möglichkeit, an über 200 Mitmach-Aktionen teilzunehmen und Stars wie die No Angels oder den Mundharmonika-Star Michael Hirte live statt im Fernsehen zu erleben, natürlich bei freiem Eintritt.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Das Hexenkessel Hoftheater hat sich der Schauspielerei und dem Schauspiel ganz im Sinne Shakespeares verschrieben: nicht nur die Stücke selbst stammen zum Großteil vom Meister selbst, auch die Art der Umsetzung würde ihn wohl in Begeisterung versetzen.


Eigene Übersetzungen der Stücke setzen auf Wortwitz, Lebendigkeit und Publikumsnähe. Aber auch der Veranstaltungsort orientiert sich an der Aufführungspraxis zu Shakespeares Zeiten, als umherziehende Schauspielensembles auf eilig zusammengezimmerten Bühnen das Publikum verzauberten und unterhielten, ohne den akademisch-künstlerischen Zeigefinger hervorzuholen.

Im hölzernen Amphitheater im Berliner Monbijoupark bringt ein überschaubares Team derzeit u.a. das als Shakespeares letztes Stück geltende „Der Sturm“ zur Aufführung und verirrt sich dabei nicht    [...mehr]


Autor: Hendrik

Der in Deutschland nicht ganz unbekannte Regisseur Robert Wilson, der noch in diversen anderen Feldern, die mehr oder weniger mit dem Theater zusammen hängen, tätig ist, hat im Baden Badener Festspielhaus Carl Maria von Webers Oper ‘Der Freischütz’ inszeniert. Dabei war er sowohl für die Regie, als auch für Bühnenbild und Beleuchtung zuständig. Die musikalische Leitung hatte Thomas Hengelbrock inne.

Die im Rahmen der Pfingsfestspiele am ersten Juni 2009 aufgeführte Inszenierung stieß auf geteilte Resonanz, nachdem sie bereits im Vorfeld v.a. vom Fernsehsender ARTE, der die Aufführung auch live und im Internet übertrug, mit verschiedenen Vorberichten beworben worden war.
Während Joachim Mischke vom Hamburger Abendblatt von einem „buntlackierten Hochpreis-Event ohne nachhaltigen Nährwert“ spricht, findet Tobias Pfleger von klassik.com: „…[...]…am Ende wurde es weitaus besser als man erwarten konnte.“

Weber-Statue Dresden, martinroell©Flickr

Unterschiede bei der Rezeption von musikalischer und dramaturgischer Inszenierung

Während die musikalische Herangehensweise Hengelbrocks, der das Mahler Chamber Orchestra recht originalgetreu und historisch verpflichtet spielen ließ, begeistert aufgenommen wurde, stießen Bühnenbild und Beleuchtung des Hans-Dampf-in-allen-Gassen Robert Wilson, der neben seiner Regiearbeit u.a. auch als Zeichner und Autor tätig ist, nicht überall auf Zustimmung. Manch einer meinte sich im Puppentheater wiedergefunden zu haben oder konnte mit der naiven Überzeichung der Figuren vor dem doch recht schlichten Bühnenbild nichts anfangen.

Allen, die zwar von der musikalischen Darbietung begeistert waren, aber mit der Gesamtinszenierung nichts anfangen konnte, sei an dieser Stelle das Classic Open Air Festival am Gendarmenmarkt ans Herz gelegt, das vom 3. bis 7 Juli auf dem bekannten Berliner Platz stattfinden wird.

Von Einigen als Vorteil erachtet, meinten Andere, Wilson fehle der Bezug zu der zentralen Natur-Motivik von Webers Stück, das als erste deutsche Nationaloper gesehen wird. Neuer Intendant wird Wilson bei nur zwei Aufführungen sowieso nicht.

So gibt es wie immer Befürworter und Gegner der Inszenierung, Fans und Feinde. Was der erste als  hervorragende Innovation versteht, kritisiert der zweite als überflüssige Vereinfachung.  Was dem einen einen anerkennenden oder bewundernden Blick ins Gesicht zaubert, ist dem anderen nur Dorn im Auge oder Ohr.    [...mehr]


Autor: Thomas

Harald Schmidt ist und bleibt umtriebig. Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Oliver Pocher gönnt sich der Entertainer bis Herbst erst einmal eine TV-Pause. Von Untätigkeit oder gar einer neuen Weltreise in der Zwischenzeit kann jedoch keine Rede sein. Nach einigen Theaterprojekten in den vergangenen Jahren wagt sich der experimentierfreudige Schwabe nun an die Inszenierung einer Operette.

Wer die zahlreichen Nebentätigkeiten des Kabarettisten und deutschen Late-Night-Pioniers aus Nürtingen verfolgt, wird sich nicht selten wundern. Da wechseln Gastauftritte in seichten ZDF-Produktionen wie „Das Traumschiff“ oder „Unser Charly“ mit einer Rolle in Becketts „Warten auf Godot“, kreative Unterstützung für das Bühnenprogramm von Sportmoderator Waldemar Hartmann mit öffentlichen Vinyl-Abenden, an denen er seine Lieblingsplatten von Johnny Cash vorstellt. Harald Schmidt hat offensichtlich kein Interesse daran, in irgendeiner Art und Weise festgelegt zu werden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Mit Beginn der Saison 2009/10 steht die Kölner Oper unter neuer Leitung. Intendant wird Uwe Eric Laufenberg vom Hans-Otto-Theater Potsdam. Mit sieben Neuinszenierungen bleibt alles zwar wie zuvor, die Anzahl der Wiederaufnahmen wird jedoch erhöht. Erster Programmpunkt am 26. September werden Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ sein.

Kulturdezernent Georg Quander zeigte sich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Intendanten wenig begeistert von der laufenden Spielzeit. Laufenberg, vor seiner Intendanz in Potsdam freier Regisseur und Schauspieler unter anderem in Berlin, Genf und Zürich, will der Kölner Oper nun ihren einstigen Rang zurückerobern.    [...mehr]


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