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Autor: Thomas

Erstmals gibt es derzeit in Europa eine umfangreiche Einzelausstellung der 1953 in Peru geborenen Künstlerin Teresa Burga zu sehen. Wer bis dato noch nie von ihr gehört hat, wird vor allem von der gestalterischen Vielfalt überrascht sein, die Zeichnungen, Objekte, Installationen, audio-visuelle und interaktive Arbeiten umfasst.

Teresa Burga

Unter dem Titel „Die Chronologie der Teresa Burga. Berichte. Diagramme. Intervalle“ zeigt der Württembergische Kunstverein über 100 Werke der peruanischen Künstlerin, die hierzulande bislang nahezu unbekannt ist. Drei Schlüsselwerke, allesamt Installationen, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.    [...mehr]


Autor: Thomas

„Objects. Food. Rooms“ heißt die Schau von Thomas Rentmeister, die bis zum 5. Februar 2012 in Bonn zu sehen ist. Wer sie besucht, wird einer Reihe von Werkstoffen begegnen, die er eigentlich eher aus anderen Zusammenhängen kennt. Denn mit Nutella oder Penaten-Creme zu arbeiten, ist für den Künstler nichts Ungewöhnliches.

Die beliebte Ketzerfrage „Ist das Kunst oder kann das weg?“ mag so manchem einfallen, wenn er durch die aktuelle Bonner Rentmeister-Ausstellung schlendert. Vor allem ein weißer Berg aus gepresster Unterwäsche und alten Kühlschränken könnte die Frage aufkommen lassen, ob hier nicht einmal dringend wieder Sperrmüll abgeholt werden müsste.    [...mehr]


Autor: Thomas

Dass sich Kunst mit dem passende Image leichter verkaufen lässt, scheint heute eine Binsenweisheit zu sein. Doch nicht immer war die kalkulierte Selbstinszenierung immanenter Teil des Kunstbetriebs. Picasso gehörte zu den ersten, die begriffen hatten, wie viel sich in dieser Hinsicht mit der fotografischen Abbildung des eigenen Konterfeis erreichen lässt. Eine Ausstellung in Köln legt hiervon derzeit Zeugnis ab.

Cecil Beaton: Pablo Picasso

Unter dem bezeichnenden Titel „ichundichundich“ zeigt das Kölner Museum Ludwig noch bis zum 15. Januar 2012 eine Auswahl von 250 Fotografien Pablo Picassos. Doch der Künstler selber ist nur das Motiv und nicht auch der Urheber. Nichtsdestotrotz haben die meisten Aufnahmen über den Umweg des Fotografen die Funktion genau kalkulierter Selbstdarstellung.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der echte Name des isländischen Künstlers Gudmundur Gudmundsson ist für Nicht-Isländer ein arger Zungenbrecher. Da geht einem „Erró“ schon leichter über die Lippen. Bekannt ist er hierzulande eher weniger, und das muss umso mehr wundern, als dass sein Werk bereits seit einem halben Jahrhundert irgendwo zwischen Surrealismus und Popart pendelt. Kennenlernen kann man ihn derzeit im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung in Frankfurt.

Errós Kunst ist figurativ und wirkt nicht selten auf den ersten Blick ziemlich platt. Doch der Eindruck täuscht, und zwar gewaltig. Seine Gemälde sind oft monumentale Collagen mit scheinbar trivialen Inhalten, den Wimmelbildern für Kinder im Stil nicht unähnlich. Die Wurzeln dafür liegen vermutlich in der Mosaikkunst, mit der er sich in frühen Jahren beschäftigt hat.    [...mehr]


Autor: Thomas

Provokant war sie schon immer, die Kunst von Edward und Nancy Reddin Kienholz. Und auch wenn heute vieles nicht mehr schocken kann, was seit den späten 50er Jahren immer wieder für Diskussionen sorgte, so ist die Sprengkraft vieler Werke doch weiterhin sichtbar. Eine umfangreiche Retrospektive in Frankfurt biete dazu bis zum 29. Januar ausgiebig Gelegenheit.

Als Edward Kienholz vor etwas über einem halben Jahrhundert damit begann, seltsame Installationen aus Alltagsgegenständen herzustellen, war das ein echtes Novum. Seine sogenannten „Tableaux“, in gewisser Weise szenische Darstellungen, suchte er sich auf Trödelmärkten und Mülldeponien zusammen und erstellte eigens Gipsabgüsse von Freunden und Verwandten. Das Resultat war jederzeit höchst provokativ.    [...mehr]


Autor: Thomas

Das Time-Magazine hatte ihn Ende der 80er Jahre zum wichtigsten Künstler seiner Generation erklärt, doch ausgerechnet seine Landsleute, die Deutschen, wurden mit Anselm Kiefer nie so richtig warm. Die britische Filmemacherin Sophie Fiennes legt jetzt eine Art Dokumentation vor, die sich dem Künstler auf ungewöhnliche Weise nähert.

1968 sorgte Anselm Kiefer im Rahmen einer Einzelausstellung erstmals für ziemliches Aufsehen. Seine Bilderserie „Besetzungen“ bestand aus Fotos des Künstlers, der an den unterschiedlichsten Orten den Hitlergruß zeigte. Im Ausland kam Derartiges wesentlich besser an als in Deutschland, denn Kiefer wagte eine Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, die hierzulande so manchem auf den Magen schlug.    [...mehr]


Autor: Thomas

Der Tod ist allgegenwärtig, erst recht in der Kunst. Von jeher ist die Sterblichkeit ein Thema künstlerischer Darstellung und im Rahmen der christlichen Auferstehungslehre ohnehin ein Standard-Topos. Wie der Sensenmann in der Gegenwart seinen kulturellen Ausdruck findet, welche Formen er annimmt, und wie er sich gerade in den westlichen Industrienationen im Bewusstsein hält, zeigt bis zum 14. Februar eine Ausstellung in Wuppertal.

DEAD_Lines

Unter dem arg prätentiös geschriebenen Titel „DEAD_Lines – Der Tod in Kunst – Medien – Alltag“ widmet sich die Van-der-Heydt-Kunsthalle Wuppertal-Barmen der Frage, mit welchen Kommunikationsstrategien heute über Tod und Sterblichkeit gesprochen wird. Die These dahinter: Die moderne globale Gesellschaft hat längst neue Rituale entwickelt, mit der eigenen Endlichkeit umzugehen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Wer die alptraumhaften Kreaturen aus der Feder von Alfred Kubin zum ersten Mal sieht, wird vielleicht an H. P. Lovecraft oder H. R. Giger denken und liegt dabei nicht falsch. Denn auch der österreichische Grafiker und Schriftsteller war sein Leben lang ein Chronist des Fantastischen. Eine Kölner Ausstellung zeigt aktuell eine Auswahl seiner Arbeiten.

Alfred Kubin: Die Stunde der Geburt

130 Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers gibt es unter dem Titel „Nebenwelten“ bis zum 4. Dezember im Käthe Kollwitz Museum zu sehen. Zentral sind dabei Zeichnungen aus dem Frühwerk zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen Kubins seltsam-unheimliche Mischwesen, androgyne Schreckensgestalten, die meistens in dunkler Umgebung auftauchen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Das weltweit größte Museum für Kunst und Design befindet sich in London und blickt auf eine reiche Historie zurück. Artefakte aus über 3000 Jahren Menschheitsgeschichte lassen sich hier finden. Eine zwar kleinere, aber immer noch umfangreiche Auswahl von Exponaten des Victoria and Albert Museums ist ab dem 18. November in Bonn zu sehen.

Art and Design for All

1857 eröffnete Queen Victoria das South Kensington und spätere Victoria and Albert Museum als Reaktion auf den Erfolg der „Great Exhibition of All Nations“, die sechs Jahre zuvor in London stattgefunden hatte. Die britische Großmacht hatte sich auf dieser ersten Weltausstellung als fortschrittliche Industrienation darstellen wollen und war damit auf fruchtbaren Boden gestoßen. Die heute bekannte Form der musealen Präsentation hatte hier ihren Ausgangspunkt genommen.    [...mehr]


Autor: Thomas

Spätestens mit ihrer Bilderserie „The Innocents“ über unschuldig zum Tode Verurteilte wurde die New Yorker Fotokünstlerin Taryn Simon zu einer der wichtigsten Vertreterin ihrer Zunft. Mit der skandalösen Hinrichtung von Troy Davis bekommen gerade diese Arbeiten derzeit eine besondere Aktualität. Die Neue Nationalgalerie Berlin stellt derzeit ihr neuestes Projekt vor.

Unter dem langen und etwa sperrigen Titel „A living man declared dead and other chapters I – XVIII“ verbirgt sich eine ambitionierte Fotoserie, für die Taryn Simon in den Jahren von 2008 bis 2011 rund um den Globus gereist ist. In 18 Kapiteln werden Geschichten von Menschen erzählt, die auf ungewöhnliche und schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.    [...mehr]


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