Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente in einer Ausstellung zu vereinen, ist durchaus ein reizvoller Gedanke. Die Gemeinsamkeiten der drei Künstlerpersönlichkeiten lassen sich vor allem an einigen gemeinsam verfertigten Werken nachvollziehen. Zu sehen gibt es die „Ménage à trois“ ab dem 10. Februar 2012.
Es ist schon die zweite größere Ausstellung innerhalb kürzester Zeit, die sich der Kunst von Andy Warhol widmet. Doch während sich im MMK Frankfurt unter dem Titel „Headlines“ ab dem 11. Februar alles alleine um ihn dreht, steht er eine Woche später in der Bundeskunsthalle Bonn zusammen mit zwei weiteren bedeutenden Künstlern seiner Zeit im Fokus. [...mehr]
„Objects. Food. Rooms“ heißt die Schau von Thomas Rentmeister, die bis zum 5. Februar 2012 in Bonn zu sehen ist. Wer sie besucht, wird einer Reihe von Werkstoffen begegnen, die er eigentlich eher aus anderen Zusammenhängen kennt. Denn mit Nutella oder Penaten-Creme zu arbeiten, ist für den Künstler nichts Ungewöhnliches.
Die beliebte Ketzerfrage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ mag so manchem einfallen, wenn er durch die aktuelle Bonner Rentmeister-Ausstellung schlendert. Vor allem ein weißer Berg aus gepresster Unterwäsche und alten Kühlschränken könnte die Frage aufkommen lassen, ob hier nicht einmal dringend wieder Sperrmüll abgeholt werden müsste. [...mehr]
Bis zu eintausend Jahre alte Holzfiguren lassen sich derzeit in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn bestaunen. Sie sind Exponate einer vom Musée du quai Branly konzipierten und dort auch erstmalig gezeigten Ausstellung über die Kunst der Dogon, eines Naturvolkes im heutigen Mali.
1989 erklärte die UNESCO das Felsplateau von Bandiagara und die Traditionen der dort lebenden Dogon zum Weltkulturerbe. Lange Zeit hatten die Menschen dort nahezu isoliert und frei von fremden Einflüssen gelebt. Heute jedoch ist die traditionelle Dogon-Kultur nahezu verschwunden. Alte Glaubensvorstellungen wurden vor allem in der jüngeren Generation durch Islam und Christentum ersetzt. [...mehr]
Erstmals in diesem Jahr werden der Tag der deutschen Einheit und der NRW-Tag zusammen gefeiert. Vom 1. bis 3. Oktober herrscht deshalb in der ehemaligen Bundeshauptstadt echter Ausnahmezustand. Ein kaum überschaubares Angebot an Veranstaltungen macht es praktisch unmöglich, sich dem Event vor Ort zu entziehen.
Das gesamte Bonner Stadtgebiet wird für drei Tage zum Festgelände umfunktioniert. Vom Zentrum über das Rheinufer bis zum UN-Campus wird jede Menge geboten, darunter vor allem zahlreiche Konzerte für jeden Musikgeschmack. Soviel war in der verschlafenen Provinzmetropole schon lange nicht mehr los. Umso mehr Wert legt man also auch in der öffentlichen Darstellung auf Sicherheitsmaßnahmen. [...mehr]
Eine ganze Weile sah es eher so aus, als würde es dieses Jahr nichts werden mit dem traditionellen Umsonst-und-Draussen-Festival in Bonn. Doch einige Rettungsaktionen verschafften dem arg finanzbedürftigen Event genügend Luft, um auch 2011 wieder an den Start gehen zu können. Termin ist der 2. Juli.
Die mittlerweile bereits 29. Ausgabe der „Rheinkultur“ wird es dieses Jahr vermutlich etwas einfacher haben als 2010, wo der Halbfinal-Einzug der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM für gewichtige Konkurrenz sorgte. Zwar war ein Public-Viewing-Bereich eingerichtet worden, doch auch der zog kaum Besucher an. Tatsächlich hätte eine andere Terminplanung hier wohl eher weitergeholfen. [...mehr]
Am 23. Mai war es soweit: Nach einer Umbauphase von ganzen 8 Monaten eröffnete Bundespräsident Christian Wulff die neue, gänzlich überarbeitete Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland nach 1945“ im Bonner Haus der Geschichte. Zu den Höhepunkten unter den Exponaten gehört ein sowjetischer Panzer.
Historische Ereignisse stärker in den internationalen Kontext zu rücken, war ein Leitfaden der Umgestaltung. Mehr als die Hälfte der insgesamt 4000 qm großen Ausstellungsfläche ist von der Runderneuerung betroffen, und ganze 3000 von insgesamt 7000 Exponaten stehen nun in einem anderen Kontext. [...mehr]
Insgesamt 10 Städte und Kreise im Raum Bonn veranstalten dieses Jahr gemeinsam erstmalig ein neues Musikfestival. Unter dem Titel „Tonfolgen – Töne öffnen Türen“ finden kammermusikalisch ausgerichtete Konzerte an 13 Locations statt, die der Öffentlichkeit normalerweise kaum oder auch gar nicht zugänglich sind.
Ein Pumpwerk, ein Flugzeughangar, ein Lokschuppen oder ein Hafen – allesamt nicht wirklich reguläre Konzertstätten. Umso reizvoller, sie einmal zu bespielen. So jedenfalls haben vermutlich die Initiatoren des Musikfestivals „Tonfolgen“ gedacht. Insgesamt 13 Konzerte lassen sich vom 8. bis 10. Juli an ungewöhnlichen Orten im südlichen Rheinland und im Bergischen Land besuchen. Gedacht ist das Projekt nicht zuletzt auch als eine Art Entdeckungsreise durch die Region. [...mehr]
Japanische Zeichentrickfilme, besser bekannt unter dem Namen „Anime“, haben mittlerweile auch in der westlichen Welt eine immense Zahl von Fans, und praktisch täglich werden es mehr. Das Spektrum reicht dabei vom kindgerechten Material bis zu Inhalten, die dezidiert nur für ein erwachsenes Publikum gedacht sind. Die Bundeskunsthalle Bonn widmet dem Thema demnächst eine umfangreiche Ausstellung.
Vom 29. Juli 2011 bis zum 8. Januar 2012 können sich Einsteiger unter dem Titel „Anime! High Art – Pop Culture“ einen umfassenden Überblick zum Thema verschaffen. Für Insider ist die Ausstellung der Bundeskunsthalle in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt zudem eine echte Geek-Show. Klassiker, TV-Serien, internationale Kinoerfolge, Computerspiele, aber auch 3D-Objekte und vieles andere mehr bieten Anime satt und sozusagen in 360 Grad. [...mehr]
Ganz schön elefantös, was es seit dem 14. April in Bonn zu sehen gibt. Rund 200.000 Jahre alt sind die Überreste von 70 Eurasischen Altelefanen, die den Kern einer aktuellen Ausstellung bilden. Zu ihnen gesellen sich jede Menge Exponate, die einen Einblick in steinzeitliches Leben erlauben.
Was sich in Braunkohlegruben nicht so alles finden lässt, zum Beispiel im sachsen-anhaltlichen Neumarkt-Nord. Eine der bedeutendsten Fundstellen zur europäischen Altsteinzeit konnten Archäologen dort vor dem Eingriff der Schaufelradbagger bewahren. Die Ausstellung „Elefantenreich“ im Bonner LVR-Landesmuseum zeigt bis zum 6. November 2011, wie froh man darüber sein kann. [...mehr]
Zu den bekanntesten Wegbereitern der Moderne gehört der oftmals als Impressionist eingeordnete Maler und Kulturpolitiker Max Liebermann. Mit einer Auswahl von 100 Werken aus allen Schaffensphasen will die Bonner Bundeskunsthalle jetzt neue Akzente in der Rezeptionsgeschichte setzen.
In 14 chronologisch aufgeteilten Kapiteln präsentiert die Ausstellung „Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne“ das breite Spektrum an Stilen und Motiven, mit denen sich der Maler in Zeichnungen und Gemälden Zeit seines Lebens beschäftigt hat. Zu sehen gibt es unter anderem frühe Freilichtmalerei, Darstellungen der bäuerlichen Arbeitswelt, Szenen bürgerlicher Freizeitvergnügungen und Auftragsporträts. [...mehr]