Einer der modernsten Konzertsäle der Welt hat Geburtstag. 1986 errichtet, ist die Kölner Philharmonie bereits ein Vierteljahrhundert alt und feiert diese Tatsache mit einer eigenen Konzertreihe an fünf Abenden vom 10. bis 18. September. Darunter sind einige Uraufführungen.
Neben so vielem anderen gehört die Philharmonie zu den großen Sehenswürdigkeiten und unbedingten Tourismuszielen der Domstadt am Rhein. Kaum ein relevanter Vertreter konzertanter Musik ist hier im Laufe der Jahre nicht schon aufgetreten. Immer wieder gibt es aber auch Crossover, manchmal Musicals oder Filmaufführungen, denn die Betreiber setzen konzeptionell auf ein möglicht generationsübergreifendes Publikum. [...mehr]
Bis man als junger Künstler einmal eine Ausstellungsfläche in einem großen Museum bekommt, vergehen bestenfalls lange Jahre intensiver Klinkenputzerei. In der Regel bleibt man jedoch auch dann außen vor. Nicht so beim Konzept „Echoraum“ der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn. Vom 21. April bis 28. August gibt es hier Werke von Hochschulstudenten zu sehen.
In Zusammenarbeit mit internationalen Medienhochschulen veranstaltet die Bundeskunsthalle alle 2 Jahre eine Ausstellungsreihe, bei der Werke und Projekte von jungen Absolventen und Studierenden gezeigt werden. Die diesjährige Ausgabe trägt den Untertitel „Vom Photo“. [...mehr]
Hinter dem Titel „Licht“ verbirgt sich ein Mammutwerk, das in der Musikgeschichte Seinesgleichen sucht. 29 Jahre hatte Karlheinz Stockhausen an seinem Opernzyklus gearbeitet. Die längste Teileinheit „Sonntag“ kommt im April nun erstmals zur vollständigen Aufführung. Die Premiere ist bereits ausverkauft.
Rund 30 Stunden Musik umfasst Stockhausens „Licht“-Zyklus. Aus 7 Opern besteht er, und jede von ihnen ist genau einem Wochentag gewidmet. Der „Sonntag“ benötigt dabei den größten Zeitrahmen, und so hat man sich im Rahmen der Kölner Uraufführung entschieden, die Oper auf 2 Tage zu verteilen. Für ganz Hartgesottene gibt es aber auch 2 Termine mit dem vollen Programm. [...mehr]
Es gab Zeiten, da war es für Woody Allen eine Horrorvorstellung, sein geliebtes New York auch nur vorübergehend einmal zu verlassen. Inzwischen dreht er seine Filme vor allem in Europa und spielt hier auch gelegentlich live mit seiner New Orleans Jazz Band. 2011 kommt er für 3 Termine nach Deutschland.
Eine ganze Weile schien es so, als habe Woody Allen seine Relevanz als einer der wichtigsten unabhängigen Kulturschaffenden der Gegenwart verloren. Seine Filme erreichten bei weitem nicht mehr die Klasse früherer Jahre, und sein Privatleben geriet zunehmend in die Klatschpresse. 2005 sorgte er mit „Matchpoint“ jedoch für eine echte Überraschung und zeigte sich zynisch und gemein wie selten zuvor. Kritik wie Publikum dankten es ihm. [...mehr]
Lange Zeit führte das Musikvideo ein seltsames Schattendasein zwischen abgefilmter Konserve und Marketingtool. Dann entdeckte man den seltsamen Hybriden als Kunstform, doch auch diese Phase scheint heute weitestgehend wieder vorbei zu sein. Eine Ausstellung zur Geschichte des Musikvideos zeigt das Kölner Museum für angewandte Kunst im April 2011.
Die von Richard Lester inszenierten Beatles-Filme gelten vielfach als erste Formen des Musikvideos, doch das ist Ansichtssache. Klassische Hollywood-Musicals entwickelten bereits Inszenierungsmuster, die bis heute Gültigkeit haben. Und was ist mit den frühen Avantgarde-Filmen der Surrealisten? [...mehr]
In der U-Bahn sind alle gleich. Das jedenfalls gilt für die Verhältnisse extremer Überfüllung in Tokyo. Der vielfach preisgekrönte Fotograf Michael Wolf hat dieses Phänomen zum Thema einer gesamten Werkserie gemacht, die jetzt sowohl in Buchform als auch im Rahmen einer Wanderausstellung zu betrachten ist. Am 9. Januar gastiert sie etwa im Kölner Forum für Fotografie.
Bekannt ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf vor allem für seine großformatigen Architekturfotografien aus Chicago und Hongkong, der Stadt, in der er seit über 15 Jahren auch lebt. Für sein Projekt „Tokyo Compression“ hat er sich ins Zentrum eines ganz speziellen urbanen Irrsinns begeben: Das Tokyoter U-Bahn-System. [...mehr]
Seine „Geburt der Venus“ gehört zu den bekanntesten Werken der bildenden Kunst überhaupt, doch im allgemeinen Bewußtsein ist der Name Alexandre Cabanel keineswegs so tief verankert, wie es seiner Bedeutung angemessen wäre. Das Kölner Wallraf-Richartz-Museum zeigt im Februar 2011 erstmals eine eigene Ausstellung mit Werken des Franzosen.
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Musée Fabre in Montpellier, zeigt „Alexandre Cabanel: Die Tradition des Schönen“ über 60 Werke eines der wichtigsten französischen Künstler des 19. Jahrhunderts. Doch die Ausstellung verspricht weit mehr zu werden als eine schlichte Präsentation der Bilder. Modeschöpfer und Stardesigner Christian Lacroix wurde vom Museum Wallraf-Richartz beauftragt, eigens für die Sonderschau eine spezielle Ausstellungsarchitektur zu entwerfen. [...mehr]
Fotografie muss ja nicht immer ernst sein. Elliott Erwitt, einer der bedeutendsten lebenden Fotografen der Gegenwart, lässt immer wieder gerne leisen Humor in seine Bilder einfließen. Seine Lieblingsmotive: Hunde. Die Kölner Galerie in focus ermöglicht bis zum 15. Januar einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Künstlers.
Ein Gespür für Menschlichkeit und die menschliche Komödie müsse man haben, sagt Elliott Erwitt, und wer seine zumeist in schwarz-weiß gehaltenen Bilder kennt, weiß, dieses Talent ist dem Künstler durchaus zu eigen. Seine Arrangements zeigen schon einmal eine Aktmalklasse, bei der die Maler nackt sind, nicht aber das Model, oder einen Hund neben seiner Herrin, beide damit beschäftigt, sich zu kratzen. Überhaupt sind Hunde bei Erwitt einfach die besseren Menschen. [...mehr]
Gerade erst haben sich die Tore des neugestalteten Rautenstrauch-Joest Museums in Köln für einen kaum zu bewältigenden Besucherstrom geöffnet, da wird auch schon die erste Sonderausstellung in Gang gebracht. Unter dem Titel „Afropolis“ gibt es vom 5.11.2010 bis 13.03.2011 Gelegenheit zu kulturgeschichtlichen Einblicken in fünf afrikanische Metropolen.
Kairo, Lagos, Nairobi, Kinshasa und Johannesburg – fünf Städte mit der weltweit höchsten Urbanisierungsrate. Gerade erst rückte Südafrika durch die Fußballweltmeisterschaft in den Blick der Öffentlichkeit, doch das Wissen um die Metropolen des schwarzen Kontinents hält sich in Grenzen. „Afropolis“ will hier einen Beitrag leisten. [...mehr]
We will rock you rockt nun auch Berlin! Das erfolgreiche Queen-Musical unter der Regie von Ben Elton hat in Stuttgart seine Schecke gepackt und ist mit allem Drum und Dran nach Berlin gezogen. Am 21. Oktober feiert es seine Premiere im Berliner Theater des Westens.
Queen – in den 70er und 80er Jahren eine der berühmtesten Rockbands weltweit, heute eine Legende. Mit über 300 Millionen verkauften Tonträgern zählt sie immer noch zu den kommerziell erfolgreichsten Bands aller Zeiten. „We will rock you“ gehört neben „We are the Champions“ und „Radio Ga Ga“ zu den bekanntesten Songs der Truppe um den bereits verstorbenen Freddy Mercury. [...mehr]