Autor: Hendrik
Über die Grenzen der Stadt ist Berlin als multikulturelles Zentrum des Landes bekannt. So ist es zunächst erstaunlich, dass ein Filmfestival, wie die “Afrikamera” so jung ist. Abseits der europäischen Metropolen tritt die afrikanische Kultur und Lebensweise nur kaum in Erscheinung. Umso wichtiger ist es, dass sich das Wissen über den zweitgrößten Kontinent, der die dreifache Fläche Europas umfasst, nicht nur auf Hungersnöte, Krankheiten und andere, übliche Klischees beschränkt.

Seit 2007 wird die „Afrikamera“ vom Kulturverein „toucouleur e.V.“ ausgetragen und versucht so einen interkulturellen Dialog zwischen europäischem und afrikanischem Kontinent zu schaffen. So sollte ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents Bilanz gezogen, und der europäischen Öffentlichkeit die gesellschaftliche Entwicklung Afrikas der Vergangenheit und der Gegenwart vor Augen geführt werden. Aus diesem Grunde wurden letztes Jahr die Demokratisierungsprozesse in den afrikanischen Republiken thematisiert und beleuchtet. Frei von den üblichen Vorurteilen wurde bei einer Podiumsdiskussion über die Abhängigkeit des afrikanischen Kinos von den Industriestaaten in Nordamerika und Europa, und über den Film als Antrieb für die afrikanische Wirtschaft diskutiert. [...mehr]
20. Juni 2011

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Autor: Effi
Kunst- und Theaterliebhaber werden es kennen: Das Festival „Steirischer Herbst“, das alljährlich in Österreich, vor allem in der Gegend um Graz veranstaltet wird. Bald ist es also wieder soweit. Vom 2.10.-26.10.08 öffnet der „steirische Herbst“ wieder seine Pforten.

Der „Steirischer Herbst“ ist das älteste und traditionsreichste Kunstfestival Europas; es gehört jedoch gleichzeitig zu den innovativsten Festivals und hat eine lange Tradition in der Integration immer neuer Formen von Kunst. Dabei hat sich dieses Festival vor allem eins auf die Fahnen geschrieben: Die Vernetzung eben jener Kunstformen. Deswegen gilt der Steirische Herbst auch als ein All-Spartenfestival, bei dem alle Fans von Darstellender und bildender Kunst auf ihre Kosten kommen.

Die Spielstätten sind über die ganze Steiermark verteilt, konzentrieren sich aber vor allem auf die schöne Stadt Graz. Ein Highlight des diesjährigen Festivals ist sicherlich die Non-Stop-Performance-Installation des dänisch-österreichischen Künstlerduos SIGNA. SIGNA erregte bereits in Berlin Aufsehen mit ihrem „Dorine Chaikin Institute“ und gewann damit 2007 den Zitty-Award für die beste Performance des Jahres. Auch auf dem diesjährigen Berliner Theatertreffen waren SIGNA mit der Installation „Rubytown“ vertreten, wo man in der Lokhalle Schöneberg ein ganzes Dorf errichtete, das von 40 Schauspielern zehn Tage lang rund um die Uhr bespielt werden. SIGNAS Performances sind verstörend und faszinierend zugleich und gelten zu den innovativsten zeitgenössischen Theaterprojekten Europas. Dieses Mal ist SIGNA mit der „Komplex-Nord-Methode“ vertreten, eine bedrückende und irritierende Performance die eine Krankenstation simuliert, in der die Zuschauer zu Patienten werden und mit der Performance verschmelzen. Auch hier spielen SIGNA zehn Tage non-stop in Graz.
Mehr dazu erfahrt Ihr auf der Homepage des Festivals. Also: Hingehen, schauen, staunen und sich verzaubern lassen! [...mehr]
19. September 2008

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