“Troja - die Tanzshow” wird vom 07. bis 11. April in der Münchner Zenith Halle aufgeführt. “Troja” ist nach “Sultans of the Dance” und “Fire of Anatolia” bereits die dritte Inszenierung des türkischen Choreographen und Show-Produzenten Mustafa Erdogan.
Um die antike Stadt Troja ranken sich etliche Mythen. Die Legenden erzählen von Intrigen, Verrat, Liebe und Leidenschaft. Dem Publikum wird ein mitreißendes Spektakel geboten. Über Hundert Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt in faszinierenden Kostümen mit gewaltigen Kopfbedeckungen, opulente Musik und Lichteffekte erschaffen ein einzigartiges Bühnenbild, welches die Zuschauer in seinen Bann ziehen wird.
Nichts ist so verstaubt, bierernst und mit hohem Gähnfaktor ausgestattet wie eine Ballettaufführung? Wer diese Auffassung vertritt, kann sich von der New Yorker Tanz-Compagnie hinter „Rock the Ballet“ eines Besseren belehren lassen. Ihre Show nimmt sich moderne Chart-Klassiker vor und setzt Entertainment an die Stelle bloßer Virtuosität. Derzeit ist die Truppe auf ausgedehnter Deutschland-Tour.
Es muss ja nicht gleich Pina Bausch sein. Wer Zugang zum Tanztheater finden will, sollte es erstmal mit der leichten Muße versuchen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet mit „Rock the Ballet“ eine spektakuläre Show zwischen Ballett, HipHip und Akrobatik. Sowas kommt natürlich aus den USA, denn dort sind die Berührungsängste zwischen U- und E-Musik bekanntlich gleich Null. [...mehr]
Zu den hartnäckigsten eurpäischen Mythen gehört die Geschichte von König Arthus, jenem sagenumwobenen keltischen Herrscher, der seinen Thron dem magischen Schwert Excalibur verdankte. Ganze Bibliotheken würden die Bücher füllen, die sich um ihn und die Ritter der Tafelrunde drehen. Jetzt tourt eine Rock Oper zum Thema durch Deutschland. 12 Termine und Spielorte sind anberaumt.
Nach einer umhubelten Premiere im AWD Dome Bremen können sich Gralsjäger deutschlandweit auf das spektakuläre Event aus der Feder des französischen Komponisten Alan Simon freuen. „Excalibur – The Celtic Rock Opera“ erzählt die Geschichte von König Arthur mit packenden Songs und einer aufwendigen Bühnenshow. [...mehr]
Vom „amazonischen Schmerz“ spricht Peter Sloterdijk, wenn es um die Zerstörung der grünen Lunge des Planeten geht. Ein großangelegtes dreiteiliges Musiktheaterprojekt, angesiedelt irgendwo zwischen Oper und Multimedia-Show, nimmt sich des Themas an und erfährt seine Weltpremiere auf der Münchener Biennale 2010.
Drei relativ selbständige Teile umfasst das Projekt „Amazonas“, und das hat vor allem damit zu tun, dass Teil Eins und Zwei auf jeweils unterschiedlichen Kompositionsaufträgen beruhen. Überhaupt gibt es über weite Strecken nur inhaltlich einen roten Faden, der sich durch das musikalische Tryptichon zieht. Formal hingegen ist der Ansatz durchaus disparat. [...mehr]
Cover-Bands gibt es wie Sand am Meer, doch nur wenige schaffen eine offizielle Anerkennung seitens ihrer Vorbilder. Bei „The Musical Box“ bestätigt die Ausnahme die Regel. Die Genesis-Tribute-Formation leistet aber auch weitaus mehr, als lediglich die Hits der legendären Band nachzuspielen. Stattdessen rekonstuiert sie ganze Live-Shows und holte dazu sogar schon Phil Collins mit auf die Bühne. Mit neuem Programm ist die Band jetzt auf Deutschland-Tour.
Selten schafft es eine Tribute-Formation, die Royal Albert Hall in London zu füllen. Im Fall von „The Musical Box“ gelang das jedoch mühelos. Seit 1993 präsentiert die kanadische Formation originalgetreue Nachinszenierungen von Bühnenshows der britischen Artrock-Band Genesis. Konzentriert hat man sich dabei bisher auf die Jahre 1972 bis 1974, in denen Peter Gabriel als Frontmann und Mastermind fungierte. Nach dem Ausstieg des charismatischen Sängers übernahm Drummer Phil Collins das Ruder und führte die Band bis in die 90er Jahre hinein zu immensen Erfolgen. [...mehr]
Mit dem Tod von Ted Kennedy ging in den Augen vieler die Ära einer Dynastie zuende. Den belgischen Theaterregisseur Luk Perceval hingegen zwang dieses Ereignis vor allem dazu, das Ende eines collagenhaften Bühnenwerkes über eine der berühmtesten Familien der politischen Gegenwart noch einmal umzuschreiben – und das wenige Tage vor der Uraufführung am Hamburger Thalia-Theater. Geschadet hat es dem Stück aber offensichtlich nicht. Die Reaktionen des Premierenpublikums fielen weitestgehend positiv aus.
Mit einem zwölfstündigen Shakespeare-Event hatte Luk Perceval Ende der 90er vom Zuschauer einiges an Sitzfleisch und Durchhaltevermögen verlangt. Nicht ganz so anstrengend ist seine aktuelle Produktion geraten, wenn sie auch durchaus den Geist der berühmten Königsdramen des englischen Dichters mit sich bringt. „The Truth about the Kennedys“ ist dem Titel gemäß selbstverständlich ein uneinlösbares Versprechen und bewußt arg hoch gegriffen. Erhellende Einblicke in die Strukturen der irischstämmigen Dynastie bietet das vierstündige Bühnenwerk jedoch allemal. [...mehr]
Kein Thema, aus dem sich nicht Musiktheater zimmern ließe. An der Oper Halle erlebte jetzt ein Musical über den Urvater der modernen Horror-Literatur seine Welturaufführung: „Edgar Allan Poe“ von Eric Woolfson spielte vor ausverkauftem Haus und wurde zudem live im Internet übertragen.
Wer sich schon immer gefragt hat, wo die Titelmelodie des ARD-Magazins „Monitor“ herkommt, hier ist die Antwort: „Lucifer“ heißt das Stück eigentlich und stammt vom Album „Eve“ der britischen Formation „The Alan Parsons Project“. Gegründet vom namengebenden ehemaligen Tontechniker der Beatles und Songschreiber Eric Woolfson, wurde das APP vor allem mit seinem Konzeptalbum „Tales of Mystery and Imagination – Edgar Allan Poe“ bekannt, für das sich immerhin Orson Welles als Sprecher einiger Parts gewonnen anheuren ließ. [...mehr]
Das Hexenkessel Hoftheater hat sich der Schauspielerei und dem Schauspiel ganz im Sinne Shakespeares verschrieben: nicht nur die Stücke selbst stammen zum Großteil vom Meister selbst, auch die Art der Umsetzung würde ihn wohl in Begeisterung versetzen.
Eigene Übersetzungen der Stücke setzen auf Wortwitz, Lebendigkeit und Publikumsnähe. Aber auch der Veranstaltungsort orientiert sich an der Aufführungspraxis zu Shakespeares Zeiten, als umherziehende Schauspielensembles auf eilig zusammengezimmerten Bühnen das Publikum verzauberten und unterhielten, ohne den akademisch-künstlerischen Zeigefinger hervorzuholen.
Im hölzernen Amphitheater im Berliner Monbijoupark bringt ein überschaubares Team derzeit u.a. das als Shakespeares letztes Stück geltende „Der Sturm“ zur Aufführung und verirrt sich dabei nicht [...mehr]
Am 30. März feierte die Inszenierung des Buches “Die Satanischen Verse” von Salman Rushdie im Potsdamer Hans Otto Theater Weltpremiere.
Der Theaterregisseur Uwe Eric Laufenberg hat sich dem konfliktträchtigen Stoff angenommen und hofft damit eine verstärkt inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Roman des britisch-indischen Autors anzustoßen. Ein gewagtes Unternehmen, bedenkt man dass sich der Autor Rushdie nach dem Erscheinen seines Romans, dem massiven Zorn vieler Muslime ausgesetzt sah, die ihm Gotteslästerung vorwarfen. 1989 wurde Rushdie von dem iranischen Staatschef Ayatollah Khomeini mit einer Fatwa belegt, und forderte Moslems aller Welt dazu auf, an dem Schriftsteller das Todesurteil zu vollstrecken. Salman Rushdie musste daraufhin jahrelang im Untergrund leben und musste mehrfach den Wohnsitz wechseln. Der Autor gilt zwar heute noch- 20 Jahre nach Veröffentlichung seines Romans- als “gefährdete Person”, mittlerweile lebt er jedoch wieder in der Öffentlichkeit und hat einen Lehrstuhl an Emory Universität in Atlanta inne.
Für den Regisseur Laufenberg und seinem Schauspielensemble galt es sich der Herausforderung zu stellen, erstmals einen Stoff auf der Bühne umzusetzen, der eher über die damit zusammenhängende Skandale zu trauriger Berühmtheit gelangt ist, als dass eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Buch stattgefunden hätte. Nicht zuletzt allerdings berühre das Theaterstück mit seiner Thematik vom Aufeinandertreffen der modernen und traditionellen Auffassung von Religion den aktuellen Konflikt, ist sich der Regisseur sicher.
“Das ist ein Roman, in dem sich viele Probleme der heutigen modernen Welt wiederfinden”, erklärt Georg Kehren, der Sprecher des Hans-Otto-Theaters. Tatsächlich fand die Aufführung auch unter polizeilichen Schutz statt, jedoch ohne dass sich dieser als notwendig erwies. So dass die vierstündige Inszenierung in dem bis auf den letzten Platz ausverkauften Haus ohne Zwischenfälle über die Bühne ging. Ob das im Sinne des Regisseurs Lauffenberg war, bleibt wohl offen. Schließlich hatte er sich durch die Adaption des brisanten Buches sicherlich eine kritische Reaktion erhofft, ganz im Sinne eines Abschnittes aus den Satanischen Versen selbst, den Laufenberg selbst zitiert:”Die Aufgabe des Künstlers ist, dass Unnenbare zu benennen, Betrug aufzudecken, Stellung zu beziehen, Auseinandersetzungen in Gang zu bringen, die Welt zu gestalten und sie am Einschlafen zu hindern.”