Am 23. Mai war es soweit: Nach einer Umbauphase von ganzen 8 Monaten eröffnete Bundespräsident Christian Wulff die neue, gänzlich überarbeitete Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland nach 1945“ im Bonner Haus der Geschichte. Zu den Höhepunkten unter den Exponaten gehört ein sowjetischer Panzer.
Historische Ereignisse stärker in den internationalen Kontext zu rücken, war ein Leitfaden der Umgestaltung. Mehr als die Hälfte der insgesamt 4000 qm großen Ausstellungsfläche ist von der Runderneuerung betroffen, und ganze 3000 von insgesamt 7000 Exponaten stehen nun in einem anderen Kontext. [...mehr]
Ganz schön elefantös, was es seit dem 14. April in Bonn zu sehen gibt. Rund 200.000 Jahre alt sind die Überreste von 70 Eurasischen Altelefanen, die den Kern einer aktuellen Ausstellung bilden. Zu ihnen gesellen sich jede Menge Exponate, die einen Einblick in steinzeitliches Leben erlauben.
Was sich in Braunkohlegruben nicht so alles finden lässt, zum Beispiel im sachsen-anhaltlichen Neumarkt-Nord. Eine der bedeutendsten Fundstellen zur europäischen Altsteinzeit konnten Archäologen dort vor dem Eingriff der Schaufelradbagger bewahren. Die Ausstellung „Elefantenreich“ im Bonner LVR-Landesmuseum zeigt bis zum 6. November 2011, wie froh man darüber sein kann. [...mehr]
Bob Dylan ist eine lebende Legende, die modernde Folkmusik wäre ohne ihn kaum denkbar. Im Sommer 2011 findet er für zwei Konzerte den Weg nach Deutschland und will zeigen, dass er auch nach 50 Jahren im Musikgeschäft noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Bob Dylan feiert in diesem Jahr bereits seinen 70. Geburtstag. Doch an den Ruhestand denkt der Musiker noch lange nicht. Mehr als 40 Studio- und Live-Alben hat er mittlerweile auf den Markt gebracht, doch es ist vor allem die mitreißende Atmosphäre bei seinen Konzerten, die seine Fans immer wieder berührt. Ende der 1980er Jahre prägte ein Journalist den Begriff der „Never ending Tour“ für die nicht abreißende Folge von Live-Auftritten rund um den Globus. 2011 führt diese Welt-Tournee Bob Dylan für immerhin zwei Konzerte auch wieder nach Deutschland. [...mehr]
Bei seinem ersten Besuch in Bonn fiel Napoleon kopfüber vom Pferd. Ob es ihm wohl gefallen hätte, 200 Jahre später ausgerechnet in dieser Stadt eine umfangreiche Ausstellung gewidmet zu bekommen? Die Bundeskunsthalle zeigt „Napoleon und Europa“ bis zum 25. April 2011 in Kooperation mit dem Musée de l’Armée.
Ursprünglich hatte Beethoven seine 3. Symphonie dem großen Korsen widmen wollen. Doch nachdem dieser sich mal eben selber die französische Kaiserkrone aufgesetzt hatte, war die Bewunderung dahin: „Also ist Napoleon auch nur ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er nur für seinen Ehrgeiz leben und ein Tyrann werden“ – womit der berühmteste Sohn Bonns recht behalten sollte. [...mehr]
Was Ego-Shooter angeht, ist man in Deutschland bekanntlich sehr empfindlich. Selten aber schlugen die Wellen so hoch wie im Fall von „1378“. Ursprünglich zur Veröffentlichung am 3. Oktober geplant, sorgte eine immense öffentliche Empörung dafür, dass die Simulation der Grenzüberwachung an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erst einmal zurück gestellt wurde. Seit dem 10. Dezember steht das Spiel nun als Beta-Version kostenlos zum Download bereit.
Die Zahl „1378“ bezieht sich auf die 1.378 km lange, mit Schützen und Selbstschussanlagen versehene einstige innerdeutsche Grenze. Hierum dreht sich das Spiel von Jens M. Stober, Student an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Doch als Spiel im klassischen Sinn war das Projekt von Grund auf nie angelegt. Die Idee dahinter wollte nach Aussage ihres Autors vielmehr dafür sorgen, dass sich Jugendliche verstärkt mit der historischen und moralischen Problematik der Mauerschützen auseinandersetzen. [...mehr]
Humor hat in der Öffentlichkeit ein ziemlich breites Spektrum. Von der anspruchsvollen politischen Satire bis hin zur plattesten Comedy ist im Grunde alles denkbar. Nicht immer konnte man sich in Deutschland aber so ungezügelt über alles und jeden lustig machen wie heute. Eine Ausstellung im Haus der Geschichte Bonn wirft einen genaueren Blick auf „Humor und Politik in Deutschland“.
Wer heute als Promi nicht gute Miene zum bösen Spiel macht, wenn sich Humorschaffende unterschiedlicher Güteklasse über einen lustig machen, gilt schnell als beleidigte Leberwurst. Als Ex-Kanzler Gerhard Schröder einst ziemlich deutlichen Unmut über die Parodien des Stimmenimitators Elmar Brand zeigte, war damit ein deutlicher Beweis dafür angetreten, dass sich in Deutschland noch lange nicht jeder am allgemeinen Hofnarrenrum erfreut. [...mehr]
Nur einige Monate nach seinem Tod wird der Regisseur und Ausnahmekünstler Christoph Schlingensief posthum mit einem Ehren-Bambi in der Kategorie Kultur geehrt.
Der Regissieur und Ausnahmekünstler Christoph Schlingsief war für seine provokanten Aktionen und Filme sehr bekannt. Nun wird sein durchaus wichtiger Einfluss auf die deutsche Kultur mit dem posthumen Bambi geehrt. [...mehr]
Das Hamburg Dungeon ist eine Geisterbahn der ganz besonderen Art. In der Speicherstadt wird den Besuchern die düstere Vergangenheit der Hansestadt auf eine gruselige Weise beigebracht.
Mit dem Eintritt in das Hamburg Dungeon begeben sich die Besucher auf eine spannende Reise voller Horror und Humor durch die düsterste Geschichte Hamburgs. Um auch den Mutigsten das Fürchten zu lernen, geben professionelle Schauspieler ihr Bestes und auch die technischen Attraktionen sind nichts für schwache Nerven. [...mehr]
Die meisten kennen den britischen Archäologen, Schriftsteller und Geheimagenten vor allem durch David Leans Leinwandepos „Lawrence von Arabien“. Fraglos gehört T.E. Lawrence zu den bekanntesten historischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Das Norddeutsche Landesmuseum Oldenburg widmet ihm nun vom 21.11.2010 bis zum 27.03.2011 eine eigene Ausstellung.
Schon zu Lebzeiten galt Thomas Edward Lawrence als Held und Mythos – eine Tatsache, die er vor allem den abendfüllenden Vorträgen des Journalisten Lowell Thomas zu verdanken hat. Lawrence hatte es ihm ermöglicht, während des arabischen Unabhängigkeitskampfes 1917 bei den Truppen Faisals, einem der Söhne des Emirs von Mekka, für seine Berichterstattungen zu recherchieren. Zwei Jahre später revanchierte sich Thomas mit der Verbreitung eines arg heroischen Bildes, das er von Lawrence verbreitete. [...mehr]
Kurt Masur, der renommierte deutsche Dirigent, hat im Alter von 83 Jahren eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhalten: den ECHO Klassik. Wir gratulieren.
Kurt Masur prägte durch sein Wirken Jahrzehnte der Musikausübung in Deutschland und war weit über dessen Grenzen hinaus künstlerisch tätig. Auch im hohen Alter von 83 Jahren denkt er noch nicht daran den Dirigierstab nieder zu legen. Derzeit leitet er die Aufführung des Peer Gynt an der Komischen Oper Berlin. Der ECHO Klassik, den er am vergangenen Wochenende erhielt, ist nach der Urania-Medaille und der Leo-Baeck-Medaille für ihn bereits die dritte hochgradige Auszeichnung in diesem Jahr. [...mehr]