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Autor: Thomas

Zu den weniger bekannten Strömungen der internationalen Moderne gehört die abstrakt-geometrische Kunst Lateinamerikas des 20. Jahrhunderts. Die Ella Fontanals-Cisneros Collection schließt hier eine Lücke und sorgte bei ihrer Präsentation in den USA für großes Aufsehen. Jetzt ist sie demnächst in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen.

Vom 17. September 2010 bis zum 30. Januar 2011 erlauben über 200 Exponate einen grundlegenden Einblick in ein Themengebiet, das in der Breitenwahrnehmung bisher kaum existiert. Dabei hat die Entwicklung abstrakter Kunst im Lateinamerika des vergangenen Jahrhunderts einige wichtige Werke hervorgebracht, die hierzulande praktisch unbekannt sind.    [...mehr]


Autor: Thomas

Im vergangenen Jahr war es ziemlich unmöglich, den kommerziell erfolgreichsten Auswüchsen des deutschen Underground-Rap zu entkommen. Mit „Was geht ab“ hielt so mancher Hobby-DJ eine Geheimwaffe in der Hinterhand, die jede noch so schläfrige Veranstaltung sofort in die Gänge brachte. Jetzt gibt es die volle „Atzen“-Dosis gleich dreimal live inklusive anschließender Aftershow-Party.

Vom Wortklang her hätte man es sich zwar denken können, aber wer würde hinter dem Berlinerischen „Atze“ tatsächlich einen Ursprung in der aztekischen Sprache vermuten? Mit „Aztarus“ ist dort der Waffenbruder beschrieben, der einem im Kampf zur Seite steht. Sieht man sich heute hingegen die wild feiernde Meute an, die von der ähnlich klingenden Techno-Rap-Combo zum Kochen gebracht wird, ist es um derart edle Assoziationen nicht wirklich gut bestellt.    [...mehr]


Autor: Thomas

„Utopie und Freiheit“ in der Musik will das diesjährige Bonner Beethovenfest ausloten. Neue Formate und besondere Konzertideen sollen hierzu beitragen. Doch zur Veranstaltung gehört auch ein breiter Programmteil, der sich dem 200. Geburtstag von Robert Schumann widmet. Beginn ist der 10. September.

Einem Gedicht von Hölderlin haben die Macher des Beethovenfests ihr Motto für 2010 entlehnt. „Komm! Ins Offene, Freund“ heißt es in „Der Gang aufs Land“. Von einer Zukunft, in der Grenzen und Konventionen aufgebrochen werden, ist dort die Rede, und zu neuen Ufern will auch das diesjährige Event aufbrechen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart hat der Oldenburger Thomas Schütte schon „Ferienhäuser für Terroristen“ gebaut – und das selbstverständlich nicht ernst gemeint. Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn widmet sich jetzt bis zum 1. November unter dem Titel „Big Buildings – Modelle und Ansichten“ seinen vielgestaltigen Werken zwischen Skulptur, Architektur, Aquarell und Radierung.

2005 gewann Thomas Schütte den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig als bester Einzelkünstler. Dreimal war er an der documenta in Kassel beteiligt, wurde gerade aktuell zum Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises 2010 und kann auch sonst auf jede Menge Anerkennung in der Szene zurückblicken. Einem breiten Publikum ist er allerdings weniger bekannt. Daran wird vermutlich auch die aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle wenig ändern.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der Bonner Theaterszene geht es nicht gerade gut, und die Diskussionen, ob die Nachbarschaft zu Köln den Betrieb eines eigenen Opernhauses noch rechtfertigt, tragen nicht gerade zur Aufmunterung bei. Mit der jährlichen Theaternacht wollen die Spielstättenbetreiber Werbung für ihre Häuser machen und Gelegenheit bieten, überall einmal kostengünstig vorbeizuschauen.

Wer auch immer für die Terminplanung der Bonner Theaternacht zuständig ist, er hat entweder geschlafen, nicht sonderlich weit über den eigenen Tellerrand geschaut oder schlichtweg Pech gehabt. Denn dass auf den 29. Mai ausgerechnet auch der Eurovision Song Contest fällt, bei dem sich ganz Deutschland im Lena-Taumel befindet, ist der Sache nicht unbedingt zuträglich.    [...mehr]


Autor: Thomas

„Wir gegen uns“ lautet der provokativ-plakative Titel, mit dem eine umfangreiche Ausstellung überschrieben ist, die bis zum 10. Oktober im Bonner Haus der Geschichte gastiert. Gezeigt wird die unterschiedliche Entwicklung des Sports in der Bundesrepublik und der DDR bis zur Wiedervereinigung.

Stolze 1100 Exponate erinnern in der ehemaligen Bundeshauptstadt seit dem 12. Mai an herausragende Ereignisse der deutschen Sportgeschichte – allerdings sieht man da im Grunde doppelt. Die Ausstellung im Haus der Geschichte betrachtet nämlich die sportlichen Erfolge beider deutscher Staaten und lässt dabei auch klar die Bedeutung des Wettkampfes für das jeweilige System erkennen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Früher eine der interessantesten Open-Air-Locations der Region, scheint der Vorplatz der Bonner Bundeskunsthalle nach internem Betreiberwechsel langsam aber sicher zur Absteige für zweitklassige Comeback-Versuche zu werden. Trotz einer bereits fragwürdigen Saison in 2009 scheint dieses Jahr noch peinlicher zu werden. Oder halten die Betreiber Billy Idol und Foreigner tatsächlich für heiße Acts?

Nachdem sich die Pläne zum neuen Festspielhaus erledigt haben und das einst vollmundig angekündigte World Conference Center droht, als Bauruine zu enden, hat man in Bonn allen Grund, die gescheiterten Neubaupläne des Kölner Schauspielhauses besser mit Schweigen zu kommentieren, will man sich nicht selber noch lächerlicher machen als ohnehin schon. Kulturell sieht es in der Bundesstadt jedenfalls finster aus. Jüngstes Beispiel: Die „Solarworld Summer Stage“.    [...mehr]


Autor: Thomas

Erstmalig ist dem Engländer Liam Gillick auf deutschem Boden eine Einzelausstellung gewidmet, mit der die Entwicklung seiner Arbeit nachvollziehbar werden soll. Die Kunst- und Ausstellungshalle Bonn übernahm diese Aufgabe und präsentiert bis zum 8. August rund 60 Werke dieses einflussreichen Gegenwartskünstlers.

1964 im englischen Aylesbury geboren, ist Liam Gillick heute nicht nur einer der bekanntesten Weiterentwickler moderner Konzeptkunst, sondern auch ein echtes Multitalent. Neben der Malerei und Objektkunst tritt er ab und an auch als Kurator, Autor und Filmkomponist (für eine Dokumentarfilmreihe seiner Künstlerkollegin und Ehefrau Sarah Morris) in Erscheinung. Die Ausstellung „Ein langer Spaziergang … zwei kurze Stege“ in der Bonner Bundeskunsthalle zeigen die große Vielfalt seines Schaffens.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der Kulturstandort Bonn ist endlich um ein schon lange in der Schwebe befindliches Event reicher: Am 3. Juni startet nach Planungen, die bis ins Jahr 2002 zurück reichen, das erste Bonner Jazzfest. Bekannte Größen des Genres stehen ebenso auf dem Programm wie vielversprechende Newcomer.

Vier Tage im Juni sollen Bonn zu einer neuen Anlaufstelle für Jazzfreunde machen. Unter Titeln wie „AufTakt“, „Xtreme“, „Big Family“ und „High End“ bieten vier angesehene Spielorte ein breites Spektrum an Live-Musik, das den unterschiedlichen Ausformungen des Genres gerecht werden will. Hinter Idee und Programm steht mit dem Saxophonisten Peter Materna selber ein renommierter Profi-Jazzer.    [...mehr]


Autor: Thomas

Alles ist Skulptur, wenn man nur will. So in etwa könnte man das Werk von Erwin Wurm, einem der erfolgreichsten österreichischen Künstler,  ebenso vorsichtig wie augenzwinkernd beschreiben. Das Bonner Kunstmuseum zeigt derzeit bis zum 6. Juni eine Ausstellung mit ausgewählten Werken aus den frühen 90ern bis zur Gegenwart.

Im Videoclip „Can’t Stop“ der Red Hot Chili Peppers machen die Musiker seltsame Sachen. Mal laufen sie mit einem Umzugskarton über dem Kopf herum, mal pressen sie sich leere Plastikflaschen unter die Arme und zwischen die Beine. Was genau soll das, fragt man sich? „One Minute Sculptures“ heißen die seltsamen Aktionen, und ihr Erfinder ist der österreichische Künstler Erwin Wurm.    [...mehr]


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