» Geschichte

Autor: Hendrik

Das Deutsche Historische Museum Berlin widmet sich in einer Sonderausstellung dem Land „Afghanistan“. Den meisten Menschen hierzulande hat durch die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit in Bild im Kopf verankert, welches geprägt ist von Krieg, Terror, Armut und Zerstörung.

Afghanistan - Gegensätze (Symbolbild) flickr ©army.mil

Im Prinzip liegt der Fokus der Ausstellung gerade auf jenen Bildern, welche die Lage der Menschen in dem stark zerstörten Land auf faszinierend ernüchternde Weise näher bringen. Die meisten von ihnen sind im Zeitraum zwischen 2002 und 2007 entstanden, entfallen somit in jene Zeit, wo man unter Aufsicht der internationalen Schutztruppen den Demokratisierungsprozess einleitete.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Anne Frank ©wikipediaAnne Frank – diesem Namen begegnet man vermutlich das erste Mal zur Schulzeit, wenn das „Tagebuch der Anne Frank“ auf dem Lehrplan steht. In dem Buch schildert die junge Anne Frank das Leben ihrer Familie in einem Versteck in Amsterdam zur Zeit der deutschen Besatzung. Die Faszination des Buches ist die so lebendige und nachvollziehbare Beschreibung eines jungen Mädchens, dem es nicht vergönnt war, ein normales Leben zu führen und stattdessen das ihrige im Konzentrationslager Bergen-Belsen zu lassen.

1994 hat man in enger Kooperation mit der Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam in Berlin das Anne-Frank Zentrum aufgebaut. Die Dauerausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ bietet nun den Besuchern des Zentrums anhand von Bildern und Texttafeln einen wunderbaren Überblick über das Leben von Anne Frank und ihrer Familie. Man versucht außerdem mit Hilfe der Ausstellung Anregungen zu geben, Parallelen zur heutigen Zeit aufzuzeigen. Damit wird die Reise nach Berlin nicht nur zu einer Geschichtsstunde, sondern auch zu einer Reflexion der eigenen Situation.

In der jüngsten Vergangenheit hat das Museum einen vermehrten Besucherzuspruch erfahren, die aufgrund der zahlreichen Wanderausstellungen auch immer wieder gerne zurückkehren. Oftmals wird das Museum gerade bei Online-Reiseführern als Anhängsel des Hackeschen Marktes aufgeführt, jedoch sollte man dies auf jeden Fall getrennt voneinander betrachten.

Anne Frank Zentrum

Rosenthaler Straße 39 – 10178 Berlin
Telefon: 030/ 30872988
Öffnungszeiten: Di – So  - 10-18 Uhr    [...mehr]


Autor: Hendrik

Antike Maske flickr ©knottyboy

Das Gebiet im Südosten Deutschlands gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten in Europa. Historische Funde belegen kulturelles Leben in Baden-Württemberg seit über 40.000 Jahren. Wen wundert es da, dass in Konstanz ein Archäologisches Museum der besonderen Art aufwarten kann. Unzählige Exponate machen den Besuch zu einer bildhaften Reise durch die Geschichte.

Das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg ist in Konstanz gelegen und bietet den Interessierten einen einzigartigen Einblick in das Arbeitsgebiet der Archäologie. Anhand der Rekonstruktion von Funden wird die Arbeitsweise von Archäologen detailgetreu geschildert. Dank der umfangreichen Dauerausstellung im Museum erhalten die Besucher eine komplette Übersicht, die von Pfahlbauten vom Bodensee aus der Jungsteinzeit bis zur Industriearchäologie der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur reicht. Egal, für welche Epoche man sich interessiert, es finden sich unzählige Aspekte und Details, die jene Zeit wieder aufleben lassen.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die römische Epoche gilt unter Historikern als die wahrscheinlich bedeutendste der europäische Geschichte. Kaum eine andere Weltmacht konnte so viel Einfluss auf die Entwicklung des Kontinentes nehmen, wie es zur Zeit des Römischen Reiches gewesen war. Abgesehen von der Tatsache, dass im Mittelalter eigentlich ein kultureller Rückschritt erfolgte, war das Römische Reich auf vielen Gebieten innovativ und führend.

Da auch Deutschland nicht nur südlich der Limes-Grenze, sondern auch linksrheinisch von der römischen Kultur beeinflusst wurde, ist eine logische Schlussfolgerung, sich auch dieser Epoche ausführlich zu widmen. Einen wertvollen Beitrag zur Erkenntnisgewinnung liefert der Archäologische Park in Xanten. Anhand der Nachbildung original römischer Bauten wird Geschichte wieder lebendig. Jahrelange Forschungen waren die Grundlage für die Nachbauten, die für Besucher des Parks zu begehen sind und ihnen so einen gesamtheitlichen Eindruck über die römische Architektur vermittelt.

Zu den Rekonstruktionsbauten im Park zählen Wohnungen, Tempel, Amphitheater, Herbergen, Stadtmauern und Tore. Sie unterscheiden sich überhaupt nicht von den Originalbauten zur Zeit des Römischen Reiches und geben auch in ihrem Innern sehr viel vom alltäglichen Leben Preis. Ähnlich wie zur heutigen Zeit war das Reisen bei vielen Römern ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Um ausgiebig Handel zu treiben, musste man in ferne Regionen reisen, sich dort eine Wohnung mieten und sich mit den dortigen Gegebenheiten vertraut machen. Wie eine solche Herberge ausgesehen hat, welche Vorzüge sie besaß, lässt sich alles im Archäologischen Park entdecken.

Durch die zahlreichen Veranstaltungen, die das gesamte Jahr über in regelmäßigen Abständen stattfinden, wird der Themenpark auch für Kinder interessanter. Dort können sich selbst die Kleinsten unter ihnen mit der Lebensweise der Römer vertraut machen. Beispielsweise wird ihnen typisch römischen Essen gereicht oder sie können römischer Kleidung flanieren – erlebte Geschichte pur.

Der Archäologische Park in Xanten leistet einen wichtigen Beitrag zur Geschichte, da gerade links des Rheins zahlreiche Städte einen römischen Ursprung haben - Xanten steht exemplarisch dafür.    [...mehr]


Autor: Hendrik

St. Petersburg flickr©wili hybrid

Aufgrund der politischen Konstellation in Europa gab insbesondere in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert zu einem regen Kulturaustausch zwischen Berlin und St. Petersburg. Die engen Beziehungen zwischen Preußen und Russland, die nach der Vertreibung Napoleon entstanden sind, wurden mit der Heirat von Charlotte von Preußen und Zar Alexander I. weiter vertieft.

Charlotte, die später unter dem Namen Alexandra Feodorowna den orthodoxen Glauben annahm, förderte die Freundschaft zwischen dem Zar Alexander König Friedrich Wilhelm III. sowie Königin Luise, so dass die staatlichen Beziehungen schon auf gegenseitigen Sympathien beruhten. Diese Epoche, die durch die Ausstellung näher beleuchtet wird und kaum in Schulbüchern Erwähnung findet, war ein Segen für den Kulturaustausch beider Staaten.

Die Spuren jener Zeit lassen sich noch heute in Berlin und seiner Umgebung beobachten. Der Alexanderplatz, einer der beliebtesten Plätze der deutschen Hauptstadt, verdankt der intensiven Freundschaft seinen Namen. In Potsdam wurde gar ein russisches Dorf (Alexandrowka)mit einer orthodoxen angelegt, währenddessen die berühmte Sommerresidenz Peterhof von Nikolaus I. in Russland nachempfunden wurde. In den künstlerischen und intellektuellen Austausch waren die geistigen Größen jener Zeit aus beiden Staaten involviert, so waren Alexander von Humboldt und Wassily Shukowski, Architekten wie Wassily Stassow und Karl-Friedrich Schinkel, Maler wie Franz Krüger und Grigori Tschernetzow daran beteiligt.

Unter dem Titel „Macht und Freundschaft. Berlin – St. Petersburg 1800–1860“ wurde im Berliner Martin-Gropius-Bau ein eindrucksvolles Stück deutsch-russischer Geschichte zusammen getragen, dass es sich anzuschauen lohnt. Besonders Schüler könnten die Ausstellung als Lernhilfe für Unterricht nutzen.    [...mehr]


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