Nur wenige haben die Farbfotografie so nachhaltig geprägt wie der 1933 in Modena geborene italienische Künstler Franco Fontana. Sein Werk wurde bis heute in über 400 Ausstellungen gezeigt und füllt mehr als 40 Bücher. Ab dem 18. September gibt es in der Kölner Galerie inFocus eine Auswahl seiner Arbeiten zu sehen.
Erstmals ausgestellt wurden Fotografien von Franco Fontana im Jahr 1968, und damals hatte er gerade einmal sieben Jahre als Amateurfotograf hinter sich. Landschaftsstudien, zumeist in seiner italienischen Heimat aufgenommen, prägen sein Frühwerk. Erst in den 80er und 90er Jahren wendet er sich den Städten zu und bereist die Route 66 fotografisch. Seinem Markenzeichen starker Stilisierung, von Kritikern auch als „fotografische Trans-Avantgarde“ bezeichnet, bleibt er jedoch durch alle Schaffensphasen hindurch treu. [...mehr]
Der Verein Berliner Künstler zeigt bis zum 5. September eine Ausstellung von insgesamt 50 internationalen Künstlern zum Thema Nacktheit. Doch nicht nur die naheliegende wörtliche Bedeutung ist dabei federführend. In erster Linie geht es um existenzielle Zustände und Bedürfnisse.
Das „nackte Dasein“ des Menschen zeigt die als Wanderausstellung gedachte „AKTionale“ in ganz unterschiedlichen Formen und Ausprägungen: Das breite Spektrum von Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Objekte, Collagen, Videos, Fotografien, Installationen und Performances wird von den teilnehmenden Künstler in ihrer Annäherung an das Thema umfangreich ausgeschöpft. [...mehr]
Wer bei Frankfurt in erster Linie an deutsche Großbanken denkt, läuft Gefahr, die durchaus bemerkenswerte Kunstszene der Stadt zu übersehen. Diese stärker in den Blick zu rücken, ist ein Anliegen der Interessengemeinschaft der Galerien vor Ort. Sie macht auch dieses Jahr wieder mit dem traditionellen Saisonstart auf das vielgestaltige Programm ihrer Mitglieder aufmerksam.
Wer die Mainstadt mit Kunst in Verbindung bringt, wird zunächst das Städel Museum vor Augen haben. Eine relativ hohe Galeriendichte droht dabei jedoch zu Unrecht an den Rand gedrängt zu werden. Umso erstaunter wird man die umfangreiche Zahl von Teilnehmern des mittlerweile bereits 16. Saisonstarts zur Kenntnis nehmen. Ganze 40 Galerien präsentieren dort ihr aktuelles Programm. [...mehr]
Einen Einblick in das 50-jährige Schaffen des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser erlaubt noch bis zum 7. September eine Ausstellung in der Luise-Albertz-Halle in Oberhausen. Ein Schwerpunkt dabei ist das grafische Werk.
Mit bürgerlichem Namen hieß er zwar Friedrich Stowasser, aber damit die Japaner seinen Vornamen besser aussprechen konnten, änderte er diesen 1961 in „Friedensreich“ und ersetzte die Vorsilbe „Sto“ durch die Bedeutung, die einige slawische Sprachen dafür kannten: Hundert. Aber auch sonst war der Österreicher ziemlich eigensinnig. Seine Kunst zeugt davon auf vielerlei Weise. [...mehr]
Wie eng die Schnittstellen zwischen Malerei, Gaming und Videokunst sein können, belegen die Arbeiten des niederländischen Künstlers Michiel van der Zanden. Bruchlos importiert er die Ästhetik digitaler Medien in seine Malerei und verfährt ebenso umgekehrt. Zwei Gruppenausstellungen in Rotterdam und Breda, sowie eine Einzelausstellung in Köln erlauben einen Einblick in sein Schaffen.
Irgendwo zwischen Photoshop und Machinima scheint sich Michiel van der Zandens Kunst zu bewegen, doch so genau lässt sich das gar nicht sagen. Fasziniert von Computerspielen und ihrer speziellen visuellen Ästhetik hat es sich der Holländer zum Prinzip gemacht, eben diese zur Grundlage seiner eigenen künstlerischen Sprache zu machen. Die Resultate sind durchweg faszinierend und sehr eigen. [...mehr]
In Deutschland ist der aus Frankreich stammende jüdische Künstler Sam Szafran derzeit noch praktisch unbekannt. Dies dürfte sich jedoch bald schlagartig ändern. Ab dem 7. November nämlich zeigt das Max Ernst Museum Brühl erstmals eine Ausstellung mit seinen Werken auf deutschem Boden.
Vielleicht ist es die Unangepasstheit, mit der er jeglichen Zeitgeist und alle modischen Strömungen der Kunst vermieden hat, die den 1934 in Paris geborenen Sam Szafran so auffällig aus der öffentlichen Wahrnehmung herausgehalten hat. Umso überraschender die Ankündigung des Max Ernst Museums, im Spätherbst erstmalig eine Ausstellung mit Werken des Künstlers in Deutschland zu organisieren. [...mehr]
Eine virtuelle Ausstellung entlang der Zeitlinie eines Horrorfilmklassikers – was kompliziert klingt, erweist sich in der Ausführung als faszinierendes Videokunstprojekt. Rund 150 bildende Künstler unterschiedlichster Ausrichtung haben sich vereint, um „Night of the Living Dead“, den Urvater aller Zombie-Filme, auf ihre Weise ganz neu zu erfinden.
Das Resultat ist eine Stilcollage ganz eigener Art, die alle postmodernen Mash-Ups geradezu altmodisch aussehen lässt. Dabei war die Idee von Anfang an äußerst ungewöhnlich. Künstler aus aller Welt wurden dazu eingeladen, sich je eine kurze Szene auszuwählen, und diese dann mit beliebigen Mitteln neu zu visualisieren. [...mehr]
Kunst und Kommerz verbindet nicht nur in Gestalt monströser Verkaufserlöse ein enges Band. Vielfach findet die Formensprache einzelner Meister auch direkt ihren Weg in reine Konsumprodukte, ohne dass dem Laien die Ursprünge bewusst wären. Welche Auswüchse solche Praktiken nehmen können, zeigt eine Ausstellung im Kölner Museum für Angewandte Kunst am Beispiel des Niederländers Piet Mondrian.
Als Vertreter der klassischen Moderne gilt der unter dem Namen Pieter Cornelis Mondriaan geborene Spitzenvertreter des Konstruktivismus als Mitbegründer der abstrakten Malerei. Nachdem er den Impressionismus und Neoimpressionismus Mitte des vergangenen Jahrhunderts hinter sich gelassen hatte, verschwand die gegenständliche Malerei ganz aus seinem Kunstschaffen. Mondrian selber bezeichnete seinen Stil als Neoplastizismus. Heute ist sein Ansatz vor allem als Designmuster bekannt. [...mehr]
Als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart hat der Oldenburger Thomas Schütte schon „Ferienhäuser für Terroristen“ gebaut – und das selbstverständlich nicht ernst gemeint. Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle Bonn widmet sich jetzt bis zum 1. November unter dem Titel „Big Buildings – Modelle und Ansichten“ seinen vielgestaltigen Werken zwischen Skulptur, Architektur, Aquarell und Radierung.
2005 gewann Thomas Schütte den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig als bester Einzelkünstler. Dreimal war er an der documenta in Kassel beteiligt, wurde gerade aktuell zum Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises 2010 und kann auch sonst auf jede Menge Anerkennung in der Szene zurückblicken. Einem breiten Publikum ist er allerdings weniger bekannt. Daran wird vermutlich auch die aktuelle Ausstellung in der Bundeskunsthalle wenig ändern. [...mehr]
Nach zweijähriger Renovierungsphase wurde eine der wichtigsten hiesigen Kunstsammlungen mit Werken des 20. Jahrhunderts am 10. Juli jetzt wiedereröffnet. Um dem Publikum Gelegenheit zu geben, die sanierten Bereiche, sowie die beiden neuen Hallen ausgiebig zu besichtigen, ist der Eintritt in das K20 sowie ins benachbarte Ständehaus K21 bis zum 25. Juli kostenlos.
Gerade einmal 50 Jahre alt, versammelt die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen einige der größten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts. Dabei ist der Umfang vergleichsweise überschaubar. Die Qualität siegt eben über die bloße Menge, und so finden sich im Bestand viele bedeutende Namen der bildenden Kunst aus den letzten 100 Jahren wie Klee, Pollock, Magritte, Max Ernst und Beuys. [...mehr]