Proto Anime Cut: Ausstellung in Berlin

Autor: Thomas

Mit dem, was man sich klassisch unter einem Zeichentrickfilm vorstellt, haben japanische Animes nur bedingt etwas zu tun. Oftmals utopisch angelegt und nicht selten mit pornografischen Anteilen versehen, bedienen sie verstärkt ein erwachsenes Publikum. Eine Ausstellung im Berliner Künstlerhaus Bethanien zeigt ab dem 20. Januar eine Auswahl von Originalzeichnungen.

Wer bei Zeichentrick- und Animationsfilmen in erster Linie an Disney oder Pixar denkt, hat vermutlich nur einen sehr eingeschränkten Blick auf das Genre. Ist der westliche Markt auch durchaus im Wesentlichen von den beiden (übrigens längst fusionierten) Labels bestimmt, so können sie in quantitativer Hinsicht kaum mit der Übermacht des Anime in Japan konkurrieren.

Animes sind in ihrer Heimat gleichermaßen bedeutende Wirtschaftsfaktoren und wichtige Kulturgüter. Kein Jahr vergeht, in dem nicht über 200 neue Serien über die Bildschirme flimmern, von Kinofilmen und direkten Homevideo-Produktionen ganz abgesehen. Das angesprochene Publikum reicht von Kindern bis zu Erwachsenen, und ebenso breit gefächert ist das Themenspektrum.

Dass sich hier auch eine ernstzunehmende Kunstform verbirgt, werden Kenner kaum bestreiten. Unter dem Titel „Proto Anime Cut“ zeigt jetzt eine Ausstellung von Originalzeichnungen für Anime-Filme, dass auch die unbewegte Vorform bereits eine künstlerische Leistung ausmacht.

Zu sehen gibt es Hintergrundmalereien, Storyboards und Skizzen entscheidender Illustratoren und Regisseure wie etwa Mamoru Oshii, der mit „Ghost in the Shell“ einen der auch international bekanntesten Animes realisiert hat. Koji Morimoto (Regisseur von „Dimension Bomb“) und sein Art Director Hiromasa Ogura kommen zur Vernissage am 20. Januar nach Berlin.

Proto Anime Cut
21. Januar bis 6. März 2011
Eröffnung: 20. Januar 2011, 19 Uhr

Künstlerhaus Bethanien
Kottbusser Str. 10, 10999 Berlin

Öffnungszeiten:
Di bis So 14 bis 19 Uhr
Eintritt frei


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Yakitori schreibt
am 15. Januar 2011 um 19:11 Uhr

Anime gibt es, seit Bilder laufen können. Hollywoodgrössen geben gerne zu, dass sie von Anime, wie z.B. Ghost in the Shell oder Akira inspiriert wurden. Und auch die westlichen “Zeichentrickfilme” orientieren sich fast schon zu oft am Kulleraugenstandard aus Japan. ^^

Ich bin froh, dass ich im Februar in Berlin bin.

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