Konny Reimann “Aber das ist eine andere Geschichte” - ein Auswanderbuch

Autor: Hendrik

Texas-Flagge flickr ©little black spot on the sun todayKonny Reimann? Nun, wenn man nicht ein Anhänger des Fernseh-Konsums ist, wird einem der Name Konny Reimann nicht zwangsläufig ein Begriff sein. Wer jedoch Formate wie „Deutschland ade“, „Mein neues Leben” und „Goodbye Deutschland“ schon einmal gesehen hat, wird erheblich mehr mit Deutschlands Vorzeige-Auswanderer anfangen können.

Konny Reimann, Ur-Hamburger wie er im Buche steht, hat sich mit samt seiner Familie entschlossen nach Texas zu ziehen. Seit Jahren von RTL begleitet, hat sich der Neu-Texaner mittlerweile zur Kult-Figur entwickelt, die ihre Berühmtheit zu nutzen weiß. Neben Konny-Island, einem eigenen Park mit Ferienhäusern, verkauft die Familie über ihre Internetseite zahlreiche kleine Merchandising-Artikel wie Tassen, T-Shirts oder Tassen.

Nun hat man eine neue Stufe der Selbstvermarktung erreicht, so veröffentlichte Konny Reimann kürzlich sein eigenes Buch „Aber das ist eine andere Geschichte“. Selbstverständlich nur erzählt und von Autoren verfasst, wird die Lebensgeschichte des Fernseh-Sympath geschildert. Ohne wirkliche Tipps für Auswanderer wird auf gängige Art und Weise der Weg der Familie Reimann skizziert. Der Aspekt, dass ihr Auswanderglück lediglich darauf basiert, eine neue Welle des Fernsehkonsums erwischt zu haben, bliebt schier unerwähnt und führt andere Glückssuchende womöglich auf die falsche Fährte.

Auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte sich Konny Reimann jedenfalls ins seiner typischen Art und war vielerorts der Liebling der Massen. Nun ja, am Wert des Inhalts kann es jedenfalls nicht gelegen haben.


verwandte Beiträge

avatar
Ariane schreibt
am 21. Oktober 2008 um 21:27 Uhr

Also obwohl ich ja auch liebend gern gegen TV-Schrott protestiere, muss ich zugeben, die Sendungen über Konny Reimann immer gern gesehen zu haben.
Er war der erste, der vom TV begleitet wurde, im Gegensatz zu all den anderen Auswanderern im Fernsehen lief er nicht auf blauen Dunst ins Unglück, sondern war vorbereitet, informiert und vor allem willens, sich zu integrieren.
Er hat hart gearbeitet, über die Jahre hinweg, um sich seinen Traum von der Ranch zu erfüllen und reichlich Rückschläge gabs da ja auch.
Den Erfolg jetzt allein auf die Berichterstattung zu schieben, finde ich etwas unfair. Das Fernsehen mag ja seinen Erfolg angeschoben haben, aber es hat nicht der Hände harter Arbeit ersetzt und das sollte man ihm wirklich zugute halten.

Lieber tausend Konnys als all diese blauäugigen Idioten, die in Spanien plötzlich feststellen, dass man da ja spanisch spricht *andenKopffass* oder die mit Kind und Kegel, ohne Job, Infos übers Land, Wohnung oder Sprachkenntnisse ins Ausland stürmen, als sei es das gelobte Land.

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: