» Bonn

Autor: Thomas

Bühnenfotografie ist eine Kunst für sich. 70 eindrucksvolle Beispiele bietet ab dem 17. Juli eine Ausstellung der Bonner Bundeskunsthalle mit Werken von Mara Eggert, einer der renommiertesten Theaterfotografinnen Deutschlands. Begleitend erscheint ein Bildband mit 110 farbigen Abbildungen.

Ihre Fotos, so formuliert es Mara Eggert selber, sollen „werben“ und zugleich „so schön sein, dass man sie sich als Bild an die Wand hängen möchte.“ – Dass sie diesen Anspruch jederzeit erfüllt, belegen ihre Arbeiten aus mittlerweile vier Jahrzehnten. An großen Häusern wie der Oper Frankfurt, der Oper Stuttgart oder der Deutschen Oper Berlin machte sie sich als besonders einfühlsame und präzise Fotografin einen Namen. Hans Neuenfels, Ruth Berghaus und Robert Wilson gehören zu den vielen Theatermachern, mit denen sie im Verlauf ihrer Karriere zusammengearbeitet hat.    [...mehr]


Autor: Thomas

„The Soul Sessions“ machten Joss Stone 2003 quasi über Nacht zum Star. Die Verkäufe erzielten mehrfach Platin und wurden vom Nachfolgealbum sogar noch übertroffen. Zwei BRIT Awards und einen Grammy konnte die heute gerade einmal 22-jährige Sängerin bisher mit nach Hause nehmen. Ein Rechtsstreit mit ihrer Plattenfirma bremst ihre Karriere jedoch derzeit aus. Eine leicht komprimierte Tour bringt sie nichts desto trotz am 26. Juli für vorläufig einen Termin nach Deutschland. Im Rahmen der Solarworld Summer Stage spielt sie Open Air auf dem Museumsplatz in Bonn.

Casting-Shows können ganz offensichtlich doch Superstars hervorbringen, zumindest in England und den USA. Joss Stone gewann 2001 das BBC-Event „Star for a Night“ und legte dort mit ihrer Interpretation des Donna-Summer-Hits „On the Radio“ den Grundstein für ihre Karriere. Das New Yorker Label S-Curve Records nahm sie schneller unter Vertrag, als sie ihren Namen schreiben konnte, und im September 2002 stand ihr erstes Album bereits weltweit  in den Regalen der Plattenläden.    [...mehr]


Autor: Thomas

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst in Prag zeigt die Bonner Kunst- und Ausstellungshalle zum ersten Mal in Deutschland Geschichte und Entwicklung tschechischer Fotografie der letzten einhundert Jahre. Kulturpartner ist der Radiosender WDR3, Schirmherrin die Ehefrau des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Tschechische Fotografie des 20. Jahrhunderts, Bundeskunsthalle Bonn (www.bundeskunsthalle.de)

Was der Laie nicht unbedingt weiß: Zwischen Avantgarde und klassischer Bildreportage finden sich für jede der wesentlichen Strömungen in der Fotografie wichtige Vertreter der tschechischen Bildkunst. Piktorialismus, Poetismus, Konstruktivismus und Neue Objektivität – auch wer sich mit den unterschiedlichen Strömungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht auskennt, kann sich anhand einer aktuellen Ausstellung der Bundeskunsthalle noch bis zum 26. Juli einen informativen Überblick verschaffen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Bereits zum 15. Mal wird dieses Jahr mit dem Prix Pantheon einer der wichtigsten deutschen Kleinkunstpreise vergeben. Im Rahmen des „German-Spass-und-Satire-Open“ stellen sich 12 Künstler und Ensembles in einem offenen Wettkampf dem Urteil einer ausgewählten Jury. Der Westdeutsche Rundfunk überträgt alle Auftritte, sowie die zugehörige Gala auf dem Bonner Museumsplatz ab dem 17. Mai. Sonderpreisträger in diesem Jahr: Dieter Hallervorden.

Mittlerweile ist der Prix Pantheon bundesweit eine echte Institution geworden. Bekannte Namen der hiesigen Kleinkunstszene haben mit dem Bonner Wettkampf um die größten Lacher ihrer Karriere den entscheidenden Kick verpasst. Im vergangenen Jahr etwa konnten René Marik (bekannt für sein Handpuppenkabarett) und Carolin Kebekus (bekam auf Pro7 mit „Die Hochzeitscrasher“ einen merklichen Popularitätsschub) überzeugen.    [...mehr]


Autor: Sandra

Galata Brücke, by Kavinc, flickr.com

Die diesjährige Biennale in Bonn steht ganz im Zeichen des Halbmonds. Das Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bildenden und darstellende Künste aus der Türkei zu präsentieren. Vom 14. bis zum 22. Juni sind in unterschiedlichen Spielstätten Bonns, wie dem Schauspiel Beuel, der Bundeskunsthalle oder dem Kunstverein, Theater-, Tanz- und Musikaufführungen, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen zu sehen. Ein Anliegen war es dabei der Türkei als Brücke zwischen dem Abend- und dem Morgenland, in all seinen Facetten und künstlerischen Entwicklungen gerecht zu werden und “einen Blick über die gängigen Klischees hinaus zu verschaffen”, heißt es in dem Festivalkonzept. Das dürfte wohl gelingen, denn das sowohl vielseitige, wie auch reichhaltige Programm bietet einem Gelegenheit einen Eindruck von dem zeitgenössischen türkischen Kunstszene zu verschaffen.

Kuppel, by Saad.Akthar, flickr.comEingeladen sind neben dem türkischen Staatstheater und Staatsballett auch eine Vielzahl von freischaffenden Künstlern, Musikern und Filmemachern, die über ihre Heimatgrenze hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Die Theateraufführungen werden meist simultan übersetzt und Filme mit deutschen Untertiteln gezeigt, so dass mangelnde Türkischkenntnisse kein Hindernis darstellen sollten. Als ein weiterer Programmpunkt fanden im Vorlauf zu der Biennale Veranstaltungen in Bildungsstätten, wie Bonner Schulen und der Universität statt. Vor dem Hintergrund der immer noch kontroversen Frage, um den EU-Beitritt der Türkei, wurde sich auf diesem Wege darum bemüht, ein tatsächliches Bild von dem Leben in der Türkei zu zeichnen und den möglichen kulturellen Zugewinn für Europa aufzuzeigen.

So zeigt zum Beispiel das Rheinische Landesmuseum in einer Sonderausstellung Schwarzweiß Bilder von Ara Güler, einem Fotografen von internationalen Rang, der als einer der bedeutendsten Chronisten der Türkei gilt. In seiner Heimatstadt wird er liebevoll “das Auge Istanbuls” genannt. Seine Fotografien zeigen auf bemerkenswert intensive Weise, das alltägliche Leben der Menschen in Istanbul und der Türkei. Er selbst bezeichnet sich als einen “visuellen Historiker”, dessen Portraits Geschichten von den Menschen erzählen. Also, für welche Veranstaltung man sich auch entscheiden mag, sehens- und hörenswert werden sie allemal sein. Schließlich hat Türkei hat neben Fußball noch so einiges zu bieten…

Kiosk, by eyeofeinstein, flickr.com

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Autor: Sandra

Hausfrau, krisandapril, www.flickr.com

Lila Latzhosen trägt heute keine Frau mehr, genauso wenig braucht man seinen BH zu verbrennen, um als kritische und selbstbewußte Frau anerkannt zu werden.

Stattdessen arbeiten Frauen, machen Karriere, führen ein Familienleben und wollen in dem öffentlichen Bewußtsein auch so wahrgenommen werden. Wann hat es jemals soviele weibliche Führungskräfte oder Amtsinhaberinnen gegeben wie in diesem Jahrtausend? Mitnichten bedeutet das eine Sicherstellung der weiblichen Rechten an dem großen Kuchen, doch beginnt das patriarchalische System von den Frauen selbst aufgebrochen zu werden.

In der jüngsten Vergangenheit machen unter anderem auch Publikationen wie das Erstlingswerk “Feuchtgebiete” von Charlotte Roche von sich reden, das selbstverständlich und schamlos die Körperlichkeiten des weiblichen Körpers thematisiert, wie man es sonst nur aus dem Pornogenre kennt. Selbstbestimmt aufzutreten und sich ihrer Körperlichkeit bewußt und darauf stolz zu sein, dafür gibt es derzeit so einige weibliche Beispiele. Sicher ist vielen noch der provokative Auftritt von Lady Bitch Ray bei Schmidt & Pocher in Erinnerung. Ob es einem nun gefällt oder nicht, diese Frau beansprucht für sich das Recht auf verbale Obszönität, die in Zeiten von Top-Model Casting Shows , mehr als schockierend auf die meisten in unserer Gesellschaft wirkt. Da prallen Welten aufeinander und den jungen Mädchen wird es nicht leichter gemacht, sich losgelöst vom Körperkult und Modediktat zu Frauen zu entwickeln, die sich in ihrer Haut wohl fühlen. Eine Gebrauchsanweisung gibt es nicht, doch finden sich in jeder Stadt Initiativen, die Mädchen und Frauen Angebote machen, sich kreativ und politisch auszudrücken, ohne dabei die Klischeevorstellungen von der frustrierten Emanze zu bedienen.

Junge Frau, by s-t-r-a-n-g-e, www.flickr.com

Wer sich jenseits von gängigen Rollenzuschreibungen für feminstische Kultur, Musik und Politik interessiert, ist herzlich eingeladen, vom 06. bis zum 08.06. in Bonn zum 1. Ladyfest zu kommen. Ladyfeste entspringen der Riot-Grrrl Bewegung, die in den 90er Jahren aus der US-amerikanischen Hardcore-Punk Szene entstand und verstehen sich als unabhängiges Festival, das Menschen aller Geschlechtsidentitäten offen steht. Das dreitägige Festival bietet ausreichend Gelegenheit mit gleichgesinnten Männern und Frauen an Workshops, wie zum Beispiel Tontechnik teilzunehmen, Vorträge oder Konzerte zu hören, Ausstellungen zu sehen, und auch selbst kreativ tätig zu werden. Die Gründe dafür, nennen die Veranstalterinnen des Ladyfestes selbst: ” Warum? Weil wir es uns nicht gefallen lassen, nur die Hintergrundrolle zu spielen. Weil wir uns jetzt unsere Räume selber nehmen, unsere Bühne selber schaffen.”




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Autor: Effi

Sommerzeit ist Festivalzeit! Deswegen lässt es sich - auch wenn es penetrant erscheinen mag- nicht vermeiden regelmäßig davon zu berichten, wann wie wer wo zu was für Preisen und Kondititonen spielt, rockt und singt. Gerade eben noch von der Fusion erzählt, lockt nun eine ganz andere Veranstaltung, die jedoch nicht minder interessant ist, zumal sie auf eine lange Tradition blicken kann und außerdem - hier kommt der Knaller- ganz umsonst ist, jawoll!

by .dan flickr

Die Rede ist von der Rheinkultur, Bonns größtem Open-Air-Festival, das dieses Jahr am Samstag, den 05.07 08 wieder auffährt. Das Ganze findet, wie immer im Park in den Rheinauen statt.

Wie oft hieß es in den vielen Jahren seit der Existenz der Rheinkultur “Es geht nicht mehr, es gibt keine Geld, wir müssen aufhören!” und wie oft konterten Fans und Anhänger dieses Riesen-Events mit dem Slogan “Rheinkultur darf nicht sterben!”. Es scheint sich gelohnt zu haben, denn die Rheinkultur 2008 präsentiert sich so lebendig und rock’n'rollig, wie selten zuvor.

Dabei hält man auch dieses Jahr an dem nun schon seit den 90er Jahren konzipierten Bühnenstrategie fest: Blaue Bühne, grüne Bühn, rote Bühne. Im folgenden sollen die Top-Acts kurz vorgestellt werden.

Blaue Bühne: Als Top- Act werden auf der diesjährigen Rheinkultur die Münchner Band Sportfreunde Stiller auffahren. Am Nachmittag spielen Tomte, die Band um Sänger Thees Ullman und das Label Grand Hotel van Cleef, das sich in den letzten Jahren vom Einheizer für die Hamburger Jungs um Kettcar zur eigenständigen Indie-Pop-Maschine gemausert hat.

Rote Bühne: Jawoll - hier geht es zur Sache! Als Headliner kommen Anti-Flag, vorher spielen die nicht minder rockigen Jungs von Blackmail. Trotzdem sollte man sich schon um 12 Uhr an der Roten Bühne einfinden. Die großartige dänische Band Dúné spielt, machen eine Art Elektro-Rock, der fantastisch und wunderbar tanzbar ist.

Grüne Bühne: Auf der Grünen Bühne sind dieses Jahr auffallend viele Liedermacher vertreten. Als Top-Act hat die Rheinkultur die Truppe der Wohnraumhelden& Freunde of Liedermaching engagiert. Witzige, intelligente und selbstironische Texte, bei denen man schön mitgrölen kann, sind garantiert. Für Reggae-Fans spielt Jondo, der inzwischen so erfolgreich ist, dass er schon als Nachfolger von Gentleman gehandelt wird.

Des weiteren fährt die Rheinkultur noch mit einem Tanzberg für Elektrofans, einer Sportares und einem Hip-Hope-Stage auf. Leute, was red’ ich? Dieser Artikel ist schon viel zu lang - also: Los, auf die Rheinkultur mit Euch, aber zackig!



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Autor: Sandra

Thailändischer Junge, by babasteve, www.flickr.com

Gesang und Tanz aus Bangladesh, kongolesische Trommeln und kulinarische Spezialitäten aus Peru- die kulturelle Vielfalt dieser Welt, zeigt sich an diesem Wochenende auf dem Marktplatz in Bonn.

Wie klein die Welt sein kann, erfährt man vor allem bei internationalen Veranstaltungen. Das Zusammenwachsen der Welt stellt das gleichermaßen eine Herausforderung dar, wie es auch großes Potential in sich birgt, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen in einem Land zu beherbergen. Schon seit 30 Jahren wird zum Sommerbeginn das Fest der interkulturellen Begegnung in Bonn gefeiert. Als ehemalige Hauptstadt bot es sich schließlich an, der Bonner Bevölkerung einen Eindruck von den verschiedenen Kulturen zu vermitteln, die in Bonn vertreten waren. Doch auch nach dem Umzug der Regierung, wurde diese Tradition beibehalten und an diesem 01. Juni zeigt sich Bonn wieder von seiner internationalen Seite. 42 Vereine aus 17 Nationen werden den ganzen Tag über an verschiedenen Ständen präsentieren, indem sie ihre traditionellen Gerichte anbieten, Volkslieder und Tänze aufführen und für Fragen und Gespräche über ihr Land offen sein.

 Tänzer, by babasteve, www.flickr.com

 Die vielen Gerüche in der Luft und der Mix aus verschiedenen Sprachen, verwandeln die gemütliche Stadt am Rhein in eine Weltstadt. Doch vor allem die beeindruckenden Tanz- und Musikaufführungen der unterschiedlichen Nationen sind ein Genuß. Vom Vormittag bis zum Abend treten z.B. Trommler aus dem Kongo, Tänzer aus Bangladesh, Musiker aus Eritrea, oder eine Flamenco Gruppe sowie viele andere auf. Das Fest ist in Bonn schon seit langem eine Institution und bis in den Abend hinein wird vor der Bühne zu arabischer, asiatischer oder afrikanischer Musik getanzt und gefeiert. Dass Musik verbindet ist kein Geheimnis, und die Gelegenheit dies unter Beweis zu stellen, steht an diesem Sonntag vor der Tür. Come in and find out!

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