Eine neue Attraktion kündigt die Bavaria Filmstadt für 2011 an und erweitert damit ihr Angebot, das jährlich ohnehin schon immer um die 350.000 Besucher anlockt. Das „Bullyversum“ soll auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern einen Einblick in Schaffen und Karriere eines der erfolgreichsten deutschen Comedians bieten.
Seit 1991 ist Michael Herbig, bekannt unter seinem Spitznamen „Bully“, eine konstante Größe im hiesigen Entertainment. Seine Wurzeln liegen in der Radio-Comedy, doch wirklich bekannt wurde er vor allem mit seiner TV-Reihe „Die Bully-Parade“ auf Pro7. Einen weiteren Popularitätsschub bekam er 2001, als er einige Figuren aus seiner Sketchserie auskoppelte und mit ihnen den „Schuh des Manitu“ auf die große Leinwand brachte. Seitdem gehört Bully zusätzlich noch zu den erfolgreichsten deutschen Filmemachern. [...mehr]
1970 gestartet und weiterhin ohne Ermüdungserscheinungen auf dem Bildschirm - das ist für eine TV-Reihe schon ein echter Ausnahmefall. Grund genug für das Filmmuseum Düsseldorf, der erfolgreichen Gemeinschaftsproduktion aller Sendeanstalten der ARD eine eigene Sonderausstellung zu widmen. Ab dem 9. Oktober gibt es „Tatort“ satt.
Fotos, Drehbücher, Video-Installationen, Requisiten und so manches mehr aus 4 Jahrzehnten erfolgreichen Ermittelns am „Tatort“ bilden den Kern der gerade frisch angekündigten Ausstellung im Düsseldorfer Filmmuseum. Die beliebte Krimi-Reihe ist aber auch ein Zeitdokument, und so lässt sich am Wandel der Geschichten und Figuren eine Menge bundesdeutsche Wirklichkeit ablesen. [...mehr]
Humanismus, Reformation und Gegenreformation – drei zentrale Begriffe, die das Zeitalter der Renaissance prägen. In einer Ausstellung lässt sich nun an rund 300 Exponaten die Kultur dieser Epoche im Rheinland nachvollziehen. Das Rheinische Landesmuseum Bonn zeigt sie bis zum 6. Februar 2011.
Über 100 Leihgeber aus dem In- und Ausland haben dafür gesorgt, dass die Sonderausstellung „Renaissance am Rhein“ möglich wurde. Vor allem die gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Neuerungen der Epoche stehen im Zentrum.
Es gibt einiges zu entdecken. Die klassischen bildenden Künste etwa widmeten sich der perspektivischen Malerei und einer Form des Porträts, die man aus heutiger Sicht photorealistisch nennen würde. Eine echte Revolution stellte auch die Erfindung des Buchdrucks dar. Einige der bedeutendsten Druckerzeugnisse des 16. Jahrhunderts entstanden dabei in Köln. [...mehr]
1980 präsentierten sich die originalen Schätze des berühmtesten aller Pharaonen im Kölnischen Stadtmuseum. Jetzt kehrt die Faszination der ägyptischen Grabkammern zurück in die Domstadt. Vom 24.9.2010 bis zum 20.03.2011 gastiert die weltweit erfolgreiche Ausstellung „Tutanchamun – sein Grab und die Schätze“ in den Räumen der EXPO XXI.
Als 2004/5 in der Bundeskunsthalle Bonn die Ausstellung „Tutanchamun – Das goldene Jenseits“ gastierte, konnte das Museum die Zuschauerzahlen zeitweise kaum bewältigen. Wundern muss das niemanden, denn die Faszination und Begeisterung für den legendären Pharao ist auch weiterhin ungebrochen. [...mehr]
Alles Banane. Bei Thomas Baumgärtel hat dieses Motto eine mittlerweile fast 25-jährige Tradition. Der „Bananensprayer“ markiert seit 1986 weltweit interessante Kunst-Orte mit einer Graffiti-Banane. Jetzt zeigt eine Ausstellung unter dem Titel „Heilung“, dass der Kölner Künstler aber noch einiges mehr kann.
Über 1000 Gemälde hat der Erfinder der „Spraybanane“ bis heute geschaffen. Doch das Werk von Thomas Baumgärtel ist auch darüber hinaus vielfältig und streift nicht selten die Grenze zu Happening und Aktionskunst. Übersprühungen von Alten Meistern etwa gehören zu seinen Spezialitäten, und seine Aktion „Banane im Brandenburger Tor“ steht seit langem schon in den Startlöchern. [...mehr]
Während die Bundesregierung gerade die Laufzeitverlängerung für Atommeiler beschlossen hat, bietet das Museum Schloss Moyland einen ganz anderen „Energieplan“ – den von Joseph Beuys nämlich. Bis zum 20. März 2011 zeigt die gleichnamige Ausstellung, wieso dieser Begriff im Schaffen des stets umstrittenen Künstlers ein zentraler ist.
Ein runder Geburtstag von Joseph Beuys, sein 90ster, steht erst im nächsten Jahr an, und so ist es wohl eher Zufall, dass gerade gleichzeitig zwei wichtige Ausstellungen desjenigen Mannes zu sehen sind, den nicht wenige zu den wichtigsten deutschen Künstler des vergangenen Jahrhunderts zählen. Während die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf unter dem Titel „Parallelprozesse“ bedeutende Rauminstallationen zeigt, konzentriert sich das Museum Schloss Moyland auf das zeichnerische Werk. [...mehr]
Zu den weniger bekannten Strömungen der internationalen Moderne gehört die abstrakt-geometrische Kunst Lateinamerikas des 20. Jahrhunderts. Die Ella Fontanals-Cisneros Collection schließt hier eine Lücke und sorgte bei ihrer Präsentation in den USA für großes Aufsehen. Jetzt ist sie demnächst in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen.
Vom 17. September 2010 bis zum 30. Januar 2011 erlauben über 200 Exponate einen grundlegenden Einblick in ein Themengebiet, das in der Breitenwahrnehmung bisher kaum existiert. Dabei hat die Entwicklung abstrakter Kunst im Lateinamerika des vergangenen Jahrhunderts einige wichtige Werke hervorgebracht, die hierzulande praktisch unbekannt sind. [...mehr]
Für viele einer der bedeutendsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, für andere ein bloßer Scharlaten: Joseph Beuys erregt heute die Gemüter ganz sicher nicht mehr so sehr wie zu Lebzeiten, doch erlaubt gerade der zeitliche Abstand mittlerweile einen weniger emotional verstellten Blick auf sein Werk. Die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf bietet dazu vom 11.09.2010 bis 16.01.2011 Gelegenheit.
Rund 300 Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensphasen zeigt die Ausstellung „Joseph Beuys: Parallelprozesse“, darunter Werke, die zum ersten Mal ihren fest installierten Platz verlassen. Die Rauminstallation “Stripes from the House of the Shaman 1964-72″ zum Beispiel hat es in Europa bisher nicht zu sehen gegeben. [...mehr]
Nur wenige haben die Farbfotografie so nachhaltig geprägt wie der 1933 in Modena geborene italienische Künstler Franco Fontana. Sein Werk wurde bis heute in über 400 Ausstellungen gezeigt und füllt mehr als 40 Bücher. Ab dem 18. September gibt es in der Kölner Galerie inFocus eine Auswahl seiner Arbeiten zu sehen.
Erstmals ausgestellt wurden Fotografien von Franco Fontana im Jahr 1968, und damals hatte er gerade einmal sieben Jahre als Amateurfotograf hinter sich. Landschaftsstudien, zumeist in seiner italienischen Heimat aufgenommen, prägen sein Frühwerk. Erst in den 80er und 90er Jahren wendet er sich den Städten zu und bereist die Route 66 fotografisch. Seinem Markenzeichen starker Stilisierung, von Kritikern auch als „fotografische Trans-Avantgarde“ bezeichnet, bleibt er jedoch durch alle Schaffensphasen hindurch treu. [...mehr]
Der Verein Berliner Künstler zeigt bis zum 5. September eine Ausstellung von insgesamt 50 internationalen Künstlern zum Thema Nacktheit. Doch nicht nur die naheliegende wörtliche Bedeutung ist dabei federführend. In erster Linie geht es um existenzielle Zustände und Bedürfnisse.
Das „nackte Dasein“ des Menschen zeigt die als Wanderausstellung gedachte „AKTionale“ in ganz unterschiedlichen Formen und Ausprägungen: Das breite Spektrum von Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Objekte, Collagen, Videos, Fotografien, Installationen und Performances wird von den teilnehmenden Künstler in ihrer Annäherung an das Thema umfangreich ausgeschöpft. [...mehr]