» Geschichte

Autor: Hendrik

Das Kölner Sommerfestival wird dieses Jahr 22 Jahre alt, dass das gefeiert werden muss ist keine Frage. Freuen Sie sich auf die Sommerkulturveranstaltung des Jahres.

Wie jedes Jahr findet auch 2010 das Kölner Sommerfestival in der Philharmonie Köln satt. Drei überragende, internationale Produktionen stehen dem  Publikum, in dem Zeitraum vom 16. Juli bis zum 22. August, zur Auswahl. Dieses Jahr hat das Publikum die Wahl zwischen den Aufführungen, Evita, Porgy and Bess und Rock the Ballet.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Seit 2008 betreibt die (Kunst)historikerin Dr. Gerhild H. M. Komander das Forschungsprojekt Frauen in Berlin und beschäftigt sich intensiv mit dem Stellenwert und den Leistungen, die sie innerhalb und außerhalb der Frauenbewegung für die Stadt erbracht haben. Regelmäßig bietet sie auch Führungen und Stadtspaziergänge zu dem Thema an – nicht nur für interessierte Frauen!

Viktoria auf der Siegessäule ©Flickr.com/Eichental

Frauenleben in Berlin – ein Streifzug am Internationalen Frauentag

Frauen im Stadtbild Berlins findet man eher selten, sieht man mal von Göttinnen und Heiligen wie der Viktoria auf dem Sockel der Siegessäule ab. Ganz genau 3 Frauen widmete man für ihre besonderen Leistungen ein Bildnis: Königin Luise, Rosa Luxemburg und Käthe Kollwitz.

Doch wo waren die anderen Frauen? All die Königinnen und Prinzessinnen, Künstlerinnen und Intellektuellen? In der Mitte der Hauptstadt lebten sie nebeneinander und mussten doch auch miteinander in Berührung kommen? Auf einem geführten Stadtspaziergang im Frühling durch den Bezirk Mitte rund um den Hackeschen Markt, Spandauer Straße und Unter den Linden veranschaulicht Dr. Gerhild Komander die Frauengeschichte der Stadt, die in ihren frühen Jahren eher eine untergeordnete Rolle spielte. Die Leben von Komponistin Anna Amalie - Prinzessin von Preußen, Kurfürstin Dorothea und Louise Henriette oder aber Pianistin Fanny Hensel, deren Bruder Felix Mendelssohn Barholdy als Komponist in die Geschichte einging, eine Karriere, die ihr verwehrt blieb.

Die Stadtführung Frauenleben in Berlin – Ein Streifzug durch Berlin findet passend zum Internationalen Weltfrauentag am 7. März statt und dauert ca. 2 Stunden.    [...mehr]


Autor: Hendrik

„Fremd im eigenen Land“ heißt die Ausstellung über das Schicksal der niedersächsischen Sinti und Roma nach dem Holocaust, die vom 24. Oktober bis 31. Januar im Historischen Museum in Hannover stattfindet und mit vielen Text- und Bildquellen das sensible Thema angeht.

Fremd im eigenen Land Ausstellung Hannover ©Flickr.com/ Ed Bierman

Fremd im eigenen Land

In der Zeit von 1938 bis 1945 wurden unzählige Sinti und Roma in Vernichtungslagern deportiert, davon mindestens 17.000 im KZ Ausschwitz von den Nazis ermordet, insgesamt schätzt man die Höhe der Opfer auf ca. 500.000. Grausige Zahlen, die jedoch nichts an der ablehnenden und rassistischen Haltung der Bevölkerung gegenüber „den Zigeunern“ nach Ende des dritten Reichs veränderte. Nur wenige tausend Sinti und Roma überlebten den Porajmos, das ist der Romanes-Name für den Holocaust, und kehrten nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern in ihre niedersächsische Heimat zurück. Dort wurden sie weiterhin ob ihrer ethnischen Zugehörigkeit diskriminiert, ausgegrenzt, polizeilich überwacht sowie von der Bevölkerung schikaniert. Viele erlangten nach der Deportation die Staatsbürgerschaft nicht zurück. Ergreifend und aufschlussreich dokumentiert das Historische Museum in Hannover diese Missstände unter dem passenden Titel „Fremd im eigenen Land“.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Genau 2000 Jahre nach der berühmten „Varusschlacht“ ist im LWL-Römermuseum in Haltern am See eine von drei Sonderausstellung zu genau diesem Thema zu sehen: „Imperium Konflikt Mythos. 2000 Jahre Varusschlacht“ – noch bis zum 11. Oktober – widmet sich eben diesem Thema an gleich drei Standorten. Neben Haltern am See, das sich mit dem Imperium auseinander setzt, behandelt die Fundregion Kalkriese den Konflikt, während man sich in Detmold mit dem Mythos beschäftigt.

Allen voran zeigt das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 1993 gegründete Römermuseum römische Geschichte in Westfalen auf anschauliche und interaktive Weise, nicht nur in der jetzt stattfindenden Sonderausstellung. Zahlreiche archäologische Fundstücke und Rekonstruktionen, aber auch in Videos und Audioaufnahmen aufbereitete Informationen, sowie klassische Texte der Zeit lassen das 28-jährige westfälische Intermezzo der Römer aufleben.

Römermuseum, Varusschlacht, Haltern am See, Westfalen

Bekanntlich endete der Versuch der Römer, sich hier – entlang der Lippe – zu etablieren und das Römische Reich weiter in den Norden zu vergrößern , im Jahre 9 nach Christus mit der vernichtenden Niederlage    [...mehr]


Autor: Thomas

Jakob Augstein nannte den unkonventionellen und nicht selten umstrittenen Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einmal den „Dirty Harry des Feuilletons“. Jetzt erhielt Frank Schirrmacher für herausragende Leistungen „im Bereich des Essays, der Kritik und der Reportage“ den Ludwig-Börne-Preis. Zu den meistbeachteten und zugleich umstrittensten Leistungen des Publizisten gehörte in den vergangenen Jahren jedoch weniger seine journalistische Arbeit, sondern vielmehr seine hymnische Lobesrede auf US-Schauspieler Tom Cruise.

In erster Linie ist Frank Schirrmacher ein brillanter Selbstvermarkter. Seit 1985 gehört er zur Redaktion der FAZ, deren Feuilleton-Ressort er neun Jahre später übernahm und auf diesem Weg zum Mitherausgeber der Zeitung wurde. Unter seiner Leitung hielten dort Popkultur und Naturwissenschaften Einzug. Experimente blieben nicht aus. Im Jahr 2000 etwa ließ er auf ganzen sechs Seiten den Quellcode der menschlichen DNA abdrucken, um den demographischen Wandel in die öffentliche Diskussion einzuführen – ein Projekt, das er später mit seinem Bestseller „Das Methusalem-Komplott“ zementierte.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Bundesgartenschau präsentiert sich schon seit dem 23. April 2009 in Schwerin und lässt dort auch noch bis zum 11.Oktober ihre Tore zu einem Meer aus tausend Blumen geöffnet. 

„Sieben Gärten mittendrin“ lautet das Motto der BUGA 2009. Noch bis zum 11. Oktober können Besucher rund um das wunderschöne Schweriner Schloss einen Exkurs durch die Geschichte der Gartenkunst unternehmen.

Im Mittelpunkt der Bundesgartenschau 2009 steht die Gartenbaukunst und die historische Stadtentwicklung der Gartenbaukunst vom 18. Jahrhundert bis heute.

Da alle Ausstellungsareale rund um das Schweriner Schloss angeordnet sind, erreicht man auch die Altstadt mühelos, sie breitet sich nämlich genau vor dem beeindruckenden Schweriner Schloss aus. Zudem liegen die 7 Themengärten alle am Wasser und zeigen eindrucksvoll, welche Naturelle die Landeshauptstadt Schwerin zu bieten hat.

Schweriner Schloss © Flickr by micha1968

Die Bundesgartenschau/BUGA findet vor der wunderschönen Kulisse des Schweriner Schlosses statt. 

Da es aber um die Bundesgartenschau geht, werden die Besucher natürlich zu allererst Blüten & Blumen zu sehen bekommen, sowie Gartenpflanzen und auch seltene Blumen. In Zahlen heißt das:  3.000 qm² Rosen, 1.000 qm² Rhododendren und 500 Quadratmeter Seerosen. Weitere 1.000 qm² sind Ausstellungsfläche und reinen Kleingärten gewidmet.

Aber die BUGA Schwerin beschränkt sich  nicht nur auf Schwerin, die Ausstellung bezieht noch 32 weitere Orte mit ein, die thematisch im engen Zusammenhang mit der Bundesgartenschau stehen.

Zu finden sind die Aussenstandorte in ganz Mecklenburg Vorpommern, die meisten stehen jedoch in der Region rund um Schwerin. Eine komplette Übersicht über die Außenstandorte kann man sich auf der Webseite der BUGA 2009 ansehen.

Eintrittskarten kosten zwischen 4 Euro und 80 Euro,
die man direkt online buchen kann oder auch vor Ort kaufen kann.

Öffnungszeiten:
April, Mai, September und Oktober von 9.00 bis 19.00 Uhr und im
Juni, Juli und August jeweils eine Stunden länger von 9.00 bis 20.00 Uhr.

Bundesgartenschau Schwerin 2009 GmbH
Eckdrift 43-45
19061 Schwerin
Tel: 0385-20 090
Fax: 0385-200 9111    [...mehr]


Autor: Hendrik

Seit hundert Jahren gibt es an der TU München den Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung. Die Pinakothek widmet daher jetzt eine Ausstellung den Ideen der Stadtplanung.

Wie entwickeln sich Städte im Gegensatz zu den eigentlichen Ideen der Städteplaner? Die Pinakothek der Moderne stellt mit Originalplänen, Stadtmodellen und Fotografien aus dem Stadtalltag Idee und Realität gegenüber.

Stadtansicht © Flickr/Glutnix

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Autor: Hendrik

Johann Wolfgang von Goethe ist unbestritten der größte deutsche Dichter. Seine Gedichte faszinieren und bewegen auch noch nach 180 Jahren.

An Goethe kommt wohl kein Schüler vorbei, seine Stücke werden so häufig aufgeführt, wie es ansonsten nur von Shakespeare bekannt ist. In seiner bewegten Geschichte, dass ihn von Frankfurt über Straßburg und Leipzig nach Weimar führte (nicht zu vergessen seine berühmte Italien-Reise), war er ursprünglich Dichter, Dramatiker, Naturwissenschaftler, Jurist, Theaterleiter, Kunsthistoriker und Minister - ein Allround-Talent in beinhahe schon der Tradition der Renaissance.

Goethe-Statue in Leipzig © Flickr/motograf

Neben den allseits bekannten Dramen, wie dem “Faust” oder “Götz von Berlichingen” und den ebenfalls vielbekannten Romanen “Die Leiden des jungen Werthers” und denen um Wilhelm Meister schrieb Goethe viele hundert Gedichte und Balladen, die Liste scheint schier unendlich.

Er schrieb einen Epilog zum “Lied von der Glocke” von Friedrich Schiller, mit dem er befreundet war. Seine beiden wohl bekanntesten Gedichte sind jedoch der “Erlkönig” und natürlich “Der Zauberlehrling”. Wem ist nicht “Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?” im Ohr oder “Walle! walle/Manche Strecke,/Daß, zum Zwecke,/Wasser fließe/Und mit reichem,/vollem Schwalle/Zu dem Bade sich ergieße”? Er widmete sich dem “König in Thule” und dem “Totentanz”, er gemahnte ” Laßt fahren hin das allzu Flüchtige” und befand: “Gedichte sind gemalte Fensterscheiben”.

Die Auswahl seiner Gedichte zeigt deutlich Goethes Geschick im Umgang mit Sprache und das er zu Recht das unerreichbare Ideal in der deutschen Literatur bleibt.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Jedes Jahr gibt die “Bank des Chinesischen Volkes” Sondermünzen heraus. Die Panda-Münzen sind sowohl finanziell als auch kulturell hoch begehrt.

Bereits seit 1982 gibt es die Anlagemünzen aus der Volkrepublik China. Auf der Vorderseite befindet sich immer die Prägung der Himmelspagode, auf der Rückseite jedoch sind jährlich wechselnde Bilder von Pandas zu sehen. Es gibt sie in Gold, Silber und Platin, in den ersten Jahren wurden zudem auch Kupfermünzen geprägt.

Bi-Metallmünzen und sogar solche aus Palladium lassen das Sammlerherz höher schlagen. Beim Kauf der Panda-Münzen sollte man allerdings aufpassen: Etliche Plagiate sind unterwegs und dadurch, dass einige Jahrgänge ohne Nominalangaben geprägt wurden, werden diese häufig für Fälschungen gehalten.

Panda Münze © Flickr/sirqitous

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Autor: Effi

Heute bin ich am Nachmittag mal vor die Tür gegangen, habe mir ein trockenes Brötchen gekauft und darauf herumkauend ein wenig darüber sinniert, was „Kultur“ eigentlich genau bedeutet. Was ist Kultur? Was bezeichnen wir damit? Herausgekommen ist nicht nur eine Menge Verwirrung und metaphorische Rauchschwaden, die seitdem aus meinem Köpfchen aufsteigen, sondern vor allem eine Zitatensammlung, die weder eine Absicht auf Vollständigkeit noch einen Anspruch auf Homogenität verfolgt. Es finden sich darunter nicht nur Definitionen von Kultur, sondern Zitate, die überhaupt etwas über Kultur aussagen und dadurch auch möglicherweise weiterhelfen können, genauer zu ergründen, was Kultur ist. Aber, lest selbst (und nicht vergessen Euren Senf dazuzugeben):

„Kultur (von lat. cultura) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik, der Bildenden Kunst, aber auch geistiger Gebilde wie etwa im Recht, in der Moral, der Religion, der Wirtschaft und der Wissenschaft.“

Wikipedia, Freie Enzyklopädie

„Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch. Aber schiffbrüchig sein, heißt nicht ertrinken. Der arme Sterbliche, über dem die Wellen zusammenschlagen, rudert mit den Armen, um sich oben zu halten. Diese Reaktion auf die Gefahr seines eigenen Untergangs, diese Bewegung der Arme ist die Kultur – eine Schwimmbewegung.“

José Ortega y Gasset, Soziologe und Philosoph

„Die Deutschen sitzen an der Tafel einer Kultur, bei der der Prahlhans Küchenmeister ist.”

Karl Kraus, Schriftsteller

„Kultur ist nicht nur die ästhetische Garnierung, nicht nur das nutzlos Schöne, sondern die jeweilige Strategie der Lebensbewältigung.“

Hermann Bausinger, Kulturwissenschaftler

Kultur ist immer flach. Die Mär von der sogenannten »höheren« Kultur entspringt der Perspektive von Kulturschaben.

Peter Rudl, Aphoristiker

Fragezeichen by -bast-  flickr

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