Mit einem Live-Programm, das die Geschichte ihrer Familie in Liedern und Anekdoten nacherzählt, bespielt Patricia Kelly derzeit Konzertbühnen in Deutschland und den Niederlanden. Ausschließlich von ihrem Gitarristen Ralph Herrenkind begleitet, bietet sie alten und neuen Fans einen beeindruckenden Einblick in ihr musikalisches Spektrum. Bis August diesen Jahres sind derzeit 10 Konzerte geplant. Den Anfang machte am 2. Mai ihre alte Wirkungsstätte Köln.
Was in den 1990er Jahren zu den größten musikalischen Phänomenen auf europäischem Boden gehörte, spaltete die Musiknation in zwei Lager. Uneingeschränkte Bewunderung oder durchgängige Ablehnung begleitete die ungemein erfolgreiche Karriere der Kelly-Family ebenso sehr wie eine Unzahl von Bestplatzierungen in den Single- und Albumcharts. Einige der ehemaligen Mitglieder sind heute als Solokünstler unterwegs oder machen, wie im Fall von Stefan Raabs „Erzrivalen“ Joey, auf andere Weise von sich reden. Der Kelly-Hype mag sich zwar gelegt haben, die Begeisterung der Fans ist jedoch ungebrochen. [...mehr]
Mit Beginn der Saison 2009/10 steht die Kölner Oper unter neuer Leitung. Intendant wird Uwe Eric Laufenberg vom Hans-Otto-Theater Potsdam. Mit sieben Neuinszenierungen bleibt alles zwar wie zuvor, die Anzahl der Wiederaufnahmen wird jedoch erhöht. Erster Programmpunkt am 26. September werden Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ sein.
Kulturdezernent Georg Quander zeigte sich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Intendanten wenig begeistert von der laufenden Spielzeit. Laufenberg, vor seiner Intendanz in Potsdam freier Regisseur und Schauspieler unter anderem in Berlin, Genf und Zürich, will der Kölner Oper nun ihren einstigen Rang zurückerobern. [...mehr]
Die Premiere ist trotz anhaltender Skandalberichte nicht gefährdet. Am 2. Mai hebt sich an der Kölner Oper der Vorhang für Tilman Knabes Inszenierung von „Samson und Dalila“. Reihenweise hatten sich Chormitglieder mit der Begründung krank gemeldet, das Geschehen auf der Bühne psychisch nicht ertragen zu können. Auch mehrere Solisten müssten bereits ersetzt werden.
Eine „Altersempfehlung“ spricht man aus und folgt damit dem Beispiel der Bonner Oper. Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in der Interpretation von Markus Dietz sollte erst von Besuchern über 14 Jahren besucht werden. Die Kölner legen direkt noch einmal 2 Jahre drauf. Eine FSK wie in der Filmwirtschaft gibt es für die Bühne allerdings nicht, weshalb derartige Vorgaben nicht mehr sind als kulturelle Beschwichtigungspolitik. [...mehr]
Sie haben mehr als nur die Anfangsbuchstaben gemein, so wird im Cassiopeia Theater am 16. und 17. Januar 2009 wieder einmal gezeigt, dass Kinder und Kultur sich sehr wohl vereinen können.
Die chinesische Nachtigall wird an beiden Tagen um 20:15 Uhr aufgeführt anlässlich der 17. Kinderliteraturnacht. Dieses Ereignis findet diesmal in Gelsenkirchen statt.
Das Stück ist von Hans Christian Andersen und wird mit Großfiguren gespielt, was ich persönlich besonders schön finde und mich an die Augsburger Puppenkiste erinnert.
Die chinesische Nachtigall handelt von der Liebe des chinesischen Kaisers zu einem kleinen Vogel. Das Thema kennt jeder und berührt einen aufgrund der liebevollen Darstellung.
Diese Inszenierung ist für die Jugend auf jedenfall geeignet und bereitet der ganzen Familie große Freude.
Das Theater- und Kulturhaus Cassiopeia bietet noch weitere interessante Stücke, die einen Blick wert sind. Auch wer persönlich Interesse an Mitwirkungen hat, darf dort mal reinschnuppern. [...mehr]
Am 16. Juli wird Köln wie jedes Jahr in ein buntes Farbenspiel eintauchen. Denn zu diesem Zeitpunkt finden in der Stadt am Rhein die “Kölner Lichter” statt.
Das bedeutet nicht, dass alle Ampeln anfangen zu blinken, oder die Beleuchtungen der Hochhäuser in choreographierten Leuchtkaskaden geheime Botschaften Richtung Orbit funken. Das wäre … auch cool, aber die Kölner Lichter legen wohl eher den Schwerpunkt auf Kultur denn auf Kryptografie. Wobei man natürlich argumentieren könnte, dass Kultur nichts anderes ist, als eine für Außenstehende verschlüsselte Serie von Codes, die nur Eingeweihten die Verbindungen untereinander erlaubt.
Was wohl Außerirdische von unserer geistigen Gesundheit denken würden, besuchten sie die Erde und ertappten die Veranstalter dabei, wie sie massenweise Raketen in den Nachthimmel über der Rheinstadt ballerten? Wahrscheinlich ist das schon mal passiert, nur wurde das UFO getroffen und schmierte nach rasanter Irrfahrt hinter der Lorelei ab.
Jetzt liegt auf Hagens Schatz noch etwas blinkender Schrott aus einem anderen Universum, während über Köln am 16. Juli (ich erwähnte das bereits) massenhaft Raketen für eine angenehme Atmosphäre sorgen werden. Die Kölner Lichter brauchen sich vor ähnlichen Veranstaltungen in Berlin nicht zu verstecken - da demonstriert die Rheinstadt mal wieder, dass Düsseldorf die falsche Landeshauptstadt ist… [...mehr]
Kultur pur - der Christopher Street Day in Köln wird einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation des schwulen Kulturgefühls beitragen können. Ähnlich wie das Ladyfest ist der CSD ursprünglich aus Amerika nach Deutschland gekommen, wo er in den Großstädten Hamburg, Berlin und Köln ein fester Bestandteil des Festival-Kalenders geworden ist.
Momentan 76 Gruppen werden am Sonntag den 6. Juli an der Abschlussparade durch die Kölner Innenstadt teilnehmen. Eine Abschlusskundgebung ist am Heumarkt geplant.
Der Umzug mag manche Menschen stören, da die schrillen Kostüme und teils aufdringlichen Menschen nicht jedermanns Sache sind, gerade Deutschland hat so eine Parade meiner Meinung nach bitter nötig. Es hat sich einiges in Sachen Toleranz gebessert, seit die Globalisierung Deutschland überrollte und die alten Ansichten zwangsreformiert wurden (das ist nicht pauschal “gut”, aber hat hier geholfen), trotzdem ist es noch nicht soweit, als dass man von einer offenen Gesellschaft sprechen könnte.
Der mediale Fokus verschiebt sich mittlerweile von dem Hype der Schwulenbewegung von vor ein paar Jahren wieder Richtung anderer Themen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass sich diese in Teilen Deutschlands immer noch nicht akzeptierte Minderheit bemerkbar macht.
Sommerzeit ist Festivalzeit! Deswegen lässt es sich - auch wenn es penetrant erscheinen mag- nicht vermeiden regelmäßig davon zu berichten, wann wie wer wo zu was für Preisen und Kondititonen spielt, rockt und singt. Gerade eben noch von der Fusion erzählt, lockt nun eine ganz andere Veranstaltung, die jedoch nicht minder interessant ist, zumal sie auf eine lange Tradition blicken kann und außerdem - hier kommt der Knaller- ganz umsonst ist, jawoll!
Die Rede ist von der Rheinkultur, Bonns größtem Open-Air-Festival, das dieses Jahr am Samstag, den 05.07 08 wieder auffährt. Das Ganze findet, wie immer im Park in den Rheinauen statt.
Wie oft hieß es in den vielen Jahren seit der Existenz der Rheinkultur “Es geht nicht mehr, es gibt keine Geld, wir müssen aufhören!” und wie oft konterten Fans und Anhänger dieses Riesen-Events mit dem Slogan “Rheinkultur darf nicht sterben!”. Es scheint sich gelohnt zu haben, denn die Rheinkultur 2008 präsentiert sich so lebendig und rock’n'rollig, wie selten zuvor.
Dabei hält man auch dieses Jahr an dem nun schon seit den 90er Jahren konzipierten Bühnenstrategie fest: Blaue Bühne, grüne Bühn, rote Bühne. Im folgenden sollen die Top-Acts kurz vorgestellt werden.
Blaue Bühne: Als Top- Act werden auf der diesjährigen Rheinkultur die Münchner Band Sportfreunde Stiller auffahren. Am Nachmittag spielen Tomte, die Band um Sänger Thees Ullman und das Label Grand Hotel van Cleef, das sich in den letzten Jahren vom Einheizer für die Hamburger Jungs um Kettcar zur eigenständigen Indie-Pop-Maschine gemausert hat.
Rote Bühne: Jawoll - hier geht es zur Sache! Als Headliner kommen Anti-Flag, vorher spielen die nicht minder rockigen Jungs von Blackmail. Trotzdem sollte man sich schon um 12 Uhr an der Roten Bühne einfinden. Die großartige dänische Band Dúné spielt, machen eine Art Elektro-Rock, der fantastisch und wunderbar tanzbar ist.
Grüne Bühne: Auf der Grünen Bühne sind dieses Jahr auffallend viele Liedermacher vertreten. Als Top-Act hat die Rheinkultur die Truppe der Wohnraumhelden& Freunde of Liedermaching engagiert. Witzige, intelligente und selbstironische Texte, bei denen man schön mitgrölen kann, sind garantiert. Für Reggae-Fans spielt Jondo, der inzwischen so erfolgreich ist, dass er schon als Nachfolger von Gentleman gehandelt wird.
Des weiteren fährt die Rheinkultur noch mit einem Tanzberg für Elektrofans, einer Sportares und einem Hip-Hope-Stage auf. Leute, was red’ ich? Dieser Artikel ist schon viel zu lang - also: Los, auf die Rheinkultur mit Euch, aber zackig!