» Kunst

Autor: Thomas

Auf der weltweit immer noch wichtigsten Kunstmesse, der Art Basel, beeindrucken die Zahlen manchmal mindestens genauso sehr wie die ausgestellten Werke. 60.000 Besucher waren im Vorjahr erschienen, 300 Galerien nehmen diesmal teil, 2500 Künstler sind zu sehen, doch schon am ersten Tag machte eine andere Zahl Schlagzeilen: 680.000 Euro nämlich erzielte der Verkauf des Gemäldes „Etappe“ des Leipziger Starmalers Neo Rauch. Für noch mehr Aufsehen sorgte aber der Name des Käufers: Brad Pitt.

Seit 1970 finden sich jährlich im Frühsommer ganze Horden von Sammlern, Ausstellern, Fachjournalisten und Kunstfreunden an der Grenze zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland zusammen, um den Platzhirsch unter den Kunstmessen zu feiern. Die Art Basel war ursprünglich als Gegenprojekt zum neu ins Leben gerufenen Kunstmarkt Köln, der heutigen Art Cologne, ins Leben gerufen worden.    [...mehr]


Autor: Thomas

Festivalleiter Daniel Birnbaum wollte die Kunst mit dem Motto „Fare Mondi / Making Worlds“ zu ihren Wurzeln zurückführen. Solches „Weltenmachen“ gerät im Werk der 31-jährigen Schwedin Nathalie Djurberg regelmäßig zu einem abgründigen Unterfangen. Auf der Biennale 2009 etwa erlaubt ihre Installation „Experiment“ einen Gang durch einen ziemlich ungemütlichen Garten Eden. Die Videokünstlerin erhielt dieses Jahr einen Silbernen Löwen.

Nathalie Djurberg macht Animationsfilme mit Knetfiguren. Das ist technisch zwar eigentlich ziemlich altmodisch, erlaubt der Künstlerin jedoch die uneingeschränkte Kontrolle über den gesamten Schaffensprozess. Nichts aber könnte einen größeren Kontrast zur kindgerechten Form der mit Einzelbildern in Bewegung gesetzten Akteure darstellen als die alles andere als jugendfreien Inhalte, mit denen Djurberg ihre Arbeiten ausstattet. Gewalt und sexuelle Perversion verwandeln die harmlosen Settings rasch in Orte des Grauens.    [...mehr]


Autor: Thomas

Bis zum 31. Januar 2010 zeigt das Berliner Museum für Fotografie 394 Bilder aus dem legendären „Sumo“-Band Helmut Newtons. Das voluminöse, 464-seitige Buch, das ursprünglich eine Idee des Kölner Verlegers Benedikt Taschen war, vereint einige der bekanntesten Arbeiten des Künstlers und erscheint im Herbst parallel zur Ausstellung noch einmal als Reprint im kleineren Format.

„Sumo“ ist in vielerlei Hinsicht ein gewichtiger Beitrag zur Kunst- aber auch Verlagsgeschichte. Ganze 30 Kilo wiegt das 50 x 70 cm große Original, für das Philippe Starck einen eigenen Leseständer entwarf. Die streng auf 10.000 Stück limitierte Auflage ist bis heute unter Sammlern heiß begehrt, zumal jedes einzelne Exemplar vom Künstler eigenhändig nummeriert und signiert wurde.    [...mehr]


Autor: Thomas

Zum sechsten Mal findet vom 5. bis 7. Juni der erste diesjährige Teil der Contemporary Art Ruhr statt. Im Rahmen von Forum und Medienkunst-Messe zeigen Künstler am Standort Zollverein Essen Video-Installationen, Performances und Artverwandtes. Ein Schwerpunkt ist dieses Jahr die Fotografie.

2004 rief Essen unter dem Titel „KunstQuadrate“ ein experimentelles Pilotprojekt ins Leben, das vor allem demokratisch und fair sein wollte: Jeder Künstler bekam denselben Umfang an Präsentations- und Ausstellungsfläche. Seit 2007 firmiert die schnell gewachsene Veranstaltung als Programmbestandteil von RUHR.2010 unter dem Titel „contemporary art ruhr“ oder kurz C.A.R. und ist zweigeteilt. Forum und Medienkunst-Messe werden im Sommer veranstaltet, die Messe für zeitgenössische Kunst im Spätherbst.    [...mehr]


Autor: Thomas

250 Werke des Surrealisten René Magritte stehen der Öffentlichkeit ab dem 2. Juni in einem eigens dem Künstler gewidmeten Museum zur Verfügung. Brüssel setzt auf die touristische Anziehungskraft des berühmtesten aller belgischen Maler und stellte deshalb gerne 2.500 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung. Zusätzlich hat das Museum ein Online-Recherche-System entwickelt, das den Zugriff auf die Archive zu Leben und Werk ermöglicht.

Der überwiegende Teil der Werke Magrittes entstammen dem Königlichen Museum der Schönen Künste, sowie den Nachlässen der Witwe und der Dichterin Irène Hamoir Scutenaire. Komplettiert wird der Bestand des neuen Museums mit Dauerleihgaben privater Sammler und öffentlicher Institutionen. Ausstellungsstücke umfassen Ölbilder, Gouachen, Zeichnungen, Skulpturen, bemalte Objekte, Werbeplakate, Partituren und Fotografien. Da Magritte als großer Cineast gerne schon einmal kleine 8mm-Filme herstellte, gehören auch diese zur Sammlung.    [...mehr]


Autor: Thomas

Mit einer exquisiten Auswahl seiner besten Aktfotografien veröffentlicht der Kölner Taschen-Verlag jetzt einen streng limitierten Bildband des US-Fotografen Ralph Gibson. Lediglich 1200 Exemplare, allesamt nummeriert und signiert, erscheinen als großformatiges Hardcover in Schlagkassette. Neben den Reproduktionen seiner Werke bietet der Band unter dem schlichten Titel „Nude“ ein umfangreiches Interview mit dem Künstler.

Eigentlich stammt der 1933 in Kalifornien geborene Gibson aus dem Umfeld der „Straight Photographie“, doch der Stil, der ihn bekannt gemacht hat, könnte kaum weiter von der dokumentarischen Funktion des Bildes entfernt sein. Erste Berührungen mit der Fotografie hatte er bei der US-Marine und besuchte danach das San Francisco Art Institute. Nach einer Assistenz für Dorothea Lange übernahm er in New York das Atelier von Robert Frank und gründete mit Lustrum Press seinen eigenen Verlag, der es ihm ermöglichte, die volle künstlerische Kontrolle über das eigene Bildmaterial und das jeweils zugrundeliegende ästhetische Konzept zu behalten.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Weimar ist nicht nur mit Goethe untrennbar verbunden, auch der berühmte Bauhausstil der bildenden, darstellenden und angewandten Kunst findet in Weimar ihren Ursprung. Das Bauhaus-Museum zeigt mit rund 8000 Exponaten einen Querschnitt aus dem Bauhaus-Programm.

Das Bauhausgebäude in Dessau © flickr / Lorkan

Weimar ist der Gründungsort des berühmten Staatlichen Bauhauses, einer Designhochschule, die großen Einfluss auf die Kunst und Architektur über die Grenzen Deutschlands hinaus nehmen sollte. 1919 von Walter Gropius gegründet, bestand die Kunsthochschule nach Umzügen nach Dessau und Berlin bis zum Jahr 1933.

Bauhaus und Funktionalismus

Das Staatliche Bauhaus in Weimar gilt als Ursprung der Avantgarde der Klassischen Moderne, was sich auch darin ausdrückt, dass der Begriff Bauhaus häufig als Synonym für Moderne in Design und Architektur verwendet wird. Begriffe wie Funktionalismus oder Neue Sachlichkeit bilden jedoch den übergeordneten Begriff, der auch internationale Arbeiten einbindet.    [...mehr]


Autor: Thomas

Während der diesjährigen 62. Filmfestspiele findet vom 19. bis 23. Mai zum zweiten Mal die Art Show Cannes statt. Das begleitende Kunstereignis, das im vergangenen Jahr das Interesse von Brad Pitt und Angelina Jolie auf sich zog, beinhaltet zum ersten Mal auch das Art Video International Film Festival (AVIFF) mit einer spezifischen Projektionslounge. Im Zentrum der Veranstaltung stehen Photografien von Emanuele Scorcelletti und Skulpturen von Andrés Ginestet.

2008 ins Leben gerufen und eingebunden in das Umfeld der Filmfestspiele, legt die Art Show Cannes besonderes Augenmerk auf aktuelle Trends visueller Kunst mit Fokussierung auf Skulptur, Fotografie und Videoästhetik. Dieses Jahr eigens ins Leben gerufen wurde ein spezielles Videokunstfestival, das in die Veranstaltung integriert ist. Gezeigt werden 30 Beiträge zwischen dreißig Sekunden und zehn Minuten, die sich um einen der drei Jurypreise bewerben. Zusätzlich wird unter dem Titel „Hopen“ eine Videoinstallation über die vier großen Weltreligionen vorgestellt.    [...mehr]


Autor: Hendrik

Nachdem die Ausstellung von und mit Gunther von Hagen “Körperwelten” ja schon oft große Wellen schlug, öffnet die faszinierende und genauso degoutante Ausstellung nun am 6. Juni 2009 in Augsburg ihre Türen. 

Die Devise in Augsburg lautet “Körperwelten - Herzensache” und sorgt schon gleicht für Furore. Noch sind die Türen geschlossen, aber schon hört man die ersten Stimmen, die sich über das kopulierende Paar echauffieren.

Dabei haben beide Partner vor ihrem Tod zu ihrer Plastination zugestimmt. Somit bleibt das nur eine Frage der Ethik. Wer es nicht nicht ansehen möchte, geht eben nicht hin. Und ich bin mir sicher, die die nicht hingehen verpassen was.

Ich war vor ca. 6 Jahren selber einmal dort, als die Ausstellung “Körperwelten” in Berlin gastierte, und war positiv überrascht, dass ich keine Leichen-Freak-Show vorfand, sondern eine wissenschaftliche Ausstellung mit fundierten Hintergrundinformationen.  Plastination © Wikipedia

“Herzenssache” startet nun am 6. Juni und in Augsburg und gastiert dort bis zum 13. September. Es werden circa 20.000 Besucher erwartet,  die nach dem Besuch dieser Ausstellung den “Blick auf sich selbst” verändert mit anderen Augen sehen werden.

Das viele neue, spektakuläre Präparate gezeigt werden ist auch kein Geheimnis mehr. Zudem werden aber noch auch die einzelnen Organfunktionen & verschiedene Erkrankungen plastisch darstellt. Beginnend vom Skelett reicht das Spektrum von der Muskulatur bis über die Entwicklung des Menschen im Mutterleib.

Ein Schwerpunkt wird das menschliche Herz sein mit ihm eine fünf Meter hohe Giraffe. Das soll auf imposante Weise zeigen, wo die Unterschiede zwischen menschlicher und tierischer Anatomie liegen.

Provokant, zugespitzt, makaber und interessant. Wie provokant das Ganze aber dann wirklich ist, davon wird sich jeder selbst ein Urteil bilden müssen. Auf jeden Fall wird man viel über den eigenen Körper erfahren ;-).

Die Kunst - Ausstellung “Körperwelten – Eine Herzenssache” läuft in Augsburg in der Schwabenhalle vom 6. Juni bis 13. September. Die Tickets kosten 17 Euro für Erwachsene und 13 Euro für Jugendliche. Es gibt Ermäßigungen.

Natürlich wird mit langen Wartezeiten gerechnet, deswegen empfiehlt es sich die Tickets im Vorverkauf zu kaufen Einfach unter: 01805-510024 anrufen und bestellen.

Auch, weil im Tagesverkauf nur begrenzt Tickets vorhanden sind.

Adresse:

Augsburger Schwabenhalle
Am Messezentrum 5
86159 Augsburg    [...mehr]


Autor: Hendrik

Zur Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums in Ludwigshafen wird “alles” aus den Schränken geholt. Die gesamte Sammlung wird ab Freitag im Museum zu sehen sein.

Normalerweise erfordert eine Ausstellungseröffnung viel Zeit und eine ausgeklügelte Anordnung, damit Licht und Schatten stimmen, es wird thematisch sortiert, die Beleuchtung wird optimiert. Diesmal nicht!

“alles”© flickr / Gregory Bastien

Das Wilhelm-Hack-Museum zeigt nun einfach fast alle seiner 9000 Exponate. Dicht an dicht wird man eine wahre Flut von Kunst zu sehen bekommen. So eine massige Präsenz von Werken bekommt man sonst nur in der Dauerausstellung des Louvres zu sehen.

Ohne erkennbare Ordnung werden die Bilder an den Wänden hängen, so berichtet morgenweb.de. Gleichzeitig feiert das Museum sein 30-jähriges Jubiläum. Das Museum entstand aus einer Schenkung des Kölner Kaufmanns Wilhelm Hack, der eine beachtliche Sammlung bedeutender Kunstwerke sein Eigen nennen konnte. Zusammen mit der städtischen Sammlung wurden die Ausstellungsstücke in ein eigens errichtetes Museumsgebäude gebracht.

Kunst aus dem Gondorfer Fund, sakrale mittelalterliche Kunst und Werke aus dem 20. Jahrhundert werden nun zusammen in der Ausstellung zu sehen sein. An der Südostseite des Museums sieht man eine Keramikfassade von Miró, das Museum selbst ist also schon angewandte Kunst.

Dann hängen Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein und Mel Ramos neben August Macke, Jackson Pollock und ein paar fränkischen S-Fiebeln.

In den bald wieder stattfindenden Führungen wird auch Kultur für Kinder nachvollziehbar und Veranstaltungen wie Lesungen bringen auch die Literatur in das Museum.

Ausstellung “alles”
ab dem 06.März 2009, 18h

Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23
67059 Ludwigshafen

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen /Dienstag, Mittwoch und Freitag 11 - 18h / Donnerstag 11 - 20h / Samstag und Sonntag 10 - 18h    [...mehr]


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