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Autor: Thomas

Verschwörungstheorien haben den bekanntesten Semiotiker der Gegenwart schon immer interessiert – allerdings nicht, weil er an sie glaubt, sondern weil sie eine bestimmte Geisteshaltung der Welt gegenüber widerspiegeln. In seinem neuesten Roman „Der Friedhof in Prag“ widmet er sich einer der folgenreichsten Fälschungen überhaupt.

Die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“ dienten schon so manchem Antisemiten als Argument für den absurden Mythos einer jüdischen Weltverschwörung. Dass die Papiere nachgewiesenermaßen Fälschungen sind und man das auch nicht erst seit Kurzem weiß, spielt für die Demagogen dabei selbstverständlich keine Rolle. Umberto Eco hat sich des Themas jetzt auf literarische Weise angenommen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ganze 34 Jahre nach dem Welterfolg seines dritten Romans kündigt Bestseller-Autor Stephen King jetzt eine Fortsetzung an. „Shining“ gehört zu den bekanntesten und einschlägigsten Horrorromanen der Gegenwart, und seine Verfilmung trieb den Schrecken noch eine Stufe weiter. Bemerkenswerterweise war es nicht King selber, der den Beschluss fasste, ein Sequel zu schreiben, sondern seine Leser.

Sein neustes Werk, der Zeitreiseroman „11/22/63“, in dem die Ermordung John F. Kennedys verhindert werden soll, ist noch nicht einmal erschienen, da bietet der erfolgreiche Horrorautor bereits einen Einblick in sein nächstes Buch. Und das ist vor allem für Fans des Meisters eine echte Sensation, denn im Grunde ist auch dieses eine Reise in die Vergangenheit – allerdings eher in die eigene.    [...mehr]


Autor: Thomas

Es ist noch gar nicht so lange her, da sorgte die deutsche Übersetzung von „2666“ im Feuilleton für hymnische Begeisterungsstürme. Kein Wunder, denn das Mammutwerk des früh verstorbenen Schriftstellers Roberto Balano gehört für viele zu den wichtigsten Romanen der Gegenwart. Jetzt erscheint mit „Das Dritte Reich“ posthum ein weiteres Buch des Chilenen.

Roberto Bolano: Das Dritte Reich

Ob Roberto Balano wirklich eine Veröffentlichung dieses Romans gewollt hätte, darüber lässt sich ausgiebig streiten. Das Frühwerk existierte im Nachlass lediglich in einer Schreibmaschinenfassung und war sogar zunächst übersehen worden. Jetzt erscheint es in Deutschland sogar noch vor der amerikanischen Ausgabe.    [...mehr]


Autor: Thomas

Dass der Mensch des Menschen Wolf ist, wusste schon der römische Dichter Plautus. Was das im Einzelnen heißt, kann man derzeit kaum irgendwo so drastisch nachlesen wie bei Jack Ketchum. Die Spirale der Gewalt beginnt bei ihm nicht selten mit vermeidbaren Machtfantasien. Am Schluss bleibt wenig Gutes übrig. Im Dezember erscheint in Deutschland sein aktueller Roman „Beuterausch“.

Jack Ketchum: Beuterausch, Beutegier, Beutezeit

Neben Stephen King und Clive Barker gehört der ehemalige Holzverkäufer, der unter dem Pseudonym Jack Ketchum schreibt, zu den meistverkauften Horror-Autoren der Gegenwart. Doch Monster und Übersinnliches gibt es bei ihm nicht. Das Grauen, das der Mensch anrichtet, reicht ihm vollkommen. In seinem neuesten Roman sieht das nicht anders aus.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der portugiesische Nobelpreisträger José Saramago legte sich immer gerne mit allem und jedem an. 2009 scheute er sich nicht, den italienischen Ministerpräsidenten öffentlich als „Verbrecher“ zu beschimpfen. Zu seinen Lieblingsfeinden gehörte aber auch immer die Amtskirche, die eines seiner Bücher offiziell als Blasphemie abstempelte. Am 16. August erscheint in Deutschland mit „Kain“ nun sein letztes Werk. Diesmal schrieb er gleich mal das Alte Testament um.

Saramago: Kain

Sein bekanntestes Buch ist bis heute „Die Stadt der Blinden“, dessen Popularität nicht zuletzt durch die Verfilmung von Fernando Meirelles noch einmal einen willkommenen Anschub erhielt. Die wenig optimistische Zukunftsvision ließ wenig Zweifel daran, dass José Saramago der menschlichen Moral keine Chance gibt, sobald die Systeme kollabieren. Sein letztes Werk sieht das nicht wesentlich anders.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ein Bestseller-Autor wie Stephen King braucht sich weder um Verkaufszahlen noch Verfilmungsrechte Sorgen zu machen. Beides ist in aller Regel schon vor der offiziellen Veröffentlichung eines neuen Buches in trockenen Tüchern. So kann es kaum wundern, dass sein neuer Roman zwar erst am 8. November erscheint, jetzt aber schon an der Kinofassung gearbeitet wird.

Stephen King bräuchte nie mehr in die Tasten zu hauen, sich keine Geschichten mehr auszudenken oder gar die Werbetrommel zu rühren. Er macht es aber trotzdem, auch wenn er schon vor Jahren seinen Rückzug angekündigt hat. King schreibt einfach weiter, und das mit ungebremstem Erfolg. Sein letzter Roman, „Die Arena“ verkaufte sich wie geschnittenes Brot. Nicht anders wird es in Kürze seinem nächsten voluminösen Werk mit dem seltsamen Titel „11/22/63“ ergehen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ganz selten einmal passiert es, dass es ein Comic nicht nur ins Feuilleton schafft, sondern dort auch noch hymnisch gefeiert wird – erst recht nicht in Deutschland. Umso mehr muss einem die ausgiebige Berichterstattung auffallen, die „Asterios Polyp“ derzeit gerade erfährt. Der angeschlagene Eichborn-Verlag kann die Aufmerksamkeit gut gebrauchen.

Asterios Polyp

Mit dem Namen David Mazzucchelli konnten bislang wohl nur Insider etwas anfangen. Jetzt allerdings steht er plötzlich auf einer Ebene mit den ganz Großen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. In der Comic-Szene ist er vor allem durch seine Illustrationen von Frank Millers „Batman“-Varianten bekannt.    [...mehr]


Autor: Thomas

Ziemlich belanglos wirken die Aufnahmen aus dem Fotoband „Topographie“ des Berliners Andreas Gehrke. Doch was der unter dem Namen Nashe bekannte Architekturfotograf dort abbildet, sind in Wahrheit Orte des Grauens. Dort wo heute friedliches Grün wächst, wütete einst der NS-Terror.

Andreas Gehrke: Topographie

Mitten in Berlin findet sich ein etwas verwildert wirkender Robinienwald. Doch erst seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Gelände eine unbebaute Freifläche. Zwischen 1933 und 1944 hingegen fanden sich hier die Zentralen von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Nichts davon ist in den Bildern von Andreas Gehrke erkennbar. Doch gerade deren intendierte Harmlosigkeit lässt den Schrecken spürbar werden.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Sieben Bestseller aus der Feder von Joanne K. Rowling und Kinohits später, nimmt der inzwischen erwachsen gewordene Zauberlehrling Daniel Radcliffe mit dem letzten Teil „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II“ Abschied von seinen Freunden Ron und Hermine sowie seinen treuen Fans und zieht den finalen Schlussstrich unter die größte Erfolgsgeschichte der modernen Literatur.

Harry Potter ist Kult und Manie, eine Goldgrube und ein unvergessliches Abenteuer. Die Autorin Joanna K. Rowling hat ihre Fantasie unsterblich gemacht. Niemand kann erklären, mit welchem Spruch Harry Potter uns alle verzaubert hat, aber kaum einer konnte seinem Charme und seiner fernen Welt widerstehen. Wenn der Zauberstab zum Zepter wird, fließen Millionen in den Zauberhut und heraus kommt… vorerst wohl nichts mehr. Schluss. Aus. Und vorbei. Bye Bye Harry Potter.    [...mehr]


Autor: Thomas

Kein Name steht in Deutschland so zentral für Starfotografie wie der von Jim Rakete. Wer vor seiner Linse posiert, ist im hiesigen Showgeschäft relevant, und alle anderen würden gerne dazu gehören. Ein neuer Bildband, entstanden im Zusammenhang einer Spendenaktion für das Deutsche Filmmuseum Frankfurt, zeigt ausschließlich Aufnahmen von prominenten deutschen Filmschaffenden.

Wer braucht schon einen Künstlernamen, wenn er von Haus aus bereits „Rakete“ heißt? Doch nicht nur der programmatische Name, sondern auch das fotografische Talent wurde Jim Rakete quasi in die Wiege gelegt. Schon in jungen Jahren war die Kamera sein liebstes Spielzeug, und mit 17 Jahren fotografierte er bereits professionell und gegen Bezahlung.    [...mehr]


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