» Comedy

Autor: Thomas

Was viele andere Kabarettbühnen zum hauseigenen guten Ton zählen, hat jetzt auch das traditionsreiche Bonner Pantheon-Theater ins Leben gerufen: Ein eigenes Ensemble. Vier Comedians bilden das neugegründete Spassteam, das sich am 09. September erstmalig einem durchweg zufriedenen Publikum vorstellte. „Fahrerflucht – Wege aus der Verantwortung“ heißt ihr erstes abendfüllendes Programm. Zu den Gästen im Saal gehörte unter anderem Ingolf Lück.

14 Rollen, aber nur 4 Darsteller – das fordert einiges an Wandlungsfähigkeit. Autor Thomas Lienenlüke und Regisseur Hans Kieseier haben sich für die Premiere des brandneuen Pantheon-Ensembles einiges einfallen lassen. Statt klassischer Nummernrevue, wie sie für das Abendprogramm einer Kabarettbühne Standard ist, bietet „Fahrerflucht“ im Grunde Boulevardtheater mit leichten Anklängen an die politische Farce.    [...mehr]


Autor: Thomas

Bereits zum 15. Mal wird dieses Jahr mit dem Prix Pantheon einer der wichtigsten deutschen Kleinkunstpreise vergeben. Im Rahmen des „German-Spass-und-Satire-Open“ stellen sich 12 Künstler und Ensembles in einem offenen Wettkampf dem Urteil einer ausgewählten Jury. Der Westdeutsche Rundfunk überträgt alle Auftritte, sowie die zugehörige Gala auf dem Bonner Museumsplatz ab dem 17. Mai. Sonderpreisträger in diesem Jahr: Dieter Hallervorden.

Mittlerweile ist der Prix Pantheon bundesweit eine echte Institution geworden. Bekannte Namen der hiesigen Kleinkunstszene haben mit dem Bonner Wettkampf um die größten Lacher ihrer Karriere den entscheidenden Kick verpasst. Im vergangenen Jahr etwa konnten René Marik (bekannt für sein Handpuppenkabarett) und Carolin Kebekus (bekam auf Pro7 mit „Die Hochzeitscrasher“ einen merklichen Popularitätsschub) überzeugen.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Wühlmäuse sind eine Berliner Institution. Seit nunmehr 49 Jahren wuseln sie unermüdlich über die Kabarett-Bühne. Ihr Gründer, Dieter Hallervorden, ist nach wie vor mit dabei.

Es begann alles mit einer Maus. Während der ersten Proben im Jahr 1960 saß ein kleiner Nager auf dem Klavier. Was er hörte und sah, schien ihm zu gefallen, denn er blieb dort eine Weile sitzen. Ihm zu Ehren nannte sich die Kabarettgruppe fortan “Die Wühlmäuse”.

Maus © flickr/coxy Seit einem halben Jahrhundert prägen “Die Wühlmäuse” inzwischen schon die Berliner Kabarett-Szene. Zu Beginn residierten sie in der ehemaligen Schöneberger Scala, später folgte ein Umzug in das “Theater am Lietzenburger” und seit  März 2000 wühlen die Mäuse am Theodor-Heuss-Platz im vormaligem Amerikahaus.

Didi

Dieter Hallervorden revolutionierte in den Siebziger Jahren das Kabarett, indem er von den bis dato üblichen Einzelszenen abwich und als erster ein Kabarettprogramm als Theaterstück entwickelte.

Zu Popularität über Berlin hinaus gelangte Dieter Hallervorden ab 1974 mit seiner Didi-Figur in der humoristischen Fernsehserie Nonstop Nonsens.  Seither galt auch Die Wühlmäuse als erste Adresse für renommierte Kabarettisten, Komiker und seit den Neunzigern auch für Comedians. Inzwischen in die Jahren gekommen, unterhält Dieter Hallervorden nach wie vor sein Publikum mit ausgebufften Kabarett-Stücken.

Und die anderen

Heute finden in dem Kabaretttheater beinah täglich Auftritte von hochkarätigen Stars der Comedy-Szene statt: Dieter Nuhr, Urban Priol, Arnulf Rating, Volker Pispers, Horst Schroth, Martin Buchholz, Bruno Jonas, Mathias Richling, Georg Schramm, Frank Lüdecke, Kurt Krömer, Andreas Rebers, Robert Louis Griesbach, Irmgard Knef, Richard Rogler - und als Spezialtipp: Rainald Grebe.

Wer also mal wieder lachen möchte bis die Tränen fließen, der sollte sich unbedingt Karten für die Wühlmäuse sichern.

  • Pommernallee 2-4, 14052 Berlin
  • Tel: 30 67 30 11
  • Website



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Autor: Effi

Berlins Stadtteil Neukölln erweckt nicht immer die besten Assoziationen. Eine Arbeitslosenquote von über 30%, sozialer Brennpunkt und eine hohe Kriminalität sind meist die Attribute, die dem größten Bezirk Berlins zugesprochen werden.

Was man nicht weiß: Neukölln war in den 20er Jahren das Herz der Revue- und Ballkultur. Davon zeugt bis heute der Ortskern von Rixdorf und die Neuköllner Oper. Hier pulsierte schon vor fast 100 Jahren eine mächtige Partykultur, die sich auch schon zu damaligen Zeiten durch ihre Interkulturalität auszeichnete. Auch heute ist die Neuköllner Oper in Berlin noch immer eine wichtige Spielstätte und bietet vor allem lokalen Kreativen und Künstler eine Plattform.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Ente bleibt draußen. Aber nicht bei der Ausstellung der Deutschen Kinemathek im Berliner Film- und Fernsehmuseum am Potsdamer Platz anlässlich des 85. Geburtstages von Loriot.

Vicco von Bülow hat sich bereits 2006 ins Privatleben zurückgezogen. Auch wenn uns daher leider keine weitere Jubiläumsshow im Fernsehen geboten wird, so gibt es doch pünktlich zu seinem Geburtstag eine Ausstellung, die sich vorgenommen hat, ihren Besuchern das Beste aus einem halben Jahrhundert Loriot zu bieten.

Loriots Badewanne © Flickr/schremser

Das ist keine leichte Aufgabe, denn jeder der Besucher hat natürlich seinen oder ihren persönlichen Lieblingssketch, Lieblingscharakter und Lieblingsspruch. Dennoch hat sich die Sonderausstellung besondere Mühe gegeben auf drei Stockwerken Skizzen der beliebten Knollnasenmännchen, Drehbücher und Sketche zu präsentieren, es finden sich sogar zwei rekonstruierte Kulissen. Den Besucher erwartet das Set des Zimmerverwüsters-Sketches (”Das Bild hängt schief”) und die Wohnung von Erwin Lotte…äh… Lindemann, des Lottogewinners, dessen Tochter mit dem Papst eine Herrenboutique eröffnen möchte.

Noch bis zum 29.03.2009 können sich die Berliner im Filmmuseum einen Eindruck über das Schaffen des größten deutschen Komikers machen.

Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
  • Donnerstag 10 - 20 Uhr
  • Montags geschlossen

Eintrittspreise:

  • 6 Euro regulär (Ständige Ausstellungen inkl. Sonderausstellungen)
  • 4, 50 Euro ermäßigt, Welcome-Card, Scheckheft, Gruppen ab 10 Personen
  • 3 Euro Schüler
  • 12 Euro Familienticket (2 Erwachsene mit Kindern)
  • 6 Euro Kleines Familienticket (1 Erwachsener mit Kindern)
  • 4 Euro nur Sonderausstellungen
  • 3 Euro nur Sonderausstellungen, ermäßigt



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Autor: Hendrik

Atze Schröder ist einer der wenigen TV-Comedians, die mir noch unsympathischer sind als Mario Barth. Hella von Sinnen mal ausgenommen.

Atze Schröder, der es nicht gern hat, wenn man seinen richtigen Namen im Internet nennt, ist momentan auf Tour. Und sein Erfolg ist überwältigend. In diesem Monat sind seine Dates fast alle ausverkauft. Das bedeutet, auch wenn er auf wirklich billige Methoden zur Publicity-Generierung zurückgreifen muss - er kommt bei den Leuten an.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Mario Barth ist der zur Zeit erfolgreichste deutsche Comedian.

Über Mario Barth zu schreiben, ist genau genommen witzlos. Der Mann füllt ein Stadium, presst das auf eine DVD, verdient eine Menge Geld damit. Mario Barth - “einer von uns”… ein Held der Arbeiterklasse, der sich mit nur einem Funken Intellekt und viel Charme durch das Leben kämpft. Genau das richtige Quentchen Intellekt und die exakt abgestimmte Überportion Charme um anzukommen bei Deutschlands Gernelachern und “Upps” (die Pannenshow!) - Stammguckern. Genau das richtige dummdreiste Grinsen und die leicht verkrampfte Haltung um zu signalisieren: “Ick bin genau so blöd wie ihr und weiß das auch.”

Mit Mario Barth lacht man über die anderen. Siehe “Mario Barth präsentiert” inklusive armseliger Einpark-Spielchen. Mit Mario Barth lacht man über die Freundin. Siehe 98 % aller Mario-Barth Witze. Oder man lacht, weil Mario Barth verkniffen ins Publikum starrt. Siehe Mario Barths live Show.

Herr Barth hat jetzt eine Single. Die nennt sich “Mensch Berlin” und knüpft zielsicher an die Legende Harald Juhnke an. Um auch die etwas älteren Lacher “von uns” abzugreifen. Nur haben Mario Barth und Harald Juhnke in etwa soviel gemeinsam wie Sido und MF Doom. Alles nur Äußerlichkeiten und dazu noch schlecht kopiert.

Aber eben erfolgreich. Und da heutzutage der Erfolg jedem Recht gibt, müssen wir uns wohl einstellen auf eine weitere Welle von Barths Geschichten über seine nackt vornübergebeugte Freundin. Harr Harr.    [...mehr]


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