» Kunst

Autor: Thomas

Unter dem rätselhaften Title „ah! ah! – araki | höfer“ zeigt die Wiesbadener Galerie Photonet vom 13. März bis zum 30. April Werke von Nobuyoshi Araki und Candida Höfer aus der Celanese Fotokunst Sammlung. Im Fall Arakis sind kontroverse Reaktionen dabei kaum auszuschließen.

Nicht selten Gegenstand von Zensurmaßnahmen, hat sich der Japaner Nobuyoshi Araki gerade seiner provokanten und immer wieder zu Kontroversen anregenden Arbeiten wegen zum wichtigsten Fotografen seines Heimatlandes entwickelt. Am bekanntesten sind seine schnappschussartigen Aufnahmen von gefesselten Frauen und Blumen, die ganz offen an weibliche Genitalien erinnern, und damit ein interessantes Gegenstück zu den Stillleben von Robert Mapplethorpe darstellen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Auf eine wirklich lange Tradition blickt sie zurück, die „Große Kunstausstellung Düsseldorf“, die unter diesem Namen seit 1906 zumeist alle 2 Jahre stattfindet. 157 Künstler stellen dieses Jahr ihre Werke vor und ermöglichen so einen Überblick zum bildküstlerischen Schaffen in NRW. Die Ausstellung findet bis zum 14. März im Museum Kunst Palast statt.

Rund 300 Werke aus den Bereichen Malerei, Graphik, Plastik, Objekt, Installation, Photo und Video gibt es auf der diesjährigen „Großen Kunstausstellung NRW“ im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen. Die Schau wird von den Künstlern selbst betrieben und hat keinen eigenen Kurator. Eine ausgewogene Mischung zeigt bekannte und bisher unbekannte Namen, darunter auch einige Vertreter aus den benachbarten Bundesländern und den Niederlanden.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Die Kunsthalle in Tübingen ist aus der privaten Initiative der Industriellen-Familie Bosch entstanden. Das lichtdurchflutete Gebäude bietet heute einem Bestand aus zeitgenössischer und moderner Kunst, die in einem erfrischenden Konzept miteinander in Szene gesetzt wird, einen Raum und gilt als Geheimtipp in der Kunst- und Kulturszene.

Mel Ramos: Heidi Heinz Plastik ©Flickr.com/16 Miles of String

Kunsthalle Tübingen: Ort des Lichtes

Die Kunsthalle Tübingen am Nordrand der Universitätsstadt fällt von der Außenansicht her erstmal nicht besonders ins Auge. Keine prunkvolle Fassade, kein Stuck oder historistisches Eingangsportal. Der Neubau aus den 70er Jahren hat ein bisschen was von einer Schulaula. Und doch gilt er längst als Geheimtipp, der sich paradoxerweise rumgesprochen hat.

Das eingeschössige Gebäude mit Oberlicht, heller Glasfassade und dem minimalistischen Interieur bietet den perfekten Präsentationsraum, um zeitgenössische und Moderne Kunst nicht platt und chronologisch auszustellen, sondern in wechselseitiger Wirkung miteinander in Szene zu setzen.

Entstanden ist dieses Konzept mit Kunst lebendig umzugehen unter der Leitung von Kunsthistoriker Götz Adriani, der bis zu seinem Tod 2005 die Leitung der Kunsthalle in Tübingen inne hatte. Und noch heute wird dieser Umgang gepflegt, was die Kunsthalle zu einer festen Institution der Stadt Tübingen macht.    [...mehr]


Autor: Thomas

Das Zusammentreffen von Schönheit und Vergänglichkeit findet für den Künstler von jeher sein ideals Symbol in der Blume. Auch in der modernen Kunst hat das Motiv nichts von seiner Bedeutung verloren. Ein neuer Bildband mit dem Titel „Flower Power“ war Anlass für eine Ausstellung mit Blumenfotografien des in Berlin lebenden Künstlers Christian Rothmann. Zu sehen in der Münchner Galerie artThiess bis zum 25. März.

Wer Blumendarstellungen in der Kunst für langweilige Stillleben hält, verkennt die Bedeutung des Ausdrucks, den Künstler über die Jahrhunderte und Epochen hinweg darin gesehen haben. Heute haben Blumen ihren Weg vor allem in die Fotografie gefunden, und Robert Mapplethorpe etwa stellte ihnen ganz direkt die Abbildung männlicher Geschlechtsorgane gegenüber.    [...mehr]


Autor: Thomas

Neben gelegentlicher Kollegenschelte machte Wolfgang Joop zuletzt vor allem mit einer speziell designten Stützstrumpf-Kollektion auf sich aufmerksam. Wie so vielen Modedesignern ist dem studierten Werbepsychologen eben keine Maßnahme zu abstrus, um mit Aufmerksamkeit zu punkten. Jetzt zeigt die Düsseldorfer Lumas-Galerie seine Arbeiten als Maler, und auch hier lässt sich einmal mehr anerkennend feststellen: Joop überrascht.

Man kann ihn mögen oder nicht, aber an Wolfgang Joop so ganz vorbeizukommen, ist kaum möglich. Ganz wie sein Kollege Karl Lagerfeld tanzt er auf jeder Menge Hochzeiten und hat nicht gerade das Stillschweigen für sich gepachtet. Mal versucht er sich im Porzellandesign für Meißen, mal übt er sich als Laienschauspieler für Oskar Roehler – Joop probiert so ziemlich alles, was ihm Spaß macht (und Geld bringt).    [...mehr]


Autor: Hendrik

Spätestens seit der Ernennung Essens zur Kulturhauptstadt 2010 und dem damit einhergehenden Kulturfestival Ruhr 2010 dürfte auch noch so voreingenommenen Dickköpfen klar sein, dass NRW rund um den Ruhrpott kein kulturelles Ödland ist. Ein weiterer Beweis: Die Skulptur- und Gemäldesammlung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum.

Noch bis Ende Februar 2010 hat die Kulturstätte im Stadtteil Barmen Kunstfans einen besonderen Augenschmaus zu bieten: Die Monet Sonderausstellung mit vielen weiteren Kunstwerken des Impressionismus.

Monet - Impressionistische Kunst im von der Heydt-Museum ©Flickr.com/Alaskan Dude

Klassische und Moderne Malerei im Von der Heydt-Museum

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal geht auf die private Kunstsammlung der Mäzen August und Eduard von der Heydt zurück.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt dabei auf expressionistische und impressionistische Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Werke und Gemälde von Paula Modersohn-Becker, Pablo Picasso, Edvard Munch bilden das Kernstück der Sammlung. Ebenso gehören Skulpturen und Stücke der Landschaftsmalerei aus dem 17. Jahrhundert zum Grundstock.
Kindern und Jugendlichen versucht das Museum mit extra Kursen in den Ferien das Kultur- und Kunstverständnis nahe zu bringen. Zahlreiche Sonderausstellungen und Live-Konzerte erweitern das bestehende Angebot.    [...mehr]


Autor: Thomas

Kontrovers diskutiert, boykottiert und gar vielfach gänzlich zensiert – das künstlerische Schaffen des Fotografen Robert Mapplethorpe polarisierte bereits zu dessen Lebzeiten und posthum nicht weniger. Dabei gehört er heute unbestritten zu den Wegbereitern der modernen Fotografie als Kunstform. Das NRW-Forum in Düsseldorf zeigt ab dem 6. Februar 150 seiner umstrittenen Werke.

Darstellungen von Nacktheit und sexuellen Handlungen, aber auch der offene Umgang mit homoerotischen Motiven ließen Robert Mapplethorpes Fotografien vor allem in den USA stets zu Auslösern großer Kontroversen werden. Museumsdirektoren, die Ausstellungen seiner Werke zeigten, wurden gar verklagt, und Protestkundgebungen gehörten praktisch schon zum guten Ton.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Das Folkwang Museum in Essen verfügt über eine der umfangreichsten und schönsten Sammlung an expressionistischer und moderner Kunst aus Deutschland, aber auch von internationalen Künstlern. Passend zum Auftakt von Ruhr 2010, dem ganzjährigen Kulturevent zur Feierlichkeit der Kulturhauptstadt Essen, eröffnet am 30. & 31.Januar 2010 der Neubau.

Franz Marc im Folkwang Museum Essen ©Flickr.com/ochus b

Folkwang Essen: Museum eröffnet Neubau Ende Januar 2010

Das Folkwang Museum in Essen lädt am kommenden Wochenende vom 30. bis zum 31. Januar alle Interessierten bei freiem Eintritt zu der Eröffnung des Neubaus ein. An Stelle des Erweiterungsbaus aus den 80er Jahren errichtete Architekt David Chipperfield sechs lichtdurchflutete Würfel, die durch ihre strahlende Glaskeramikfassade und die meterhohen Fenster Leichtigkeit und vor allem Offenheit ausstrahlen. Genau das, was der Gründer des Museums, Karl Ernst Osthaus mit seiner Kunsthalle als „Öffentlicher Raum für die Allgemeinheit“ auch im Sinne hatte.
Die Bauarbeiten hatten 2 Jahre gedauert und mehr als 50 Mio. Euro gekostet, die von der Stiftung getragen wurden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Stellvertretend für die gesamte surrealistische Bewegung haben vor allem Salvador Dalis zerlaufende Uhren ihren Weg ins kollektive Unterbewußtsein gefunden. Für manche pure Spinnerei, für andere ein Blick in unbekannte Daseinsregionen, gehört der Surrealismus zu den faszinierendsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts. Ein Ausstellungsprojekt in Ludwigshafen bietet noch bis zum 14. Februar einen interessanten Überblick.

Was sollen Künstler schon über die Vernunft zu sagen haben? Den Surrealisten kamen die Erkenntnisse der Psychoanalyse gerade recht, boten sie doch eine idealen Hintergrund, vor dem sich ausufernd fantasieren ließ. Das Unsichtbare, Unbewusste und Verborgene war das Feld, auf dem man sich bewegen wollte, und da hatte die Vernunft wenig zu suchen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Von privaten Sammlungen erhält das in Brühl ansässige Max Ernst Museum ganze 19 neue Leihgaben aus unterschiedlichen Schaffensperioden des namensgebenden Surrealisten. Ergänzt wird die Präsentation mit 11 Werken aus den eigenen Beständen, die es nun zum ersten Mal zu sehen gibt.

Ende vergangenen Jahres war es vor allem eine Gastausstellung, die das Interesse eines breiten Publikums auf das im Umfeld von Köln gelegene Max Ernst Museum richtete. Zum ersten Mal war in Deutschland eine Werkschau des Filmemachers David Lynch in seiner Funktion als bildender Künstler zu sehen. Vor dem Hintergrund von „Dark Splendor“, so der Ausstellungstitel, stellte man nun auch eine Auswahl bisher nicht gezeigter Arbeiten von Max Ernst selber zusammen.    [...mehr]


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